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Lost Places Berlin: Spreepark – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens im Plänterwald
Der Spreepark Berlin im Herzen von Treptow-Köpenick ist wohl Deutschlands bekanntester „Lost Place“ und ein Magnet für Fototouren. Jahrelang versprühte der verlassene Freizeitpark im Plänterwald einen morbiden Charme, doch seine Ära als morbide Geisterstätte neigt sich dem Ende zu. Die aufwändige Wiederbelebung durch die landeseigene Grün Berlin GmbH schreitet voran. Der einstige Kulturpark der DDR wird zu einem modernen Kunst-, Kultur- und Naturpark – aber keine Sorge: Der Geist der „Lost Places“ soll an manchen Ecken erhalten bleiben.

Berlins Geisterstätten: Der Spreepark als Ikone
Berlin war lange Zeit ein Eldorado für die Suche nach verlassenen Orten (Lost Places). Während viele der geheimnisvollen Gelände von Fabriken über Militärbasen bis hin zu Kliniken – inzwischen abgerissen oder touristisch erschlossen wurden, hat der Spreepark eine Sonderstellung eingenommen. Er repräsentiert nicht nur den Verfall, sondern auch ein Stück deutsch-deutsche Geschichte. Nach der Insolvenz im Jahr 2001 lag das Gelände brach. Dinosaurier lagen enthauptet im Gras, Achterbahnschienen führten ins Leere, und das sich lautlos im Wind drehende, rostrote Riesenrad wurde zu einem Wahrzeichen des Verfalls und einem der beliebtesten Fotomotive in Berlin. Seit dem Rückkauf durch das Land Berlin und der Übernahme durch die Grün Berlin GmbH neigt sich die Ära des unkontrollierten Verfalls dem Ende zu.
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Zukünftige Gestalt: Kunst, Kultur und erhaltene Relikte
Der neue Spreepark wird kein klassischer Rummelplatz mehr. Der Rahmenplan, der unter Bürgerbeteiligung entwickelt wurde, sieht eine Fusion aus Naherholungsgebiet, Kunst- und Kulturort vor. Dennoch ist geplant, bestimmte Bereiche als Erinnerung an die Lost-Place-Vergangenheit zu erhalten. Die Fahrgeschäfte verfallen nicht mehr unkontrolliert, doch einige Elemente wie die alte Grand-Canyon-Achterbahn sollen als Monumente der Vergangenheit bestehen bleiben.
Auch wenn offizielle, unbegleitete Fototouren über das gesamte Lost-Place-Gelände durch die Bauarbeiten derzeit nicht möglich sind, bieten die regelmäßigen Baustellenführungen sowie der äußere Zaun entlang der Spree und des Plänterwalds weiterhin einzigartige Blickwinkel auf das Gelände.

Die Rettung des Riesenrads – Ein Symbol der Wiedergeburt
Das 45 Meter hohe, weithin sichtbare Riesenrad ist das unumstrittene Wahrzeichen des Spreeparks und ein Muss für jede Fototour in Berlin. Nach Jahren des Stillstands und des Verfalls ist seine Wiedergeburt ein zentraler Meilenstein der Sanierung. Es wurde Anfang 2021 abgebaut und in Spezialwerkstätten saniert. Seit September 2025 kehren die Teile zurück und werden wieder aufgebaut. Die Stützen und Speichen stehen bereits wieder und erstrahlen in neuen, bunten Farben. Das Riesenrad wird umfassend saniert und nachhaltig transformiert. Es soll ab 2027 wieder in Betrieb genommen werden und damit das Herzstück des neuen Spreeparks bilden.

Die Renaissance des Eierhäuschens
Das historische Ausflugslokal, das Eierhäuschen direkt an der Spree, hat seine Sanierung bereits abgeschlossen und ist wiedereröffnet. Es dient nun als kulinarischer und kultureller Anlaufpunkt mit großzügigem Biergarten. Das Eierhäuschen ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um den Wandel des Spreeparks hautnah zu erleben.

Dein nächster Lost Places Trip nach Berlin
Der Spreepark verwandelt sich von einem Lost Place hin zu einem Ort der Kunst, Kultur und Natur. Für Ihre nächste Fototour nach Berlin bietet der Plänterwald und die Umgebung des Spreeparks – insbesondere mit dem wiedereröffneten Eierhäuschen und den fortschreitenden Bauarbeiten am Riesenrad – spannende Motive, die den Kontrast zwischen Verfall und Neubeginn eindrucksvoll einfangen.
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Was blieb und sich irgendwie wegtragen ließ, wurde in den folgenden Jahren von Vandalen und Plünderern gestohlen, die im Park ihr Unwesen trieben. Auch Fans von Lost Places verschafften sich Zutritt zum Gelände und ließen sich vom zunehmend morbiden Charme der verfallenden Fahrgeschäfte inspirieren. 2014 kaufte das Land Berlin den Spreepark zurück. Ab 2016 ist die landeseigene Grün Berlin GmbH mit der Zuständigkeit für das Areal betraut. Zusammen mit Architekten und Bürgerbeteiligungen soll aus dem einstigen Lost Place ein Park neuen Typs mit Kunst, Kultur und Natur geschaffen werden.

Spreepark Berlin aktuell: Wie steht es um Baustellenführungen und Tickets?
Wer den legendären DDR-Freizeitpark im Plänterwald heute erleben möchte, merkt schnell: Der Spreepark befindet sich mitten in den Hauptbaumaßnahmen für seine geplante Wiedereröffnung. Aus diesem Grund sind die beliebten Baustellenführungen momentan nur in einem sehr begrenzten Umfang möglich.
- Wenn du das Gelände betreten willst, musst du Folgendes zum aktuellen Status wissen:
- Die offiziellen Spreepark-Baustellenführungen über das Gelände sind aufgrund der intensiven Bauarbeiten zurzeit restlos ausgebucht.
- Wichtiger Hinweis für Fotografen: Die geführten Touren finden wegen der Sicherheitsauflagen nicht über das gesamte, ehemals bekannte Lost-Place-Gelände statt. Sie sind nicht barrierefrei und fokussieren sich primär auf die Entwicklungspläne und den aktuellen Baufortschritt.
- Dauer und Start: Die kostenfreien Touren dauern circa 90 Minuten und starten direkt an der Baustelleneinfahrt an der Kreuzung Kiehnwerder Allee / Dammweg.
Alternative Touren im Plänterwald (Kunst- & Kulturschwerpunkt):
Als Alternative zur klassischen Baustellenführung bietet der Spreepark Art Space zusätzliche Möglichkeiten, das Areal im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick zu erkunden. Dazu gehören monatliche Führungen im und rund um das mittlerweile sanierte, historische Eierhäuschen sowie vereinzelt Workshops und Events im Rahmen der Umweltbildung des „Labor Spreepark“. Da die Nachfrage extrem hoch und die Kapazitäten stark begrenzt sind, solltest du die offizielle Website von Spreepark.berlin im Auge behalten, um den nächsten Buchungsstart nicht zu verpassen.

Wann wird der Spreepark wieder geöffnet? Die Transformation des Berliner Lost Places
Die Frage, die ganz Berlin bewegt: Wann dreht sich das Riesenrad im Plänterwald wieder für die Öffentlichkeit? Die vollständige Wiedereröffnung des Parks ist für das Jahr 2027 angesetzt. Ein Meilenstein dieser Transformation ist jedoch bereits geschafft: Die erfolgreiche Sanierung und Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen Eierhäuschens.
Das historische Ausflugslokal samt Biergarten hat sich bereits zu einem zentralen Anlaufpunkt für Ausflügler und Urbex-Interessierte entwickelt. Es verbindet die bewegte Vergangenheit des Parks mit seiner neuen Zukunft als Kultur- und Naturraum. Das Eierhäuschen lädt nicht nur zu kulinarischen Pausen direkt an der Spree ein, sondern dient auch als Begegnungsstätte, um die reiche Geschichte des Geländes für kommende Generationen erlebbar zu machen.
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Für Berlin-Besucher und Einheimische ist dieser Ort das Symbol dafür, dass ein neues Kapitel im Plänterwald begonnen hat – weg vom maroden, verlassenen Freizeitpark, hin zu einem modern gestalteten Kulturareal.

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Machen wir uns nichts vor: Die wilden, unberührten Zeiten des Spreeparks als verlassener Lost Place sind endgültig vorbei. Wo früher die Natur die alten Fahrgeschäfte überwucherte, bestimmen heute Bauzäune, Denkmalschutzauflagen und sanierte Flächen das Bild. Für Fotografen, die den puren, morbiden Charme des Verfalls suchen, gibt es im Plänterwald kaum noch Motive.
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