Alles, was du über unsere Spitzbergen-Fotoreisen wissen musst
Was ist besonders an Spitzbergen?
Spitzbergen ist aus mehreren Gründen einzigartig:
- Extreme Geografie und Lichtphänomene: Es liegt im Hohen Norden, etwa auf halber Strecke zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol. Das bedeutet:
- Im Sommer erlebst du die Mitternachtssonne (24 Stunden Tageslicht).
- Im Winter herrscht die Polarnacht, eine Zeit der absoluten Dunkelheit, in der die Polarlichter (Aurora Borealis) auch tagsüber (während der Dämmerung) beobachtet werden können.
- Status als Visa-freie Zone: Aufgrund des Spitzbergenvertrags von 1920 dürfen Bürger aus allen Unterzeichnerstaaten ohne Visum einreisen, dort leben und arbeiten. Dies führt zu einer bemerkenswerten Mischung von Kulturen aus über 50 Ländern.
- Tierwelt und Sicherheit: Spitzbergen ist die Heimat von Eisbären, deren Population die der Menschen übersteigt (man schätzt über 3.000 Eisbären). Außerhalb der Siedlungen ist es gesetzlich vorgeschrieben, bewaffnet zu sein, um sich selbst vor Eisbären zu schützen – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.
- Geisterstädte und Forschung: Die Inselgruppe beherbergt faszinierende verlassene Siedlungen wie die russische Geisterstadt Pyramiden (Lost Places). Gleichzeitig dient es als wichtiges globales Zentrum für die Arktisforschung und den berühmten Global Seed Vault (Saatguttresor).

Welche Sprache spricht man in Spitzbergen?
Die Amtssprache auf Spitzbergen (Svalbard) ist Norwegisch, da die Inselgruppe unter norwegischer Souveränität steht. Aufgrund der historischen Kohlebergbausiedlungen (wie Barentsburg und Pyramiden) wird auch Russisch in den russischen Orten gesprochen. Da der Tourismus und die Forschung stark international sind, kannst du dich in den Hauptsiedlungen wie Longyearbyen in der Regel problemlos auf Englisch verständigen.
Wer darf auf Spitzbergen leben?
Grundsätzlich darf jeder Bürger aus einem Land, das den Spitzbergenvertrag unterzeichnet hat (was fast alle Industriestaaten einschließt), ohne Visum einreisen, sich niederlassen und arbeiten. Dies ist eine europaweit einzigartige visumfreie Zone.
Wichtig ist jedoch: Um tatsächlich dauerhaft auf Spitzbergen zu leben, musst du in der Lage sein, dir deinen Lebensunterhalt selbst zu sichern (Arbeit finden, Unterkunft haben). Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch, Arbeitsplätze in der Hauptsiedlung Longyearbyen sind rar, und Wohnraum ist knapp.
Zu welchem Land gehört Spitzbergen?
Die Inselgruppe Spitzbergen (im Norwegischen Svalbard) gehört zu Norwegen und ist die letzte Station vor dem Nordpol.
Die volle Souveränität über die Inselgruppe wurde Norwegen durch den Spitzbergenvertrag von 1920 zugesprochen. Dieser Vertrag regelt jedoch auch, dass die Bürger aller Unterzeichnerstaaten gleichberechtigt Zugang zu den Ressourcen und zur wirtschaftlichen Tätigkeit auf der Inselgruppe haben. Zudem ist Spitzbergen eine demilitarisierte Zone.
Du planst, die ungezähmte Schönheit Spitzbergens (Svalbard) mit deiner Kamera festzuhalten? Egal, ob du dich für die eisige Stille des Winters oder die endlosen Tage der Mitternachtssonne entscheidest – hier findest du alle Antworten, die du für die Vorbereitung deiner Urbexplorer Spitzbergen Fotoreise brauchst.
Wähle dein Abenteuer: Winter-Expedition vs. Sommer-Lost-Places
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Spitzbergen? Das hängt ganz von deinen fotografischen Zielen ab.
Die Winter-Expedition: Schneemobiltour und Polarlichter (Februar – Mai)
Der Winter ist die Zeit des dramatischen Lichts und der intensiven Wildnis.
- Licht und Jahreszeit: Wähle den Winter für das magische Licht des Polartages und die besten Chancen, die Aurora Borealis zu fotografieren. Die Monate Februar bis April sind ideal, da die Nächte noch lang und dunkel sind, während die Tage bereits hell genug für ausgedehnte Schneemobil-Touren sind.
- Kälte und Klima: Im Winter erwarten dich Temperaturen zwischen -10 und -20 Grad und können bei Wind noch kälter erscheinen. Warme, funktionelle Kleidung im Zwiebel-Prinzip und winddichte Materialien sind daher absolut entscheidend, um den extremen Bedingungen standzuhalten.
- Schneemobil-Touren: Für unsere Schneemobil-Expeditionen benötigst du keine Vorkenntnisse, aber einen gültigen PKW-Führerschein (Klasse B). Die gesamte arktische Thermo-Ausrüstung (Overall, Helm, Stiefel etc.) stellen wir dir selbstverständlich zur Verfügung.

Geisterstadt Pyramiden Lost Places – Spitzbergen Fotoreise: (Juni – September)
Der Sommer bietet dir Zugang zu Lost Places in Pyramden und die Beobachtung der arktischen Tierwelt unter der Mitternachtssonne.
- Licht und Jahreszeit: Der Juni bis August steht ganz im Zeichen der Mitternachtssonne. Die endlosen hellen Tage sind perfekt für ausgedehnte Wanderungen und Tierbeobachtungen.
- Lost Places: Unsere Touren führen dich per Speedboot zu ikonischen Orten wie der russischen Siedlung Pyramiden. Hier erlebst du die Faszination der verlassenen Architektur hautnah.
- Wetter und Kleidung: Die Sommertemperaturen liegen bei milden +5 bis +12 Grad. Trotzdem ist warme, wasserdichte Kleidung Pflicht, da das Wetter schnell umschlagen kann. Für die Touren im Gelände sind robuste Gummistiefel oder wasserdichte Wanderstiefel dringend empfohlen.

Foto-Ausrüstung: Dein Werkzeug für die Arktis
Die richtige Vorbereitung deiner Fotoausrüstung ist entscheidend für das Gelingen deiner Fotoreise.
- Kamerawahl: Ob du eine leichte Systemkamera, eine Bridgekamera oder eine professionelle DSLR/DSLM wählst, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du dich an die Geschwindigkeit der Gruppe anpasst – wir nehmen uns Zeit für qualitativ hochwertige Aufnahmen!
- Objektive: Wir empfehlen, ein breites Spektrum abzudecken: Weitwinkel (Landschaft), Normalbrennweite und ein Teleobjektiv (300mm+ für Tierbeobachtung und Polarlichter).
Unverzichtbares Zubehör:
- Filter: Ein Satz Graufilter (ND) und gegebenenfalls Verlaufsfilter helfen dir, die extremen Lichtverhältnisse in der Arktis zu kontrollieren.
- Akkus & Powerbank: Kälte entlädt Akkus schnell. Packe ausreichend Ersatzakkus und eine Powerbank für die Kamera ein.

Logistik und Sicherheit: Deine Reiseplanung
Sicherheit im Fokus: Polarbären und Guides
Die Sicherheit unserer Gäste hat höchste Priorität. Polarbären sind auf Svalbard heimisch. Deshalb wirst du außerhalb der Siedlungen immer von erfahrenen, bewaffneten Guides begleitet, die darauf spezialisiert sind, die Tierwelt zu respektieren und gleichzeitig deine Sicherheit zu gewährleisten.
Kleidung und Gepäck
- Das Zwiebel-Prinzip: Trage immer mehrere Schichten (Funktionskleidung, Wolle, Fleece), um auf wechselnde Temperaturen zu reagieren. Die äußerste Schicht muss wind- und wasserdicht sein.
- Gepäck-Empfehlung: Verzichte auf sperrige Hartschalenkoffer! Rucksäcke und Reisetaschen sind wesentlich praktischer. Sie lassen sich leichter auf Schneemobilen oder in Speedbooten verstauen und vermeiden Probleme auf unebenem Gelände.
Währung, Internet und Strom
- Währung und Zahlung: Auf Spitzbergen gilt die Norwegische Krone (NOK). In Longyearbyen und Barentsburg kannst du problemlos mit Kreditkarte bezahlen. Achtung: In Pyramiden ist aufgrund der fehlenden Netzabdeckung nur Barzahlung (NOK) möglich.
- Steckdosen und Internet: Die Steckdosen entsprechen der europäischen Norm (220V) – Adapter sind nicht nötig. WLAN und Netzabdeckung sind in Longyearbyen und Barentsburg gut. Beachte jedoch, dass du in Pyramiden für etwa zwei Tage offline sein wirst.
Hinweis zur Mobilität
Unsere Expeditionsreisen beinhalten intensive Aktivitäten, Wanderungen und Kletterpassagen. Die Reise ist daher nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Wir freuen uns darauf, dich in der atemberaubenden Welt Spitzbergens willkommen zu heißen!






