Kann ich nach Island mit dem Personalausweis einreisen?
Für die Einreise nach Island benötigst du als deutscher Staatsbürger mindestens einen gültigen Personalausweis. Ein Reisepass ist nicht zwingend erforderlich, aber natürlich ebenfalls gültig.
Welche Abflughäfen kann ich auswählen?
Bei Buchung des Komplettpakets sind Hin- und Rückflug ab folgenden deutschen Flughäfen inklusive:
- Berlin
- Frankfurt
- Hamburg
- München
- Düsseldorf
Flüge ab kleineren Flughäfen sind grundsätzlich möglich, allerdings gegen Aufpreis. In diesem Fall wirst du zunächst zu einem größeren Drehkreuz wie Frankfurt weitergeleitet, bevor der eigentliche Flug nach Keflavík erfolgt.
Bitte beachte:
- Bei Verbindungen ab kleineren Flughäfen kann es zu 2–3 Zwischenstopps kommen.
- Es kann sein, dass du bereits einen Tag vorher fliegen und die Nacht am Drehkreuz-Flughafen verbringen musst.
- Das Risiko eines verpassten Anschlussflugs steigt entsprechend, besonders bei knappen Umsteigezeiten.
Unsere Empfehlung: Nutze nach Möglichkeit einen der oben genannten, direkt angebundenen Abflughäfen mit nur einem Umstieg – das sorgt für die reibungsloseste Anreise.

Ist die Reise sehr anstrengend?
Nicht unbedingt, unsere Fotoreise durch die grandiosen Landschaften Islands erfordert aber eine gewisse Grundkondition. Sie ist nicht für Personen mit körperlichen Einschränkungen geeignet, da wir viel fahren und ein wenig wandern.
Wir fahren zwar jeden Fotospot mit dem Kleinbus an, doch die eigentlichen Motive liegen oft nicht direkt am Parkplatz – teils sind kurze Wanderungen nötig (zum Flugzeugwrack am Sólheimasandur zum Beispiel insgesamt rund 7 Kilometer hin und zurück).
Wie viel Kondition brauche ich?
Während der Reise sind mehrere Wanderungen eingeplant, die täglich zu Fuß zurückgelegt werden. Eine grundlegende Fitness ist von Vorteil – die meisten anderen Fotospots sind bequem mit dem Fahrzeug erreichbar und erfordern nur kurze Wege. Trittsicherheit ist wichtig, da wir uns über unterschiedliches Gelände bewegen: Strände, Felsen, sumpfige Abschnitte.
Bevor du buchst, beantworte dir ehrlich folgende Fragen:
- Kann ich längere Fahrten (etwa 3–5 Stunden) in einem Kleinbus über unwegsames Gelände bewältigen?
- Schaffe ich es, mit vollem Rucksack und Stativ im Schnee zu wandern?
- Bin ich trittsicher, auch an vereisten Stränden?
- Kann ich mich wechselnden Wetterbedingungen wie Schnee, Regen, Sonne und Wind anpassen?
- Komme ich mit kurzzeitigem Schlafmangel und verändertem Tagesablauf zurecht?
- Habe ich Lust, mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter dieses Fotoabenteuer zu erleben?
Ein Hinweis noch: Der Tourablauf kann sich vor Ort kurzfristig ändern – etwa durch Wetter oder Logistik. Auch das Erscheinen von Polarlichtern ist ein Naturphänomen und kann nicht garantiert werden.
Wie hoch ist das Unfallrisiko?
Bei Reisen nach Island – insbesondere in Regionen nördlich des Polarkreises – setzt du dich freiwillig einem erhöhten Unfall- und Verletzungsrisiko aus. Auch mit gewissenhafter Vorbereitung und umsichtiger Betreuung durch urbexplorer lässt sich dieses Risiko nicht vollständig ausschließen.
Zu den möglichen Gefahren zählen unter anderem:
- Extreme Wetterumschwünge (Orkane, Regen, Schnee, Nebel)
- Stromausfälle, die Heizung und Warmwasser der Unterkünfte betreffen
- Mögliche vulkanische Aktivität
- Überschwemmungen durch unerwartete Schnee- und Eisschmelze
- Fahrten über unbefestigte Pisten sowie das Durchqueren von Furten
Die Hochlandstrecken führen durch unerschlossene, raue und abgelegene Landesteile. Im Ernstfall sind Bergungs-, Rettungs- und Behandlungsmaßnahmen dort aufgrund technischer und logistischer Einschränkungen erschwert.
Wie sicher ist meine Fotoausrüstung?
Kamera und Ausrüstung sind während der Reise zeitweise starken Belastungen ausgesetzt: Erschütterungen, Stöße, Sand, Staub, Sturm, Wasser, Kälte, Eis, Schnee und teils Schwefeldämpfe. Das betrifft besonders die eingesetzten Fahrzeuge bei schwierigen Streckenverhältnissen.
Urbexplorer haftet nicht für Verluste, Defekte oder Beschädigungen persönlicher Ausrüstung – auch nicht bei Aufbewahrung oder Transport in unseren Fahrzeugen, sofern kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten unsererseits vorliegt.
Gibt es eine Mindestteilnehmerzahl?
Ja, die Reise erfordert eine Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen. Wird diese nicht erreicht, behalten wir uns das Recht vor, die Reise bis spätestens 30 Tage vor Abreise abzusagen.
Welche Anforderungen werden an Teilnehmer gestellt?
Diese Reise richtet sich an aktive Hobbyfotografen. Die Tagesprogramme bieten ausreichend Raum und Zeit, um die schönsten Motive einzufangen. Die Routenplanung orientiert sich am verfügbaren Tageslicht sowie – nachts – an Wolkenabdeckung und Polarlichtaktivität.
Warum kann ich vorab kein Einzelzimmer reservieren?
Erlebe Island in einer harmonischen Gruppe und genieße den Komfort kleiner, privater Unterkünfte. In unseren Ferienhäusern stehen überwiegend Doppel- oder Mehrbettzimmer mit Einzelbetten zur Verfügung, die vor Ort je nach Gruppenzusammensetzung vergeben werden – insbesondere um eine faire Aufteilung zwischen Männern und Frauen zu ermöglichen. Eine Einzelzimmer-Garantie können wir daher vorab nicht geben. Gemeinsam reisende Paare werden in Doppelzimmern mit Doppelbett untergebracht.
Unsere Reisen sind bewusst eng kalkuliert, um sie erschwinglich zu halten – eine Unterbringung in Hotels mit garantierten Einzelzimmern würde die Reisekosten erheblich steigern. Dafür erlebt ihr in unseren gemütlichen Ferienhäusern ein intensives Gruppengefühl bei komfortabler Ausstattung.
Wie werden Mahlzeiten und Unterkünfte organisiert?
Die Mahlzeiten werden gemeinsam von der Reisegruppe zubereitet – aktive Mithilfe beim Kochen und Aufräumen wird erwartet. Übernachtet wird in einfachen Guesthouses auf Doppelzimmerbasis mit Gemeinschaftsbädern; Einzelzimmer sind nur auf Anfrage verfügbar.
Bei einer Gruppengröße von beispielsweise 7 Personen übernachtet die Gruppe gemeinsam in einem großen Ferienhaus mit Wohnzimmer, Kamin und Doppelzimmern. Es gibt keine Zentralheizung – die Wärmeversorgung erfolgt über einen Kamin, den die Gruppe täglich in Eigenregie befeuert. Ausreichend Brennholz und Heizlüfter stehen zur Verfügung.
Was muss ich als Zusatzkosten für Mittag- und Abendessen einkalkulieren?
Die Zutaten fürs Frühstück sind im Reisepreis enthalten; die Zubereitung übernimmt die Reisegruppe auf freiwilliger Basis. Für das Mittagessen nehmen die meisten Teilnehmer ein paar Stullen mit. Beim Abendessen legt die Gruppe zusammen, kauft gemeinsam im Supermarkt ein und kocht abwechselnd in der Hütte.
Kalkuliere für Mittag- und Abendessen etwa 30 € pro Tag ein.
Welche Sprache wird dort gesprochen?
Auf Island wird Isländisch gesprochen. Die meisten Isländer sprechen zudem gut Englisch und Dänisch, vereinzelt auch Deutsch.
Wie wird das Wetter dort sein?
Dank des Golfstroms hat Island ein gemäßigt-frisches Meeresklima mit kühlen Sommern und relativ milden Wintern. Das Wetter ist sehr wechselhaft – stell dich am besten auf jede Wetterlage ein. Aktuelle Informationen findest du beim Icelandic Meteorological Office.
Mögliche Erdbeben & Vulkanausbrüche?
Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und ist entsprechend seismisch und vulkanisch aktiv. Aktuelle Informationen findest du hier:
Strom – brauche ich einen Adapter?
Auf Island beträgt die Netzspannung 230 V bei 50 Hz Frequenz – identisch zu Deutschland. Ein Adapter ist für Reisende aus Deutschland somit nicht notwendig.
Gesundheitsvorsorge & Notrufnummern
Für die Islandreise sind keine besonderen Impfungen notwendig. Die allgemeine Notrufnummer (24-Stunden-Service) lautet 112. Gesundheitszentren und Krankenhäuser gibt es in allen größeren Gemeinden Islands.
Wie bereite ich mich schon zu Hause vor?
Da wir den Großteil der Zeit draußen verbringen, solltest du unbedingt wetterfeste Kleidung mitbringen – auch ein Regenschauer hält uns nicht davon ab, dem Licht hinterherzujagen. Festes Schuhwerk für ausgiebige Wanderungen ist Pflicht, eine Taschenlampe oder besser eine Kopflampe darf ebenfalls nicht fehlen.
Als Kamera solltest du eine DSLR oder spiegellose Kamera mitbringen, idealerweise mit einem Brennweitenbereich von 14–200 mm (Kleinbildäquivalent), um den vollen Motivreichtum abzudecken. Für Polarlichtaufnahmen lohnt sich ein Weitwinkelobjektiv mit großer Offenblende (ab f/2.8).
Ein robustes, nicht zu leichtes Stativ ist wichtig für Langzeitbelichtungen bei Wind und in der Nacht. Filter sind nicht zwingend nötig, eröffnen aber kreative Möglichkeiten – empfehlenswert sind ein Polfilter sowie ein Graufilter (ND64 oder ND1000).
Vier Punkte, um die du dich vor der Reise kümmern solltest:
- Kamera-Kenntnisse: Mach dich vor der Reise gründlich mit deiner Kamera vertraut – gerade bei einem Neukauf lohnt sich ausreichend Übungszeit.
- Tourcharakter: Es handelt sich um eine geführte Fotoreise, keinen Workshop. Wir unterstützen mit Erfahrung vor Ort, können aber keine Fotografie-Grundlagen von null vermitteln.
- Vorab-Hausaufgaben: Manuelle Kameraeinstellungen, manuelles Fokussieren im Dunkeln, Umgang mit Stativ und Stirnlampe, Vermeidung von Streulicht durch Kamera/Fernauslöser, Grundfunktionen wie Bildstabilisierung und Selbstauslöser.
- Ausrüstung: Denk an passende Winterbekleidung und die richtige Kameraausrüstung (siehe Packliste unten).
Die optimale Fotoausrüstung für Island
Werbung – Die folgenden Produktlinks sind Amazon-Partnerlinks. Wenn du darüber kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.
Kamera & Objektive
- Weitwinkel- und Normalbrennweiten-Objektive für Landschaften, plus ein Teleobjektiv für Details
- Unser Tipp für ein Weitwinkelobjektiv: Canon EF-S 10-18mm F4.5-5.6 IS STM
- Alternative mit großer Offenblende für Polarlicht/Sterne: Samyang AF 24mm F1.8 (Sony FE)
Stativ
- Unser Tipp: Rollei Compact Traveler No.1, 145 cm, mit Kugelkopf
- Für etwas mehr Stabilität: Rollei Compact Traveler No.2, 180 cm
Fernauslöser (unverzichtbar für Langzeitbelichtungen und Polarlichter)
- Unser Tipp: Pixel RC201-DC2 Fernauslöser
Filter
- Graufilter, variabel ND2-ND400: K&F Concept 49mm ND-Filter
- Zusätzlich empfehlenswert: ein Polfilter sowie ein Verlaufsfilter
Stromversorgung & Zubehör
- Powerbank für unterwegs: SOARAISE 20.000 mAh Power Bank
- Ausreichend Speicherkarten oder externe Speichermöglichkeit
- Stirnlampe für die Dunkelheit
Optional: Drohne für Luftaufnahmen der isländischen Landschaft
- Unser Tipp: DJI Mini 3, unter 249 g, 38 Min. Flugzeit
Kleidung & Wanderausrüstung
- Knöchelhohe Bergschuhe mit Profilsohle
- Wasserflasche (mind. 1 Liter Fassungsvermögen)
- Zweckmäßige Wanderbekleidung (T-Shirts, Trekkinghose, Wandersocken)
- Warme Zusatzbekleidung (Pullover, Mütze, Handschuhe)
- Wind- und wasserdichter Anorak mit Kapuze sowie Überhose (z. B. Gore-Tex)
- Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme)
- Waschutensilien und persönliche Medikamente
Zusätzlich empfohlen
- Teleskopwanderstöcke als Gehhilfe
- Regenschutzhülle für den Rucksack
- Bequeme Schuhe/Sandalen für die Unterkunft
- Fernglas
- Taschenmesser
- Snacks (z. B. Müsliriegel) und Getränkepulver
- Bruchfeste Trink- oder Thermosflasche (mind. 1 Liter)
- Proviant für unterwegs (Brot, Lunchbox)
Worauf muss ich beim Fotografieren in Island achten?
Die Teilnehmer fotografieren die vom Guide angefahrenen Motive eigenständig – wir zeigen euch die schönsten Spots zur passenden Tageszeit, von Sonnenaufgang über die blaue Stunde bis zum Sonnenuntergang, und unterstützen bei Bildausschnitt, Motivwahl und Kameraeinstellung. In den Unterkünften stehen europäische Steckdosen für Akkus und Laptops zur Verfügung. Ausführliche technische Bildbesprechungen finden abends bewusst nicht statt, damit tagsüber maximal Zeit fürs Fotografieren bleibt – umso wichtiger ist es, sich schon vor der Reise mit der eigenen Kamera vertraut zu machen.
Ein paar praktische Tipps für die Island-Fotografie:
- Licht nutzen: Die beste Stimmung entsteht in der Morgen- und Abenddämmerung sowie zur goldenen Stunde. Beobachte, wie sich das Licht über den Tag verändert.
- Kamera manuell beherrschen: Blende, Verschlusszeit und ISO sollten dir vertraut sein – für Landschaften eignet sich meist eine kleinere Blendenzahl (mehr Tiefenschärfe), für fließendes Wasser oder Wolken eine langsame Verschlusszeit.
- Manuell fokussieren: Besonders bei Dunkelheit oder schwierigen Lichtverhältnissen ist der Autofokus oft überfordert – prüfe die Schärfe vor dem Auslösen.
- Bildkomposition: Arbeite mit der Drittel-Regel sowie mit Linien, Mustern und natürlicher Symmetrie in der Landschaft.
- Ausrüstung im Griff haben: Ein robustes Stativ ist bei Langzeitbelichtungen und schwachem Licht Pflicht; wetterfeste Kleidung und eine Kopflampe gehören immer ins Gepäck.
- Eigenen Stil finden: Experimentiere mit Perspektiven und Blickwinkeln – Island bietet dafür durch seine Vielfalt an Landschaften ungewöhnlich viel Raum.
Fotografie ist eine kreative Kunstform ohne starre Regeln – nutze die Grundlagen als Ausgangspunkt, aber entwickle deinen eigenen Blick auf die isländische Landschaft.
Urbexplorer Fotoreisen nach Island: Abenteuer, Fotografie
Unsere klassische Island Fotoreise richtet sich an Landschaftsfotografen, die besondere Naturkulissen, Berge, historische Stätten und Polarlichter einfangen möchten. Erfahrene Guides zeigen die besten Fotospots zu unterschiedlichen Tageszeiten und unterstützen bei der optimalen Bildgestaltung – ob beim Sonnenaufgang, tagsüber, zum Sonnenuntergang oder in der Nacht.
Siehe auch: Polarlichter & Skandinavien Fotoreisen






