Die aktuelle Lage in der Ostukraine

Unser Reiseziel Tschernobyl und Prypjat liegt weit weg von diesen Gebieten und zwar nördlich von Kiew an der Weißrussischen Grenze. Diese Region ist ruhig und sicher. Es sind etwa 10 bis 12 Autostunden bis zu diesen Gebieten zu fahren. Ich persönlich war im April 2014 in Kiew und Tschernobyl wo der Höhepunkt der Majdan Proteste stattfand. Es war auch damals ruhig und sicher.

Sollte es aber zu einer Zuspitzung der Situation in der Ostukraine kommen und beispielsweise eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die Region Kiew und das GANZE LAND ausgesprochen werden wird die Fotoexpedition dann aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden und die Anzahlung (Gesamtpreis) zu 100 % erstattet. Die Details hierzu findet Ihr auch im Reisevertrag. Ich stehe ständig mit meinem Projektpartner in Kiew in Kontakt und werde über die aktuelle Entwicklung informiert.

Webseite des auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/ukraine-node/ukrainesicherheit/201946

Der Konflikt in der Straße von Kertsch

Nach dem Zwischenfall mit russischen Grenzschutzbooten wird in der Ukraine das Kriegsrecht für 30 Tage vom 28.11.2018 bis 28.12.2018 verhängt. Das Parlament in Kiew stimmte einem entsprechenden Vorschlag Präsident Poroschenkos zu. Es gilt aber nicht im ganzen Land sondern nur in Gebieten die an Russland grenzen.

Was regelt das Kriegsrecht?

Das Gesetz umfasst dutzende Punkte, wie das öffentliche Leben vom Kriegsrecht betroffen sein kann. Die wichtigsten sind:

  • In den vom Kriegsrecht betroffenen Regionen kann eine Ausgangssperre verhängt werden.
  • Bürger können in ihrer Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes, aber auch beim Verlassen des Landes beschränkt werden.
  • Arbeitsfähige Personen können zu einem speziellen Arbeitsdienst verpflichtet werden, je nach den aktuellen Bedürfnissen des Landes.
  • Medien dürfen kontrolliert werden. Dabei können sowohl Medieninhalte zensiert werden, als auch der Empfang bestimmter Medien (Radio, Fernsehen, Internet) vollkommen untersagt werden.
  • Friedliche Versammlungen oder Kundgebungen können verboten werden. Auch Aktivitäten politischer Parteien können eingeschränkt werden.

Die sogenannte Anti-Terror Aktion der Ukrainischen Regierung finden im äußersten Osten des Landes an der Russischen Grenze statt. Betroffen davon sind Städte wie Charkiw, Odessa, Mariupol, Luhansk und Donezk. Während sich in Charkiw, Odessa und Mariupol die Lage beruhigte, „bildeten sich“ in den Oblasten Donezk und Luhansk die sogenannten separatischen Volkswehren.

Was schreibt das auswärtige Amt?

Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung

Im Osten der Ukraine (Oblaste Donezk und Luhansk) finden seit dem Frühjahr 2014 bewaffnete Auseinandersetzungen statt. In der Folge eines in Minsk vereinbarten Friedensplans haben sich die Kämpfeaktuell zwar abgeschwächt, flammen an einigen neuralgischen Punkten jedoch immer wieder auf. Eine erneute Eskalation kann nicht ausgeschlossen werden.

Daher wird von nicht dringenden Reisen in die folgenden Orte/Landkreise (Rayone) abgeraten:

a) Im Gebiet (Oblast) Donezk: Pokrowsk (zuvor Krasnoarmijsk), Dobropillja, Oleksandriwka, Slowjansk, Kramatorsk, Lyman (zuvor Krasnyj Liman), Stadt Kotlyne (zuvor Dymytrowo), Stadt Nowohrodiwka, Stadt Selydowe, Kreis Manhusch (früher Perschotrawnewe), Stadt Mariupol.

b) Im Gebiet (Oblast) Luhansk: Bilowodsk, Nowopskow,Trojizke, Biloukrainka, Markiwka, Milowe, Starobilsk, Swatowe, Kreminna, Rubishne, Sjewjerodonezk, Lyssytschansk.

https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UkraineSicherheit.html

Wie sieht die Lage in Kiew und Tschernobyl aus?

Seit März 2015 findet mindestens einmal im Monat eine Fotoexpedition nach Tschernobyl und Kiew statt. Die Gebiete im Osten der Ukraine sind etwa 600 bis 800 Kilometer entfernt. In Kiew läuft das alltägliche Leben wie in jeder Großstadt ab. Die Menschen fahren zur Arbeit, die Kinder gehen zur Schule, das öffentliche Leben ist intakt. Abends sitzen die Menschen im Café oder Restaurant.

Man fühlt sich wie in einer unserer westlichen Großstädte. Es ist bisher zu KEINEN Überfällen oder sonstigen Dingen gekommen. Da die Sperrzone um Tschernobyl ja ein militärischer Sicherheitsbereich ist ist es (wie der Name schon sagt) dort noch sicherer.

Bei Fragen stehe ich Euch unter post@urbexplorer.com zur Verfügung.

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