Kasachstan – Eine Reise zum Kosmodrom Bajkonur

Foto copyright Georg Schuh

Eine Reise zum Kosmodrom Bajkonur

Im Oktober 2017 begaben wir uns auf eine unserer typischen spontanen Abenteuerreisen, diesmal nach Kasachstan, um die Schönheit dieses faszinierenden Landes fotografisch festzuhalten. Unsere Gruppe von begeisterten Entdeckern war bereit, neue Horizonte zu erkunden und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln. Unser erstes Ziel führte uns zu einem ehemaligen Truppenübungsplatz der sowjetischen Armee. Dort konnten wir die Überreste vergangener militärischer Aktivitäten erkunden und den morbiden Charme verlassener Gebäude und Fahrzeuge einfangen. Die rostigen Panzer und verwitterten Bunker erzählten stumme Geschichten von vergangenen Zeiten und boten uns einzigartige Fotomotive.

Bajkonur Stadt in Kasachstan - Flugzeug-Denkmal

Unsere Reise führte uns weiter zum Aral-See, einem Ort von großer Tragik und Schönheit zugleich. Wir erkundeten die verlassenen Fischerdörfer, die einst am Ufer des Sees blühten, bevor der Wasserspiegel dramatisch sank und den See zu einem Schatten seiner selbst machte. Die verrosteten Schiffe, die nun auf dem trockenen Grund des Sees liegen, boten eine surreale Kulisse für unsere Fotografie. Es war ein ergreifender Anblick, der uns zum Nachdenken über Umweltzerstörung und die Auswirkungen des menschlichen Handelns brachte.

Schiffswrack am Aralsee in Kasachstan

Baikonur Kosmodrom besichtigen: Ein absolutes Highlight unserer Reise war der Besuch des Weltraumbahnhofs Bajkonur. Wir hatten das Glück, den Weltraumkomplex an zwei aufregenden Tagen zu erkunden und sogar einen Raketenstart live miterleben zu dürfen. Die Anwesenheit der mächtigen Raumfahrzeuge und die Atmosphäre des Weltraumbahnhofs waren überwältigend. Wir waren beeindruckt von der technologischen Präzision und dem Teamgeist, der erforderlich ist, um Raumfahrtmissionen erfolgreich durchzuführen. Unsere Kameras waren stets bereit, um die Magie dieses außergewöhnlichen Moments festzuhalten.

Kosmodrom Bajkonur - Rundgang

Doch nicht nur die historischen und spektakulären Orte zogen uns in ihren Bann, sondern auch die atemberaubenden Landschaften, Seen und Schluchten Kasachstans. Wir waren fasziniert von der Weite der eurasischen Steppe, den majestätischen Bergen und den klaren Seen. Jeder einzelne Ort bot uns unzählige Möglichkeiten, die Schönheit der Natur in beeindruckenden Bildern festzuhalten. Ob es der goldene Sonnenuntergang über den Steppe war oder die rauen Felsformationen einer Schlucht, unsere Kameras waren unsere treuen Begleiter, um diese magischen Momente einzufangen.

Unsere Fotoexpedition fand natürlich im bewährten Urbexplorer Style statt – locker, entspannt und mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten. Wir teilten unsere Leidenschaft für das Entdecken neuer Orte, das Einfangen einzigartiger Bilder und das Erleben unvergesslicher Abenteuer. Gemeinsam erschufen wir Erinnerungen, die noch lange in unseren Herzen und auf unseren Fotos weiterleben werden.

Kosmodrom Bajkonur in Kasachstan

Alles begann damals wie immer streng geheim

Tatsächlich befindet sich der Weltraumbahnhof Baikonur nicht in der Stadt Baikonur selbst, sondern etwa 320 Kilometer südwestlich von ihr in der kasachischen Steppe. Die Entscheidung, dem Weltraumbahnhof den Namen Baikonur zu geben, diente der Geheimhaltung und Täuschung, da die tatsächliche Lage des Startplatzes geheim bleiben sollte.

Die Geschichte des Kosmodroms Baikonur reicht bis in die Zeit des Kalten Krieges zurück. In den 1950er Jahren suchten sowjetische Raumfahrtexperten nach einem geeigneten Ort für ihre Weltraumaktivitäten. Die Weite und Abgeschiedenheit der kasachischen Steppe bot ideale Bedingungen für Raketenstarts. Daher wurde dieser abgelegene Ort für den Bau des Kosmodroms ausgewählt.

Um den Westen zu verwirren und die wahren Absichten der Sowjetunion zu verschleiern, entschied man sich, den Startplatz nach der Stadt Baikonur zu benennen, die sich tatsächlich Hunderte von Kilometern entfernt befindet. Dieses Ablenkungsmanöver war erfolgreich, und der Westen glaubte zunächst, dass sich der Startplatz in der Nähe der Stadt Baikonur befand.

Die geografische Lage des Kosmodroms Baikonur blieb lange Zeit ein streng gehütetes Geheimnis. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 wurde die wahre Lage des Weltraumbahnhofs bekanntgegeben. Dennoch wird der Name Baikonur bis heute verwendet, um den Weltraumbahnhof zu bezeichnen.

Der Weltraumbahnhof Baikonur spielt eine entscheidende Rolle in der russischen Raumfahrtindustrie. Von hier aus wurden zahlreiche bemannte und unbemannte Raumflüge gestartet, darunter der historische Flug von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltraum. Die Sojus-Raketen, die hauptsächlich für bemannte Missionen verwendet werden, starten regelmäßig vom Kosmodrom Baikonur aus.

Rakete in Bajkonur

Die Täuschung, den Weltraumbahnhof nach der Stadt Baikonur zu benennen, mag zwar ein Trick gewesen sein, aber sie hat dazu beigetragen, die strategische Bedeutung und Geheimhaltung des Kosmodroms zu wahren. Heute ist Baikonur ein Ort von historischer Bedeutung und symbolisiert den Pioniergeist und die technologische Leistung der sowjetischen und russischen Raumfahrt.

Zahlen und Fakten – Kosmodrom Bajkonur

Das Kosmodrom Baikonur ist der größte und älteste aktive Weltraumbahnhof der Welt. Hier sind einige interessante Zahlen und Fakten über dieses bedeutende Raumfahrtzentrum:

  •  Größe und Lage: Das Kosmodrom Baikonur erstreckt sich über eine Fläche von etwa 6.717 Quadratkilometern in der kasachischen Steppe, etwa 320 Kilometer südwestlich der Stadt Baikonur.
  • Geschichte: Das Kosmodrom Baikonur wurde 1955 gegründet und war der Ort, von dem aus am 4. Oktober 1957 der sowjetische Satellit Sputnik 1, der erste künstliche Erdsatellit, erfolgreich gestartet wurde.
  • Bemannte Missionen: Baikonur war der Startplatz für zahlreiche bemannte Raumflüge, darunter den historischen Flug von Juri Gagarin am 12. April 1961, bei dem er als erster Mensch ins All flog.
  • Internationale Zusammenarbeit: Obwohl Baikonur sich in Kasachstan befindet, wird es von der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos betrieben. Es ist der Hauptstartplatz für russische Raumfahrtmissionen und wird auch von anderen Ländern für den Start ihrer Raumfahrzeuge genutzt.
  • Raketenstarts: Baikonur ist bekannt für seine Sojus-Raketenstarts. Die Sojus-Rakete wird sowohl für bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) als auch für unbemannte Satellitenstarts eingesetzt.
  • Modernisierung: Obwohl das Kosmodrom Baikonur eine lange Geschichte hat, wurden im Laufe der Jahre viele Modernisierungen und Erweiterungen vorgenommen, um den steigenden Anforderungen der Raumfahrt gerecht zu werden.
  • Tourismus: Baikonur zieht Raumfahrtenthusiasten aus der ganzen Welt an, die die Möglichkeit haben, an organisierten Touren teilzunehmen und den Weltraumbahnhof zu besichtigen. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Raketenstart live mitzuerleben, was ein einzigartiges Erlebnis ist.
  • Geografische Lage: Baikonur liegt in einer abgelegenen Region der kasachischen Steppe, was ideale Bedingungen für Raketenstarts bietet. Die Weite der Landschaft und die geringe Bevölkerungsdichte tragen zur Sicherheit und zum Erfolg der Raumfahrtmissionen bei.

Baikonur Kasachstan Karte: Das Kosmodrom Baikonur bleibt ein wichtiger Knotenpunkt für die russische Raumfahrtindustrie und ein Symbol für die Fortschritte der Raumfahrtforschung. Es wird weiterhin eine Schlüsselrolle bei bemannten und unbemannten Raumflügen spielen und neue Kapitel in der Geschichte der Raumfahrt schreiben.

Im Stadtzentrum von Bajkonur

Erfolgreicher Start des Frachtraumschiff Progress МS-07

Im Oktober 2017 war der Cosmodrome Baikonur Schauplatz eines erfolgreichen Starts des Frachtraumschiffs Progress MS-07. Hier sind einige Informationen über diese spezifische Mission:

  • Datum und Zeitpunkt: Der Start der Progress MS-07 fand am 14. Oktober 2017 um 08:47 Uhr Ortszeit statt.
  • Frachtraumschiff Progress: Die Progress-Raumschiffe sind unbemannte Raumfahrzeuge, die von der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos entwickelt wurden. Sie dienen dazu, Versorgungsgüter wie Lebensmittel, Treibstoff, Wasser, wissenschaftliche Ausrüstung und andere Vorräte zur Internationalen Raumstation (ISS) zu transportieren.
  • Missionsziel: Die Progress MS-07 hatte die Aufgabe, rund 2,6 Tonnen an Fracht zur ISS zu bringen. Dazu gehörten Nahrungsmittel, Kleidung, medizinische Ausrüstung, Experimente und andere lebenswichtige Ressourcen für die Besatzung der Raumstation.
  • Trägerrakete: Die Progress MS-07 wurde mit einer Sojus-Rakete vom Typ Sojus 2.1a gestartet. Diese Rakete ist eine Weiterentwicklung der klassischen Sojus-Rakete und zeichnet sich durch verbesserte Technologie und Leistungsfähigkeit aus.
  • Ankunft an der ISS: Etwa sechs Stunden nach dem Start erreichte die Progress MS-07 erfolgreich die Internationale Raumstation. Das Raumschiff koppelte an den automatischen Andockmechanismus des russischen Moduls “Pirs” an.
  • Unloading und Beladung: Nach dem Andocken begann die Besatzung der ISS mit dem Entladen der Fracht aus der Progress. Gleichzeitig wurde die Raumkapsel mit Abfall und nicht mehr benötigter Ausrüstung beladen, um sie später zur kontrollierten Entsorgung in der Erdatmosphäre freizugeben.
  • Rückkehr zur Erde: Die Progress-Raumschiffe werden nicht zur Erde zurückgeführt. Nach ihrer Aufgabe als Versorgungsschiff werden sie absichtlich in der Erdatmosphäre zur Vernichtung kontrolliert zum Verglühen gebracht.

Der erfolgreiche Start und die Ankunft der Progress MS-07 an der ISS im Oktober 2017 waren ein wichtiger Meilenstein für die kontinuierliche Versorgung der Raumstation und den reibungslosen Ablauf der wissenschaftlichen Forschung und Experimente an Bord. Solche Missionen demonstrieren die Effizienz und Zuverlässigkeit des Transportsystems zwischen der Erde und der ISS und die enge Zusammenarbeit der internationalen Raumfahrtgemeinschaft.

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Foto Copyright Georg Schuh

ROSCOSMOS sorgt für die Umsetzung des Weltraumprogramms

Der Betreiber des Weltraumbahnhofes ist ROSCOSMOS. Dies ist eine staatliche Gesellschaft, die im August 2015 gegründet wurde, um eine umfassende Reform der russischen Raumfahrtindustrie zu überwachen und umzusetzen. ROSCOSMOS sorgt für die Umsetzung des Weltraumprogramms der russischen Regierung und ihrer gesetzlichen Bestimmungen. ROSCOSMOS erteilt außerdem Aufträge für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Weltraumgeräten und Objekten der Weltrauminfrastruktur. Die staatliche Körperschaft ist auch für die internationale Raumfahrtkooperation verantwortlich und hat die Aufgabe, die Voraussetzungen für die zukünftige Nutzung von Ergebnissen der Weltraumaktivitäten in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Russlands zu schaffen. (Quelle Roscosmos)

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Foto Copyright Georg Schuh

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  • Lost Places Fotowochenende in Polen
  • Kurze Führung vorab, damit Ihr die tollsten Fotospots findet und natürlich auch ein paar Sätze zur Geschichte
  • 3 Stunden fotografieren im Residenzschloss des Prälaten
  • 3 Stunden fotografieren im alten Landschloss
  • 3 Stunden fotografieren im Schloss- und Gutshofkomplex
  • 2 Stunden fotografieren in der Kapelle der Burg Karolat
  • Du bekommst von uns geschichtliche Hintergründe, historische Fotos und Legenden vermittelt
  • Eine Übernachtung im Gasthaus/Pension/Hostel auf der Reiseroute im Doppelzimmer mit Frühstück ist im Preis inklusive
  • ein deutsch/polnisch sprechender Guide von Urbexplorer
  • Höchstteilnehmerzahl 15 Lost Places Fotografen garantiert einen privaten Charakter
  • Benötigst Du eine Mitfahrgelegenheit? Eine Reservierung ist Pflicht unter Kontaktformular Mitfahrgelegenheit 
  • Wenn du schon einen Tag früher anreisen möchtest: Die erste Location befindet sich in der Nähe von Poznan/Posen und die Letzte in der Nähe von Głogów/ Glogau/Oder
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Mitfahrgelegenheit ab Berlin – Aral Tankstelle am ZOB mit unserem Expeditionsbus einem Fiat Ducato mit Hochdach und viel Platz. Abfahrt 5.30 Uhr am Samstag und Ankunft gegen 20.30 Uhr nach der Fototour am Sonntag. Eine Reservierung ist Pflicht da die Plätze begrenzt sind Kontaktformular Mitfahrgelegenheit bequem reservieren HIER KLICKEN

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  • Lost Places Fotowochenende in Polen
  • Kurze Führung vorab, damit Ihr die tollsten Fotospots findet und natürlich auch ein paar Sätze zur Geschichte
  • 3 Stunden fotografieren im Märchenschloss
  • 2 Stunden fotografieren entlang der Schlossruinen unterwegs (Außenansichten mit geschichtlichen Hintergründen)
  • 3 Stunden fotografieren im Rapunzelschloss
  • Du bekommst von uns geschichtliche Hintergründe, historische Fotos und Legenden vermittelt
  • Eine Übernachtung im Gasthaus/Pension/Hostel auf der Reiseroute im Doppelzimmer mit Frühstück ist im Preis inklusive
  • ein deutsch und polnisch sprechenden Guide von Urbexplorer
  • Höchstteilnehmerzahl 15 Lost Places Fotografen garantiert einen privaten Charakter
  • Benötigst Du eine Mitfahrgelegenheit? Eine Reservierung ist ratsam da die Plätze begrenzt sind Kontaktformular Mitfahrgelegenheit HIER KLICKEN
  • Die erste Location befindet sich in der Nähe von Wałbrzych/ Waldenburg und die Letzte in der Nähe von Racibórz/Ratibor

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Mitfahrgelegenheit ab Berlin – Aral Tankstelle am ZOB mit unserem Expeditionsbus einem Fiat Ducato mit Hochdach und viel Platz. Abfahrt 6.00 Uhr am Samstag und Ankunft gegen 20.00 Uhr nach der Fototour am Sonntag. Eine Reservierung ist ratsam da die Plätze begrenzt sind HIER KLICKEN

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