Der Berg Kazbeg im Kaukasus

Georgien & Kaukasus Reisen

Keine andere Region die ich bisher bereist habe, hat mich so fasziniert wie Georgien und der Kaukasus. Vielleicht liegt es an der wechselvollen Geschichte und den imposanten Bergen oder den herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Auf meiner letzten Urbexplorer Fotoreise durch Georgien fuhr ich am frühen Morgen von Tbilisi auf der großen Heeresstraße die Georgien mit Russland verbindet in Richtung Stephanzminda und dem großen Kazbeg. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden bei normaler Verkehrslage. Stephanzminda oder unter dem früheren Namen Kazbegi bekannt,  liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze zur russischen Föderation und am Fuß des mächtigen Mount Kazbeg. Dies ist der dritthöchste Berg Georgiens und der achthöchste Berg des Kaukasus, er erhebt sich auf etwa 5.047 Metern. Der Berg gehört zur Khokh-Kette, einem nördlichen Vorgebirge des Großen Kaukasus.

Unterhalb des Gipfels steht auf etwa 2.170 Metern die “Zminda Sameba” (deutsch Dreifaltigkeitskirche), sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und beherbergte über Jahrhunderte den georgischen Kronschatz und das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino.

Ich machte mich auf zur etwa einstündigen Wanderung hinauf zur “Zminda Sameba”. An diesem Tag war der Wettergott nicht allzu Gnädig zu mir und schickte ein paar Regenschauer und Schneeflocken vom Himmel. Trotzdem ließ ich mich von meinem Plan die 2.170 Meter bis zur Dreifaltigkeitskirche zu besteigen nicht abhalten. Meine Wanderroute führte durch die Gassen der Stadt. Danach ging es auf Feldwegen und Trampelpfaden, entlang an einem zu dieser Jahreszeit reissendem Fluss, zur Ruine eines alten Wachturmes aus Schieferstein. Ein Regenschauer zog auf und der Wind wehte ins mir Gesicht. Da der Himmel immer dunkler wurde, dachte ich schon kurzzeitig ans umkehren und an einen heissen Tee, da sah ich vor mir ein kräftiges grünes Weidetal mit unzähligen Kühen die gemächlich auf dem Gras rum kauten. Ich konnte meine letzten Kräfte mobilisieren und marschierte weiter den steilen Berg hinauf. Je näher ich der Dreifaltigkeitskirche kam umso besser wurde das Wetter. Ganz unschuldig trohnte die märchenhafte “Zminda Sameba” zwischen den imposanten Bergen auf einem grünen Hügel.

Der Himmel wurde Blau, die Sonne strahlte und die Hauptattraktion, der Kazbeg eingerahmt im Blau des Himmels umgeben von Wolken. Vergessen sind die Strapazen des Aufstiegs, erinnert wurden sie nur durch die nassen Klamotten. Diesen Augenblick hier zu stehen und diese atemberaubende Aussicht zu geniessen würde ich am liebsten für immer festhalten.


Reiseberichte zu Urbex & Abenteuerreisen

Reise durch die Ukraine e1611602219186

Geheimtipp Ukraine – Reise durch eine wilde Schönheit

Die Ukraine ist uns in den letzten Jahren vor allen Dingen durch politische Krisen und durch den Konflikt im Donbass und die völkerrechtswidrige Annektion der Krim durch Russland in Erinnerung geblieben. Doch dieses Land nur […]

Transnistrien - Eine Reise in ein Land das es nicht gibt

Transnistrien – eine Reise in ein Land das es nicht gibt

Themen:Transnistrien ein Land mit eigener Währung und sowjetischer IdeologieDie Republik Moldau war bis 1991 ein Teil der SowjetunionAbspaltung von Transnistrien  Ende 1990 nach dem Bürgerkrieg Unsere Reise nach Moldawien und Transnistrien zum UnabhängigkeitstagTiraspol die Hauptstadt […]

image 2

Das alte Stadtbad in Leipzig

Heute möchte ich euch auf eine spanende Lost Places Fototour aufmerksam machen die wir einmal im Monat veranstalten. Das historische Stadtbad in Leipzig wurde nach einer dreijährigen Bauzeit am 15. Juli 1916 feierlich eröffnet. Das […]

Asylum of Decay – Die Fotoausstellung

Im Rahmen des diesjährigen Görlitzer Fotofestivals “Schauplätze” fand in den Räumen der Energiefabrik/Rabryka vom 09.09 bis 11.09 unsere Fotoausstellung “Asylum of Decay” gepaart mit der Sonderausstellung “Tschernobyl 30 Jahre danach – Die Katastrophe veränderte eine […]

Chomeni5 1 von 1

Ashura Trauerprozession – Qom im Iran 2016

Bei meiner Fotoreise durch den Iran fiel mir auf das in jeder Stadt die ich besucht habe an vielen öffentlichen Plätzen schwarze Fahnen mit grünen Inschriften wehten. Ein Imam den ich in in Qom danach […]

War der Artikel hilfreich?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?