Abenteuertouren & Erlebnisreisen mit Urbexplorer

Wo im Fr√ľhjahr unendliche Meere von Wermut bl√ľhten strahlen jetzt die √úberreste eines teils kollabierten und mittlerweile stillgelegten Kraftwerkes.
Auf den ersten Blick dominieren mächtige Betonklötze, Mahnmale und Statuen.
Das Gebiet ist weitläufig und ruhig.
Wir werden einen Blick in diese Betonklötze wagen. Es gibt vier dieser Klötze, Block 1 bis 4.
Block 4 (1.000 MW) explodierte am 26. April 1986 und brachte Tschernobyl unr√ľhmlich in aller Munde. Wermut und Wehmut.
Die anderen drei Blöcke wunden nach und nach abgeschaltet. Block 2 1991, Block 1 1996 und Block 3 2000.


Eine Abenteuerreise mit Urbexplorer.com
>>> Kraftwerksvisite Tschernobyl | Fototour hier buchen <<<


F√ľhrung durch das Kernkraftwerk von Tschernobyl

Im Block 2 wird f√ľr interessierte Besucher eine F√ľhrung angeboten. Ein strenger und exakter gut englisch sprechender Mitarbeiter f√ľhrt die Besucher durch einige R√§ume des Kraftwerkes.
Mit Kraftwerkskleidung geht es dann durch unz√§hlige Schranken und Sperren. √úberfl√ľssige Metallgegenst√§nde sollte man nicht mitnehmen. Handys, Fotoapparat und Geigerz√§hler sind erlaubt.

Der Goldene Flur im Kraftwerk von Tschernobyl

Durch den ewig langen goldenen Flur kommen wir dann direkt in die Steuerzentrale von Block 2.
Block 2 ging am 28. Mai 1979 ans Netzt (Baubeginn 1973) und war der erste der am 11. Oktober 1991 abgeschaltet wurde. Es ist fast 45 Jahre alte russische Technik zu bewundern. Im Handyzeitalter sind die Wählscheibentelefone schon ein Hingucker.

Das Rechenzentrum

Dann ging es weiter zum Rechenzentrum mit dicken Servern und vertrauensw√ľrdiger und millionenfach benutzter Software. Windows XP. Auf dem Weg gab es immer wieder kurze knappe Anweisungen von unserem F√ľhrer, fotografieren erlaubt, fotografieren verboten, nach rechts an die Wand, stehenbleiben usw.
Die Bahnlinie zum Abtransport des verstrahlten Schrottes war auch fertig.

Der Energieverteiler

Jedes normale Kraftwerk erzeugt Strom. Tschernobyl verbraucht Strom. 20 bis 25 Jahre braucht ein abgeschaltetes Atomkraftwerk zum Abklingen.
Die von au√üen zugef√ľhrte Energie muss sicher und sinnvoll verteilt werden. Die Ukraine lebt da gerade nicht im √úberfluss.

Vorbei an weiteren sonderbaren Telefonen ging es dann zum Ausgang. Aber am Kontrollpunkt wollte man uns weder kontrollieren noch passieren lassen. Es lag kein Auftrag vor. Unser F√ľhrer telefonierte eine ewige Zeit …

Die Quarantänestation

Ist schon ein komisches Gef√ľhl. Aber dann kam die Aufl√∂sung. Es ging weiter mit der F√ľhrung. Wir besuchten noch die Sanit√§tsstation, oder besser gesagt die Quarant√§nestation. Jede Menge Liegen, Luftfilter, Wasserfilter, Notstromaggregate, Messstellen, halt alles was dazu geh√∂rt.

Spannende Reise nach Tschernobyl

Nach etwas √ľber zwei Stunden war dann die F√ľhrung beendet. Auch wenn man sich vielleicht noch ein paar andere Dinge im Kraftwerk erhofft hatte (nicht unbedingt den Elefantenschuh) war es ein beeindruckender Streifzug durch das Innere des Kraftwerkskomplexes. Mit Fakten√ľberlauf im Kopf ging es dann ins Freie. Die Strahlung lag √ľbrigens fast immer bei 0,13 őľSv. Fast wie zuhause.


Eine Abenteuerreise mit Urbexplorer.com
>>> Kraftwerksvisite Tschernobyl | Fototour hier buchen <<<



Auf unserer Tschernobyl Tour erkunden wir entlegene Dörfer am Rande der Zone

Das Riesenrad und der neue Sarkophag sind nat√ľrlich die Highlights bei einem Besuch in der Zone, aber es gibt tausend andere Dinge zu erkunden und zu bestaunen. So zum Beispiel die kleinen verlassenen D√∂rfer am Rande der Zone. Heute will ich euch mal nach Mashevo entf√ľhren. –ľ–į—ą–Ķ–≤–ĺ, zu Deutsch „mache“. Es ist das n√∂rdlichste Dorf an der Grenze zu Wei√ürussland. Von einem weiteren verschlossenen Kontrollpunkt geht es dann ca. 30km nach Norden. Die Stra√üe ist ganz gut befahrbar, wenn nicht gerade B√§ume rumliegen (2016). Dreimal „hau ruck“ und die Sache war geregelt.

Das imposanteste Bauwerk ist die Schule. Ziemlich gro√ü f√ľr so ein kleines Dorf.

Im Inneren gibt es zahlreiche Fachräume. Der Abakus hat schon eine beachtliche Größe und Lenin ist immer noch sehr dominant.

Sehr erstaunlich ist es mitten in dieser Abgelegenheit ein Zimmer f√ľr den Deutschunterricht zu finden.

Der Physikraum lässt jedes Technikerherz höher schlagen. Solch eine Vielfalt an Gerätschaften und Schautafeln möchte ich mal in deutschen Schulen sehen.

Auch wenn der hier bildlich dominierende Typ mit der Glatze mit seinem Spruch „Lernen, lernen und nochmals lernen“ durchaus Recht hat … ein paar Impressionen vom Dorf selbst. Auffallend zwischen den h√∂lzernen Blockh√ľtten sind die steinernen Reihenh√§user incl. Nebengeb√§ude. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, die Wellasbestplatten auf den D√§chern.

Das soll mal gen√ľgen. Es gibt in Mashevo noch viel zu entdecken. Das Innere der H√§user und Schuppen, der Bereich der Kolchose, die l√§ngeren Dorfstra√üen, die Grenze zu Wei√ürussland … usw.

Siehe auch: Chernobyl Fallout Tour


Vorwort Am Anfang stehen alte verlassene Geb√§ude wie Fabriken die die Wende nicht √ľberlebt haben oder russische Kasernen auf dem Plan. (2005) Nach ein paar Jahren verbla√üt das Interesse und man wendet sich der Menschenfotografie zu. (2008) Eines bleibt aber im Hinterkopf, der kr√∂nende Abschluss der Schrottrobberzeit w√§re ein Besuch in der Zone. Erster Anlauf 2013. Emails an ukrainische Reiseb√ľros. Keine Antwort. 2014 dann die erste Buchung bei einem Reiseunternehmen aus √Ėsterreich. Im Mai dann die Absage wegen den Unruhen auf dem Maidan. 2015 Buchung bei Urbexplorer.com aus Berlin. Hat funktioniert und das Schrottrobberherz √ľberschlug sich fast.

Zum Thema Nochmal hin? … ja, aber nur mit Model.
Die Suche nach einem Model begann, nach ca. 6 Monaten und vielen kontroversen Diskussionen Model gefunden und zwei Plätze gebucht.

Dann kam die Frage nach dem Outfit auf. Die Fotos sollten nachdenklich stimmen. Eine Kittelsch√ľrze und ein Leinenkleid waren es dann.
Der bedr√ľckendste Raum f√ľr mich war der in der Schule mit den unz√§hligen Kindergasmasken. Man wird automatisch ganz still. Man denkt pl√∂tzlich weniger an den Atomunfall, sondern mehr an die Kinder und die Auswirkungen des kalten Krieges.

Wo fotografiert man? Nat√ľrlich nicht an Hotspots. Die Radioaktivit√§t in der Zone ist sehr unterschiedlich. Bei dem Bild mit dem Baum waren es 0,05 őľSv, das ist die H√§lfte wie der deutsche Durchschnittswert.

Die beliebten Gruppenfotos w√ľrde ich auch zu diesem Thema rechnen.
Model ist ein weitläufiger Begriff. Die Laura war nicht das einzige Model.

Wer jetzt Lust auf Modelfotografie bekommen hat, egal ob als Model oder als Fotograf der kann sich mal diese Seite anschauen.
F√ľr Tips und Tricks stehe ich gern zur Verf√ľgung.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

Abenteuerreise deines Lebens! Wir fahren zum neuen Sarkophag und Kernkraftwerk, wir zeigen dir das Riesenrad und den Autoscooter sowie den riesigen Duga 3 Radarkomplex. Als Höhepunkt besuchen wir auch die Babushkas von Tschernobyl. Ihr werden erfahren wie Sie hier leben und was sie uns zu sagen haben. Das alles in einer kleinen Gruppe von Entdeckern und Abenteurern. https://urbexplorer.com/shop/fototour-tschernobyl-pripyat/


Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen W√§lder und mittelalterlichen St√§dte von Siebenb√ľrgen. Wir besuchen Burgen, Schl√∂sser, Ruinen, verlassene Kirchen und als H√∂hepunkt ‚Äď all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die St√§dte Siebenb√ľrgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, pr√§chtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Wei√ükirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region Siebenb√ľrgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der √§ltesten Kur- und Heilb√§der Europas: BńÉile Herculane ‚Äď oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche Erw√§hnung von Herkulesbad zur√ľck. In der Zeit des¬†R√∂mischen Reiches¬†war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde haupts√§chlich von r√∂mischen Soldaten und hohen Amtstr√§gern der damaligen Zeit aufgesucht. Sp√§ter ‚Äď etwa im 18. und 19. Jahrhundert ‚Äď besuchten mehrere √∂sterreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder K√∂nigin Elisabeth. Sie besa√üen Ferienh√§user im Kurort und badeten in speziell f√ľr sie angelegten B√§dern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch r√∂mische B√§der. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gew√∂lbte Steinbr√ľcke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spa√ü hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden.¬†Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad z√§hlt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit K√∂nig Carol I. von Rum√§nien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaler√∂ffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die fr√ľheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino k√∂nnen noch immer besichtigt werden.

In der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das sch√∂ne, im barocken Still errichtete Bahnhofgeb√§ude er√∂ffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer Bahnhofh√§user deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgef√ľhrt und reichlich geschm√ľckt.¬†Somit geh√∂rte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den sch√∂nsten Kurb√§dern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an Rumänien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel f√ľr Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: ‚ÄúJa, der M√§rz ist die beste Reisezeit um die spektakul√§rsten Fotomotive auf unserer ‚ÄúPripjat Stalker Tour‚ÄĚ zu suchen. Vom 18. M√§rz bis 23. M√§rz findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine d√ľstere Aura.

In der heutigen Zeit sind die Menschen nicht mehr an einen Ort gebunden wie es noch im vorherigen Jahrhundert noch so √ľblich war. Die sogenannte Globalisierung verlangt von uns das wir „Mobil“ sind. Diese Tatsache und das Gef√ľhl das die gesamte Welt minuti√∂s erforscht und zunehmend √ľberwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir f√∂rmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns √ľberraschen.

Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind f√ľr uns au√üergew√∂hnlich und zugleich v√∂llig real.¬†Auf einer dieser¬†spannenden Fotoexpedition¬†entdeckte ich durch Zufall das Anwesen von Michael Fr√∂hlich und seiner Frau.¬†Michael Fr√∂hlich dessen Leben schon immer Autos dominiert haben, hat¬†sich dort einen au√üergew√∂hnlichen Traum erf√ľllt.

√úber 25 Jahre sammelte er diverse historische Fahrzeuge und weitere Exponate, die wie er selbst „Baujahr“¬†Jahr 1950 sind. Jahr 2000 zu seinem runden f√ľnfzigsten Geburtstag verteilte¬†er diese Oldtimer dann als bizarre Autoskulpturen in seinen gro√üz√ľgigen Garten¬†und feierte dann¬†eine rauschende Geburtstagsparty.¬†Wie kommt man eigentlich dazu, sich Oldtimer in den Garten des eigenen Anwesens zu stellen und ein privates Museum aufzumachen? Und dazu noch diese Sch√§tze verrotten zu lassen?

In Mettmann¬†restauriert Michael Fr√∂hlich diverse Oldtimer¬†‚Äď als K√ľnstler und Konstrukteur. Dies¬†ist seine Leidenschaft¬†und somit ist der Fuhrpark auf seinem Privatgrundst√ľck √ľber die Jahre gewachsen. Alle Oldtimer bringen ihre eigene Geschichte mit und sind teilweise kunstvoll in die Gartenlandschaft drapiert.

Man findet dort ein¬†St√ľck Berliner Mauer und daneben ein passendes Automobil aus DDR Zeiten. Auf einem H√ľgel¬†steht ein 11 CV, eine ehemalige ‚ÄěGangsterlimosine‚Äú, die einem franz√∂sischen Polizeichef geh√∂rt haben soll, so erz√§hlt es mir Michael Fr√∂hlich.

Mittlerweile scheinen die Oldtimer mit so klangvollen Namen wie Porsche, Jaguar und Rolls-Royce sich mit der Natur zu vereinen. Verwelkte Blätter liegen auf der Motorhaube, Spinnweben im Handschuhfach und Vögel haben im halboffenen Kofferraum ein Nest gebastelt. Überall wuchert der Efeu und wächst der Moos. Begleitet wird das alles  von der allgegenwärtigen Korrosion und den einzelnen Hobbyfotografen zwischen den Autos schleichen.

Das ist Kunst! Die Natur holt sich alles zur√ľck!¬†Mich hat dieser langsame Verfall der einst so stolzen Fahrzeuge sehr fasziniert.

 


Auf einer unserer Lost Places Fotoexpeditionen in Polen lernte ich drei Freunde kennen die seit gut einem Jahr regelm√§√üig und spontan gemeinsam auf Fototour fahren. Mathias, Benni und Markus haben ein gemeinsames Hobby und zwar die Lost Places Fotografie und¬†das Erkunden von verlassenen Orten. Kombiniert ergibt das eine F√ľlle an Eindr√ľcken, das die Freunde in deren Bildern festhalten.

Matthias hat schon etwa 200 verlassene Orte in 10 Ländern erkundet. Ganz besonders mag er verlassene Kirchen, Schlösser, Kraftwerke, Industrieanlagen und Villen. Er ist auch meist derjenige der die Routen plant. Seine Fotos findet Ihr auf Instagram: Glory of Disrepair. Benni mag verlassene Villen und Industrieanlagen. Er konzentriert sich vor allem auf die Detailfotografie. Zu finden ist er auch auf Instagram: Benji Hultsch

Die fotografischen Vorlieben von Markus sind vor allem alte Industriehallen mit Schaltpulten und Maschinen, Kirchen und ganz besonders alte Autos. Am liebsten Autos aus den 50 gern Jahren. F√ľr diese einzigartigen Fotomotive fuhr er sogar schon in die USA.

Urban Exploration, auch Urban Exploring oder Urbex genannt, ist im Grunde die fotografische Erforschung von verlassenen Orten – auch „Lost Places“ genannt. Diese Orte sind verlassen und erfahren derzeit keine aktive Nutzung mehr. „Take only pictures, leave only footprints‚ÄĚ – das ist die goldene Regel beim Urban Exploring. Halte den Verfall fotografisch fest und das einzige was man hinterlassen sollte, sind die eigenen Fu√üspuren. Kein Vandalismus und kein Diebstahl ist hier oberste Devise!

Trotz aller Spontanit√§t √ľberlassen sie nichts dem Zufall. Da die Touren meist √ľber mehrere Tage gehen werden diese im Vorfeld akribisch geplant. Meistens wird das freie Wochenende f√ľr die Touren genutzt.

Als Fotoequipment benutzen die drei die Canon 6D und 5D Mark III, was das tauschen der Objektive untereinander sehr einfach macht.

Markus: „Es geht soweit, das wir uns¬†in der Locations absprechen, wer welche Fotos macht z.B. Benni ist f√ľr die Details verantwortlich und Matthias macht die Weitwinkelshots, so sparen wir enorm viel Zeit, um¬†zur n√§chsten Location zu kommen.“

Bleibt denn √ľberhaupt noch Zeit um die mitunter geschichtstr√§chtigen Orte auf sich wirken zu lassen oder z√§hlt in erster Linie das Fotomotiv?

Markus: „Nachdem wir die Fotos im Kasten haben¬†genie√üen wir die Orte und nehmen uns die Zeit Sie in Ruhe zu erkunden.“

Ich freue mich das Ihr auf unserer Lost & Found Explorers Fototour dabei wart und hoffe das wir uns das ein oder andere mal wiedersehen.

Urbex Poland from Benni Hu on Vimeo.

 


Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototouren in Polen entdeckte ich dieses wahnsinnig spannende und riesige Gel√§nde eines ehemaligen Salzbergwerks. Von weitem pr√§sentieren sich die vorhandenen Geb√§ude und T√ľrme mit der roten Backsteinfassade und den vielen Fenstern als Zeugnis vergangener Industriekultur. Die verschiedenen Geb√§ude und Hallen beherbergen eine d√ľstere und morbide Atmosph√§re. Ganz besonders fasziniert hat mich das ehemalige Kraftwerk wo noch Reste der Dampfmaschine zu finden sind. Ein gigantischer Koloss der St√ľck f√ľr St√ľck von Metalldieben zerfressen wird.

Neben dem Kraftwerk befindet sich ein Geb√§ude wo fr√ľher die Bergarbeiter in den Stollen gefahren sind. Dieser wurde im Jahr 1978 versiegelt und zugemauert. Eine kleine Gedenktafel erinnert noch daran.

Ich gehe weiter und erreiche das Hauptgeb√§ude der¬†6-st√∂ckigen Salzm√ľhle.¬†Hier entdecke ich eine der typischen¬†Industrietreppen die zu dieser Zeit gebaut wurden. Hier mache ich ein Foto von unten¬†und gehe vorsichtig ¬†hinauf denn die Treppen sind durchweg ohne Gel√§nder und in einem bedauernswerten Zustand. Vom Dach genie√üe ich das Panorama auf die angrenzende Stadt.

Die anderen Gebäude sind zwar weniger interessant aber es loht sich auf jeden Fall ein Blick hineinzuwerfen. Hier findet man noch Dokumente aus der Zeit wo das Salzbergwerk aktiv war. Diese Details runden meine Lost Places Fotoexpedition ab.

Im August 1978 wurde das Bergwerk durch einen massiven Wassereinbruch zerst√∂rt. Alle Stollen wurden √ľberflutet, es war ein ungleicher Kampf mit der Natur. Die Erde bebte¬†und dadurch wurden auch viele der angrenzenden H√§user ersch√ľttert, einige wurden sogar durch die Wucht zerst√∂rt.¬†F√ľr die Menschen vor Ort war es eine echte Trag√∂die ,¬†denn das Bergwerk war der Hauptarbeitgeber in dieser strukturschwachen Region.

Dieser Gigant vergangener Salzproduktion, steht mit seinen verlassenen Geb√§uden¬†immer noch und zeigt uns trotzig „seht her ich bin immer noch da!“

[supsystic-gallery id=2 position=center]

 


Mit Lost & Found Explorers in Zusammenarbeit mit der Fotoakademie Dresden werdet Ihr bei unserer Fotoreise in Sankt Petersburg eine der spektakul√§rsten und sch√∂nsten europ√§ischen St√§dte erleben. Ihr erfahrt bei dieser Reise den Prunk der Zarenstadt genauso wie den schnellen Herzschlag des Alltags in dieser au√üergew√∂hnlichen Stadt. Ihr erlebt das einmalige Fotolicht der Weissen N√§chte ‚Äď das perfekte flache Licht, die stundenlange ‚ÄěBlaue Stunde‚Äú, das Fotografieren aus der Hand bis nach Mitternacht! Wir bieten euch mit ‚ÄěSankt Petersburg Imperial‚Äú und ‚ÄěSankt Petersburg Local Style‚Äú zwei spannende Tagestouren mit Mitya, unserem Fotografen / Fototrainer und Guide vor Ort in Sankt Petersburg. Ein weiteres Highlight unserer Reise ist ein von dem deutschen Modefotografen und Fototrainer Felix R. Krull begleitetes einmaliges Fashionshooting in einem faszinierenden leerstehenden Palast aus dem 18. Jhd. mit 2 Topmodels unter professionellen Bedingungen!

Zur Abrundung dieser spannenden Fotoreise bieten wir euch auf Wunsch noch zwei weitere optionale Touren: eine Tour auf dem Fahrrad durch die ‚ÄěWeisse Nacht‚Äú und unsere ‚ÄěDostojevski Murder Tour‚Äú.

Die ideale Reise f√ľr die Erforscher einer grandiosen Stadt in einem ganz speziellen Licht. Atemberaubende Aufnahmen sind hier garantiert. Liebhaber von Architektur-, Stimmungs-, Stadtlandschafts-, Fashion- und Streetfotografie kommen bei dieser Tour voll auf Ihre Kosten.

Alle Infos und Programmpunkte sowie Buchungsmöglichkeiten findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/schlaflos-in-sankt-petersburg/

F√ľr kurze Zeit haben wir hier auch einen Fr√ľhbucherrabatt! Wir freuen uns auf Euch!


Auf einer unserer Lost Places Fototouren entdeckte ich diesen geheimen Ort in Berliner Umland. Hier schreitet man durch stillgelegte Fabrikhallen¬†und verwilderte, zugewachsene¬†Nebengeb√§ude. Dies ist¬†das Gel√§nde einer 284 Jahre alten Papierfabrik die¬†auf Stelzen gebaut wurde, unter dem Fundament rauscht auch heute noch ein Bach hindurch und m√ľndet im angrenzenden Kanal.¬†Hier wurde feinstes B√ľttenpapier, hochwertiges Schreib- und Postkartenpapier hergestellt. Als ein markantes Zeichen dieser Papierfabrik dient¬†der von weitem sichtbare Wasserturm.

Die K√∂nigliche Papierm√ľhle wurde im¬†Jahr 1728 erbaut und nach der ¬†v√∂lligen Zerst√∂rung im Siebenj√§hrigen Krieg auf ein Areal s√ľdlich der Kanalschleuse verlegt. Durch einen ber√ľhmten Papiermacher erfolgte der Aufbau der Papierm√ľhle bis 1765. In dieser Zeit wurde auch der heute noch sichtbare M√ľhlengraben angelegt. ¬†Ein Berliner Kaufmann und Papierh√§ndler, sorgte ab 1812 f√ľr die Entwicklung zu einer modernen Papierfabrik. Die industrielle Produktion lief ab 1834. Statt der Wasserr√§der wurden nun Dampfmaschinen als Kraftquelle genutzt.

Im Jahr 1946 erfolgte die Neugr√ľndung als VEB Papierfabrik. Als einzige Produktionsst√§tte in der DDR wurden hier ab 1956 wieder handgesch√∂pfte B√ľttenpapiere hergestellt. Zur Insolvenz und damit verbundne zur Einstellung der Produktion kam es endg√ľltig im Jahr 1994.


Heute möchte ich euch auf eine spanende Lost Places Fototour aufmerksam machen die wir einmal im Monat veranstalten.

Das historische Stadtbad in Leipzig wurde nach einer dreij√§hrigen Bauzeit am 15. Juli 1916b¬†feierlich er√∂ffnet. Das Geb√§ude wurde nach Pl√§nen des Leipziger Architekten Otto Wilhelm Scharenberg als ein repr√§sentativer „Dreifl√ľgelbau“. Dieser bestach durch seine au√üergew√∂hnliche Monumentalit√§t und Weitl√§ufigkeit.

Die Hauptattraktion war eine Wellenanlage die in der Männerschwimmhalle eingebaut war diese konnte bis zu einem Meter hohe Wellen erzeugen. Damals badeten noch Frauen und Männer getrennt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde¬†das Bad wieder in Betrieb genommen. In den 1980er-Jahren wurde das Innere des Geb√§udes umfangreich restauriert. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher M√§ngel im Juli 2004 endg√ľltig schlie√üen.

 

Ein M√§rchen wie aus tausendundeiner Nacht ist die Damensauna im maurischen Stil. Diese steht wegen seiner Einzigartigkeit heute unter Denkmalschutz.¬†Pr√§chtige S√§ulen und B√∂gen, filigrane Muster mit Goldverzierungen und dekorative Wandmosaiken verspr√ľhten ein orientalisches Flair. Der mit ornamentalen Fliesen versehene Brunnen im Zentrum des Ruheraums lie√ü die Vorliebe der Mauren f√ľr Wasserspiele und Font√§nen erahnen.

Gegen den weiteren Verfall wurde im Jahr 2006 die unselbstst√§ndige F√∂rderstiftung „Leipziger Stadtbad“ auf Initiative der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH gegr√ľndet. Im Dezember 2009 erfolgte die Umwandlung in eine selbstst√§ndige Stiftung. Ziel der gemeinn√ľtzigen F√∂rderstiftung ist es, mittelfristig einen tragf√§higen Ansatz zum Erhalt des Leipziger Stadtbades zu erarbeiten und Gelder f√ľr die Sanierung zu sammeln.

Bei unserer Lost Places Fototour zum historischen Stadtbad Leipzig hast du bis zu 4 Stunden Zeit diese interessante Location völlig frei zu erkunden. Check die nächsten Termine unter: TERMINE FOTOTOUR STADTBAD LEIPZIG

 

 


Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren?

Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir viele verlassene evangelische Kirchen. Einige von ihnen werden derzeit von katholischen Gemeinden genutzt, einige von lokalen Kulturzentren und wiederum andere dienen auch heute als Gebetsort f√ľr die kleine evangelisch-augsburgische Gemeinde. Leider entdecken wir auch Kirchen die langsam in Vergessenheit geraten und deren bauliche Substanz sich zunehmend verschlechtert. Der bemitleidenswerte Zustand der vielen evangelischen Kirchen entsteht durch einen Mangel an Interesse der Gemeinden und den fehlenden finanziellen Mitteln.

Wir zeigen dir einzigartige Fotomotive hinter d√ľsteren Gem√§uern

Diese¬†Kirche ist im neugotischen Baustil¬†in den Jahren 1785-1788 errichtet worden.¬†Die Kirche beherbergt eine ganz besondere Aura, auch wenn der Verfall schon sichtbar ist. Im Inneren herrscht eigene einzigartige Atmosph√§re und die unverwechselbare Architektur dieser Zeit. Heute steht die Kirche leer und wird nicht mehr als Gebetsort genutzt. Eine massive Eichent√ľr sch√ľtzt sie gegen gegen die fortschreitende Zerst√∂rung. Diesen wundersch√∂nen geheimen Ort haben wir neu in unsere Fotoexpedition „Der Teufel auf dem Kirchturm“ integriert. Weitere Infos zur spannenden Fototour ¬†findet Ihr auf einer spannenden Lost Places Fototour in Polen.


Falls Ihr atemberaubende Fotomotive, geheimnisvolle Landschaften suchet, seid Ihr mit der ber√ľhmten Transfogarascher Hochstra√üe in Rum√§nien goldrichtig. Sie wurde 1970 von Ceausescu als Reaktion auf die sowjetische Invasion der Tschechoslowakei gebaut und diente zum Schutz der Au√üengrenzen, um einen √§hnlichen Einfall zu vermeiden.¬†Heute wird diese Strecke jedoch eher nur touristisch genutzt. Eine weitere Funktion hat die Stra√üe in der Form das sie¬†Transsilvanien mit der Gro√üen Walachei, der benachbarten Provinz, verbindet. ¬†Mit stellenweise √ľber 2000 m √ľber dem Meeresspiegel z√§hlt die Transfogarasche Hochstra√üe noch immer zu den h√∂chstgelegenen Stra√üen in Europa. Der Streckenverlauf in S√ľd-Nord-Richtung oder umgekehrt bietet ein einzigartiges Panorama was nur durch die Aussicht vom Moldoveanu, der h√∂chsten Erhebung Rum√§niens mit 2034 m zu erreichen ist. Eine weitere Besonderheit ist das die Hochstra√üe nur von Juli bis Oktober ge√∂ffnet ist. Auf dem Weg besuchen wir auch eine gewaltige Talsperre.¬†Die Vidraru-Talsperre befindet sich n√∂rdlich der historischen Region Gro√üe Walachei (Muntenia) am Oberlauf des Arge»ô. In Form einer Bogenstaumauer zwischen den Gebirgsz√ľgen Frun»õii und Ghi»õu der Transsilvanischen Alpen (Carpa»õii Meridionali), ist die Talsperre etwa 30 Kilometer n√∂rdlich von der Kleinstadt Curtea de Arge»ô entfernt und dient der Stromerzeugung. Das zum Vidraru geh√∂rende Wasserkraftwerk befindet sich zwei Kilometer n√∂rdlich des Dorfes CńÉpńÉ»õ√Ęnenii Ungureni der Gemeinde Arefu. Auf der Staumauer verl√§uft die Transfogarascher Hochstra√üe.¬†Dies ist eine unserer Stationen auf unserer Fotoexpedition „Auf den Spuren von Dracula“. Checkt hier die n√§chsten Termine.

Ein kurzer Videoclip von unserer Fotoexpedition „Auf den Spuren von Dracula“

 

 


Auf unserer letzten Fotoexpedition nach Siebenb√ľrgen entdeckten wir diese wundersch√∂ne Kirche mit einem angrenzendem Friedhof.¬†Dobring, rum√§nisch Dob√Ęrca, ungarisch Doborka, siebenb√ľrgisch-s√§chsisch Dobrengk, liegt im Kreis Hermannstadt (Sibiu) in Siebenb√ľrgen, Rum√§nien. Die erste urkundliche Erw√§hnung des Ortes erfolgte 1309. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Kirche errichtet. 1481 erfolgte der Umbau von einer romanischen Basilika zu einer gotischen Saalkirche. Im selben Jahrhundert wurde der Glockenturm ausgebaut und die Mauer erh√∂ht sowie ein Wehrgang mit Fachwerkbr√ľstung errichtet. 1599 wurde die Kirche durch den Feldherren Michael des Tapferen komplett niedergebrannt anschlie√üend wieder aufgebaut. Die letzten Umbauten erfolgten 1741, 1867 bis 1872. Im Jahr 1903 wurde ein neuer Altar aufgebaut. Nach dem Bau einer neuen Kirche im 20 Jahrhundert wurde diese aufgegeben und fiel in letzter Zeit zunehmend Pl√ľnderungen und den Vandalismus zum Opfer.


Mensch wie die Zeit vergeht! Seit nunmehr einem Jahr erkunden wir f√ľr euch spanende Lost Places und geheime Orte um dann dort mit euch auf Fototour zu gehen. Seit dieser Zeit ist ein bunter Korb voller spanender Fototouren und Expeditionen zusammengekommen. Mit uns k√∂nnt Ihr d√ľstere Industriedenkm√§ler, verlassene Kirchen und m√§rchenhafte Schl√∂sser entdecken. Ein Highlight unseres Angebotes ist auch unter anderem die sechst√§gige Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripyat.

Dieser Erfolg w√§re aber nicht M√∂glich ohne den wichtigsten Teil meines Projektes – die Tourteilnehmer. Deshalb wollte ich nach einem Jahr allen bisherigen Teilnehmern „Danke“ sagen, hierzu habe ich meine Jubil√§umsparty am 10. Juli 2015 in der ehemaligen Fleischfabrik der Konsumgenossenschaft Berlin organisiert.

Gestartet haben wir an 18.00 Uhr mit einem Fotowalk durch die Fleischfabrik und das ehemalige Heizhaus des Backwarenkombinates. Die Fleischfabrik Berlin geh√∂rte zur ehemaligen Konsumgenossenschaft einer der gr√∂√üten staatlichen Handelsketten neben der HO (Handelsorganisation). Im Jahr 1994 wurde der Betrieb aufgegeben und der R√§ucherofen ist seitdem kalt.¬†Die ehemalige Fleischfabrik und das angrenzende Backwarenkombinat sind inzwischen zum Eldorado f√ľr weltbekannte Streetart-K√ľnstler geworden.

Nach unserem kleinen Fotowalk konnten wir im Innenhof entspannen. Hier gab es leckeres vom Grill und kalte Getränke. Den Abschluss meiner Jubiläumsparty krönte eine spektakuläre Lightpaintingshow im ehemaligen Heizhaus.

 

Fotogalerie unserer Gäste


Auf Lost Places Fototour im verlassenen Wasserwerk

Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Es ist ein fast vergessenes architektonisches Kleinod. An diesem sonnigen Sommertag wirkte die große Halle des Wasserwerks wie eine riesige Kathedrale auf mich. Die eindringenden Sonnenstrahlen vermischten sich mit dem Staub, Eisen und Rost, dadurch entstand eine ganz besondere Aura die jeden Lost Places Fotografen in seinen Bann zieht.

Das Wasserwerk wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut¬†und¬†besteht aus drei Geb√§udeteilen: Der gro√üen Halle im Hauptgeb√§ude, einer kleinen Maschinenhalle und dem Bremsberghaus.¬†Das Wasserwerk¬†wurde bereits 1984 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Der nicht mehr gebrauchte Teil, der urspr√ľnglich die Pumpen aufgenommen hatte, wurde zu einem Atelier und Ausstellungsr√§umen umgebaut.¬†Die letzten K√ľnstler verlie√üen das Wasserwerk im Jahr¬†1999. Mittlerweile steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz.


Gemeinsam auf spannenden Lost Places Fototouren

Auf einer meiner Lost Places Fototouren im letzten Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. ¬† F√ľr alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat diese ehemalige Pfarrkirche¬† jede Menge Motive zu bieten.

√úber die Entstehung der jetzigen Kirche ist nichts genaues bekannt. Sie wird zum ersten Mal 1351 in den Akten des Klosters Reinsdorf erw√§hnt. Es war die Pfarrkirche f√ľr die D√∂rfer Krautdorf, der rechts vom Bach gelegene Teil von Pretitz und Wei√üenschirmbach. 1512 wurde Wei√üenschirmbach eine eigene Pfarrstelle, 1630 kam Krautdorf nach Liederst√§dt und Pretitz ganz zu Vitzenburg.

Von der mittelalterlichen Kirche ist das Untergeschoss des Turmes erhalten, die innen kreuzgratgew√∂lbte Sakristei. Aus dieser Zeit (14. Jahrhundert) ist ein kleiner silberner innen vergoldeter Abendmahlkelch erhalten. Dieser Kelch hat unter dem Knauf in gotischer Schrift auf der einen Seite „Maria“ und auf der anderen Seite „got hilf“.

In den Jahren 1713 bis 1715 wurde die Kirche an der alten Stelle neu gebaut. Auf das alte Untergeschoss des Turmes wurde der jetzige achteckige Turmschaft als Glockenturm gesetzt. Die zwei Glocken stammen aus dem Jahr 1573, gegossen vom Erfurter Glockengie√üer Eckhart Kuchingen. Die gr√∂√üere Glocke tr√§gt die Inschrift: „Gotts Wort bleibet ebig“, die kleinere Glocke hat die selbe Inschrift aber in der Lateinischen Sprache: „Verbum Domino mannet in aethernum“.

Wir entdecken geheimnisvolle Orte und d√ľstere Gem√§uer

Im Inneren der Kirche gibt es einige bemerkenswerte Grabdenkmäler. Hinter dem Altar rechts der Grabstein von Johann Moritz von Heßler und links seiner Gemahlin Henriette Margarethe von Zaschwitz und im Inneren der Kirche der Grabstein des Sohn Friedrich Moritz von Heßler.

Unter der Patronatsloge, die in ihrem Grundbestand noch aus der alten Kirche stammt, befindet sich eine Gruft. √úber der Eingangst√ľr sind links das He√ülersche Wappen und rechts das von Zaschwitz zu sehen.

Im Jahr 1822 schlug ein Blitz in die Kirche ein, der aber gl√ľcklicherweise nicht z√ľndete jedoch gro√üen Schaden anrichtete. Die Spuren davon sowie barocke Bemalungsreste wurden bei Untersuchungen zur Restauration entdeckt. Bis zur Mitte der 1970 her Jahre war die Kirche noch regelm√§√üig f√ľr Gottesdienste ge√∂ffnet. Allerdings fielen in dieser Zeit wiederholt Schiefer vom Turm auf das Kirchendach, sodass sp√§ter ein regelm√§√üiger Gottesdienst aus Sicherheitsgr√ľnden nicht mehr m√∂glich war.

Seit 1995 begann ein F√∂rderverein „Freunde der Dorfkirche Johannes der T√§ufer Vitzenburg“ zusammen mit der Kirchengemeinde notwendige Reparaturma√ünahmen in Angriff zu nehmen und den weiteren Verfall zu stoppen. Zun√§chst wurde mit Arbeiten an der Patronatsloge, am Treppenturm und am Kirchendach begonnen. Im Jahr 1997 wurde das Kirchendach fertig saniert. In den Jahren 1999-2000 wurde der obere Turmschaft instand gesetzt und die Turmhaube neu geschiefert au√üerdem wurden die Turmkreuze aud Kupfer neu angefertigt und aufgesetzt.

Als nächstes großes Bauvorhaben stehen sämtliche Fenster im Turm und Kirchenschiff an, devot an die umfangreiche Innenrenovierung gedacht werden kann.

Die wundersch√∂ne Dorfkirche „Johannes der T√§ufer“ besuchen wir regelm√§√üig im Rahmen unserer Fototour zum M√§rchenschloss an der Unstrut.

Dar√ľber hinaus unterst√ľtzen wir die Freunde der Dorfkirche regelm√§√üig mit Spenden um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche zu erhalten.

Wenn Ihr auch spenden möchtet hier die Bankverbindung des Vereins:

Freunde der Dorfkirche „Johannes der T√§ufer“
Volksbank Halle/Saale
IBAN: DE83800937840000518050
BIC: GENODEF1HAL

 


Vom 20 bis 25 Juni fand unsere dritte Fotoexpedition in diesem Jahr nach Tschernobyl und Pripyat statt. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Lost Place Fotografen die diesmal dabei waren Ihr wart eine tolle, entspannte und sympathische Truppe. Wie immer vergingen die Tage wie im Flug und die Eindr√ľcke dieser spannenden Fotoexpedition bleiben im Kopf. Ich hoffe eure Speicherkarten sind einigerma√üen voll geworden und das Ihr auch einen pers√∂nlichen Eindruck √ľber die aktuelle Situation und die Menschen in der Sperrzone bekommen habt.

Fototour zu Lost Places

Das Gruppenfoto an der Duga Radarstation

Ein erster Programmpunkt unserer Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripyat ist der Tag in Kiew mit einer interessanten Sightseeingtour durch die Stadt. Hier erkunden wir die geschichtsträchtigen Orte wie den Majdan sowie das Kiewer Höhlenkloster, das Mutter Heimat Denkmal und den Park Witschnoji Slawi. Zur Seite steht uns hier ein toller Guide der auch mittendrin bei den Protesten 2014 war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat wie diese Proteste begannen und sich im Verlauf zugespitzt hatten.

Die Sperrzone um Tschernobyl und Pripyat sieht zu jeder Jahreszeit anders aus. Im Fr√ľhjahr ist noch alles Kahl und Grau bis dann im April/Mai das erste zarte Gr√ľn zu sehen gibt. In den Sommermonaten ist die Vegetation voll ausgepr√§gt und man kommt sich vor wie im Dschungel. Im Herbst verspr√ľht die Natur hier eine ganz besondere Aura aus bunten, fallenden Bl√§ttern und der typischen herbstlichen Atmosph√§re. Weitere Termine zur Tschernobyl Fototour im Herbst findet Ihr unter:¬†https://urbexplorer.com/produkt/fototour-tschernobyl-pripyat/


Warum werden Lost Places und geheimnisvolle Orte fotografiert?

Bei unserer letzten Urbexplorer Fototour zu Lost Places und geheimen Orte entdeckten wir eine ehemalige Druckerei. Auf dem Gel√§nde des¬†¬†ehemaligen Schlosses Meyerhoff befand sich eines der gr√∂√üten Grafikunternehmen in ŇĀodz und zwar die Gesellschaft „Kotkowski und Co-Druckerei“. Gegr√ľndet wurde diese von Boleslaw Fr√∂hlich und Boleslaw Kotkowski. Im August 1939 waren hier bis zu 209 Mitarbeiter besch√§ftigt und der Jahresumsatz betrug etwa 1,8 Mio. PLN. Nach der Invasion der Wehrmacht im Jahr 1939 wurden √ľber die H√§lfte der Mitarbeiter entlassen und einige wurden auch verhaftet und sogar verschleppt.

Bei unseren Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir spannende Fotomotive

Bei dem R√ľckzug der Nazis am 18. Januar 1945 aus ŇĀodz wurden auch die wertvollsten Druckmaschinen geraubt. Unmittelbar nach dem Krieg¬†wurde die Firma erst einmal von den Mitarbeitern gef√ľhrt bis der Betrieb dann schlie√ülich verstaatlicht wurde. Bis zur Schlie√üung firmierte es unter dem Namen „ŇĀ√≥dzkie ZakŇāady Graficzne“. Zur Zeit stehen die Produktionshallen leer.


Lost Places und Ihre Geschichten faszinieren immer mehr Hobbyfotografen

Bei meiner letzten Lost Places Fototour entdeckte ich diese magische verlassene evangelische Kirche. Wenn man etwas Gl√ľck hat kann man im Inneren ein spektakul√§res Lichtspiel erleben. Genau dann wenn die Sonne durch die Mauerritzen scheint und im inneren der Kirche auf den staubigen Boden oder die √úberreste der Gruft trifft.

Dies ist eine der √§ltesten evangelischen Kirchen in Polen und 1743 bis 1749 errichtet. Das √Ąu√üere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fu√üboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von eckigen und verzierten S√§ulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar. Die Kirche geh√∂rte zum Anwesen der Grafen von Reichenbach.

Die sp√§teren Grafen von Reichenbach waren ein schlesisches Uradelsgeschlecht. Seine Besitzungen lagen √ľberwiegend in den Herzogt√ľmern Schweidnitz-Jauer und M√ľnsterberg, aber auch in der bis 1763 unmittelbar zu B√∂hmen geh√∂renden Grafschaft Glatz. Der erste urkundlich fassbare Familienangeh√∂rige ist der Lokator Wilhelm, der 1258 als Schulthei√ü und 1266 als Vogt von Reichenbach belegt ist. Reichenbach geh√∂rte damals zum Herzogtum Breslau und gelangte 1290/91 an das Herzogtum Schweidnitz. Das Geschlecht war urspr√ľnglich in f√ľnf St√§mme geteilt, von denen heute nur noch ein Stamm seit dem 18. Jahrhundert fortbesteht.

Dessen Stammreihe beginnt mit Cunze Bieler (bzw. Bielau oder Bela), 1438 Burggraf zu Schatzlar, und Herr auf Fischbach. Sein Sohn Cunze nahm den alten Namen Reichenbach wieder an und nannte sich Cunze von Reichenbach, Bieler genannt. Das Geschlecht erlangte am 30. Mai 1665 den b√∂hmischen Freiherrnstand, am 16. Januar 1678 den b√∂hmischen Herrenstand und am 10. M√§rz 1730 den b√∂hmischen Grafenstand. Nach der Eroberung Schlesiens durch Preu√üen wurde die Familie umgehend von Friedrich II. mit der W√ľrde eine Generalpostmeisters f√ľr Niederschlesien (6. November 1741) ausgezeichnet. Diese nicht erbliche W√ľrde wurde jedoch bereits am 7. Januar 1752 in die erbliche W√ľrde einen Erblandpostmeisters f√ľr ganz Schlesien umgewandelt. Bald darauf, am 5. Juli 1752, erhielt ein anderen Zweig der Familie die erbliche W√ľrde eine Obererbj√§germeisters in Schlesien.

Wie finde ich spannende geheimnisvolle Orte zum Fotografieren?

Diese geheimnisvolle Kirche haben wir in unserem Tourenprogramm von urbexplorer.com. Einmal im Monat k√∂nnt Ihr mit uns auf Fotoexpedition “ Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren? Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir geheimnisvolle und d√ľstere Orte.