Auf unserer Tschernobyl Tour erkunden wir entlegene Dörfer am Rande der Zone

Das Riesenrad und der neue Sarkophag sind natürlich die Highlights bei einem Besuch in der Zone, aber es gibt tausend andere Dinge zu erkunden und zu bestaunen. So zum Beispiel die kleinen verlassenen Dörfer am Rande der Zone. Heute will ich euch mal nach Mashevo entführen. машево, zu Deutsch „mache“. Es ist das nördlichste Dorf an der Grenze zu Weißrussland. Von einem weiteren verschlossenen Kontrollpunkt geht es dann ca. 30km nach Norden. Die Straße ist ganz gut befahrbar, wenn nicht gerade Bäume rumliegen (2016). Dreimal „hau ruck“ und die Sache war geregelt.

Das imposanteste Bauwerk ist die Schule. Ziemlich groß für so ein kleines Dorf.

Im Inneren gibt es zahlreiche Fachräume. Der Abakus hat schon eine beachtliche Größe und Lenin ist immer noch sehr dominant.

Sehr erstaunlich ist es mitten in dieser Abgelegenheit ein Zimmer für den Deutschunterricht zu finden.

Der Physikraum lässt jedes Technikerherz höher schlagen. Solch eine Vielfalt an Gerätschaften und Schautafeln möchte ich mal in deutschen Schulen sehen.

Auch wenn der hier bildlich dominierende Typ mit der Glatze mit seinem Spruch „Lernen, lernen und nochmals lernen“ durchaus Recht hat … ein paar Impressionen vom Dorf selbst. Auffallend zwischen den hölzernen Blockhütten sind die steinernen Reihenhäuser incl. Nebengebäude. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, die Wellasbestplatten auf den Dächern.

Das soll mal genügen. Es gibt in Mashevo noch viel zu entdecken. Das Innere der Häuser und Schuppen, der Bereich der Kolchose, die längeren Dorfstraßen, die Grenze zu Weißrussland … usw.


Vorwort Am Anfang stehen alte verlassene Gebäude wie Fabriken die die Wende nicht überlebt haben oder russische Kasernen auf dem Plan. (2005) Nach ein paar Jahren verblaßt das Interesse und man wendet sich der Menschenfotografie zu. (2008) Eines bleibt aber im Hinterkopf, der krönende Abschluss der Schrottrobberzeit wäre ein Besuch in der Zone. Erster Anlauf 2013. Emails an ukrainische Reisebüros. Keine Antwort. 2014 dann die erste Buchung bei einem Reiseunternehmen aus Österreich. Im Mai dann die Absage wegen den Unruhen auf dem Maidan. 2015 Buchung bei Urbexplorer.com aus Berlin. Hat funktioniert und das Schrottrobberherz überschlug sich fast.

Zum Thema Nochmal hin? … ja, aber nur mit Model.
Die Suche nach einem Model begann, nach ca. 6 Monaten und vielen kontroversen Diskussionen Model gefunden und zwei Plätze gebucht.

Dann kam die Frage nach dem Outfit auf. Die Fotos sollten nachdenklich stimmen. Eine Kittelschürze und ein Leinenkleid waren es dann.
Der bedrückendste Raum für mich war der in der Schule mit den unzähligen Kindergasmasken. Man wird automatisch ganz still. Man denkt plötzlich weniger an den Atomunfall, sondern mehr an die Kinder und die Auswirkungen des kalten Krieges.

Wo fotografiert man? Natürlich nicht an Hotspots. Die Radioaktivität in der Zone ist sehr unterschiedlich. Bei dem Bild mit dem Baum waren es 0,05 μSv, das ist die Hälfte wie der deutsche Durchschnittswert.

Die beliebten Gruppenfotos würde ich auch zu diesem Thema rechnen.
Model ist ein weitläufiger Begriff. Die Laura war nicht das einzige Model.

Wer jetzt Lust auf Modelfotografie bekommen hat, egal ob als Model oder als Fotograf der kann sich mal diese Seite anschauen.
Für Tips und Tricks stehe ich gern zur Verfügung.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

Abenteuerreise deines Lebens! Wir fahren zum neuen Sarkophag und Kernkraftwerk, wir zeigen dir das Riesenrad und den Autoscooter sowie den riesigen Duga 3 Radarkomplex. Als Höhepunkt besuchen wir auch die Babushkas von Tschernobyl. Ihr werden erfahren wie Sie hier leben und was sie uns zu sagen haben. Das alles in einer kleinen Gruppe von Entdeckern und Abenteurern. https://urbexplorer.com/shop/fototour-tschernobyl-pripyat/


Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen Wälder und mittelalterlichen Städte von Siebenbürgen. Wir besuchen Burgen, Schlösser, Ruinen, verlassene Kirchen und als Höhepunkt – all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die Städte Siebenbürgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, prächtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Weißkirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region Siebenbürgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der ältesten Kur- und Heilbäder Europas: Băile Herculane – oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche Erwähnung von Herkulesbad zurück. In der Zeit des Römischen Reiches war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde hauptsächlich von römischen Soldaten und hohen Amtsträgern der damaligen Zeit aufgesucht. Später – etwa im 18. und 19. Jahrhundert – besuchten mehrere österreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder Königin Elisabeth. Sie besaßen Ferienhäuser im Kurort und badeten in speziell für sie angelegten Bädern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch römische Bäder. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gewölbte Steinbrücke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spaß hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden. Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad zählt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit König Carol I. von Rumänien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaleröffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die früheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino können noch immer besichtigt werden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das schöne, im barocken Still errichtete Bahnhofgebäude eröffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer Bahnhofhäuser deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgeführt und reichlich geschmückt. Somit gehörte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den schönsten Kurbädern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an Rumänien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel für Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der März ist die beste Reisezeit um die spektakulärsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. März bis 23. März findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine düstere Aura.

In der heutigen Zeit sind die Menschen nicht mehr an einen Ort gebunden wie es noch im vorherigen Jahrhundert noch so üblich war. Die sogenannte Globalisierung verlangt von uns das wir „Mobil“ sind. Diese Tatsache und das Gefühl das die gesamte Welt minutiös erforscht und zunehmend überwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir förmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns überraschen.

Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind für uns außergewöhnlich und zugleich völlig real. Auf einer dieser spannenden Fotoexpedition entdeckte ich durch Zufall das Anwesen von Michael Fröhlich und seiner Frau. Michael Fröhlich dessen Leben schon immer Autos dominiert haben, hat sich dort einen außergewöhnlichen Traum erfüllt.

Über 25 Jahre sammelte er diverse historische Fahrzeuge und weitere Exponate, die wie er selbst „Baujahr“ Jahr 1950 sind. Jahr 2000 zu seinem runden fünfzigsten Geburtstag verteilte er diese Oldtimer dann als bizarre Autoskulpturen in seinen großzügigen Garten und feierte dann eine rauschende Geburtstagsparty. Wie kommt man eigentlich dazu, sich Oldtimer in den Garten des eigenen Anwesens zu stellen und ein privates Museum aufzumachen? Und dazu noch diese Schätze verrotten zu lassen?

In Mettmann restauriert Michael Fröhlich diverse Oldtimer – als Künstler und Konstrukteur. Dies ist seine Leidenschaft und somit ist der Fuhrpark auf seinem Privatgrundstück über die Jahre gewachsen. Alle Oldtimer bringen ihre eigene Geschichte mit und sind teilweise kunstvoll in die Gartenlandschaft drapiert.

Man findet dort ein Stück Berliner Mauer und daneben ein passendes Automobil aus DDR Zeiten. Auf einem Hügel steht ein 11 CV, eine ehemalige „Gangsterlimosine“, die einem französischen Polizeichef gehört haben soll, so erzählt es mir Michael Fröhlich.

Mittlerweile scheinen die Oldtimer mit so klangvollen Namen wie Porsche, Jaguar und Rolls-Royce sich mit der Natur zu vereinen. Verwelkte Blätter liegen auf der Motorhaube, Spinnweben im Handschuhfach und Vögel haben im halboffenen Kofferraum ein Nest gebastelt. Überall wuchert der Efeu und wächst der Moos. Begleitet wird das alles  von der allgegenwärtigen Korrosion und den einzelnen Hobbyfotografen zwischen den Autos schleichen.

Das ist Kunst! Die Natur holt sich alles zurück! Mich hat dieser langsame Verfall der einst so stolzen Fahrzeuge sehr fasziniert.

 


Auf einer unserer Lost Places Fotoexpeditionen in Polen lernte ich drei Freunde kennen die seit gut einem Jahr regelmäßig und spontan gemeinsam auf Fototour fahren. Mathias, Benni und Markus haben ein gemeinsames Hobby und zwar die Lost Places Fotografie und das Erkunden von verlassenen Orten. Kombiniert ergibt das eine Fülle an Eindrücken, das die Freunde in deren Bildern festhalten.

Matthias hat schon etwa 200 verlassene Orte in 10 Ländern erkundet. Ganz besonders mag er verlassene Kirchen, Schlösser, Kraftwerke, Industrieanlagen und Villen. Er ist auch meist derjenige der die Routen plant. Seine Fotos findet Ihr auf Instagram: Glory of Disrepair. Benni mag verlassene Villen und Industrieanlagen. Er konzentriert sich vor allem auf die Detailfotografie. Zu finden ist er auch auf Instagram: Benji Hultsch

Die fotografischen Vorlieben von Markus sind vor allem alte Industriehallen mit Schaltpulten und Maschinen, Kirchen und ganz besonders alte Autos. Am liebsten Autos aus den 50 gern Jahren. Für diese einzigartigen Fotomotive fuhr er sogar schon in die USA.

Urban Exploration, auch Urban Exploring oder Urbex genannt, ist im Grunde die fotografische Erforschung von verlassenen Orten – auch „Lost Places“ genannt. Diese Orte sind verlassen und erfahren derzeit keine aktive Nutzung mehr. „Take only pictures, leave only footprints” – das ist die goldene Regel beim Urban Exploring. Halte den Verfall fotografisch fest und das einzige was man hinterlassen sollte, sind die eigenen Fußspuren. Kein Vandalismus und kein Diebstahl ist hier oberste Devise!

Trotz aller Spontanität überlassen sie nichts dem Zufall. Da die Touren meist über mehrere Tage gehen werden diese im Vorfeld akribisch geplant. Meistens wird das freie Wochenende für die Touren genutzt.

Als Fotoequipment benutzen die drei die Canon 6D und 5D Mark III, was das tauschen der Objektive untereinander sehr einfach macht.

Markus: „Es geht soweit, das wir uns in der Locations absprechen, wer welche Fotos macht z.B. Benni ist für die Details verantwortlich und Matthias macht die Weitwinkelshots, so sparen wir enorm viel Zeit, um zur nächsten Location zu kommen.“

Bleibt denn überhaupt noch Zeit um die mitunter geschichtsträchtigen Orte auf sich wirken zu lassen oder zählt in erster Linie das Fotomotiv?

Markus: „Nachdem wir die Fotos im Kasten haben genießen wir die Orte und nehmen uns die Zeit Sie in Ruhe zu erkunden.“

Ich freue mich das Ihr auf unserer Lost & Found Explorers Fototour dabei wart und hoffe das wir uns das ein oder andere mal wiedersehen.

Urbex Poland from Benni Hu on Vimeo.

 


Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototouren in Polen entdeckte ich dieses wahnsinnig spannende und riesige Gelände eines ehemaligen Salzbergwerks. Von weitem präsentieren sich die vorhandenen Gebäude und Türme mit der roten Backsteinfassade und den vielen Fenstern als Zeugnis vergangener Industriekultur. Die verschiedenen Gebäude und Hallen beherbergen eine düstere und morbide Atmosphäre. Ganz besonders fasziniert hat mich das ehemalige Kraftwerk wo noch Reste der Dampfmaschine zu finden sind. Ein gigantischer Koloss der Stück für Stück von Metalldieben zerfressen wird.

Neben dem Kraftwerk befindet sich ein Gebäude wo früher die Bergarbeiter in den Stollen gefahren sind. Dieser wurde im Jahr 1978 versiegelt und zugemauert. Eine kleine Gedenktafel erinnert noch daran.

Ich gehe weiter und erreiche das Hauptgebäude der 6-stöckigen Salzmühle. Hier entdecke ich eine der typischen Industrietreppen die zu dieser Zeit gebaut wurden. Hier mache ich ein Foto von unten und gehe vorsichtig  hinauf denn die Treppen sind durchweg ohne Geländer und in einem bedauernswerten Zustand. Vom Dach genieße ich das Panorama auf die angrenzende Stadt.

Die anderen Gebäude sind zwar weniger interessant aber es loht sich auf jeden Fall ein Blick hineinzuwerfen. Hier findet man noch Dokumente aus der Zeit wo das Salzbergwerk aktiv war. Diese Details runden meine Lost Places Fotoexpedition ab.

Im August 1978 wurde das Bergwerk durch einen massiven Wassereinbruch zerstört. Alle Stollen wurden überflutet, es war ein ungleicher Kampf mit der Natur. Die Erde bebte und dadurch wurden auch viele der angrenzenden Häuser erschüttert, einige wurden sogar durch die Wucht zerstört. Für die Menschen vor Ort war es eine echte Tragödie , denn das Bergwerk war der Hauptarbeitgeber in dieser strukturschwachen Region.

Dieser Gigant vergangener Salzproduktion, steht mit seinen verlassenen Gebäuden immer noch und zeigt uns trotzig „seht her ich bin immer noch da!“

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Mit Lost & Found Explorers in Zusammenarbeit mit der Fotoakademie Dresden werdet Ihr bei unserer Fotoreise in Sankt Petersburg eine der spektakulärsten und schönsten europäischen Städte erleben. Ihr erfahrt bei dieser Reise den Prunk der Zarenstadt genauso wie den schnellen Herzschlag des Alltags in dieser außergewöhnlichen Stadt. Ihr erlebt das einmalige Fotolicht der Weissen Nächte – das perfekte flache Licht, die stundenlange „Blaue Stunde“, das Fotografieren aus der Hand bis nach Mitternacht! Wir bieten euch mit „Sankt Petersburg Imperial“ und „Sankt Petersburg Local Style“ zwei spannende Tagestouren mit Mitya, unserem Fotografen / Fototrainer und Guide vor Ort in Sankt Petersburg. Ein weiteres Highlight unserer Reise ist ein von dem deutschen Modefotografen und Fototrainer Felix R. Krull begleitetes einmaliges Fashionshooting in einem faszinierenden leerstehenden Palast aus dem 18. Jhd. mit 2 Topmodels unter professionellen Bedingungen!

Zur Abrundung dieser spannenden Fotoreise bieten wir euch auf Wunsch noch zwei weitere optionale Touren: eine Tour auf dem Fahrrad durch die „Weisse Nacht“ und unsere „Dostojevski Murder Tour“.

Die ideale Reise für die Erforscher einer grandiosen Stadt in einem ganz speziellen Licht. Atemberaubende Aufnahmen sind hier garantiert. Liebhaber von Architektur-, Stimmungs-, Stadtlandschafts-, Fashion- und Streetfotografie kommen bei dieser Tour voll auf Ihre Kosten.

Alle Infos und Programmpunkte sowie Buchungsmöglichkeiten findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/schlaflos-in-sankt-petersburg/

Für kurze Zeit haben wir hier auch einen Frühbucherrabatt! Wir freuen uns auf Euch!


Auf einer unserer Lost Places Fototouren entdeckte ich diesen geheimen Ort in Berliner Umland. Hier schreitet man durch stillgelegte Fabrikhallen und verwilderte, zugewachsene Nebengebäude. Dies ist das Gelände einer 284 Jahre alten Papierfabrik die auf Stelzen gebaut wurde, unter dem Fundament rauscht auch heute noch ein Bach hindurch und mündet im angrenzenden Kanal. Hier wurde feinstes Büttenpapier, hochwertiges Schreib- und Postkartenpapier hergestellt. Als ein markantes Zeichen dieser Papierfabrik dient der von weitem sichtbare Wasserturm.

Die Königliche Papiermühle wurde im Jahr 1728 erbaut und nach der  völligen Zerstörung im Siebenjährigen Krieg auf ein Areal südlich der Kanalschleuse verlegt. Durch einen berühmten Papiermacher erfolgte der Aufbau der Papiermühle bis 1765. In dieser Zeit wurde auch der heute noch sichtbare Mühlengraben angelegt.  Ein Berliner Kaufmann und Papierhändler, sorgte ab 1812 für die Entwicklung zu einer modernen Papierfabrik. Die industrielle Produktion lief ab 1834. Statt der Wasserräder wurden nun Dampfmaschinen als Kraftquelle genutzt.

Im Jahr 1946 erfolgte die Neugründung als VEB Papierfabrik. Als einzige Produktionsstätte in der DDR wurden hier ab 1956 wieder handgeschöpfte Büttenpapiere hergestellt. Zur Insolvenz und damit verbundne zur Einstellung der Produktion kam es endgültig im Jahr 1994.


Heute möchte ich euch auf eine spanende Lost Places Fototour aufmerksam machen die wir einmal im Monat veranstalten.

Das historische Stadtbad in Leipzig wurde nach einer dreijährigen Bauzeit am 15. Juli 1916b feierlich eröffnet. Das Gebäude wurde nach Plänen des Leipziger Architekten Otto Wilhelm Scharenberg als ein repräsentativer „Dreiflügelbau“. Dieser bestach durch seine außergewöhnliche Monumentalität und Weitläufigkeit.

Die Hauptattraktion war eine Wellenanlage die in der Männerschwimmhalle eingebaut war diese konnte bis zu einem Meter hohe Wellen erzeugen. Damals badeten noch Frauen und Männer getrennt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad wieder in Betrieb genommen. In den 1980er-Jahren wurde das Innere des Gebäudes umfangreich restauriert. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher Mängel im Juli 2004 endgültig schließen.

 

Ein Märchen wie aus tausendundeiner Nacht ist die Damensauna im maurischen Stil. Diese steht wegen seiner Einzigartigkeit heute unter Denkmalschutz. Prächtige Säulen und Bögen, filigrane Muster mit Goldverzierungen und dekorative Wandmosaiken versprühten ein orientalisches Flair. Der mit ornamentalen Fliesen versehene Brunnen im Zentrum des Ruheraums ließ die Vorliebe der Mauren für Wasserspiele und Fontänen erahnen.

Gegen den weiteren Verfall wurde im Jahr 2006 die unselbstständige Förderstiftung „Leipziger Stadtbad“ auf Initiative der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH gegründet. Im Dezember 2009 erfolgte die Umwandlung in eine selbstständige Stiftung. Ziel der gemeinnützigen Förderstiftung ist es, mittelfristig einen tragfähigen Ansatz zum Erhalt des Leipziger Stadtbades zu erarbeiten und Gelder für die Sanierung zu sammeln.

Bei unserer Lost Places Fototour zum historischen Stadtbad Leipzig hast du bis zu 4 Stunden Zeit diese interessante Location völlig frei zu erkunden. Check die nächsten Termine unter: TERMINE FOTOTOUR STADTBAD LEIPZIG

 

 


Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir viele verlassene evangelische Kirchen. Einige von ihnen werden derzeit von katholischen Gemeinden genutzt, einige von lokalen Kulturzentren und wiederum andere dienen auch heute als Gebetsort für die kleine evangelisch-augsburgische Gemeinde. Leider entdecken wir auch Kirchen die langsam in Vergessenheit geraten und deren bauliche Substanz sich zunehmend verschlechtert. Der bemitleidenswerte Zustand der vielen evangelischen Kirchen entsteht durch einen Mangel an Interesse der Gemeinden und den fehlenden finanziellen Mitteln. Diese Kirche ist im neugotischen Baustil in den Jahren 1785-1788 errichtet worden. Die Kirche beherbergt eine ganz besondere Aura, auch wenn der Verfall schon sichtbar ist. Im Inneren herrscht eigene einzigartige Atmosphäre und die unverwechselbare Architektur dieser Zeit. Heute steht die Kirche leer und wird nicht mehr als Gebetsort genutzt. Eine massive Eichentür schützt sie gegen gegen die fortschreitende Zerstörung. Diesen wunderschönen geheimen Ort haben wir neu in unsere Fotoexpedition „Der Teufel auf dem Kirchturm“ integriert. Weitere Infos zur spannenden Fototour  findet Ihr hier!


Falls Ihr atemberaubende Fotomotive, geheimnisvolle Landschaften suchet, seid Ihr mit der berühmten Transfogarascher Hochstraße in Rumänien goldrichtig. Sie wurde 1970 von Ceausescu als Reaktion auf die sowjetische Invasion der Tschechoslowakei gebaut und diente zum Schutz der Außengrenzen, um einen ähnlichen Einfall zu vermeiden. Heute wird diese Strecke jedoch eher nur touristisch genutzt. Eine weitere Funktion hat die Straße in der Form das sie Transsilvanien mit der Großen Walachei, der benachbarten Provinz, verbindet.  Mit stellenweise über 2000 m über dem Meeresspiegel zählt die Transfogarasche Hochstraße noch immer zu den höchstgelegenen Straßen in Europa. Der Streckenverlauf in Süd-Nord-Richtung oder umgekehrt bietet ein einzigartiges Panorama was nur durch die Aussicht vom Moldoveanu, der höchsten Erhebung Rumäniens mit 2034 m zu erreichen ist. Eine weitere Besonderheit ist das die Hochstraße nur von Juli bis Oktober geöffnet ist. Auf dem Weg besuchen wir auch eine gewaltige Talsperre. Die Vidraru-Talsperre befindet sich nördlich der historischen Region Große Walachei (Muntenia) am Oberlauf des Argeș. In Form einer Bogenstaumauer zwischen den Gebirgszügen Frunții und Ghițu der Transsilvanischen Alpen (Carpații Meridionali), ist die Talsperre etwa 30 Kilometer nördlich von der Kleinstadt Curtea de Argeș entfernt und dient der Stromerzeugung. Das zum Vidraru gehörende Wasserkraftwerk befindet sich zwei Kilometer nördlich des Dorfes Căpățânenii Ungureni der Gemeinde Arefu. Auf der Staumauer verläuft die Transfogarascher Hochstraße. Dies ist eine unserer Stationen auf unserer Fotoexpedition „Auf den Spuren von Dracula“. Checkt hier die nächsten Termine.

Ein kurzer Videoclip von unserer Fotoexpedition „Auf den Spuren von Dracula“

 

 


Auf unserer letzten Fotoexpedition nach Siebenbürgen entdeckten wir diese wunderschöne Kirche mit einem angrenzendem Friedhof. Dobring, rumänisch Dobârca, ungarisch Doborka, siebenbürgisch-sächsisch Dobrengk, liegt im Kreis Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen, Rumänien. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1309. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Kirche errichtet. 1481 erfolgte der Umbau von einer romanischen Basilika zu einer gotischen Saalkirche. Im selben Jahrhundert wurde der Glockenturm ausgebaut und die Mauer erhöht sowie ein Wehrgang mit Fachwerkbrüstung errichtet. 1599 wurde die Kirche durch den Feldherren Michael des Tapferen komplett niedergebrannt anschließend wieder aufgebaut. Die letzten Umbauten erfolgten 1741, 1867 bis 1872. Im Jahr 1903 wurde ein neuer Altar aufgebaut. Nach dem Bau einer neuen Kirche im 20 Jahrhundert wurde diese aufgegeben und fiel in letzter Zeit zunehmend Plünderungen und den Vandalismus zum Opfer.


Mensch wie die Zeit vergeht! Seit nunmehr einem Jahr erkunden wir für euch spanende Lost Places und geheime Orte um dann dort mit euch auf Fototour zu gehen. Seit dieser Zeit ist ein bunter Korb voller spanender Fototouren und Expeditionen zusammengekommen. Mit uns könnt Ihr düstere Industriedenkmäler, verlassene Kirchen und märchenhafte Schlösser entdecken. Ein Highlight unseres Angebotes ist auch unter anderem die sechstägige Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripyat.

Dieser Erfolg wäre aber nicht Möglich ohne den wichtigsten Teil meines Projektes – die Tourteilnehmer. Deshalb wollte ich nach einem Jahr allen bisherigen Teilnehmern „Danke“ sagen, hierzu habe ich meine Jubiläumsparty am 10. Juli 2015 in der ehemaligen Fleischfabrik der Konsumgenossenschaft Berlin organisiert.

Gestartet haben wir an 18.00 Uhr mit einem Fotowalk durch die Fleischfabrik und das ehemalige Heizhaus des Backwarenkombinates. Die Fleischfabrik Berlin gehörte zur ehemaligen Konsumgenossenschaft einer der größten staatlichen Handelsketten neben der HO (Handelsorganisation). Im Jahr 1994 wurde der Betrieb aufgegeben und der Räucherofen ist seitdem kalt. Die ehemalige Fleischfabrik und das angrenzende Backwarenkombinat sind inzwischen zum Eldorado für weltbekannte Streetart-Künstler geworden.

Nach unserem kleinen Fotowalk konnten wir im Innenhof entspannen. Hier gab es leckeres vom Grill und kalte Getränke. Den Abschluss meiner Jubiläumsparty krönte eine spektakuläre Lightpaintingshow im ehemaligen Heizhaus.

 

Fotogalerie unserer Gäste


Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Es ist ein fast vergessenes architektonisches Kleinod. An diesem sonnigen Sommertag wirkte die große Halle des Wasserwerks wie eine riesige Kathedrale auf mich. Die eindringenden Sonnenstrahlen vermischten sich mit dem Staub, Eisen und Rost, dadurch entstand eine ganz besondere Aura die jeden Lost Places Fotografen in seinen Bann zieht.

Das Wasserwerk wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut und besteht aus drei Gebäudeteilen: Der großen Halle im Hauptgebäude, einer kleinen Maschinenhalle und dem Bremsberghaus. Das Wasserwerk wurde bereits 1984 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Der nicht mehr gebrauchte Teil, der ursprünglich die Pumpen aufgenommen hatte, wurde zu einem Atelier und Ausstellungsräumen umgebaut. Die letzten Künstler verließen das Wasserwerk im Jahr 1999. Mittlerweile steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz.


Auf einer meiner Lost Places Fototouren im letzten Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. Eine verlassene Kirche in einer malerischen Umgebung direkt an der Unstrut. Für alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat diese ehemalige Pfarrkirche  jede Menge Motive zu bieten.

Über die Entstehung der jetzigen Kirche ist nichts genaues bekannt. Sie wird zum ersten Mal 1351 in den Akten des Klosters Reinsdorf erwähnt. Es war die Pfarrkirche für die Dörfer Krautdorf, der rechts vom Bach gelegene Teil von Pretitz und Weißenschirmbach. 1512 wurde Weißenschirmbach eine eigene Pfarrstelle, 1630 kam Krautdorf nach Liederstädt und Pretitz ganz zu Vitzenburg.

Von der mittelalterlichen Kirche ist das Untergeschoss des Turmes erhalten, die innen kreuzgratgewölbte Sakristei. Aus dieser Zeit (14. Jahrhundert) ist ein kleiner silberner innen vergoldeter Abendmahlkelch erhalten. Dieser Kelch hat unter dem Knauf in gotischer Schrift auf der einen Seite „Maria“ und auf der anderen Seite „got hilf“.

In den Jahren 1713 bis 1715 wurde die Kirche an der alten Stelle neu gebaut. Auf das alte Untergeschoss des Turmes wurde der jetzige achteckige Turmschaft als Glockenturm gesetzt. Die zwei Glocken stammen aus dem Jahr 1573, gegossen vom Erfurter Glockengießer Eckhart Kuchingen. Die größere Glocke trägt die Inschrift: „Gotts Wort bleibet ebig“, die kleinere Glocke hat die selbe Inschrift aber in der Lateinischen Sprache: „Verbum Domino mannet in aethernum“.

Im Inneren der Kirche gibt es einige bemerkenswerte Grabdenkmäler. Hinter dem Altar rechts der Grabstein von Johann Moritz von Heßler und links seiner Gemahlin Henriette Margarethe von Zaschwitz und im Inneren der Kirche der Grabstein des Sohn Friedrich Moritz von Heßler.

Unter der Patronatsloge, die in ihrem Grundbestand noch aus der alten Kirche stammt, befindet sich eine Gruft. Über der Eingangstür sind links das Heßlersche Wappen und rechts das von Zaschwitz zu sehen.

Im Jahr 1822 schlug ein Blitz in die Kirche ein, der aber glücklicherweise nicht zündete jedoch großen Schaden anrichtete. Die Spuren davon sowie barocke Bemalungsreste wurden bei Untersuchungen zur Restauration entdeckt. Bis zur Mitte der 1970 her Jahre war die Kirche noch regelmäßig für Gottesdienste geöffnet. Allerdings fielen in dieser Zeit wiederholt Schiefer vom Turm auf das Kirchendach, sodass später ein regelmäßiger Gottesdienst aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich war.

Seit 1995 begann ein Förderverein „Freunde der Dorfkirche Johannes der Täufer Vitzenburg“ zusammen mit der Kirchengemeinde notwendige Reparaturmaßnahmen in Angriff zu nehmen und den weiteren Verfall zu stoppen. Zunächst wurde mit Arbeiten an der Patronatsloge, am Treppenturm und am Kirchendach begonnen. Im Jahr 1997 wurde das Kirchendach fertig saniert. In den Jahren 1999-2000 wurde der obere Turmschaft instand gesetzt und die Turmhaube neu geschiefert außerdem wurden die Turmkreuze aud Kupfer neu angefertigt und aufgesetzt.

Als nächstes großes Bauvorhaben stehen sämtliche Fenster im Turm und Kirchenschiff an, devot an die umfangreiche Innenrenovierung gedacht werden kann.

Die wunderschöne Dorfkirche „Johannes der Täufer“ besuchen wir regelmäßig im Rahmen unserer Fototour zum Märchenschloss an der Unstrut.

Darüber hinaus unterstützen wir die Freunde der Dorfkirche regelmäßig mit Spenden um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche zu erhalten.

Wenn Ihr auch spenden möchtet hier die Bankverbindung des Vereins:

Freunde der Dorfkirche „Johannes der Täufer“
Volksbank Halle/Saale
IBAN: DE83800937840000518050
BIC: GENODEF1HAL

 


Vom 20 bis 25 Juni fand unsere dritte Fotoexpedition in diesem Jahr nach Tschernobyl und Pripyat statt. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Lost Place Fotografen die diesmal dabei waren Ihr wart eine tolle, entspannte und sympathische Truppe. Wie immer vergingen die Tage wie im Flug und die Eindrücke dieser spannenden Fotoexpedition bleiben im Kopf. Ich hoffe eure Speicherkarten sind einigermaßen voll geworden und das Ihr auch einen persönlichen Eindruck über die aktuelle Situation und die Menschen in der Sperrzone bekommen habt.

Fototour zu Lost Places

Das Gruppenfoto an der Duga Radarstation

Ein erster Programmpunkt unserer Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripyat ist der Tag in Kiew mit einer interessanten Sightseeingtour durch die Stadt. Hier erkunden wir die geschichtsträchtigen Orte wie den Majdan sowie das Kiewer Höhlenkloster, das Mutter Heimat Denkmal und den Park Witschnoji Slawi. Zur Seite steht uns hier ein toller Guide der auch mittendrin bei den Protesten 2014 war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat wie diese Proteste begannen und sich im Verlauf zugespitzt hatten.

Die Sperrzone um Tschernobyl und Pripyat sieht zu jeder Jahreszeit anders aus. Im Frühjahr ist noch alles Kahl und Grau bis dann im April/Mai das erste zarte Grün zu sehen gibt. In den Sommermonaten ist die Vegetation voll ausgeprägt und man kommt sich vor wie im Dschungel. Im Herbst versprüht die Natur hier eine ganz besondere Aura aus bunten, fallenden Blättern und der typischen herbstlichen Atmosphäre. Weitere Termine zur Tschernobyl Fototour im Herbst findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/fototour-tschernobyl-pripyat/


Bei unserer letzten Urbexplorer Fototour zu Lost Places und geheimen Orte entdeckten wir eine ehemalige Druckerei. Auf dem Gelände des  ehemaligen Schlosses Meyerhoff befand sich eines der größten Grafikunternehmen in Łodz und zwar die Gesellschaft „Kotkowski und Co-Druckerei“. Gegründet wurde diese von Boleslaw Fröhlich und Boleslaw Kotkowski. Im August 1939 waren hier bis zu 209 Mitarbeiter beschäftigt und der Jahresumsatz betrug etwa 1,8 Mio. PLN. Nach der Invasion der Wehrmacht im Jahr 1939 wurden über die Hälfte der Mitarbeiter entlassen und einige wurden auch verhaftet und sogar verschleppt. Bei dem Rückzug der Nazis am 18. Januar 1945 aus Łodz wurden auch die wertvollsten Druckmaschinen geraubt. Unmittelbar nach dem Krieg wurde die Firma erst einmal von den Mitarbeitern geführt bis der Betrieb dann schließlich verstaatlicht wurde. Bis zur Schließung firmierte es unter dem Namen „Łódzkie Zakłady Graficzne“. Zur Zeit stehen die Produktionshallen leer.


Bei meiner letzten Lost Places Fototour entdeckte ich diese magische verlassene evangelische Kirche. Wenn man etwas Glück hat kann man im Inneren ein spektakuläres Lichtspiel erleben. Genau dann wenn die Sonne durch die Mauerritzen scheint und im inneren der Kirche auf den staubigen Boden oder die Überreste der Gruft trifft.

 

Dies ist eine der ältesten evangelischen Kirchen in Polen und 1743 bis 1749 errichtet. Das Äußere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fußboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von eckigen und verzierten Säulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar. Die Kirche gehörte zum Anwesen der Grafen von Reichenbach.

Die späteren Grafen von Reichenbach waren ein schlesisches Uradelsgeschlecht. Seine Besitzungen lagen überwiegend in den Herzogtümern Schweidnitz-Jauer und Münsterberg, aber auch in der bis 1763 unmittelbar zu Böhmen gehörenden Grafschaft Glatz. Der erste urkundlich fassbare Familienangehörige ist der Lokator Wilhelm, der 1258 als Schultheiß und 1266 als Vogt von Reichenbach belegt ist. Reichenbach gehörte damals zum Herzogtum Breslau und gelangte 1290/91 an das Herzogtum Schweidnitz. Das Geschlecht war ursprünglich in fünf Stämme geteilt, von denen heute nur noch ein Stamm seit dem 18. Jahrhundert fortbesteht.

Dessen Stammreihe beginnt mit Cunze Bieler (bzw. Bielau oder Bela), 1438 Burggraf zu Schatzlar, und Herr auf Fischbach. Sein Sohn Cunze nahm den alten Namen Reichenbach wieder an und nannte sich Cunze von Reichenbach, Bieler genannt. Das Geschlecht erlangte am 30. Mai 1665 den böhmischen Freiherrnstand, am 16. Januar 1678 den böhmischen Herrenstand und am 10. März 1730 den böhmischen Grafenstand. Nach der Eroberung Schlesiens durch Preußen wurde die Familie umgehend von Friedrich II. mit der Würde eine Generalpostmeisters für Niederschlesien (6. November 1741) ausgezeichnet. Diese nicht erbliche Würde wurde jedoch bereits am 7. Januar 1752 in die erbliche Würde einen Erblandpostmeisters für ganz Schlesien umgewandelt. Bald darauf, am 5. Juli 1752, erhielt ein anderen Zweig der Familie die erbliche Würde eine Obererbjägermeisters in Schlesien.

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Die Kirche wurde vom Architekten Carl Gotthard Langhans auf einem elliptischen Grundriss entworfen und 1796 bis 1797 errichtet. Einige Kunsthistoriker schreiben das Werk jedoch dem Baumeister Grundmann zu. 1872 wurde an die südöstliche Außenwand ein aus Sandstein gemauerter Glockenturm nach einem Entwurf des Bunzlauer Architekten Peter Gansel angefügt.

Das Äußere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fußboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von runden, glatten Säulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien mit einer vollen hölzernen Brüstung. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar.

Seit 1945 blieb die Kirche ungenutzt, die nun im Dorf wohnenden Katholiken besuchen die benachbarte Johann-Nepomuk-Pfarrkirche. Die Kirche diente zuerst als Schafstall, dann als Quelle für Baustoffe für private Zwecke. Das Gebäude verfiel langsam zur Ruine. Die Fensterrahmen wurden herausgerissen. Die Spitze des Kirchturms stürzte ab. Ohne sofortige Hilfe drohte die ganze Kirche einzustürzen. Vorläufig wurden die Fensteröffnungen zugemauert, aber bei jedem Regen drang durch das löchrige Dach Wasser ein.

Neben der Kirche befindet sich ein verlassener, evangelischer Friedhof. Viele Grabsteine gingen hier aber schon verloren.

Am 17. Juli 2013 hat die Warschauer Stiftung „Twoje Dziedzictwo” die Kirche mit dem alten evangelischen Friedhof übernommen und sammelt derzeit Geld, um zuerst das Dach zu reparieren und das Gebäude vor dem Verfall zu schützen. Auch das polnische Kulturministerium hat finanzielle Hilfe versprochen. Am 24. Juni 2014 wurden die Bauarbeiten beim Wiederaufbau der Kirche offiziell begonnen.

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