Wichtige Informationen – Fotoreise Iran

Das Visum fĂŒr den Iran beantragt der Teilnehmer in Eigenregie (Frist 6 Wochen). Kurzfristiges (Expressvisum) Visum bei Einreise möglich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Damit du dieses zĂŒgig bekommst werden wir fĂŒr Dich eine Referenznummer fĂŒr den Iran beantragen, die Du fĂŒr die zĂŒgige Erteilung benötigst. Bitte beachte, dass uns der Fragebogen, 1 farbiges und biometrisches Passbild sowie gut lesbare und farbige Passkopien bis 6 Wochen vor Reisebeginn vorliegen mĂŒssen. ZusĂ€tzlich benötigen wir die Information bei welcher Botschaft du das Visum beantragen wirst. Diese Referenznummer ruft dann die iranische Botschaft in Deutschland ab und erteilt Dir das Visum meist innerhalb weiniger Tage. Du benötigst lediglich einen Nachweis fĂŒr eine Auslandsreiseversicherung bei der Antragstellung. Kostenpunkt fĂŒr die Ausstellung des Visum zwischen 50 und 75 €.

Der Pass darf kein Visum und keinen Einreisevermerk von Israel enthalten und auch keinen Stempel eines jordanischenoder Ă€gyptischen GrenzĂŒbergangs, der nach Israel oder in das palĂ€stinensische Westjordanland fĂŒhrt. Bei Missachtung dieser Bestimmung werden Sie an der GrenzezurĂŒckgewiesen.

MindestgĂŒltigkeit: 6 Monate ĂŒber das Reiseende Anzahl freie Seiten: 2 gegenĂŒberliegende Seiten

Visumsantrag hier als Download

Allgemeine Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch urbexplorer.comÂ ĂŒber solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich – wenn nicht anders angegeben – auf die Erfordernisse fĂŒr Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen UmstĂ€nden empfiehlt sich die Nachfrage beim zustĂ€ndigen Konsulat.

Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spĂ€tere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der AuswĂ€rtigen Ämter zu verfolgen, um sich frĂŒhzeitig auf geĂ€nderte UmstĂ€nde einstellen zu können.

Sollten sich fĂŒr Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeintrĂ€chtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien RĂŒcktritt vom Reisevertrag, soweit urbexplorer.com die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie ĂŒber die derzeitige Sicherheitslage im Iran zu informieren und ĂŒbersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen AuswĂ€rtigen Amtes.

Der Iran ist ein verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig sicheres Reiseland. Unter dem seit 2013 amtierenden StaatsprĂ€sidenten Hassan Rohani haben sich sowohl die innenpolitische Lage als auch die außenpolitischen Beziehungen zum Westen deutlich verbessert. Der erfolgreiche Abschluss der Nuklear-Verhandlungen im SpĂ€therbst 2015 hat das Tor zur schrittweisen Lockerung der internationalen Wirtschaftssanktionen und zu einer deutlichen Verbesserung der Beziehungen zum Westen geöffnet. Trotz der ĂŒberall im Land zu beobachtenden Aufbruchsstimmung sind ein Wiederaufflammen der Protestbewegung und neue Demonstrationen – insbesondere in der Hauptstadt Teheran – nicht gĂ€nzlich auszuschließen. In den letzten Jahren kam es vor allem in westlichen Provinzen mit ethnischen und religiösen Minderheiten wie Kurdistan, West-Aserbaidschan und Kermanschah zu vereinzelten bewaffneten Angriffen und AnschlĂ€gen auf staatliche und religiöse Einrichtungen. Sie richteten sich bisher nie gegen Touristen oder touristische Einrichtungen. In jedem Fall vermeiden wir auf unseren Reisen alle Gebiete, in denen auch nach EinschĂ€tzung des AuswĂ€rtigen Amtes ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Dies gilt vor allem fĂŒr die östliche Provinz Sistan-Balutschistan, fĂŒr Teile der Provinz West-Aserbaidschan sowie fĂŒr die Grenzgebiete zum Irak, zu Pakistan und zu Afghanistan. Von politischen Menschenansammlungen und Protestkundgebungen halten wir uns weitrĂ€umig fern.

In jedem Fall sind unsere iranischen Leistungspartner und unsere Reiseleiter im ganzen Land angewiesen, alle Demonstrationen und politischen Menschenansammlungen zu meiden. Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie dringend, die Hinweise zu Fotografierverboten, die Ihnen Ihr Reiseleiter gibt, strikt zu beachten. Generell ist das Fotografieren von Einrichtungen der StreitkrÀfte sowie der Polizei, offiziellen GebÀuden sowie von politischen Kundgebungen und Menschenansammlungen strikt verboten.

Eine konkrete SicherheitsgefÀhrdung sehen wir nicht. SelbstverstÀndlich beobachten wir zusammen mit unseren iranischen Partnern die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere EinschÀtzung oder die des AuswÀrtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise Àndern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Sicherheitshinweis des AuswÀrtigen Amtes:

Stand 2. August 2016

UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 15. Oktober 2014

Die weltweite Gefahr terroristischer AnschlĂ€ge und EntfĂŒhrungen besteht unverĂ€ndert fort.

Seit September 2014 drohen insbesondere die Terrororganisationen ÂżAl QaidaÂż und ÂżIslamischer StaatÂż (IS) mit AnschlĂ€gen gegen verschiedene LĂ€nder und deren Staatsangehörige. Es kam zu einer Reihe von Angriffen mit Schusswaffen, SprengstoffanschlĂ€gen sowie EntfĂŒhrungen und Geiselnahmen.

Auch wenn konkrete Hinweise auf eine GefÀhrdung deutscher Interessen im Ausland derzeit nicht vorliegen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch deutsche Staatsangehörige oder deutsche Einrichtungen im Ausland Ziel terroristischer Gewaltakte werden.

Als mögliche Anschlagsziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte SehenswĂŒrdigkeiten, Regierungs- und VerwaltungsgebĂ€ude, Verkehrsinfrastruktur (insbesondere Flugzeuge, Bahnen, Schiffe, Busse), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, MĂ€rkte, religiöse VersammlungsstĂ€tten sowie generell grĂ¶ĂŸere Menschenansammlungen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung unterscheidet sich von Land zu Land. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in LĂ€ndern und Regionen, in denen bereits wiederholt AnschlĂ€ge verĂŒbt wurden oder mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verĂŒbt werden können, oder in denen Terroristen ĂŒber RĂŒckhalt in der lokalen Bevölkerung verfĂŒgen.

Genauere Informationen ĂŒber die Terrorgefahr finden sich in den lĂ€nderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden, ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie UnfÀllen, Erkrankungen oder gewöhnlicher KriminalitÀt, nach wie vor vergleichsweise gering. Dennoch sollten Reisende sich der GefÀhrdung bewusst sein.

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrĂŒcklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und wĂ€hrend einer Reise sorgfĂ€ltig ĂŒber die VerhĂ€ltnisse in ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdĂ€chtige VorgĂ€nge (zum Beispiel unbeaufsichtigte GepĂ€ckstĂŒcke in FlughĂ€fen oder Bahnhöfen, verdĂ€chtiges Verhalten von Personen) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Reisenden wird grundsÀtzlich empfohlen, Kundgebungen, Menschenansammlungen oder Demonstrationen weitrÀumig zu meiden. Insbesondere sollten Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, ihres Umfeldes oder von Polizisten/ SicherheitskrÀften und öffentlichen GebÀuden unter allen UmstÀnden vermieden werden, da dies als SpionagetÀtigkeit gewertet werden kann.

Der Gebrauch verschiedener Kommunikationsmedien ist regelmĂ€ĂŸig nur eingeschrĂ€nkt möglich. Sowohl Festnetzleitungen als auch Mobiltelefone sind hĂ€ufig nicht erreichbar, auch Telefonverbindungen in auslĂ€ndische Netze kommen nicht immer zustande. Zahlreiche Internetseiten und Kommunikationsapplikationen sind nicht oder nur eingeschrĂ€nkt zugĂ€nglich, wie zum Beispiel Skype, Facebook oder verschiedene Email-Anbieter. Auch bekannte VPN’s und Proxys bieten kaum noch Zugang zum freien Internet.

Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) sollte insgesamt restriktiv und mit der gebotenen SensibilitĂ€t gehandhabt werden. Es sind FĂ€lle bekannt geworden, in denen Touristen Kameras abgenommen und sie vorĂŒbergehend festgenommen wurden, da sie verdĂ€chtigt wurden, öffentliche GebĂ€ude oder Demonstrationen fotografiert zu haben. Ebenfalls abzusehen ist vom Versenden von Fotos oder Reiseberichten, die in irgendeiner Weise Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen haben. Gleiches gilt fĂŒr SMS und Telefonate. Die entsprechende Kommunikation wird ĂŒberwacht und es sind FĂ€lle bekannt, bei denen auslĂ€ndische Staatsangehörige aufgrund derartiger Kommunikation mit ihrem Heimatland angeklagt und verurteilt worden sind. Die Kommunikation im Inland und mit dem Ausland ist phasenweise sehr schwierig und nicht immer möglich.

Iranischen BĂŒrgern ist seit 4. Januar 2010 der Kontakt zu zahlreichen westlichen Organisationen und Medien verboten. Iraner wurden zudem aufgefordert, keine Kontakte mit AuslĂ€ndern, auslĂ€ndischen Botschaften und mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen ÂżĂŒber das normale Maß¿ hinaus zu pflegen. In EinzelfĂ€llen wurden deutsche Staatsangehörige, die ihre Unterkunft in Iran ĂŒber soziale Netzwerke im Internet organisiert hatten, von den iranischen Behörden ĂŒberprĂŒft und um sofortige Ausreise gebeten. Reisende sollten dies bei der Wahl einer Unterkunft insbesondere bei ihnen persönlich unbekannten Gastgebern bedenken.

Alle Deutschen, die sich auch nur vorĂŒbergehend in Iran aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste aufgenommen werden. Die deutsche Botschaft in Teheran rĂ€t dazu, auch fĂŒr kurze Aufenthalte von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen damit sie – falls erforderlich – in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann. Die Liste wird ausschließlich elektronisch gefĂŒhrt, eine Registrierung kann unter folgendem Link erfolgen: http://elefand.diplo.de.

Eine gesonderte Übersendung der Personen- und Aufenthaltsdaten an die Botschaft ist nicht notwendig.

Terrorismus

In Iran kommt es, meistens in Minderheitenregionen, unregelmĂ€ĂŸig zu ZwischenfĂ€llen mit terroristischem Hintergrund. Seit den Pariser AnschlĂ€gen vom November 2015 haben iranische Behörden die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen im Grenzbereich zu Irak und zu Pakistan, aber auch in der Hauptstadt Teheran, erhöht. AnschlĂ€ge richteten sich bisher nicht gegen AuslĂ€nder oder Touristen. Reisende in Grenzregionen Irans zu Irak und zu Pakistan sollten grundsĂ€tzlich immer auch die jeweils aktuelle Lage in den NachbarlĂ€ndern in Betracht ziehen.

In der Provinz Sistan-Belutschistan (SĂŒdosten, Grenze zu Pakistan/Afghanistan) kommt es regelmĂ€ĂŸig zu Konflikten zwischen iranischen SicherheitskrĂ€ften und bewaffneten Gruppierungen. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschrĂ€nkt und es gibt vermehrte Sicherheits- und Personenkontrollen. Die iranische Regierung hat die Provinz im November 2007 fĂŒr auslĂ€ndische Staatsangehörige zur Âżno-go-areaÂż erklĂ€rt. Wiederholt wurden AuslĂ€nder in der Region festgehalten und lĂ€ngeren Verhören unterzogen. Eine Weiterreise war in manchen FĂ€llen nur noch mit iranischer Polizeieskorte möglich. Dies geschieht vor dem Hintergrund Hintergrund von seit Jahren hĂ€ufig auftretenden FĂ€llen bewaffneter Angriffe auf iranische SicherheitskrĂ€fte in der Region.

In der Provinz Kurdistan und der ebenfalls von Kurden bewohnten Provinz West-Aserbaidschan gab es vor einigen Jahren wiederholte Anschlagsserien gegen lokale ReprĂ€sentanten aus Justiz, SicherheitskrĂ€ften und sunnitischem Klerus. In diesem Zusammenhang haben SicherheitskrĂ€fte ihr bereits seit FrĂŒhjahr 2009 intensiviertes Vorgehen gegen kurdische Separatistengruppen noch einmal verstĂ€rkt. Seit MĂ€rz 2011 gab es in der Region wieder verstĂ€rkt Kampfhandlungen zwischen MilitĂ€r und der kurdischen Separatistenorganisation PJAK, mit mehreren Todesopfern auf beiden Seiten. Insbesondere die Grenzregionen zum Irak und die Region um die Stadt Sardasht waren betroffen. Trotz eines im September 2011 vereinbarten Waffenstillstandes kommt es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. In bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Revolutionsgarden und der PJAK nahe der Stadt Khoy, im iranisch-tĂŒrkischen Grenzgebiet (Provinz West-Aserbaidschan), sind am 08.09.2015 zwei Angehörige der Revolutionsgarden getötet und zwei weitere verletzt worden. Daneben soll es zwei PJAK-Todesopfer und fĂŒnf verletzte PJAK-Mitglieder gegeben haben. In Kurdistan besteht ein erhöhtes Aufkommen an SicherheitskrĂ€ften, mit hĂ€ufigen Kontrollen bzw. Checkpoints ist zu rechnen.

Terrorismus in anderen Landesteilen: Zu einer Bombenexplosion kam es am 12. April 2008 in einer Moschee in der sĂŒdiranischen Stadt Shiraz. Es wird empfohlen, bei Reisen in die Provinz Khuzestan die Entwicklung der Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen. Am 15. April 2011 kam es anlĂ€sslich des sechsten Jahrestages der Niederschlagung der Proteste der arabischstĂ€mmigen Bevölkerung gegen eine Politik der Iranisierung in der Provinz im Jahre 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen SicherheitskrĂ€ften und der arabischen Minderheit in Ahwaz und mehreren anderen StĂ€dten der Provinz (u. a. Hamidiyeh, Abadan, Khorramshahr). Dabei wurden mindestens zwölf Menschen getötet und 20 verletzt. Jegliche Menschenansammlungen sollten weitrĂ€umig gemieden werden.

Reisen ĂŒber Land

Individualreisende sollten grundsÀtzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen. Es gab in der Vergangenheit einzelne FÀlle von sexueller BelÀstigung in verschiedenen iranischen StÀdten, daher sollten besonders allein reisende Frauen darauf achten, sich nicht in menschenleeren Gegenden aufzuhalten.

Von Reisen in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in die Grenzgebiete Irans mit Pakistan und Afghanistan wird dringend abgeraten. In diesen Gebieten besteht ein erhebliches EntfĂŒhrungs- und Anschlagsrisiko. Dies betrifft insbesondere das Gebiet im Dreieck zwischen den StĂ€dten Zabol, Bam und Chabahar.

Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der tĂŒrkischen und irakischen Grenze, wird grundsĂ€tzlich abgeraten. Gelegentlich werden die GrenzĂŒbergĂ€nge zur TĂŒrkei und zum Irak geschlossen.

Es wird dringend davon abgeraten, auf dem Landweg, insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad, nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen. Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und EntfĂŒhrungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen.

FĂŒr Afghanistan, Irak und die an Iran grenzende pakistanische Provinz Belutschistan bestehen Reisewarnungen.

Die Deutsche Botschaft in Teheran kann bei der Beantragung von Visa fĂŒr die LĂ€nder Afghanistan und Irak sowie fĂŒr Reisen nach Pakistan oder Indien auf dem Landweg durch die oben genannten Regionen keine UnterstĂŒtzung gewĂ€hren. Nach Auskunft der pakistanischen Botschaft in Teheran können nur noch Visa an deutsche Staatsangehörige erteilt werden, die ihren Wohnsitz in Iran haben und im Besitz einer iranischen Aufenthaltserlaubnis sind. Weitere Informationen können Sie auf der Webseite der Botschaft nachlesen.

Bootsexkursionen

Besonderheiten in der ¿Straße von Hormuz¿

Bei Bootsexkursionen vor der WestkĂŒste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und in die ÂżStraße von HormuzÂż wird dringend empfohlen, die GewĂ€sser um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den VAE als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen Territorium gehörend ausgewiesen. AuslĂ€ndische Bootsbesatzungen, die sich den Inseln von VAE-Seite genĂ€hert haben, sind von iranischer Seite unter dem Vorwurf der ÂżVerletzung der iranischen HoheitsgewĂ€sser und illegaler EinwanderungÂż festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt worden.

KriminalitÀt

In Teheran kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als TrickbetrĂŒger, welche z.B. nach erfolgter ÂżKontrolleÂż die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nĂ€chstgelegenen Polizeistation durchfĂŒhren zu lassen.

Wenn möglich sollten PĂ€sse und Wertsachen im Hotelsafe deponiert und nur eine Kopie des Passes mitgefĂŒhrt werden. Die Zahl der DiebstĂ€hle von PĂ€ssen, Geld und Taschen in GeschĂ€ften und auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) nimmt – ebenso wie die Zahl der EinbrĂŒche in Wohnungen und HĂ€user – zu. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen SĂŒĂŸigkeiten/Keksen und (offenen) GetrĂ€nken geboten, da Diebe k.o.-Tropfen benutzen um, Touristen zu betĂ€uben und auszurauben.

Die in Iran geltenden Gesetze und moralischen Wertvorstellungen sind unbedingt zu respektieren (siehe auch ÂżBesondere strafrechtliche VorschriftenÂż).

Naturkatastrophen

Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden.

MilitÀrische Sperrgebiete

Obwohl bestimmte Straßen auf Karten unter UmstĂ€nden als befahrbar ausgewiesen sind, sollten Hinweisschilder auf militĂ€rische Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Dies gilt insbesondere fĂŒr die Strecke Semnan Âż Mo’Alleman – Jandaq durch die WĂŒste Dasht-e Kavir. Auch in der Grenzregion zum Irak und insbesondere in der Provinz Kurdestan gibt es zahlreiche Sperrgebiete, die in jedem Falle gemieden werden sollten.[/vc_toggle]

Wie sieht es mit Impfungen aus?

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen AuswÀrtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer NĂ€he.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurĂŒckgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des AuswÀrtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das AuswĂ€rtige Amt keine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen ĂŒbernehmen kann.

Die Angaben sind gemĂ€ĂŸ AuswĂ€rtigem Amt:

– Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

– auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei lĂ€ngeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

– immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

– trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Iran

Impfschutz

Eine gĂŒltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur fĂŒr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes fĂŒr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (KinderlĂ€hmung), ggf. auch gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer GefÀhrdung auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen

Malaria

Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles MĂŒcken. Unbehandelt verlĂ€uft insbesondere die gefĂ€hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen EuropĂ€ern hĂ€ufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, SchĂŒttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer Ă€hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlĂ€ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden SchĂ€den oder Beschwerden kommt.

Im Iran existiert ein mittleres Übertragungsrisiko fĂŒr Malariaerkrankungen im SĂŒdosten und Osten des Landes sowie im Grenzgebiet zum Irak. Dabei handelt es sich in circa 40 Prozent der FĂ€lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica. Ein geringes Übertragungsrisiko fĂŒr die nur selten lebensbedrohliche Malaria tertiana besteht weiterhin im Norden, in den Grenzgebieten zu Armenien und Aserbeidschan, wĂ€hrend der Sommermonate.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor StechmĂŒcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere wĂ€hrend der DĂ€mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

¿Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprÀgnierter Bekleidung im Freien,

¿das konsequente Einreiben aller HautflÀchen mit einem geeigneten Repellent und

¿das Benutzen imprÀgnierter Moskitonetze wÀhrend der Nacht oder

Âżder Aufenthalt in MĂŒcken-geschĂŒtzten RĂ€umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schĂŒtzen tagsĂŒber auch vor anderen durch StechmĂŒcken ĂŒbertragenen Erkrankungen wie Phlebotomen Fieber, West Nil Fieber oder Krim-Kongo hĂ€morrhagischem Fieber. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dtg.org) und ist nur in AusnahmefĂ€llen zu erwĂ€gen. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise UnvertrĂ€glichkeiten mit anderen Medikamenten, mĂŒssen dann entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen UmstĂ€nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in den beschriebenen Regionen im Iran ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), durch TĂ€towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind ĂŒberall im Land ganzjĂ€hrig möglich. Leitungswasser, auch in den StĂ€dten, hat keine TrinkwasserqualitĂ€t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte und möglichst kohlensĂ€urehaltige GetrĂ€nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss grĂŒndlich abzukochen, zu filtern oder chemisch zu desinfizieren. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschĂ€lter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut durchgebraten worden sein. Das Infektionsrisiko fĂŒr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Amöben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmĂ€ĂŸiges HĂ€ndewaschen oder HĂ€ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera tritt im Iran immer wieder sporadisch auf, ist in aller Regel fĂŒr Reisende und bei Beachtung der ĂŒblichen Hygieneregeln aber keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur VerfĂŒgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmĂ€ĂŸig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen ĂŒbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den SchleimhĂ€uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und Übertragung einer Tollwut, auch in den StĂ€dten. Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind im Iran außerhalb der GroßstĂ€dte nicht immer möglich, eine ununterbrochene KĂŒhlkette der Impfstoffe kann nicht ĂŒberall gewĂ€hrleistet werden. Einen zuverlĂ€ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung fĂŒr Reisen in den Iran eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverzĂŒgliche ÂżAuffrischungÂż kann dann meist vor Ort – z.B. in den großen Kliniken der Metropolen – erfolgen.

Leishmaniose

Insbesondere die Haut-Leishmaniose (eine von Sandfliegen ĂŒbertragene, parasitĂ€re Erkrankung mit HautverĂ€nderungen, die meist erst Wochen bis Monate nach dem Stich auftreten und lange persistieren) ist in lĂ€ndlichen Gegenden verbreitet. Maßnahmen fĂŒr einen zuverlĂ€ssigen MĂŒckenschutz tagsĂŒber sollten deshalb dringend beachtet werden. Bei nicht heilenden HautgeschwĂŒren nach einem Iran Aufenthalt muss an die Möglichkeit einer Haut-Leishmaniose gedacht werden. Bei anhaltenden, unklaren FieberschĂŒben und MilzvergrĂ¶ĂŸerung kann auch die gefĂ€hrliche, generalisierte (sog. ÂżviszeraleÂż) Form vorliegen, die dann in einer tropenmedizinisch erfahrenen Klinik behandelt werden muss.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch ĂŒber Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemĂ€ĂŸe oder abgebrochene Behandlungen können resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger entstehen. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schĂŒtzt nicht vor einer Ansteckung!

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschließlich der neuen Influenza A/H1N1 (ÂżSchweinegrippeÂż), zirkulieren im Iran vor allem in den Wintermonaten. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de). Persönliche Hygienemaßnahmen (HĂ€ndewaschen oder -desinfektion, EinmalhandtĂŒcher in öffentlichen EinrichtungenÂż) und die vorbeugende Grippeschutzimpfung sind wichtige Maßnahmen zur VerhĂŒtung einer Infektion.

Vogelgrippe (Influenza A H5N1)

In Iran sind in der Vergangenheit FĂ€lle von aviĂ€rer Influenza (ÂżVogelgrippeÂż) bei Tieren, nicht jedoch bei Menschen aufgetreten, zuletzt im Jahr 2006. Das Risiko fĂŒr Reisende gilt als gering. Trotzdem sollte sicherheitshalber bei Reisen im Land auf Kontakt mit Vögeln und GeflĂŒgel und insbesondere auf den Besuch von GeflĂŒgelmĂ€rkten verzichtet werden. Der Verzehr gut durchgegarter GeflĂŒgelprodukte ist unbedenklich. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichten aktuellen Informationen (ÂżHinweise an Reisende zur VogelgrippeÂż unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.bmelv.de).

Geographisch bedingte Erkrankungen

Der Iran ist derzeit ein eher seltenes Reiseziel fĂŒr Trekkingtouristen und Bergsteiger. Bei Aufenthalten ĂŒber 2.300 Meter Höhe kann es bei Einzelnen, besonders bei Missachtung höhentaktischer GrundsĂ€tze, zu Anpassungsstörungen und zu den verschiedenen Formen der Höhenkrankheit kommen.

Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung ĂŒber 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefĂ€hrliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn. Erkranken können besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits frĂŒher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewĂ€ltigt haben. Zu TodesfĂ€llen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet-, FrĂŒhsymptome falsch gedeutet- und Medikamente unvernĂŒnftig eingesetzt werden. Bestimmte Erkrankungen von Herz und Lungen erhöhen ebenfalls das Risiko, eine Höhenkrankheit zu erleiden.

Beschwerden, die Hinweise auf eine beginnende Höhenkrankheit geben können, sind: Kopfschmerzen, MĂŒdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u.a. Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverzĂŒglich mit dem Abstieg begonnen werden – nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn FrĂŒhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollstĂ€ndig verschwinden.

Vor Reisen in große Höhen (ĂŒber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endgĂŒltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der Höhenkrankheit ohne Anweisung eines Arztes oder eines erfahrenen BergfĂŒhrers wird dringend gewarnt. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme KĂ€lte und unwegsames oder unbekanntes GelĂ€nde bergen weitere Risiken fĂŒr den Reisenden in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende NiederschlĂ€ge kann es an gefĂ€hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen BerghĂ€ngen kommen.

FĂŒr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es im Iran nach Kenntnis der Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die Möglichkeit einer Evakuierung durch das MilitĂ€r, die sich sehr bĂŒrokratisch und zeitaufwĂ€ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verzögert erfolgen. Es können trotz großem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die FluggerĂ€te nicht immer einsatzbereit und können meist nur in einem sehr engen Zeitfenster frĂŒhmorgens starten. Die KostenĂŒbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion geklĂ€rt sein und ist in der Regel zunĂ€chst vom VerunglĂŒckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach RĂŒcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzufĂŒhren.

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische Überwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa ĂŒblich, werden im Iran nicht regelmĂ€ĂŸig durchgefĂŒhrt, die allgemein verbindlichen Verkehrsregeln werden immer wieder missachtet. Schwere VerkehrsunfĂ€lle sind insbesondere bei Überlandfahrten hĂ€ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei NotfĂ€llen oder UnfĂ€llen, kann im weiteren Landesteilen nicht gewĂ€hrleistet werden, ein zuverlĂ€ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den StĂ€dten nicht ĂŒberall existent. Überlastungen der vorhandenen Infrastruktur bei zunehmender Verkehrsdichte verzögern das zeitliche Eintreffen alarmierter Rettungsfahrzeuge deutlich. Bei der Wahl der Transportmittel und der Route sind Reisende daher gehalten, eine kritische Auswahl zu treffen und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Defensives und vorausschauendes Fahren, angemessene Geschwindigkeit und gute Kenntnisse in der Ersten Hilfe können das Risiko eines schweren Unfalls mit bleibenden GesundheitsschĂ€den reduzieren.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europĂ€ischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In Teheran ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem mittleren bis hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der großen Kliniken Teherans oder ins Ausland, z.B. nach Dubai, erwogen werden. Dort wird ggf. vom Patienten erwartet, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines durchschnittlichen Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer ReiserĂŒckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dtg.org oder Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.frm-web.de). Reisende sollten regelmĂ€ĂŸig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge in den Iran mitbringen und sich fĂŒr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der großen, urbanen Kliniken bieten ein breites Spektrum zuverlĂ€ssiger Medikamente an. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedĂŒrftige Menschen mĂŒssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise in den Iran bewusst sein.

Die Deutsche Botschaft in Teheran verfĂŒgt fĂŒr den Notfall ĂŒber eine Adressenliste von Ärzten und KrankenhĂ€usern in der Stadt.

Wann soll ich Geld umtauschen und funktionieren Kreditkarten?

Die WĂ€hrung der Islamischen Republik Iran wird mit Tuman [ŰȘÙˆÙ…Ű§Ù†] und Rial [Ű±ÛŒŰ§Ù„] bezeichnet, wobei 1 Tuman 10 Rial entspricht. Die Banknoten sind stets in Rial angegeben.
Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 200, 100 Rial (siehe Fotos). 1000 und 2000 Rials gibt es mit zwei unterschiedlichen Motiven. Alle Geldscheine sind auf der Vorderseite in persischer Sprache und auf der RĂŒckseite in englischer Sprache bedruckt. MĂŒnzen gibt es in den NennbetrĂ€gen 250, 100, 50, 10 und 5 Rial und ersetzen zunehmend die Banknoten mit kleinem Nennwert.

GrundsÀtzlich empfehle ich IMMER die nötigen Devisen im Iran in einer Bank/Wechselstube zu tauschen und NICHT schon in Deutschland.

Der Umrechnungskurs 1 € / etwa 38.000 Rial (Stand November 2016)

Da der Iran nicht an das internationale SEPA Verfahren angeschlossen ist funktioniert das bezahlen mit Kreditkarte nur sehr vereinzelt.

Was soll ich anziehen und gibt es spezielle Kleidervorschriften?

Im Iran ist die Gesetzgebung auf Grundlage der Religion in diesem Fall des schiitischen Islam ausgerichtet. Alle die BĂŒrger sind verpflichtet sich an die Richtlinien fĂŒr die Kleiderordnung an öffentlichen PlĂ€tzen zu halten. Der “Hijab” regelt unter anderem die Beziehungen zwischen MĂ€nnern und Frauen. Dresscodes gelten auch fĂŒr Touristen. Wenn der Tourist vergisst die Kleidung an die geltenden Regeln anzupassen, wird er zunĂ€chst wahrscheinlich von den Einheimischen höflich gebeten dies anzupassen. Derzeit kann man im Iran die modernen (meist in Teheran und Shiraz) und die traditionellen im Tschador (meist in Qom, Kashan) treffen. Die Unterschiede lassen sich vor allem zwischen der Provinz und der Stadt erkennen.

Dresscode:

Frau

1. Langes  T-Shirt / Langarmshirt mit langen Ärmeln

2. Lange Hosen / Jeans / Rock, der die Beine vollstÀndig bedeckt

3. langer Schal / Kopftuch/ Hut/MĂŒtze der/die das haar und den Kopf bedeckt (es ist nicht notwendig den Hals vollstĂ€ndig bedecken)

4. Schuhe fest und vollstÀndig umschlossen (keine Sandalen)

Mann

1. lange Hosen / Jeans

2. T-Shirt / T-Shirt mit Ärmeln (lang oder kurz)

3. Schuhe fest und vollstÀndig umschlossen (keine Sandalen)

Wie sind die Zollvorschriften? Was darf ich einfĂŒhren oder ausfĂŒhren?

Im Iran herrscht striktes Alkoholverbot. Die Einfuhr und der Konsum ist strengstens Verboten.

Es ist erlaubt maximal 5000 Dollar ein/auszufĂŒhren

Es ist verboten Drogen, Pornographie, Alkohol, Waffen, Schweinefleisch einzufĂŒhren/auszufĂŒhren.

Es ist verboten Produkte die in Israel hergestellt wurden einzufĂŒhren/auszufĂŒhren.

Es ist verboten AntiquitĂ€ten auszufĂŒhren.

Es ist erlaubt Zigaretten und ParfĂŒm auszufĂŒhren.

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