Tschernobyl – Das Leben nach dem Supergau

Tour durch Tschernobyl ✓ abseits der Touristenströme ✓ Wanderung durch Pripjat ✓ kleine Teilnehmergruppe ✓ Kraftwerk ✓ Duga Radar ✓ erfahrener Guide und Dosimeter ✓ alles Inclusive

Tschernobyl – Wie sieht es heute dort aus?

Bis heute ist es verboten, diese Zone zu betreten. Einzig den ehemaligen Bewohnern, die die Friedhöfe in der Sperrzone besuchen wollen oder Personen mit einer speziellen Genehmigung ist der Zutritt gestattet. Die wenigen Bewohner sind meist Àltere Menschen mit einem Durchschnittsalter von 85 Jahren die dauerhaft in der Sperrzone leben. Diese sogenannten Einsiedler, von denen etwa 150 in den ehemaligen Dörfern im 30 Kilometer Radius wohnen, tun dies auf eigenes Risiko und werden nur geduldet. Zeitweise arbeiten im Kraftwerk und in der Zone selbst bis zu 1000 Menschen, allerdings unter speziellen Bedingungen. Die meisten von ihnen pendeln jeden Tag vom nahegelegenen Slavutych zur Arbeit im Kraftwerk, andere halten sich bis zu zwei Wochen im Sperrgebiet auf und werden dann von der nÀchsten Schicht abgelöst.

Wird Pripyat jemals wieder bewohnbar sein?

Pripyat Ă€hnelt heute einer Geisterstadt, ein verlassener Ort mit einer einzigartigen AtmosphĂ€re. Alle umliegenden Dörfer wurden nach der Katastrophe von speziellen Panzern dem Erdboden gleich gemacht, bis auf die Stadt Pripyat. Heute erinnern nur noch Tafeln auf der Straße oder Kartenmarkierungen an diese Dörfer. Die Ruinen von Pripyat werden, wie die gesamte Sperrzone von insgesamt 30 km, von MilitĂ€r und Polizei bewacht und kontrolliert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion umd im Zuge der Wirren im Zusammenhang mit der UnabhĂ€ngigkeit der Ukraine und aller Nachfolgestaaten der GUS wurde in diesem Gebiet sehr viel gestohlen und geplĂŒndert. Dies war das Ergebnis der unklaren ZustĂ€ndigkeiten zu dieser Zeit. Vor allem im Jahre 1991 wurden Pripyat von Dieben heimgesucht. Heute gibt es dort keine GebĂ€ude mehr, das nicht geplĂŒndert wurde. Am Stadtrand steht noch eine militĂ€risch genutzte Fabrik namens Jupiter. Diese war bis 1997 noch in Betrieb, heute ist sie genauso leer geplĂŒndert wie alles in Pripyat. Gleiches kann man von sĂ€mtlichen SchrottplĂ€tzen behaupten, es wurden zum Teil hochgradig verstrahlte Metalle abtransportiert.

Eine Zeitreise 30 Jahre danach – Ein Fotospaziergang

Die Stadt ist allerdings noch voll von Papieren, BĂŒchern und Schautafeln aus den 80er Jahren. Man kann noch heute Bilder oder Parolen von Lenin finden, zum Beispiel im Haus der Kulturen, im Krankenhaus und in Schulen und KindergĂ€rten. Durch Pripyat zu spazieren gleicht einer Zeitreise. Man kann sich ausmalen, wie es in dieser Stadt gewesen sein muss mit fast 50.000 Einwohnern. Pripyat ist heute wohl die die bekannteste Geisterstadt der Welt. Aber die Natur sorgt dafĂŒr, dass sie nicht tot ist.

Bilder von der Tschernobyl Tour


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