Gut versteckt, zugewachsen und oftmals ungenutzt, finden sich auf unseren Lost Places Fototouren interessante geheime Orte wie dĂŒstere Industrieanlagen, prachtvolle Schlösser und mĂ€rchenhafte Kirchen. Unsere Fototouren & Reisen laden Dich ein, einen Blick hinter die Kulissen der geheimnisvollen Orte zu nehmen. Manche der noch zu Zeiten des Sozialismus genutzten Bauwerke und Relikte einer untergegangenen Ära sind verlassen und nicht mehr genutzt, haben aber hinter ihren Mauern viele interessante Geschichten zu erzĂ€hlen.

Mich faszinierten schon immer dĂŒstere Industrieobjekte da ich hier sehr viele verschieden Fotomotive entdecken kann. Auf unseren seit 2 Jahren regulĂ€r stattfindenden Fototouren zu verlassenen Orten besuchen wir auch seit etwa einem Jahr diese „Perle“ eines frĂŒher pulsierenden Industriebetriebes. Diese Lokomotiv- und Waggon Werkstatt einer regionalen Eisenbahngesellschaft die im Großraum Oberschlesien der grĂ¶ĂŸte Betreiber von Schmalspurbahnen war ist das neue Ziel unserer spannenden Entdeckungsreisen. Der Bau der Schmalspurbahn wurde von der Oberschlesischen Eisenbahngesellschaft auf der Grundlage der im Jahre 1851 erhaltenen Lizenz des preußischen Staates begonnen. Die ersten Abschnitte des Netzes mit einer Schienenbreite von 785 mm  wurden 2 Jahre spĂ€ter fertiggestellt. Das ĂŒber 150-jĂ€hrige Bestehen der Oberschlesischen Schmalspurbahnen hat alle großen Industrieanlagen mit ihren Gleisen abgedeckt: Minen, Stahlwerke, Kraftwerke und SteinbrĂŒche. Viele der mittlerweile aufgegebenen Bahnanlagen und Lokschuppen sind leider Leer gerĂ€umt von Metalldieben und Vandalen sowie zweifelhafte „GraffitikĂŒnstler“ berauben diesen Orten auch noch den letzten Rest von „Stolz“.

Doch glĂŒcklicherweise gibt es sie noch, diese „Perlen“ der Industrialisierung. Mit Sicherheit wĂŒrde dieser Ort nicht so aussehen wenn ein gigantischer Hund ihn nicht Rund um die Uhr bewachen wĂŒrde. Als der „Wauwau“ an die Kette gelegt wurde und ich diese weitlĂ€ufigen Halle betrat, war ich von dem mittlerweile allgegenwĂ€rtigen GrĂŒn ĂŒberrascht das sich zwischen den rostigen Waggons, Lokomotiven und Maschinen zwĂ€ngte. Es war eine wunderschöne Komposition die alle menschlichen Sinne angesprochen hat. Man sah eine dĂŒstere, rostige AtmosphĂ€re gepaart mit dem lebendigen GrĂŒn der Pflanzen. Ich schloss fĂŒr einen Augenblick die Augen und spĂŒrte eine Mischung aus altem Öl und Diesel aber auch das den Duft der Natur. Als ich mich umdrehte hörte ich in den DachkĂ€sten das Zwitschern der nistenden Vögel.

Nachdem ich die Augen geöffnet habe sah ich eine Farbenvielfalt aus GrĂŒn, Rot und Orange. Jeder Schritt in diesem Objekt und jedes Motiv war ein farbenfrohes GemĂ€lde. Das sind jene Orte die inspirierend sind fĂŒr jeden Lost Places Fotografen. Hinter jeder Ecke prĂ€sentiert sich ein neues Fotomotiv. Wirklich ĂŒberrascht war ich das hier noch so viel erhalten geblieben ist. Angefangen von den Lokomotiven, Waggons, diversen Maschinenteilen aus der Jahrhundertwende sowie den alltĂ€glichen Dingen aus dem Arbeitsalltag.

Das was der Mensch einst geschaffen hat holt sich die Natur langsam aber bestĂ€ndig zurĂŒck.

Diese interessante Location kannst Du wĂ€hrend unserer Lost Places Fototour „Die Wallfahrer“ bestaunen und fotografieren.

 

 

 


Auf unserer Tschernobyl Tour erkunden wir entlegene Dörfer am Rande der Zone

Das Riesenrad und der neue Sarkophag sind natĂŒrlich die Highlights bei einem Besuch in der Zone, aber es gibt tausend andere Dinge zu erkunden und zu bestaunen. So zum Beispiel die kleinen verlassenen Dörfer am Rande der Zone. Heute will ich euch mal nach Mashevo entfĂŒhren. ĐŒĐ°ŃˆĐ”ĐČĐŸ, zu Deutsch „mache“. Es ist das nördlichste Dorf an der Grenze zu Weißrussland. Von einem weiteren verschlossenen Kontrollpunkt geht es dann ca. 30km nach Norden. Die Straße ist ganz gut befahrbar, wenn nicht gerade BĂ€ume rumliegen (2016). Dreimal „hau ruck“ und die Sache war geregelt.

Das imposanteste Bauwerk ist die Schule. Ziemlich groß fĂŒr so ein kleines Dorf.

Im Inneren gibt es zahlreiche FachrĂ€ume. Der Abakus hat schon eine beachtliche GrĂ¶ĂŸe und Lenin ist immer noch sehr dominant.

Sehr erstaunlich ist es mitten in dieser Abgelegenheit ein Zimmer fĂŒr den Deutschunterricht zu finden.

Der Physikraum lÀsst jedes Technikerherz höher schlagen. Solch eine Vielfalt an GerÀtschaften und Schautafeln möchte ich mal in deutschen Schulen sehen.

Auch wenn der hier bildlich dominierende Typ mit der Glatze mit seinem Spruch „Lernen, lernen und nochmals lernen“ durchaus Recht hat … ein paar Impressionen vom Dorf selbst. Auffallend zwischen den hölzernen BlockhĂŒtten sind die steinernen ReihenhĂ€user incl. NebengebĂ€ude. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, die Wellasbestplatten auf den DĂ€chern.

Das soll mal genĂŒgen. Es gibt in Mashevo noch viel zu entdecken. Das Innere der HĂ€user und Schuppen, der Bereich der Kolchose, die lĂ€ngeren Dorfstraßen, die Grenze zu Weißrussland … usw.

Siehe auch: Chernobyl Fallout Tour


Vorwort Am Anfang stehen alte verlassene GebĂ€ude wie Fabriken die die Wende nicht ĂŒberlebt haben oder russische Kasernen auf dem Plan. (2005) Nach ein paar Jahren verblaßt das Interesse und man wendet sich der Menschenfotografie zu. (2008) Eines bleibt aber im Hinterkopf, der krönende Abschluss der Schrottrobberzeit wĂ€re ein Besuch in der Zone. Erster Anlauf 2013. Emails an ukrainische ReisebĂŒros. Keine Antwort. 2014 dann die erste Buchung bei einem Reiseunternehmen aus Österreich. Im Mai dann die Absage wegen den Unruhen auf dem Maidan. 2015 Buchung bei Urbexplorer.com aus Berlin. Hat funktioniert und das Schrottrobberherz ĂŒberschlug sich fast.

Zum Thema Nochmal hin? … ja, aber nur mit Model.
Die Suche nach einem Model begann, nach ca. 6 Monaten und vielen kontroversen Diskussionen Model gefunden und zwei PlÀtze gebucht.

Dann kam die Frage nach dem Outfit auf. Die Fotos sollten nachdenklich stimmen. Eine KittelschĂŒrze und ein Leinenkleid waren es dann.
Der bedrĂŒckendste Raum fĂŒr mich war der in der Schule mit den unzĂ€hligen Kindergasmasken. Man wird automatisch ganz still. Man denkt plötzlich weniger an den Atomunfall, sondern mehr an die Kinder und die Auswirkungen des kalten Krieges.

Wo fotografiert man? NatĂŒrlich nicht an Hotspots. Die RadioaktivitĂ€t in der Zone ist sehr unterschiedlich. Bei dem Bild mit dem Baum waren es 0,05 ÎŒSv, das ist die HĂ€lfte wie der deutsche Durchschnittswert.

Die beliebten Gruppenfotos wĂŒrde ich auch zu diesem Thema rechnen.
Model ist ein weitlÀufiger Begriff. Die Laura war nicht das einzige Model.

Wer jetzt Lust auf Modelfotografie bekommen hat, egal ob als Model oder als Fotograf der kann sich mal diese Seite anschauen.
FĂŒr Tips und Tricks stehe ich gern zur VerfĂŒgung.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

Abenteuerreise deines Lebens! Wir fahren zum neuen Sarkophag und Kernkraftwerk, wir zeigen dir das Riesenrad und den Autoscooter sowie den riesigen Duga 3 Radarkomplex. Als Höhepunkt besuchen wir auch die Babushkas von Tschernobyl. Ihr werden erfahren wie Sie hier leben und was sie uns zu sagen haben. Das alles in einer kleinen Gruppe von Entdeckern und Abenteurern. https://urbexplorer.com/shop/fototour-tschernobyl-pripyat/


Die Gondel und das Riesenrad

Nach dem Video ĂŒber das drehende Riesenrad in Prypjat ist ein weiteres Video aufgetaucht.
Vielleicht kann man an Hand der Verzierungen feststellen ob das Rad gedreht wurde, aber vielleicht wurde es auch wieder in die Ausgangsstellung versetzt.
Hier mal zwei Bilder von 2015 und 2016. Einige Verzierungen fehlen schon.

Man sieht deutlich wie die Gondel nach dem Stillstand des Riesenrades weiterhin schwankt. Ob es wirklich der soliden russischen Bauweise zu verdanken ist, oder jemand nur gute Kenntnisse in Cinema4D und Videobearbeitung hat ist weiterhin ungewiss. FĂŒr Interessierte mit RussischschwĂ€che wurden Untertitel eingefĂŒgt.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

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Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen WĂ€lder und mittelalterlichen StĂ€dte von SiebenbĂŒrgen. Wir besuchen Burgen, Schlösser, Ruinen, verlassene Kirchen und als Höhepunkt – all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die StĂ€dte SiebenbĂŒrgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, prĂ€chtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Weißkirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region SiebenbĂŒrgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der Ă€ltesten Kur- und HeilbĂ€der Europas: Băile Herculane – oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche ErwĂ€hnung von Herkulesbad zurĂŒck. In der Zeit des Römischen Reiches war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde hauptsĂ€chlich von römischen Soldaten und hohen AmtstrĂ€gern der damaligen Zeit aufgesucht. SpĂ€ter – etwa im 18. und 19. Jahrhundert – besuchten mehrere österreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder Königin Elisabeth. Sie besaßen FerienhĂ€user im Kurort und badeten in speziell fĂŒr sie angelegten BĂ€dern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch römische BĂ€der. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gewölbte SteinbrĂŒcke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spaß hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden. Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad zĂ€hlt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit König Carol I. von RumĂ€nien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaleröffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die frĂŒheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino können noch immer besichtigt werden.

In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das schöne, im barocken Still errichtete BahnhofgebĂ€ude eröffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer BahnhofhĂ€user deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgefĂŒhrt und reichlich geschmĂŒckt. Somit gehörte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den schönsten KurbĂ€dern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an RumÀnien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel fĂŒr Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der MĂ€rz ist die beste Reisezeit um die spektakulĂ€rsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. MĂ€rz bis 23. MĂ€rz findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine dĂŒstere Aura.

Eines Tages an einem kalten Januarmorgen, auf der RĂŒckfahrt von einer Urbexplorer Fototour entdeckte ich hinter einem imposanten Tor diese geheimnisvolle Villa. Erbaut wurde sie im Jahr 1912 von einem örtlichen Industriellen. Eine eindrucksvolle Stille umhĂŒllte die nackten Steine obwohl das Haus Mitten im Zentrum der Stadt steht. Ich war verblĂŒfft von der Harmonie und der raffinierten Architektur des uralten GemĂ€uers das in einem weitlĂ€ufigen Garten trohnt. Ich musste sofort an die Menschen denken die in diesem prĂ€chtigen Bau gelebt haben. Die TĂŒr knarrt bedĂ€chtig beim Öffnen. Diese Magie des Augenblicks, wenn die Vergangenheit den Raum erfĂŒllt spĂŒrte ich auch hier. Ich ging durch einen langer Flur, hier war alles bedeckt von Staub und Spinnweben. Eine TĂŒr fĂŒhrte mich ins großzĂŒgige Wohnzimmer. Die AtmosphĂ€re erinnerte an ein Museum, ein wirklich staubiges Museum. Das ganze Haus ist genau so wie es aufgegeben wurde, nichts wurde bewegt, alles ist an seinem Platz, das Geschirr steht auf dem Tisch, die Betten sind gemacht. Wenn einst lebendige Orte aufgegeben werden, stirbt ein StĂŒck Geschichte mit ihnen. Die Spuren wiederzufinden bedeutet, das Vergangene wieder zu entdecken. Die Faszination fĂŒr geheime Orte hĂ€ngt vielleicht mit unserem detektivischen SpĂŒrsinn zusammen. Vielleicht suchen wir in all diesen verborgenen Schönheiten das Echo unseres unvollendeten Lebens.

 


Auf unserer Reise in den Iran spĂŒrst Du den Zauber des alten Persien

Vor meiner Fotoreise in den Iran las ich in vielen Reiseberichten und Blogs wie unfassbar freundlich und warmherzig die Menschen im Iran sind. Die natĂŒrliche und nicht aufgesetzte Freundlichkeit hat mich schon bei der Passkontrolle am Flughafen in Teheran beeindruckt. Aber jeder weitere Tag in diesem wunderschönen Land toppt den vorangegangenen Tag. Ich bin mit Urbexplorer Fotoreisen schon viel in der Welt herumgekommen und schon oft vorher durch Freunde, Bekannte oder Artikel in Reisemagazinen darauf aufmerksam gemacht wie gastfreundlich die Einwohner in diesem oder jenem Land sind. Leider traf dies in den seltensten FĂ€llen zu und wenn dann waren Sie nur deshalb so freundlich um irgendwelche Touristenware loszuwerden.

Isfanan hat etwa 1,5 Millionen Einwohner und ist eine der schönsten StĂ€dte der muslimischen Welt. Seine Glanzzeit erlebte Isfahan unter der Dynastie der Safawiden (1501–1722), die die Stadt zu ihrer Hauptstadt machten und durch zahlreiche Prachtbauten und Gartenanlagen verschönerten. Diese Pracht hat sich die Stadt bis heute erhalten und pflegt sorgfĂ€ltig das Erbe, denn die Altstadt von Isfahan ist Unesco-Weltkulturerbe.

Lass dich verzaubern von farbenprÀchtigen Moscheen und freundlichen Menschen

Am nĂ€chsten Morgen breche ich auf um die Stadt zu erkunden. Wieder habe ich das GefĂŒhl der erste Besucher aus Europa zu sein. Ich werde freundlich gegrĂŒĂŸt und gefragt wo ich denn herkomme. Manchmal wird dann auch das weitere GesprĂ€ch in Deutsch fortgefĂŒhrt. Immer noch komme ich in Verlegenheit denn auch auf dem Basar sprechen mich die Menschen an und die iranischen MĂ€dchen lĂ€cheln mich mit ihren großen Augen an. Das Interesse an diesem fremden Besucher aus Europa ist groß, ohne dabei vordergrĂŒndig an Umsatz zu denken. Viele erzĂ€hlen von ihrem Leben oder ihren TrĂ€umen. Einige Male endeten diese GesprĂ€che im Tausch der Mail-Adressen, oder einer Einladung nach Hause zur Familie auf einen Tee mit GebĂ€ck. Als ich dann auf dem „Meidan-e Imam“, dem nach Pekings „Tiananmen“ zweitgrĂ¶ĂŸten Platz der Erde angekommen bin musste ich gleich mit einer Gruppe junger Studenten fĂŒr ein Erinnerungsfoto posieren. Der „Meidān-e Emām“ ist ĂŒber 500 Meter lang und wird von doppelstöckigen Arkaden eingefasst. An jeder Ecke ist er mit einem GebĂ€ude geschmĂŒckt: mit den Prachtmoscheen dem Palast ÊżÄ€lÄ« QāpĆ« („Hohe Pforte“) und dem am nördlichen Ende sich anschließenden Basar gehört er zu den grĂ¶ĂŸten SehenswĂŒrdigkeiten des vorderen Orient.

Am Abend und zur blauen Stunde machte ich mich auf den Weg zur Chadschu-BrĂŒcke. Die imposante BrĂŒcke wurde um 1650 auf Befehl des Safawiden-Schahs Abbas II. auf den Fundamenten einer Ă€lteren BrĂŒcke aus der Timuridenzeit errichtet und nach einem nahegelegenen Stadtviertel benannt. Wenn es Abend wird und die Sonne untergeht herrscht hier eine einzigartige AtmosphĂ€re. Auf den Mauern und im Gras sitzen die Familien lachen, essen, trinken und rauchen Wasserpfeifen. Es dauert hier auch wieder nicht lange, da bringt der erste Familienvater dem Touristen mit dem Stativ einen Tee mit GebĂ€ck. Kaum habe ich diesen ausgetrunken, kommt ein Mann von einer anderen Gruppe und lĂ€dt mich zum „Smalltalk“ und Wasserpfeife ein. Ein wunderschöner Tag an den Ufern des „Zayandeh Rud“ Flusses, der meist ausgetrocknet ist, geht zu Ende.

Mit einem tollen GefĂŒhl fahre ich am nĂ€chsten Morgen weiter in Richtung Yazd. Esfahan bot mir wunderschöne Moscheen und PalĂ€ste, mit reichen Ornamenten verziert, blaugekachelte Kuppeln und quirlige Basare umrahmt von der Großartigkeit der Menschen die hier leben.


Bei meiner Fotoreise durch den Iran fiel mir auf das in jeder Stadt die ich besucht habe an vielen öffentlichen PlĂ€tzen schwarze Fahnen mit grĂŒnen Inschriften wehten. Ein Imam den ich in in Qom danach gefragt habe wies mich auf den Monat Muharram hin und klĂ€rte mich auf was es mit „Ashura“ auf sich hat.

Ashura ist der Höhepunkt des islamischen Monats Muharram, der im schiitischen Islam ein Trauermonat ist. WĂ€hrend Aschura gedenken die Schiiten der Schlacht um Kerbela, im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Tag des Monats Muharram Husain, der Sohn Alis und dritter Imam, sowie fast alle mĂ€nnlichen Verwandten im Krieg gegen die Umayyaden getötet.Die Aschura-Riten der Schiiten bilden den Höhepunkt der Passionsfeiern im islamischen Monat Muharram. WĂ€hrend Aschura gedenken sie öffentlich der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Muharram Husain ibn Ali sowie fast alle mĂ€nnlichen Verwandten getötet. Die Rituale des Aschura enthalten ErzĂ€hlungen (Rouza-chwani), Trauerprozessionen in Trauerkleidung sowie teilweise auch die kultische Inszenierung des Martyriums Husains (Ta’ziya). Diese öffentliche und gemeinsame Trauer ermöglicht es den Schiiten, so am Leiden Husains teilzuhaben und dessen Schicksal in Erinnerung zu rufen.

Eine dieser Prozessionen konnte ich wĂ€hrend meiner Rundreise durch den Iran in der Stadz Qom miterleben. Von weitem hört man schon die donnernden Beats und den Dj der die Masse in eine Art Trance versetzt. Man erlebt hautnah diese SpiritualitĂ€t untermalt mit den gesprochenen Versen, die Menschen singen ĂŒberall sind schwarze Fahnen zu sehen.

FĂŒr mich war es ein wichtigen und prĂ€gendes Erlebnis eine Zeremonie dieser Art mitzuerleben. Deshalb bedeutet fĂŒr mich das Reisen eine Art „Horizonterweiterung“ die gerade in unserer Zeit der Massenmedien sehr wichtig ist um sich ein eigenes „objektives“ Bild von der Welt und den Menschen zu machen.

Das macht die Foto & Abenteuerreisen von urbexplorer.com so einzigartig. Wir bereisen das spannende Land abseits der touristischen Pfade und lernen hautnah die Menschen die dort leben kennen. Wir werden im nĂ€chsten Jahr auch im Monat Muharram in den Iran fahren. Wenn Ihr bei unserer Fotoreise durch den Iran 2017 dabei sein möchtet findet Ihr weitere Informationen hier: Geheimnisvolles Persien – Fotoreise Iran


Im MĂ€rz 2015 startete die erste Reise nach Tschernobyl & Pripjat. Nun sind wir schon im dritten Jahr und fahren etwa ein Mal im Monat in die Sperrzone, mit einer kleinen Gruppe von Abenteurern.

Bei unserer Tschernobyl Tour hatten wir die einmalige Möglichkeit an einer gefĂŒhrten wissenschaftlichen FĂŒhrung durch die Blöcke 1 bis 3 des Kraftwerkes teilzunehmen sowie auf dem AußengelĂ€nde den Fortschritt an den Arbeiten am neuen Sakrophag zu begutachten. In einem theoretischen Teil bekamen wir an einem Modell des havarierten Block 4 der im Informationszentrum steht eine Chronologie der Entscheidungen die zu dieser fatalen Kettenreaktion gefĂŒhrt haben die den Supergau von Tschernobyl ausgelöst hat. Außerdem bekommen wir einen Einblick in die Funktionsweise des Kraftwerkes und dĂŒrfen den Kontrollraum von Bloch 2 betreten.

Ablauf der Tschernobyl Katastrophe

Bereits am 25. April 1986 sollte im 4. Block ein Experiment stattfinden, bei dem ĂŒberprĂŒft werden sollte, ob die Turbinen bei einem kompletten Stromausfall im Kraftwerk noch genĂŒgend Strom liefern können, um die NotkĂŒhlung des Reaktors zu gewĂ€hrleisten. Um das Experiment unter realistischen Bedingungen stattfinden zu lassen, wurde das Notprogramm „Havarieschutz“ abgeschaltet, in dem alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen wie die NotkĂŒhlung und das Einfahren der BremsstĂ€be zusammengefaßt sind. Doch der Beginn des Experiments wurde verschoben, so dass die unvorbereitete Nachtschicht des 26. April die DurchfĂŒhrung eines Experiments ĂŒbernahm, dessen Versuchsanordnung den Reaktor praktisch schutzlos gemacht hatte.

Der Supergau von Tschernobyl – Eine Kette fataler Entscheidungen

Durch einen Bedienungsfehler des unerfahrenen Reaktoroperators Leonid Toptunow fiel kurz vor Beginn des Experiments die Reaktorleistung stark ab. Um sie wieder anzuheben, entfernten die Operatoren BremsstÀbe (mit denen die atomare Kettenreaktion kontrolliert werden kann) und unterschritten dabei die zulÀssige Minimalgrenze von 28 StÀben. Damit war der Reaktor noch schwerer zu beherrschen und in einem gefÀhrlichen Sicherheitszustand.

1.22:30 Uhr

Dennoch befahl der Stellvertretende Chefingenieur des Kraftwerks, Anatolij Djatlow, den Beginn des Experiments. Dabei schalteten die Operatoren zu viele KĂŒhlpumpen zu, so dass der mit wenig Leistung arbeitende Reaktor das ihn umfließende Wasser nicht mehr verdampfen konnte. Das Wasser begann aufzukochen, und erste hydraulische SchlĂ€ge waren zu hören. Akimow, der Schichtleiter, und Toptunow wollten den Test abbrechen, doch Djatlow trieb sie weiter an. Dabei sprach er die historischen Worte: „Noch ein, zwei Minuten, und alles ist vorbei! Etwas beweglicher, meine Herren!“

1.23:04 Uhr

Als die Bedienungsmannschaft nun den Strom abschaltete und nur die Auslaufenergie der Turbine die Wasserpumpen antrieb, wurde wieder weniger KĂŒhlwasser durch den Reaktorkern gepumpt. Das Wasser wurde heißer, erreichte aber nur die Siedetemperatur. Da der Reaktor nur bei verdampfendem KĂŒhlwasser ausreichend gekĂŒhlt werden kann, begann seine Leistung anzusteigen.

1.23:40 Uhr 

SpĂ€testens an dieser Stelle wĂ€re der Havarieschutz komplett angelaufen und hĂ€tte die Katastrophe verhindert, aber er war ja abgeschaltet. Als Akimow den sprunghaften Leistungsanstieg im Reaktor bemerkte, löste er um 1.23:40 Uhr den Havarieschutz manuell aus. Sofort wurden alle BremsstĂ€be, die sich nicht in der aktiven Zone befanden, eingefahren (ĂŒber 200 StĂŒck!). Doch genau an diesem Punkt entblĂ¶ĂŸte der Reaktor seinen gravierendsten Konstruktionsfehler: Die Einfahrgeschwindigkeit der BemsstĂ€be ist viel zu niedrig, deutlich langsamer als in westlichen Kernkraftwerken. Außerdem befinden sich an der unteren Spitze der BremsstĂ€be Graphitköpfe, welche die Kettenreaktion nur noch beschleunigen. Das Einfahren der BremsstĂ€be soll die Kettenreaktion aber stoppen. Auf diesem Konzept beruht der Sicherheitsmechanismus jedes Kernkraftwerks. Der Konstruktionsfehler fĂŒhrte aber genau zum Gegenteil. Da die Graphitspitzen zuerst eingefĂŒhrt wurden, erhöhte sich die Leistung fĂŒr einen Moment sprungartig – der letzte Schub, der „Todesstoß“ fĂŒr den außer Kontrolle geratenen Reaktor.

Fatalerweise hatten sich durch die ungeheure Hitze im Reaktorkern auch noch die KanĂ€le der BremsstĂ€be verformt, und die BremsstĂ€be verklemmten sich unwiderruflich. Es waren beinahe nur die reaktionsbeschleunigenden Graphitköpfe im Reaktor. Die Katastrophe war nicht mehr zu verhindern. In der aktiven Zone begann eine chemische Reaktion zwischen dem Zirkonium, das die mitllerweile geborstenen Brennstoffkammern umhĂŒllt, und dem Dampf. Es bildeten sich Wasserstoff und Sauerstoff – Knallgas!

1.23:58 Uhr

Nun zerriß eine mĂ€chtige Knallgasexplosion den Reaktor und alles, was ihn umgab. Ein großer Teil des radioaktiven Reaktorinhalts wurde nach draußen geschleudert. GlĂŒhende Teile entzĂŒndeten die Teerdachpappe der DĂ€cher des Maschinenhauses und des benachbarten 3. Blocks. Nur der heldenhafte Einsatz von Feuerwehrleuten und Kraftwerksmitarbeitern verhinderte in dieser Nacht eine noch grĂ¶ĂŸere Katastrophe. Bei der Explosion wurden zwei MĂ€nner durch herabstĂŒrzende TrĂŒmmer erschlagen. In den Wochen nach der Katastrophe starben noch weitere 30 Menschen. Sie erlagen der gewaltigen Strahlung, der sie bei ihren Rettungsarbeiten ausgesetzt waren. Unter ihnen sind Feuerwehrleute, die Operatoren Akimow und Toptunow sowie Mitglieder des Betriebspersonals des Kraftwerks.

In den folgenden Monaten kamen sogeannte „Liquidatoren“ nach Tschernobyl (Soldaten, Studenten und „Freiwillige“), die das Kraftwerk dekontaminierten, weitere Gefahrenquellen eliminierten und schließlich den Sarkophag umbauten, der heute den explodierten 4. Block umschließt. Die Zahlenangaben zu den eingesetzten Personen schwanken zwischen 600.000 und 1,2 Millionen Menschen.

Tschernobyl – Der neue Sarkophag

Die Errichtung des Sarkophags wurde von den Liquidatoren unter Opferung ihrer Gesundheit schon wenige Wochen nach dem Unfall in Angriff genommen und im November 1986 abgeschlossen. Die in aller Eile errichtete, massive Beton-Stahl-Konstruktion ist ĂŒber die Jahre instabil geworden und stellt heute eine riskante Situation dar. Zahlreiche Reparaturen wurden bereits durchgefĂŒhrt, unter anderem die Stabilisierung des Ventilationssystems, das Verschliessen von Löchern und eine VerstĂ€rkung der Dachkonstruktion. Dennoch wurde parallel ein Plan ausgetĂŒftelt, mit dem eine zweite, stabile Sarkophagkonstruktion ĂŒber die bereits bestehende SchutzhĂŒlle gezogen werden soll. Diese ambitionierte Vision der Ingenieure ist nun fertiggestellt. Neben der Reaktorruine entstand eine bogenförmige Stahlkonstruktion mit einer Breite von 245 Metern, einer LĂ€nge von 144 Metern und einer Höhe von 86 Metern, ein Bauwerk, doppelt so groß wie der Kölner Dom. Auf Schienen wurde die Konstruktion dann ĂŒber den alten Sarkophag geschoben und an den Seiten verschlossen. Die Arbeiten an der Infrastruktur wurden abgeschlossen und im November 2016 wurde der Stahlgigant fertiggestellt und ĂŒber die Tschernobyl-Ruine geschoben.


Es gibt wieder Leben in der Sperrzone von Tschernobyl und der Geisterstadt Pripyat

Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus dass die Vegetation rund um den havarierten Reaktorblock in Tschernobyl fĂŒr immer zerstört wurde, und die Flora & Fauna fĂŒr immer ausgelöscht. Doch es gibt mittlerweile neues Leben in der Sperrzone wie beispielsweise MĂ€use, die keine sichtbaren VerĂ€nderungen am Körper zeigen, und sich scheinbar bester Gesundheit erfreuen, eine vom Aussterben bedrohte Wildpferderasse, die sich munter weiter fortpflanzt und BirkenwĂ€lder, die ganze Dörfer verschlingen.

Nach mehr als drei Jahrzehnten nach dem Supergau hat die Natur von Tschernobyl wieder Besitz ergriffen, Pflanzen und BĂ€ume wuchern in verlassenen Dörfern und Siedlungen, wilde Tierarten wie Wölfe, BĂ€ren, FĂŒchse und Luchse haben in den tiefen WĂ€ldern an der weißrussischen Grenze und in den verlassenen Dörfern Zuflucht gefunden. Vögel nisten auf den HochhĂ€usern in der Geisterstadt Pripjat. Dabei scheinen sie alle gesund zu sein, und keine sichtbaren VerĂ€nderungen aufzuweisen. Forscher fanden heraus, dass eine geringe Strahlenbelastung ĂŒber lĂ€ngere Zeit, Gene in den Tieren und Pflanzen aktiviert, die in der Lage sind, freie Radikale zu binden. Schlimmer ist also eine kurze, höhere Strahlenbelastung, die kurz nach dem ReaktorunglĂŒck das Leben in Tschernobyl auslöschte.

Es sind aber nicht alle Tiere in der Lage, trotz Strahlung zu ĂŒberleben. Schwalben zum Beispiel, die als Zugvögel nach Afrika fliegen und wieder zurĂŒck, verbrauchen auf dem Weg viele lebenswichtige Antioxidantien. Diese sind aber notwendig, um sich gegen die Strahlung zu wehren. So ist die Missbildungsrate bei Schwalben sehr hoch und nur 70 Prozent ĂŒberleben den Winter. Sie haben zudem auch eine kĂŒrzere Lebenserwartung als Populationen außerhalb der Sperrzone.

Unglaublich erscheint auch die Geschichte der Przewalski-Pferde, einer asiatischen Wildpferderasse

Diese Leben in der 30 Kilometer Zone in Tschernobyl und pflanzen sich immer weiter fort, obwohl diese eigentlich dem Tode geweiht waren. Diese vom Aussterben bedrohte Pferderasse, von denen es weltweit nur noch ca. 2000 Exemplare gibt, stammt aus einem Naturschutzgebiet im SĂŒden der Ukraine. Im Herbst 1998 entschieden Verantwortliche des Tierreservoirs, die 21 alten und schwachen Pferde in der Sperrzone auszusetzen, in dem Bewusstsein , dass die Tiere dort keine Chance mehr haben wĂŒrden.

Heute leben dort etwa 40 Nachkommen der zum Tode Geweihten und erfreuen sich bester Gesundheit. Forscher vermuten, dass ihre schnelle Verdauung den radioaktiv verstrahlten GrĂ€sern nicht mehr so viel Zeit lĂ€sst, um SchĂ€den an den Zellen zu hinterlassen. Die wilden Pferde verfĂŒgen zudem ĂŒber 66 Gene, wohingegen domestizierte Pferde nur 64 Gene besitzen. Auch hier spekulieren die Wissenschaftler auf einen Zusammenhang mit der hohen Widerstandskraft der Tiere. Sie hoffen, ihre Erkenntnisse auf Menschen ĂŒbertragen zu können, um zum Beispiel die negativen Auswirkungen einer Chemotherapie durch eine lĂ€ngere und dafĂŒr mildere Strahlung zu minimieren. (Quelle: UNI.de)


Ein ziemlich unbekanntes Online-Nachrichtenportal aus dem Emsland das als bisherige journalistischen Meisterleistungen das „Absenken von Gullideckeln in Buxtehude und das Entlaufen von HĂŒhnern in KotzenbĂŒll“ (ein wirklich existierendes Dorf in Nordfriesland) als Breaking News vermeldete möchte jetzt in den Presseolymp aufsteigen. Als Beispiel wird sich hier die Onlinestrategie eines großen Onlineportals herangezogen. Jeder erinnert sich wohl an die veröffentlichten Meldungen von „SchlĂ€gern in der U-Bahn“ als Fahndungsafruf die meist sĂŒdlĂ€ndisch aussehende Jugendliche abbildeten. Meist waren die Artikel mehrere Jahre Alt. Der Zweck bestand einzig darin diese Artikel von Zeit zu Zeit bei Facebook zu posten um „Content“ auf der Seite zu generieren. Auf diesen Zug möchte nun auch das winzig kleine Nachrichtenportal aus dem Norden aufspringen und mit einer Reportage aus Tschernobyl am großen journalistischen Rad drehen. Aufgebaut als Reisebericht eines unbedarften Teilnehmers der meiner Meinung nach die Fotoexpedition nach Tschernobyl mit einer Pauschalreise nach Malle verwechselt hat soll nun in einer Reportage ĂŒber jeden Expeditionstag berichtet werden. Als AnkĂŒndigung erschien vor einigen Wochen die riesige Überschrift „ABGEZOCKT in Tschernobyl“! Damit soll natĂŒrlich eine breite Aufmerksamkeit angezogen werden und ganz subtil einen massiven finanziellen Verlust beim Teilnehmer suggerieren um darauf zu schließen das der Veranstalter wohl nicht ganz „koscher“ ist. Am Ende entpuppte sich dies als heiße Luft denn wenn man „Lesen“ kann und dazu noch den Vertrag komplett studiert hat, ist man halt Klar im Vorteil. In Berlin bei der Abfahrt wurde vom Teilnehmer moniert das der Veranstalter Ihn nicht die 50 Meter am Treffpunkt an die Hand genommen hat und sicher zum Bus auf die gegenĂŒberliegende Straßenseite begleitet hat. Es gab leider zu dieser Zeit keinen freien Parkplatz am genauen Treffpunkt deshalb musste dieser Abseits parken. Am Ende Ă€rgere ich mich das ich diesem Teilnehmer kein Zugticket gekauft habe so wie er es sich gewĂŒnscht hat, so wĂ€re mir vieles erspart geblieben. Fortsetzung folgt…

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

NatĂŒrlich möchte ich euch nicht das Feedback einer Teilnehmerin vorenthalten die schon mehrmals mit diesem „zwielichtigen“ Veranstalter unterwegs war.

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

Fortsetzung folgt….


Seit genau 4 Jahren wird unter Hochdruck an der neuen stĂ€hlernen Kuppel fĂŒr den UnglĂŒcksreaktor in Tschernobyl gearbeitet. Die GrĂ¶ĂŸe des Bauwerkes ist gigantisch. Lang wie ein Fußballstadion und Hoch wie ein zehnstöckiges Haus. Das Gesamtgewicht des Sarkophags betrĂ€gt etwa 38.000 Tonnen. Die Innen und AußenwĂ€nde der HĂŒlle sind mit Edelstahl verkleidet. Etwa 3000 Arbeiter bauen seit etwa 4 Jahren an der neuen SchutzhĂŒlle. Am 07 und 08 November 2016 soll die gigantische Konstruktion auf Schienen gesetzt und endgĂŒltig ĂŒber den UnglĂŒcksreaktor geschoben werden.

Wenn man den neuen Sarkophag darĂŒber geschoben hat, beginnt erst die eigentliche Arbeit. Die strahlenden Stoffe aus dem Inneren des Reaktors mĂŒssen herausgeholt werden um sie in ein endgĂŒltiges Lager zu befördern. Das Endlager dafĂŒr muss noch gebaut werden. Deshalb wurde die neue SchutzhĂŒlle auf eine Zeit von 100 Jahren angelegt. Der Reaktor war nach dem UnglĂŒck 1986 in hektischer Arbeit mit Blei und Sand zugeschĂŒttet, dann mit Stahl und Beton abgedeckt worden. Darunter liegen bis heute 180 Tonnen strahlende Kernbrennstoffe. Dieser sogenannte erste Sarkophag ist nunmehr marode, deshalb wurde die zweite SchutzhĂŒlle gebaut.

Unter ihrem Dach soll das radioaktive Material aus dem Reaktor geholt und dann das KraftwerksgebĂ€ude abgerissen werden. Dies stellt eine Aufgabe fĂŒr Jahrzehnte dar.

 


Auf einer unserer Lost Places Fototouren in Görlitz entdeckten wir diesen geheimen Ort. Diese ehemalige Badeanstalt wurde im Jahr 1887 erbaut. Im Zuge der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts strömten die Menschen vom Land in die StĂ€dte wo ArbeitskrĂ€fte in den Fabriken gesucht wurden. Da viele Arbeiterwohnungen zu dieser Zeit noch nicht ĂŒber ein Bad verfĂŒgten, wurden allerorten öffentliche und private Badeanstalten eingerichtet, um die tĂ€gliche Hygiene zu gewĂ€hrleisten und mögliche Krankheiten und Epidemien vorzubeugen. In Görlitz entstanden zu dieser Zeit die HoffmannÂŽsche Badeanstalt am Lindenweg, das Zentralbad in der Hospitalstraße und das 1887 gegrĂŒndete Freisebad. Benannt ist letzteres nach seinem BegrĂŒnder, dem SanitĂ€tsrat Dr. Freise. Hier wurden Wannen-, Dampf- und HeißluftbĂ€dern angeboten. Dem medizinischen Charakter der Einrichtung entsprechend, gab es auch Sole-, Fichtennadel-, Moor- und KrĂ€uterbĂ€der. ErgĂ€nzt wurde das Angebot elektrische Licht- und durch KohlensĂ€urebĂ€der. Im Gegensatz zu den anderen Badeanstalten stand dem Gast im Freisebad auch eine moderne Schwimmhalle zur VerfĂŒgung. Das Becken war sowohl fĂŒr Nichtschwimmer als auch fĂŒr Schwimmer ausgerichtet, so dass sich hier auch diverse Schwimmvereine trafen. Das Freisebad wurde bis in die 1990er Jahre betrieben danach diente es auch als Filmkulisse insbesondere fĂŒr den Film „The Grand Budapest Hotel“ wurden hier aufwĂ€ndige Filmsequenzen gedreht.


Fotofestival

Liebe Fotofreunde & Explorer!

VORANKÜNDIGUNG alle weiteren Infos folgen!

Vom 26.08 bis 11.09.2016 findet wieder das Fotofestival in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec statt. In diesem Jahr sind auch wir ein Teil der Veranstaltung.

Auf dem Programm steht unter anderem eine Fotoausstellung mit dem Namen „Asylum of Decay“. Diese richtet sich ausschließlich an euch alle die in den letzten Jahren Teil einer oder mehrerer Fototouren und Expeditionen waren. Hier stellen wir die schönsten Bilder von unseren besuchten Lost Places, SehenswĂŒrdigkeiten in Deutschland Europa und der Welt aus.

Ich wĂŒrde mich freuen wenn auch Ihr alle bei diesem außergewöhnlichen Event dabei seid.

Bewerbt euch ganz einfach mit eurem Foto.

Schickt mir eine E Mail mit eurenm Namen und E Mail Adresse, Telefon sowie Informationen ĂŒber euch und das entstandene Foto ein: Bitte nur eine Bilddatei der Fotografie, die Du als Bewerbung einreichen möchtest. Bitte achte darauf, dass die lĂ€ngere Kante mindestens 1000 Pixel und maximal 2000 Pixel aufweist.

E Mail: post@urbexplorer.com

 „Am 26. April 1986, ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl eine Serie von Explosionen. Der Supergau von Tschernobyl war die grĂ¶ĂŸte technische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts“ .

Wir laden alle Lost Places Fotografen, Hobbyfotografen, Urbexer und Geschichtsinteressierte zu unserer Filmreportage „Ein Sommer in Pripjat“ wĂ€hrend des Fotofestivals ein. Diese Dokumentation wird von Katja http://www.membaris-art.de prĂ€sentiert. Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfĂ€hrst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen.

Unser Programm wÀhrend des Fotofestivals runden diverse Workshops zum Thema Fotografie ab.

Zum Thema malen mit Licht und Lichtkunstfoto wird es ein Fotokurs mit Sven Gerard geben:

Sven Gerard
Light Art Photography & Light Painting
sven@lichtkunstfoto.de
www.lichtkunstfoto.de
www.fb.com/lichtkunstfoto

LichtkunstfotoAlle Infos zum Ablauf werden hier demnĂ€chst Online gestellt. Ihr werdet aber auch ĂŒber den Newsletter oder den sozialen Medien auf dem Laufenden gehalten. Falls Ihr Fragen habt schickt mir eine Nachricht an post@urbexplorer.com.

Wir freuen uns auf euch!


Auf unserer vergangenen Lost Places Fototour in Görlitz entdeckten wir diese ehemalige Fabrik. Die Fans von dĂŒsteren Industrieanlagen und detailverliebte Fotografen deren die Zeugnisse der Industrialisierung wichtig sind und diese in Ihren Bildern festhalten wollen, kommen hier voll auf Ihre Kosten. Zu entdecken gibt es ein Heizhaus mit viel Metall, Rost, Moos und Staub. In der Produktionshalle steht eine riesige Dampfmaschine mit scheinbar unendlichen Rohrleitungen die zum angrenzenden Kesselhaus fĂŒhren.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts in der Stadt die wirtschaftliche BlĂŒtezeit vor ihrem Höhepunkt stand, ließ man an dieser Stelle eine Dampf-MĂ€lzerei-Brennerei und nördlich davon einen Ziegelofen mit Trockenscheune planen und errichten. Schon 1862 wurde das GrundstĂŒck mit den darauf befindlichen GebĂ€uden an die Herren Koch und Hagspihl aus Dresden verkauft. Bereits ein Jahr spĂ€ter zahlte Guido Oswald Hagsphil seinen Partner Koch fĂŒr 40.000 Reichsmark aus und war damit alleiniger Besitzer der „Görlitzer Getreidebrennereien, Presshefe – Sprit – und Malzfabriken“. Nachdem der FirmengrĂŒnder im Jahre 1915 verstorben ist, ĂŒbernahmen die Söhne die GeschĂ€fte. Im Jahr 1926 wurde die gesamte Fabrik fĂŒr 600.000 Reichsmark an die damaligen EigentĂŒmer der “UNION Leipziger Presshefefabriken und Brennerei AG” in Leipzig-Mockau verkauft.

Im Jahr  1938 wurde die Fabrik in eine Aktiengesellschaft unter Beteiligung der Henkel & Cie. AG umgewandelt und firmierte weiter unter dem Namen “Görlitzer Getreidebrennerei Hagspihl und Co”. Nach dem 2. Weltkrieg 1945 war die Fabrik erst durch einen TreuhĂ€nder in Verwaltung, bis 1955 die Enteignung der Firmeninhaber erfolgte. Die Umstrukturierung in einen volkseigenen Betrieb der DDR und die Eingliederung in die VEB Bramsch –Dresden wurde veranlasst. Die Produktion von Alkohol und Spiritus trat in den Hintergrund, es wurde vornehmlich Hefe – ein Abbauprodukt der Alkoholproduktion – fĂŒr die Lebensmittelversorgung gebraucht. So wurde die Fabrik eine von fĂŒnf der DDR, welche Hefe fĂŒr die Staaten des Ostblocks produzierte. Es wurden jĂ€hrlich etwa 4400-4700 t Hefe produziert und 17600-19000 hl reiner Alkohol. Durch die vielen Feiertage und Feste zu DDR-Zeiten gab es Spirituosenmangel, deshalb wurde stetig dafĂŒr gesorgt, dass solche produzierenden Betriebe immer vorrangig mit neuster BĂŒrotechnik und Rohstoffen versorgt wurden. Bis zum Jahr 1990 firmierte das Unternehmen unter “VEB Bramsch, Betriebsteil Backhefe Görlitz, Nahrungsmittelkombinat Magdeburg” und dem Ehrentitel “Betrieb der ausgezeichneten QualitĂ€tsarbeit”. Die Auszeichnung der GĂŒte der Hefeproduktion in der Vergangenheit ist noch heute durch eine Vielzahl von Urkunden belegbar.

Die Berliner Treuhandgesellschaft verkaufte im MĂ€rz 1991 die VEB Backhefe an eine Brennerei. Die weitere Produktion von Presshefe ist aus wirtschaftlichen GrĂŒnden, abgesehen von der Tatsache, dass einige Maschinen verschwanden oder vor der Übernahme verkauft wurden, eingestellt worden.

Die Fabrik stellte unter geschickter Umnutzung sowie vor aller technischer Verbesserungen und sukzessiver Erneuerung der Anlagen bis ins Jahr 2001 Rohalkohol her. Auch wurde eine Zweigstelle im benachbarten Reichenbach mit einer Kartoffel-Brennerei errichtet. Die Änderung des Bundesmonopolgesetzes 1998 mit Wirkung zum Jahr 2001 stellte einen dramatischen Einschnitt fĂŒr den Produktionsstandort dar, weil hier durch die GesetzesĂ€nderung unvorbereitet die finanzielle Grundlage entzogen wurde.

Checkt die nĂ€chsten Termine zu unserer spannenden Fototour „Kost & Logis“ in Görlitz.