Wird der Besuch der Duga 3 Radarstation in Zukunft noch möglich sein?

Wie wir bereits berichtet haben ist am Abend des 27. November der weißrussische Stalker, Dimitrij Szkinder auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe gestĂŒrzt und tödlich verunglĂŒckt. Der Tod des 33-jĂ€hrigen Mannes wird höchstwahrscheinlich negative Konsequenzen nach sich ziehen. Es gibt zwar in diesem Zusammenhang weiterhin wenig Informationen, aber eines steht heute schon fest. Es existiert ein hohes Risiko das zukĂŒnftig das Gebiet der Duga 3 Radarstation und das GelĂ€nde des Komplexes Chernobyl 2 fĂŒr den Touristenverkehr gesperrt werden. Dies soll weitere UnfĂ€lle wie diese verhindern, denn die Möglichkeit das ein „legaler“ Tourist dort einem Unfall zum Opfer fĂ€llt ist allgegenwĂ€rtig.

Nun stellen sich viele die Frage, warum diese Maßnahmen wenn doch der besagte Dimitrij sich dort illegal aufgehalten hat? Es sieht so aus das durch diese Tragödie die sich dort ereignet hat, die Verwaltung der Zone festgestellt hat, das die Unfallgefahr dort sehr hoch ist. SelbstverstĂ€ndlich, war es bisher immer verboten auf die Antenne zu klettern, aber alle die bisher mit uns dort waren wissen wie einfach es ist dieses Verbot zu ignorieren.

Was wissen wir genaueres ĂŒber den Tod des Stalkers?

Weiterhin nicht viel. Auf das GelĂ€nde der Sperrzone drang er illegal in Begleitung eines Mannes und einer Frau ein. Das tragische UnglĂŒck nahm am Abend des 27. November seinen Lauf als es schon sehr Dunkel war. Die WetterverhĂ€ltnisse waren zu diesem Zeitpunkt auch alles andere als Optimal. Es war windig und kalt. Es fiel Schnee und die Temperatur bewegte sich zwischen minus 2 und 0 Grad. Die Gruppe benutzte bei der Kletteraktion auch keine Taschenlampen da sie befĂŒrchteten dadurch von der Security entdeckt zu werden.

Die gesamte Konstruktion der Duga 3 Radarstation ist 150 Meter hoch. Noch immer wissen wir nicht warum Dimitrij plötzlich aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe fiel. Die Frau die sich entschlossen hat nicht nach oben zu klettern wartete am Boden auf die beiden MÀnner. Sie hat den Unfall zwar nicht gesehen aber sie hörte einen dumpfen Aufprall ganz in ihrer NÀhe. Dimitrij fiel mit dem Kopf in den Sand und starb noch am Unfallort.

Die beiden Begleiter liefen sofort zum etwa 500 Meter entfernten Kontrollpunkt um Hilfe zu holen. Die Security alarmierte unverzĂŒglich den Rettungsdienst und die örtliche Polizei. Nach etwa 20 Minuten traf der Notarzt ein, dieser konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.

Den beiden Begleitern droht nun ein Strafverfahren wegen illegalem Eindringen in die Sperrzone von Tschernobyl sowie einen Anfangsverdacht wegen fahrlÀssiger Tötung. Beide wurden bis in die Morgenstunden ausgiebig von der Polizei verhört.

Vielen Dank an Napromieniowani.pl fĂŒr die Informationen und die Fotos.

Wie wir bereits berichtet haben ist am Abend des 27. November der weißrussische Stalker, Dimitrij Szkinder auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe gestĂŒrzt und tödlich verunglĂŒckt. Der Tod des 33-jĂ€hrigen Mannes wird höchstwahrscheinlich negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Was sind die Folgen des tödlichen Unfalls auf dem GelÀnde der Duga 3 Radarstation?

Wie wir bereits berichtet haben ist am Abend des 27. November der weißrussische Stalker, Dimitrij Szkinder auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe gestĂŒrzt und tödlich verunglĂŒckt. Der Tod des 33-jĂ€hrigen Mannes wird höchstwahrscheinlich negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Was sind die Folgen des tödlichen Unfalls auf dem GelÀnde der Duga 3 Radarstation?

Wie wir bereits berichtet haben ist am Abend des 27. November der weißrussische Stalker, Dimitrij Szkinder auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe gestĂŒrzt und tödlich verunglĂŒckt. Der Tod des 33-jĂ€hrigen Mannes wird höchstwahrscheinlich negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Was sind die Folgen des tödlichen Unfalls auf dem GelÀnde der Duga 3 Radarstation?


Auf illegaler Erkundungstour durch die Sperrzone von Tschernobyl

„Höher, schneller, weiter“ Irgendwann musste es soweit kommen. Ein illegaler Tourist auch „S.T.A.L.K.E.R“ genannt ist am 27. November von der Duga 3 Radarstation abgestĂŒrzt. Die Stalker-Bewegung das sind Urban Explorer und Abenteurer die sich Illegal in der Sperrzone aufhalten und vorwiegend Nachts dort auf Erkundungstour gehen. Die Szene begann sich seit 2007 aktiv zu entwickeln, als das erste Computerspiel aus der „S.T.A.L.K.E.R„-Serie herauskam, dessen Handlungsort die Sperrzone von Tschernobyl wurde.

Tödlicher Sturz von der Duga 3 Radarstation

Auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation in Tschernobyl ist laut Pressemitteilung der Polizei des Oblast Kiew, gestern ein 33-jĂ€hriger Weißrusse tödlich verunglĂŒckt. Dies bestĂ€tigte mir auch vor kurzem mein langjĂ€hriger Guide. Er hielt sich mit zwei weiteren Personen illegal in der Sperrzone auf. Diese kletterten auf die kleinere Radaranlage mit einer Höhe von 100 Metern. Im Zuge dieser Kletteraktion ist die besagte Person aus einer Höhe von 15 Metern abgestĂŒrzt. Er war ein aufs volle Risiko gehender Abenteurer der dieses mit seinem Leben bezahlt hat. Gegen die anderen beiden Personen wurde ein Strafverfahren wegen vorsĂ€tzlicher Tötung nach § 115 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches eingeleitet. Abenteuer hin, Abenteuer her aber wir haben nur EIN Leben. Wie sich dieser tragische Unfall auf die zukĂŒnftigen Touren zu diesem Ort (Duga 3 und das GelĂ€nde von Tschernobyl 2) auswirkt ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt.


Abenteuertouren & Erlebnisreisen mit Urbexplorer

Wo im FrĂŒhjahr unendliche Meere von Wermut blĂŒhten strahlen jetzt die Überreste eines teils kollabierten und mittlerweile stillgelegten Kraftwerkes.
Auf den ersten Blick dominieren mÀchtige Betonklötze, Mahnmale und Statuen.
Das Gebiet ist weitlÀufig und ruhig.
Wir werden einen Blick in diese Betonklötze wagen. Es gibt vier dieser Klötze, Block 1 bis 4.
Block 4 (1.000 MW) explodierte am 26. April 1986 und brachte Tschernobyl unrĂŒhmlich in aller Munde. Wermut und Wehmut.
Die anderen drei Blöcke wunden nach und nach abgeschaltet. Block 2 1991, Block 1 1996 und Block 3 2000.


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FĂŒhrung durch das Kernkraftwerk von Tschernobyl

Im Block 2 wird fĂŒr interessierte Besucher eine FĂŒhrung angeboten. Ein strenger und exakter gut englisch sprechender Mitarbeiter fĂŒhrt die Besucher durch einige RĂ€ume des Kraftwerkes.
Mit Kraftwerkskleidung geht es dann durch unzĂ€hlige Schranken und Sperren. ÜberflĂŒssige MetallgegenstĂ€nde sollte man nicht mitnehmen. Handys, Fotoapparat und GeigerzĂ€hler sind erlaubt.

Der Goldene Flur im Kraftwerk von Tschernobyl

Durch den ewig langen goldenen Flur kommen wir dann direkt in die Steuerzentrale von Block 2.
Block 2 ging am 28. Mai 1979 ans Netzt (Baubeginn 1973) und war der erste der am 11. Oktober 1991 abgeschaltet wurde. Es ist fast 45 Jahre alte russische Technik zu bewundern. Im Handyzeitalter sind die WĂ€hlscheibentelefone schon ein Hingucker.

Das Rechenzentrum

Dann ging es weiter zum Rechenzentrum mit dicken Servern und vertrauenswĂŒrdiger und millionenfach benutzter Software. Windows XP. Auf dem Weg gab es immer wieder kurze knappe Anweisungen von unserem FĂŒhrer, fotografieren erlaubt, fotografieren verboten, nach rechts an die Wand, stehenbleiben usw.
Die Bahnlinie zum Abtransport des verstrahlten Schrottes war auch fertig.

Der Energieverteiler

Jedes normale Kraftwerk erzeugt Strom. Tschernobyl verbraucht Strom. 20 bis 25 Jahre braucht ein abgeschaltetes Atomkraftwerk zum Abklingen.
Die von außen zugefĂŒhrte Energie muss sicher und sinnvoll verteilt werden. Die Ukraine lebt da gerade nicht im Überfluss.

Vorbei an weiteren sonderbaren Telefonen ging es dann zum Ausgang. Aber am Kontrollpunkt wollte man uns weder kontrollieren noch passieren lassen. Es lag kein Auftrag vor. Unser FĂŒhrer telefonierte eine ewige Zeit …

Die QuarantÀnestation

Ist schon ein komisches GefĂŒhl. Aber dann kam die Auflösung. Es ging weiter mit der FĂŒhrung. Wir besuchten noch die SanitĂ€tsstation, oder besser gesagt die QuarantĂ€nestation. Jede Menge Liegen, Luftfilter, Wasserfilter, Notstromaggregate, Messstellen, halt alles was dazu gehört.

Spannende Reise nach Tschernobyl

Nach etwas ĂŒber zwei Stunden war dann die FĂŒhrung beendet. Auch wenn man sich vielleicht noch ein paar andere Dinge im Kraftwerk erhofft hatte (nicht unbedingt den Elefantenschuh) war es ein beeindruckender Streifzug durch das Innere des Kraftwerkskomplexes. Mit FaktenĂŒberlauf im Kopf ging es dann ins Freie. Die Strahlung lag ĂŒbrigens fast immer bei 0,13 ÎŒSv. Fast wie zuhause.


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Auf unserer Tschernobyl Tour erkunden wir entlegene Dörfer am Rande der Zone

Das Riesenrad und der neue Sarkophag sind natĂŒrlich die Highlights bei einem Besuch in der Zone, aber es gibt tausend andere Dinge zu erkunden und zu bestaunen. So zum Beispiel die kleinen verlassenen Dörfer am Rande der Zone. Heute will ich euch mal nach Mashevo entfĂŒhren. ĐŒĐ°ŃˆĐ”ĐČĐŸ, zu Deutsch „mache“. Es ist das nördlichste Dorf an der Grenze zu Weißrussland. Von einem weiteren verschlossenen Kontrollpunkt geht es dann ca. 30km nach Norden. Die Straße ist ganz gut befahrbar, wenn nicht gerade BĂ€ume rumliegen (2016). Dreimal „hau ruck“ und die Sache war geregelt.

Das imposanteste Bauwerk ist die Schule. Ziemlich groß fĂŒr so ein kleines Dorf.

Im Inneren gibt es zahlreiche FachrĂ€ume. Der Abakus hat schon eine beachtliche GrĂ¶ĂŸe und Lenin ist immer noch sehr dominant.

Sehr erstaunlich ist es mitten in dieser Abgelegenheit ein Zimmer fĂŒr den Deutschunterricht zu finden.

Der Physikraum lÀsst jedes Technikerherz höher schlagen. Solch eine Vielfalt an GerÀtschaften und Schautafeln möchte ich mal in deutschen Schulen sehen.

Auch wenn der hier bildlich dominierende Typ mit der Glatze mit seinem Spruch „Lernen, lernen und nochmals lernen“ durchaus Recht hat … ein paar Impressionen vom Dorf selbst. Auffallend zwischen den hölzernen BlockhĂŒtten sind die steinernen ReihenhĂ€user incl. NebengebĂ€ude. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, die Wellasbestplatten auf den DĂ€chern.

Das soll mal genĂŒgen. Es gibt in Mashevo noch viel zu entdecken. Das Innere der HĂ€user und Schuppen, der Bereich der Kolchose, die lĂ€ngeren Dorfstraßen, die Grenze zu Weißrussland … usw.

Siehe auch: Chernobyl Fallout Tour


Eine kurze Erinnerung an das Jahr 1986 in der damaligen DDR

Im April 1986 – ich 17 Jahre alt und im ersten Ausbildungsjahr an einer Berufsschule mit Internat im Osten von Berlin. Wir hörten heimlich auf den Zimmern West-Radio. Der RIAS war problemlos zu empfangen und hatte die bessere Musik. Daher lief das Radio am Sonntagabend. In den Nachrichten brachten sie eine Mitteilung ĂŒber einen Reaktorunfall in der Sowjetunion. Wir diskutierten an diesem Abend lange ĂŒber die Situation und wussten, dass dieser Unfall auch Einfluss auf unser jetziges und zukĂŒnftiges Leben haben wird. Von den DDR-Medien war zu dieser Zeit nichts darĂŒber zu hören. Es wurde totgeschwiegen.

NĂ€chster Montagmorgen – erste Stunde Sport. Unser Lehrer, ein ehemaliger NVA-Offizier, verordnete 5 km Waldlauf unter dem Motto: „Nicht dass ihr denkt, ich schere mich um die aktuelle Lage. Frische Luft ist gesund!“ Mehr wurde darĂŒber nicht gesprochen und das Thema generell unter den Tisch gekehrt. Ich weiß nicht, ob diese Sportstunde einen Einfluss auf meine Gesundheit hatte. Ich habe noch viele Jahre danach Joggen mit diesem Ereignis verknĂŒpft und es gehasst.

Bei uns war die Welt also auch danach noch in Ordnung. In Westberlin und der BRD nicht. Plötzlich gab es Unmengen an frischem GemĂŒse: GrĂŒner Salat und Gurken – im FrĂŒhjahr! Jeder wusste, dass in Westdeutschland Niemand das (offensichtlich) verstrahlte GemĂŒse und Obst anrĂŒhrte. Wir auch nicht. Es war eine Zeit der GerĂŒchte und Vermutungen und wir hatten Angst. Was wĂŒrde die Zukunft bringen?

Die DDR war bis 1989 in permanenten Kriegszustand. Das erfuhr ich allerdings erst nach der Wende. Mit 14 lernten wir, wie ein sicherer Unterschlupf fĂŒr den Katastrophenfall zu bauen ist. Mit 16 robbten wir mit Gasmasken durch die Natur – eine Kombination aus Survivals- und Pfadfindertraining. Mit dem kalten Krieg lernten wir umzugehen. Eine Katastrophe durch die „guten“ Atome – das war nicht vorgesehen. Das UnglĂŒck von Tschernobyl wurde zur grĂ¶ĂŸten technologischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts.

Heute begebe ich mich auf eine spannende Tschernobyl Reise

31 Jahre spĂ€ter mache ich mich mit 11 anderen Unerschrockenen auf den Weg nach Tschernobyl. Das Gebiet ist in zwei Zonen eingeteilt. In der 30 km Zone leben noch ca. 2000 Menschen, die hauptsĂ€chlich im Kraftwerk arbeiten. Hier ist auch das einzige Hostel zu finden, in dem wir zwei NĂ€chte verbringen. In der 10 km Zone liegt die heutige Geisterstadt Pripyat, ca. 4 km entfernt vom Reaktor 4. Vor der Katastrophe muss Pripiyat eine sehr lebenswerte Stadt fĂŒr ihre 50.000 Einwohner gewesen sein: Ein nie fertig gestelltes Stadion, eine Schiffsanlegestelle, Kino, Kulturhaus, Schwimmbad, Rummelplatz sowie zahlreiche Sporthallen, die Einwohner hatten viele Möglichkeiten. Heute sehen noch viele HĂ€user aus wie am Tag der Evakuierung, trotz PlĂŒnderungen und Vandalismus.

Im Krankenhaus stehen die Babybetten in Reihe als wĂ€re nichts passiert. Wir wandern ĂŒber kaum erkennbare Straßen und Wege. Die Natur hat sich Raum zurĂŒckerobert. Die einstige Hauptstraße ist mit BĂ€umen und StrĂ€uchern zu gewuchert und nicht mehr erkennbar. Wenn man mit den FĂŒĂŸen das Laub und den Humus wegschiebt, kommt der Beton zum Vorschein. Es ist still, sehr still. Nur vereinzelt hört man ein Zwitschern. Wo sind die Vögel? Bienen und Wespen sucht man ebenfalls vergebens. Das leise Ticken des MessgerĂ€tes am Hosenbund wird nur ab und zu unterbrochen von einem hektischen Fiepen, wenn die radioaktive Strahlung ĂŒber dem Grenzwert liegt. Hier kann ich mich nicht auf meine Sinne verlassen. Denn radioaktive Strahlung kann man nicht riechen, sehen oder schmecken. Ich laufe quasi blind durch die Gegend. Tiere sollen die Gefahr ja spĂŒren, ich verlasse mich auf den GeigerzĂ€hler. TatsĂ€chlich ist die Strahlung unregelmĂ€ĂŸig. Es gibt sogenannte Hotspots, die schlimmsten sind mit einem Warnschild versehen. Die Hauptwege und umliegende GebĂ€ude wurden dekontaminiert, so dass man sich gefahrenfrei bewegen konnte.

Erkundungstour zu Fuß durch die Straßen der Geisterstadt Pripjat

In drei Tagen, nach vielen Kilometern Weg und etlichen Stockwerken sind mir die Schicksale der Menschen in Pripyat und Umgebung nĂ€her. Ich wĂŒnschte ich könnte mich nur fĂŒr einen Augenblick 35 Jahre in die Vergangenheit zurĂŒck beamen und Szenen des tĂ€glichen Lebens beobachten. Besonders stark ist dieses GefĂŒhl im Kindergarten. Hier stehen noch die Spielzeugautos auf dem Tisch und Kinderschuhe im Schrank. Es muss ein schönes GebĂ€ude gewesen sein – offen und hell.

Abends ab 18 Uhr gehört Pripyat wieder den Geistern. Niemand darf sich ĂŒber Nacht dort aufhalten. Bevor wir die 10 km Zone verlassen, werden Fahrzeug und Mensch auf RadioaktivitĂ€t untersucht. Nach 3 Tagen haben wir eine errechnete Gesamt-Strahlendosis von ca. 29 Microsievert aufgenommen. Gut, dass in diesem Jahr kein Langstreckenflug mehr ansteht.

Die Reise wurde organisiert von urbexplorer.com und fand im September 2017 statt.

Marek & Marek – herzlichen Dank fĂŒr die tolle Organisation. 


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Fotomotive und HintergrĂŒnde

Die Stadt Prypjat

Die Stadt wurde 1970 gegrĂŒndet und zĂ€hlte 1986 knapp 50.000 Einwhner, davon ca. 15.000 Kinder.
Auf unserer Tour werden wir die bekanntesten SehenswĂŒrdigkeiten der Stadt besuchen.
Dazu zĂ€hlen der Rummelplatz der 4 Tage vor der Eröffnung fĂŒr immer geschlossen wurde, der Kulturpalast „Energetik“, Das Kaufhaus, Hotel „Polissja“ und weitere staatliche Einrichtungen.

Schulen und KindergÀrten

Da Prypjat durch die vielen Kinder eine sehr junge Stadt war gibt es eine große Zahl an Schulen und KindergĂ€rten. Hier und da ist schon ein Marx oder Engels gefallen, oder auch eine komplette Klassenzimmerwand. Man findet noch viele LehrbĂŒcher, Klassenarbeiten und Bastelarbeiten. Ebenso die zahllosen Gasmasken. Aber das ist eine andere Geschichte und hat mit dem Atomunfall nichts zu tun.

Krankenhaus

Alte Instrumente, Medikamente und BehandlungsrĂ€ume fesseln die Augen und jagen auch den ein oder anderen Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Durch viele originale Schautafeln kann man sich ein gutes Bild machen was hier vor ĂŒber 30 Jahren vor sich ging.

Kleinigkeiten und ganz große Sachen

Die Zone ist eine Schatzgrube an Zeugen der Vergangenheit. Kleinigkeiten oder auch hier und da mal eine Installation?
Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis die EindrĂŒcke fotografisch einzufangen, oder auch einfach nur die großen Bauwerke auf sich wirken zu lassen.

Man sieht sich? … jetzt buchen … bis bald … .. .


Auf unseren Tschernobyl Reisen bekommen wir die Genehmigung die geheime MilitĂ€rstadt „Chernobyl 2“ und die gigantische Radarstation Duga 3 zu erkunden.

Die einzige Zufahrt zum GelĂ€nde der geheimen MilitĂ€rstadt ist ein holpriger Weg aus aneinander gereihten Betonplatten das mich gleich an die Autobahnen in der ehemaligen DDR erinnert hat. Der Weg fĂŒhrte kilometerweit durch einen dichten Nadelwald der bei Baubeginn dieser Anlage kĂŒnstlich angelegt wurde. Getarnt war das GelĂ€nde als ein Kinderferienlager.

Auf unserer Fahrt passieren wir eine verlassene Bushaltestelle wo uns noch heute der BĂ€r „Mischka“ -das offizielle Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 1980- freundlich begrĂŒĂŸt hat. Nach etwa 45 Minuten Fahrt werden langsam im Morgennebel die gewaltigen Umrisse der Radaranlagen sichtbar. Vor einem grĂŒnen Tor mit silbernen Sowjetsternen verzierten Tor endet unsere Fahrt. Von hier aus geht es nun zu Fuß auf das geradezu von Mythen umgebene GelĂ€nde.

Der Ort trĂ€gt viele Namen: “Russian Woodpecker”- fĂŒr das typische Specht-Ă€hnliche KlopfgerĂ€usch im Radioempfang, “Steel Yard” – als NATO-Codename oder “DUGA-3“ – als Bauartbezeichnung. Um fĂŒr Verwirrung beim potentiellen Feind zu sorgen, wurde tatsĂ€chlich der bescheidene Name “Tschernobyl-2” genutzt. Von der Bauphase des Komplexes Anfang der 70er Jahre bis zur Katastrophe 1986 und einige Jahre danach unterlag die Radaranlage der strengsten militĂ€rischen Geheimhaltung. Selbst die Bewohner der 12 Kilometer entfernten Stadt Pripjat wussten nicht genau, worum es sich bei dem UngetĂŒm, das ĂŒber den Wald herausragte, tatsĂ€chlich handelte. Sie wunderten sich ĂŒber die riesiegen KrĂ€ne, mit Hilfe deren man die stĂ€hlerne Konstruktion montiert hatte. Parallel entstand eine kompakte MilitĂ€rsiedlung aus 5-stöckigenWohnblocks fĂŒr die Familien der bediensteten Spezialisten und Offiziere. Auch einige Jahre nach der Katastrophe wurde die Anlage streng bewacht. Ein entspannter Wachmann macht nach einem kurzen Anwesenheitscheck das Tor auf. Nun beginnt unsere Erkundungstour in eine geheime Welt.


Zwei polnische Urban Explorer haben nach ĂŒber 30 Jahren Dunkelheit wieder die Geisterstadt Pripjat erleuchten lassen. Die Stadt wurde nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 aufgegeben und evakuiert. Krystian und Adam sind die GrĂŒnder des Online-Portals Napromieniowani.pl, das sich mit der Geschichte der Geisterstadt Pripjat und den Auswirkungen des Supergaus beschĂ€ftigt. In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden reisen sie in die Sperrzone von Tschernobyl um die VerĂ€nderungen wĂ€hrend der seit 1986 verlassenen sowjetischen Musterstadt zu dokumentieren.

Auf einer Tschernobyl Tour entschlossen sie sich ein Experiment in Pripjat durchzufĂŒhren und packten einen Stromgenerator auf ihre nĂ€chste Reise in die Sperrzone ein. Mit diesem Generator versuchten sie die seit 31 Jahren dunklen Lampen in der Geisterstadt Pripjat wieder zum Leuchten zu bringen. Ein sehr ambitioniertes Ziel wie sie sagten, aber ob es geglĂŒckt ist?

Die Aktion „Pripjat leuchtet„ wurde fast ein Jahr lang vorbereitet. Die meisten Lampen in den GebĂ€uden sind nach so langer Zeit grĂ¶ĂŸtenteils ohne Funktion, meist liegt es daran das die PlĂŒnderer den Kupferdraht gestohlen haben. Hier war das grĂ¶ĂŸte Problem GebĂ€ude und Straßen zu finden, wo die elektrische Infrastruktur noch funktioniert.

Durch Zufall entdeckten sie eine Straßenlaterne die fĂŒr ihr Experiment infrage kam. Es war ein unbeschreibliches GefĂŒhl in dieser verlassenen und dunklen Stadt diesen einzigen, hellen Gelb schimmernden Leuchtturm zu sehen. Erstaunlich war es auch das die Lampe eine mit 250 Watt ungewöhnlich hohe Leistung hatte. Man kann nur erahnen wie hell die Stadt Pripjat damals beleuchtet wurde.

FĂŒr ein weiteres Experiment wĂ€hlten sie eine der unzĂ€hligen Schulen in der Geisterstadt aus. „Wir wussten, dass etwas passieren wĂŒrde, aber wir wussten nicht was“, erinnert sich Adam.

„FĂŒr ein paar Sekunden flackerten die Lichter, und dann gingen sie plötzlich zum ersten Mal seit 1986 wieder an. Es war ein unbeschreibliches GefĂŒhl und hier war ich das erste Mal sprachlos „, sagt Krystian.

Einige von Euch fragen sich wahrscheinlich, wie es möglich sein kann das man nach mehr als 30 Jahren Pripjat zum Leuchten bringen kann. Das Geheimnis liegt hier in der Einfachheit der Leuchtstofflampen und Röhren. Denn wenn die Infrastruktur noch immer intakt ist und die Lampen nicht zerschlagen sind, besteht eine hohe wahrscheinlichkeit das diese noch funktionieren. Die beiden Explorer haben fast jeden Winkel der Geisterstadt erforscht. Mit dieser Aktion wollten sie einen Hauch Leben nach Pripjat bringen und beweisen das die Technik noch funktioniert.

Alle reden und schreiben das die Stadt Pripjat seit 1986 unverĂ€ndert ist, das ist aber totaler Quatsch. TatsĂ€chlich ist die Stadt am auseinander fallen. Das Regenwasser fließt die WĂ€nde herab und sammelt sich im Mauerwerk, durch die Frostperioden im Winter platzen die WĂ€nde auf und bringen so ganze GebĂ€ude zum Einsturz. Eine weitere Problematik ist das die Sperrzone zunehmend vom MĂŒll verschmutzt wird was die Touristen hinterlassen, gefolgt vom zunehmenden Vandalismus.

„Wir mĂŒssen uns beeilen – diese Fotos sind wichtig, denn bald wird niemand sehen können, was wir sehen, also mĂŒssen wir die Zeit nutzen, solange wir können.“ sagt Krystian und verabschiedet sich zur nĂ€chsten Reise in die Sperrzone.


Seit etwa 4 Wochen sind wir alle wieder von unserer Pripjat Silvester 1985 Tour nach Hause zurĂŒckgekehrt! Wir begaben uns in das Jahr 1985 um auf eine außergewöhnliche „Silvester“ Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripjat. An zwei Tagern erkundeten wir die zu dieser Jahreszeit menschenleere Sperrzone.

Da es ein wenig geschneit hat herrschte auf unserer Erkundungsroute durch die Zone eine stimmungsvolle winterliche Aura! Dies war eine außergewöhnliche und einzigartige Fotoexpedition in die Sperrzone denn die LichtverhĂ€ltnisse in dieser Jahreszeit sind schon eine Herausforderung.

Andererseits haben wir völlig neue EindrĂŒcke aus einer winterlichen und verschneiten Zone mitgenommen. Ich persönlich habe meinen ersten Wolf in meinem Leben gesehen. Die Bilder wurden mir von Nils Konheiser zur VerfĂŒgung gestellt. Vielen Dank dafĂŒr! Besucht seine Seite unter: Facebook NK Fotografie 

Eine kleine Statistik: Aus welchen LĂ€ndern kamen eigentlich die meisten Besucher in die Sperrzone?

Platz 1. Ukraine mit 33,2 %
Platz 2. Polen mit 16,8 %
Platz 3. Großbritannien mit 12,3 %
Platz 4. USA mit 8,8 %
Platz 5. Deutschland mit 7,5 %

Fotogalerie Pripjat Silvester 1985 Tour

VideoClip "Pripjat Silvester 1985 Tour"

Pripjat Silvester 1985 Tour

Mach Dir selbst ein Bild!


Bei unserer spannenden Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat entdeckten wir dieses verlassene Dorf an der weißrussischen Grenze. Unser Weg fĂŒhrte von Tschernobyl aus ĂŒber die BrĂŒcke des Pripyat Flusses auf die andere Uferseite. Es war zwar ein langer und beschwerlicher Weg, denn wir brauchten mit unserem Bus fĂŒr die 28 Kilometer etwa eine Stunde bis wir in dem Dorf ankamen. Die Natur hat sich mittlerweile nach knapp 30 Jahren viel zurĂŒckgeholt. Wo frĂŒher eine breite asphaltierte Straße in das Dorf fĂŒhrte ist es heute nur ein kleiner zu gewucherter Waldweg.

Wann das Dorf genau gegrĂŒndet wurde ist nicht bekannt, im Jahr 1864 lebten hier insgesamt 279 Menschen, im Jahr 1887 waren es dann schon 383 Einwohner wobei davon 101 orthodoxe Juden waren. Diese hatten eine eigene Kirchengemeinde mit einer wunderschönen und noch heute gĂ€nzlich erhaltenen orthodoxen Kirche. Im Jahr 1900 lebten im Dorf Krasny schon insgesamt 554 Einwohner. Der grĂ¶ĂŸte Teil von ihnen waren Bauern. Im Dorf gab es zu dieser Zeit 4 KornmĂŒhlen und auch zu dieser Zeit wurde in der NĂ€he der orthodoxen Kirche eine Schule errichtet.

Am Vorabend der Katastrophe von Tschernobyl lebten im Dorf insgesamt 325 Einwohner. Nach der Katastrophe wurden alle Bewohner evakuiert und die Menschen wurden ĂŒberwiegend in das Dorf Rudnitskoe und Ɓukaszi in der Region Baryszew im Oblast Kiew umgesiedelt.

Dieses Dorf mit der wunderschönen Kirche besuchen wir wieder bei unserer viertĂ€gigen  „Chernobyl Fallout Tour“ im Mai und Oktober 2016.


Es ist das bekannteste Wahrzeichen der Geisterstadt Pripyat und ein Motiv das jeder Lost Place Fotograf einfangen muss wenn er an unserer Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripjat teilnimmt. Mittlerweile wird dieser Ort auch von vielen Tagestouristen heimgesucht die eine sogenannte „Chernobyl Tour“ buchen ein Selfie mit dem Riesenrad machen und wieder verschwinden.

Am 1. Mai 1986 sollte neben den ĂŒblichen Maifeierlichkeiten auch der VernĂŒgungspark in Pripyat zum ersten Mal seine Tore fĂŒr Besucher öffnen. Auf den Straßen wehten die Fahnen und Dekorationen zum ĂŒblichen Maifeiertag. Es kam jedoch alles anders, am 26. April 1986 explodierte im nur wenige Kilometer entfernten Tschernobyl ein Kernreaktor und sorgte so fĂŒr jene unbeschreibliche Katastrophe, die den meisten von uns wohl noch zu gut in Erinnerung geblieben sein dĂŒrfte.

Einen Tag nach der Tschernobyl-Katastrophe entschloss sich die Stadtverwaltung dazu, den Freizeitpark fĂŒr Besucher trotzdem zu öffnen, um den Menschen etwas Ablenkung von den Ängsten und Gefahren der Katastrophe zu verschaffen.

Doch nach nur wenigen Stunden, in denen das Riesenrad des Parks sowie ein Autoscooter und ein Fallschirmturm zumindest fĂŒr das ein oder andere vorsichtige LĂ€cheln in den Gesichtern der Besucher und vor allem der Kinder gesorgt haben dĂŒrfte, kam der Befehl, Pripyat endgĂŒltig zu evakuieren.

Hier prÀsentiere ich euch einen Kurzfilm von unserer Fotoexpedition im Mai 2015


Der riesige GebĂ€udekomplex wurde im Jahr 1929 von den Deutschen gebaut und diente spĂ€ter der Wehrmacht als Krankenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal von der Sowjetarmee ĂŒbernommen und als MilitĂ€rkrankenhaus weiter betrieben. Das in einem ruhigen WaldstĂŒck gelegene riesige Krankenhaus konnte bis zu 650 Patienten aufnehmen wurde aber in der Regel nicht einmal zur HĂ€lfte ausgelastet.

Auf dem mit einer hohen Betonmauer umzĂ€unten GelĂ€nde standen etwa ein Dutzend GebĂ€ude. Das grĂ¶ĂŸte dieser dreistöckigen GebĂ€ude ist ĂŒber 250 Meter lang. Im Inneren hat man den Eindruck das die Flure, schier Endlos sind. Um uns herum sind hunderte von RĂ€umen und unterstreichen hier das GefĂŒhl sich zu verirren. Dieser Eindruck wird durch einen sehr dunklen, langen Keller verstĂ€rkt. Das Ganze verstĂ€rkt durch eine erstaunliche Stille. Es gab mehrere Zweige der Chirurgie sowie der Psychiatrie, OrthopĂ€die und diverse BetriebsrĂ€ume .

In ihrer BlĂŒtezeit war es ein sehr gut ausgestattetes Krankenhaus mit fĂŒr damalige Zeiten, moderner AusrĂŒstung. Auf dem GelĂ€nde gibt es mehrere weitere GebĂ€ude wie zum Beispiel eine Abteilung fĂŒr Kinder, eine Apotheke, KĂŒche, Esszimmer, Konferenzraum, Shop, Kino und ein recht großes Schwimmbad. Das kleine GebĂ€ude daneben war eine Krankenhauskapelle und auf dessen RĂŒckseite befand sich der Seziersaal. Wenn man diesen betritt und diesen einzigartigen Geruch verspĂŒrt, bekommt man auch als hartgesottener GĂ€nsehaut.


Vielen Dank an alle Teilnehmer unserer â€ȘFotoexpedition‬ nach â€ȘTschernobyl‬ und â€ȘPripyat‬ vom 30.04 bis 05.05! Nach einer beschwerlichen RĂŒckfahrt bedingt durch den Streik der GDL sind wir nun alle glĂŒcklich, mit vollen Speicherkarten sowie vielen EindrĂŒcken im Kopf in Berlin angekommen. Ich kann nur sagen Ihr wart eine entspannte und lustige Gruppe und auch super Explorer. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit euch zu reisen. Vielen Dank an Gerry Langer Photography fĂŒr das Gruppenfoto und an MOE wedding Photography  
.ĐŸŃ‡Đ”ĐœŃŒ ĐŸŃ…ĐŸŃ‚ĐœĐŸ! Freie PlĂ€tze fĂŒr unsere nĂ€chste Fotoexpedition findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

"Operationssaal"

„Operationssaal“

"Krankenhausflur"

„Krankenhausflur“

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

Hinter den Kulissen

Hier haben wir einige SchnappschĂŒsse der Teilnehmer unserer Fotoexpedition Tschernobyl. Es war wie eine Reise „Europa in drei Tagen“ aber die Strapazen haben sich gelohnt. Was zĂ€hlt sind die EindrĂŒcke im Kopf!

 

 


Die Stadt Pripyat liegt etwa vier Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und wurde im Jahr 1970 fĂŒr die Mitarbeiter des Kraftwerks gebaut. Die Stadt war einen sogenannte „Reißbrettstadt“ denn sie wĂŒrge gĂ€nzlich neu gebaut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe lebten in Pripyat etwa 55.00 Einwohner und das Durchschnittsalter war 25 bis 30 Jahre. Es wurden zu damaliger Zeit moderne Wohnungen sowie ein Bahnhof, mehrere KrankenhĂ€user, KindergĂ€rten einen Hafen und einen VergnĂŒgungspark direkt im Zentrum der Stadt.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete sich am 26.4.1986. Er gilt als die grĂ¶ĂŸte Kernkraftkatastrophe in der Geschichte. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Das Atomkraftwerk Tschernobyl war damals eines der grĂ¶ĂŸten auf der Welt. In der verhĂ€ngnisvollen Nacht des 26. April fĂŒhrte man im Kraftwerk ein Experiment durch, bei dem der untĂ€tige Bereich der Anlage des Turbo-Generators getestet werden sollte. Überhitzender Kraftstoff verursachte die Zerstörung der GeneratoroberflĂ€che.

Die Explosionen des Kraftwerks setzten radioaktive Substanzen frei, die bis auf eine Höhe von 1,5 km in die Luft stiegen. In dieser Höhe wehte der Wind der zu diesem Zeitpunkt aus sĂŒdöstlicher Richtung kam, die radioaktive Wolke bis nach Skandinavien. Als der Wind sich wieder drehte Wolke flog ĂŒber Skandinavien und wieder zurĂŒck in die Ukraine. Eine zweite kontaminierte Wolke zog daher ĂŒber Polen, Richtung SĂŒdwesten.  Der Supergau von Tschernobyl trieb das Strahlenniveau auf das Tausendfache der natĂŒrlichen Strahlung. Die Evakuierung erfolgte aus GrĂŒnden der Desinformationsstrategie der damaligen sowjetischen Behörden erst am nĂ€chsten Tag. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die nötigsten Dinge mittnehmen sollten, nach drei Tagen könnten sie zurĂŒckkehren. Die Bevölkerung wurde bewusst falsch informiert um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel GepĂ€ck mitnehmen.

Auf unserer Fotoexpedition findest Du in Pripyat viele Details, verrostete GerĂ€te, alte Propagandaschriften und aus der Zeit gefallene sozialistische Slogans. Diese sind hier ĂŒberall zu finden – in KulturhĂ€usern, im Hotel, Krankenhaus, Polizeistation sowie in Schulen und KindergĂ€rten. Eine Fotoexpedition mit den Lost & Found Explorers nach Pripyat ist wie eine Reise in die Vergangenheit mit dem Unterschied, dass man in einer Geisterstadt ohne einen einzigen Bewohner ist.

Wir laden alle Lost Places Fotografen zu dieser Fotoexpedition an diesen faszinierenden Ort. Es wird eine einzigartige Gelegenheit, um mit uns auf eine fotografische Entdeckungsreise in die Ukraine zu gehen.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier einen kurzen Film der vergangenen Fotoexpedition zusammengestellt:

Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfĂ€hrst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen. Wir möchten, das diese Fotoexpedition Deine persönliche Fotoreportage in der geschlossenen Zone von Tschernobyl, 28 Jahre nach dem Ausbruch des Kraftwerks ist. Die Auswirkungen, die das Leben von Zehntausenden von Menschen, nicht nur in der Ukraine und Weißrussland verĂ€ndert haben wirst Du hier erleben.

Unsere Fotoexpedition richtet sich an alle Fotografen und Hobbyfotografen sowie Geschichtsinteressierte. Wir wollen das Du diesen Ort mit deinen eigenen Augen wahrnimmst und deine persönlichen Fotomotive findest genau so wie Du diesen Ort gesehen hast.

Nach der Fotoexpedition und RĂŒckkehr nach Deutschland möchte ich eine Ausstellung der Fotos organisieren, die die persönliche Sichtweise jedes einzelnen Teilnehmers die EindrĂŒcke und Erfahrungen von Tschernobyl darstellt.

Checkt die nĂ€chsten Termine fĂŒr diese spannende Fotoexpedition: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

 


Entdecke auf unseren Lost Places Fototouren geheimnisvolle Orte!

Die ehemalige Textilfabrik von Zygmunt Jarocinski befindet sich in ƁódĆș. Die erste Bebauung fand schon zwischen 1880 und 1883 statt, bevor Zygmunt Jarocinski als Unternehmer in Erscheinung getreten ist. Am 3 Oktober 1888 hat die Verwaltungsbehörde in Piotrkow Trybunalski den Antrag fĂŒr den Ausbau des GebĂ€udekomplexes zu einer mechanischen Weberei bewilligt. Der zustĂ€ndige Stadtarchitekt war Hilary Majewski und der leitende Ingenieur war Andrzej Mitropow. Die Hauptweberei wurde von der Nord- und Westseite erweitert dadurch vergrĂ¶ĂŸerte sich der Bereich dreifach. Die Familie Jarocinski gelangte in ƁódĆș als bekannte Industriellen-Familie zu Ruhm und Reichtum. Der GrĂŒnder der Textilfabrik Zygmunt Szmul Jarocinski, war ein Industrieller und Philanthrop. Er grĂŒndete die erste jĂŒdischen Gewerbefachschule in ƁódĆș war „TORA“ Mitglied und Finanzberater. Seine Karriere hat er aber vorwiegend der GrĂŒndung der Textilfabrik zu verdanken. Diese war eine der modernsten Textilfabriken der damaligen Zeit. Diese Textilfabrik ist von großem architektonischen Wert, nicht nur als eine der am besten erhaltenen Beispiele der damaligen Industriearchitektur. Sichtbar unter anderem an dem charakteristischen Turm mit dem monumentalen GebĂ€uden sowie der dazugehörigen Lagerhallen. Seit Beginn des Jahres 2008 ist die Textilfabrik geschlossen. In diesem Jahr wurde das GebĂ€ude außerdem unter Denkmalschutz gestellt. Der GebĂ€udekomplex ist ein Paradies fĂŒr Fotografen. Das gesamte Areal bieten einzigartige Motive fĂŒr Liebhaber von Lost Places und dem morbiden Charme verlassener Industrieobjekte.


Seid Ihr bereit fĂŒr die Industrielle Revolution? Vom 16 bis 17 Mai findet eine spannende Lost Places Fotoexpedition nach ƁódĆș statt. Vollgepackt mit spannenden abwechslungsreichen Motiven. 4 Locations und 11 Stunden Zeit zum Fotografieren. Wir starten mit einer ehemaligen Textilfabrik danach fahren wir zu einer verlassenen Druckerei. Am nĂ€chsten Morgen erkunden wir das riesige GelĂ€nde eines Straßenbahndepots mit historischen Fahrzeugen sowie Werkzeug, Ruß, Öl und Staub. Am Nachmittag schließen wir unser Fotowochenende mit dem Besuch eines Landschlosses außerhalb der Stadt. Alle die schon in der Textilfabrik mit dabei waren bekommen ein EXTRA Programm. WĂ€hlt dieses bitte im Bestellformular aus. Da ich wie immer nicht sagen kann ob die Touren in dieser Form noch mal stattfinden kann ich erstmal zu weiteren Terminen keine Aussage treffen checkt einfach ob das was fĂŒr euch ist und ob Ihr Zeit habt und kommt einfach mit. Checkt die Termine unter: https://urbexplorer.com/produkt/industrielle-revolution-in-lodz/

 


Auf einer der vergangenen Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Dies ist wohl der bekannteste Lost Place in Berlin und Umgebung. Im Jahre 1969 baute die DDR ihren ersten VergnĂŒgungspark im PlĂ€nterwald. Dieser erste Freizeitpark der DDR war unter dem Namen „VEB Kulturpark“ bekannt. Wahrzeichen des Parks war das 45 Meter hohe, weithin sichtbare Riesenrad, das noch 1989 erneuert wurde. Nach der Wende wurde der Park aufwĂ€ndig an die neuen Sicherheitsvorkehrungen angepasst, aber durch die dadurch entstandenen höheren Eintrittspreise blieben auch zunehmend die Besucher aus. 2001 meldete der inzwischen private Betreiber Insolvenz an. Seit mehr als zehn Jahren liegt dieser Lost Place nun brach und ist Verfall und Vandalismus ausgesetzt.