Gedenken an die Helden von Tschernobyl

Die gusseiserne Glocke hängt stumm im steinernen Bogen. An der Mauer darunter steht auf Plaketten eingraviert eine Reihe von Namen. Namen der Menschen, die in den ersten Stunden, Tagen und Wochen unter Einsatz ihres Lebens nach einer der größten Katastrophen der Welt aufgeräumt haben. Das Denkmal erinnert an die Liquidatoren von Tschernobyl.

Tschernobyl, auch heute noch Synonym für den unsichtbaren Schrecken, steht für eine nukleare Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Die Hintergründe der furchtbaren Ereignisse könnt ihr in den Beiträgen Liquidatoren von Tschernobyl – Wettlauf gegen den unsichtbaren Feind und Bis dass der Tod uns scheidet – Das Leben der Einsiedler von Tschernobyl nachlesen.

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Ein Kinderferienlager im Wald

Nachdem wir den Checkpoint zur 10 Kilometer Zone passiert haben und auf der Hauptstraße nach Tschernobyl unterwegs waren, hielt unser Fahrer überraschend an und wir bogen ab in einen unscheinbaren Waldweg, der parallel zur Hauptstraße verlief. Nachdem wir einige Kilometer auf dem holprigen Weg unterwegs waren und unser Fahrzeug gegen die überhängenden Äste gestreift war, blieben wir plötzlich stehen. Uns war nicht sofort klar, warum, aber unser Guide wies uns an auszusteigen und nach links in Richtung Wald zu gehen. Wir liefen ein paar Hundert Meter auf einem Feldweg entlang, als plötzlich Reste von Asphalt zu sehen waren und sofort erschien auf der rechten Seite versteckt zwischen Bäumen das erste Gebäude, allem Anschein nach war es eine Pförtnerhaus und ehemalige Kantine.

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Tschernobyl – wie sieht es heute dort aus?

Ich werde sehr oft gefragt was die beste Reisezeit ist um die Sperrzone von Tschernobyl zu besuchen. Eine fast menschenleere Sperrzone hat man im Winter und genauer zum Jahreswechsel wo auch die Arbeiter aus der Zone ausreisen um bei ihren Familien den Jahreswechsel zu verbringen. Der Nachteil an dieser Reisezeit ist das es kalt ist und die Tage sehr kurz. DafĂĽr fotografiert man wenn man GlĂĽck hat die Sperrzone mit Schnee und in einer dĂĽsteren Stimmung.

Als Alternative hierzu bietet sich das Frühjahr an, hier sind schon die Tage länger und es ist etwas wärmer dafür bleibt die düstere Stimmung erhalten da die Vegetation erst Mitte April anfängt zu sprießen und man die Mauern der Häuser in Pripjat immer noch zwischen den Bäumen erkennt. Im Frühling bis Ende Mai ist es schon deutlich wärmer und die Tage länger, die Bäume haben ein neues frisches Blätterkleid angelegt aber auch die ersten Plagegeister in Form von Insekten kehren aus dem Winterschlaf zurück.

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