Riesige Pelikane aus rostigem Stahl

Drei riesige Metallmonster, Kr√§ne aus rostigem Stahl bewachen das Flussufer. Ein vierter neigt sich bedenklich zur Seite und versinkt langsam in das Wasser. Von weitem sehen sie aus wie riesige Pelikane, erst wenn man direkt vor ihnen steht, sieht man deren gigantische Gr√∂√üe. Wie bei vielen Dingen in der Sperrzone von Tschernobyl die wir auf unserer Reise begegnen, ist es oft nicht der erste Eindruck der uns nachdenklich stimmt, sondern die weitere Erforschung und Erkundung der einzelnen Objekte und die Zeugnisse aus fr√ľherer Zeit. Wenn man auf einen der Kr√§ne hinaufklettert, bekommt man einen wundersch√∂nen Panoramaausblick hin√ľber nach Pripjat und zum Kraftwerk. Nachdem ich meinen Kran ausgew√§hlt habe, wo ich hochklettern m√∂chte und mich fest mit meinen H√§nden am Gel√§nder festhalte, gehe ich die ersten Stufen hinauf. Gl√ľcklicherweise sind das eher Treppen aus Metall und keine Leitern mit Sprossen wie ich es von der Duga Radarstation kenne.

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Welche Konsequenzen habe ich zu bef√ľrchten?

Auf unseren Touren durch die Sperrzone von Tschernobyl werde ich oft von Teilnehmern gefragt was passiert eigentlich, wenn ich als Illegaler, sogenannter Stalker in der Sperrzone aufgegriffen werde.¬† Wenn du in die Sperrzone ohne Einreiseerlaubnis eingedrungen bist, kann dich jederzeit die √∂rtliche Polizei, die Security des jeweiligen Schutzbereiches oder die Nationalgarde der Ukraine schnappen. Diese Sicherheitsorgane halten sich st√§ndig in der gesamten Sperrzone, entweder auf festen Posten und Checkpoints oder als Patrouillen auf. Nach meiner Erfahrung sind diese Einsatzkr√§fte sehr erfolgreich, meistens bekommen diese Hinweise von Touristen oder Reisef√ľhrer und gehen dann der Sache umgehend nach.

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Die d√ľstere Stimmung in der Sperrzone von Tschernobyl

Das Sperrgebiet rund um das Kernkraftwerk von Tschernobyl ist auch 32 Jahre nach dem Ungl√ľck nicht nur unter Touristen immer beliebter. Selbsternannte “Stalker” – junge Ukrainer, Wei√ürussen und Russen – schleusen sich immer √∂fter in die Sperrzone ein. Sie f√ľhlen sich von der besonderen Endzeit-Atmosph√§re des Gebiets magisch angezogen und gehen dort auf Survival-Touren.

Die eigenwillige Bezeichnung “Stalker” stammt h√∂chstwahrscheinlich aus der Reihe Survival-Computergames “S.T.A.L.K.E.R.”, f√ľr die ein Science-Fiction-Roman, der in der verbotenen Zone spielt, die Vorlage gab. Die “Stalker” sind zumeist junge M√§nner unter 30 Jahren, die sich in eigenen Gruppen organisieren und sich √ľber Social Networks untereinander √ľber ihre Erfahrungen austauschen.

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Zur Zeit sorgen in Berlin und Brandenburg, Starkregen, Wind und k√ľhle Temperaturen teils f√ľr chaotische Zust√§nde. Ganz anders sieht es in der Ukraine aus. Hier herrschen Temperaturen um die 30 Grad. Gestern Abend brach in der Sperrzone von Tschernobyl ein Feuer aus. Der Brand erfasste eine Fl√§che von etwa 25 Hektar Wald.

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Zwei polnische Urban Explorer haben nach √ľber 30 Jahren Dunkelheit wieder die Geisterstadt Pripjat erleuchten lassen. Die Stadt wurde nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 aufgegeben und evakuiert. Krystian und Adam sind die Gr√ľnder des¬†Online-Portals¬†Napromieniowani.pl, das sich mit der Geschichte der Geisterstadt Pripjat und den Auswirkungen des Supergaus besch√§ftigt. In regelm√§√üigen Abst√§nden reisen sie in die Sperrzone von Tschernobyl um die Ver√§nderungen w√§hrend der seit 1986 verlassenen sowjetischen Musterstadt zu dokumentieren.

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