Katastrophe in Tschernobyl – Sarkophag für die Ewigkeit?

Die neue SchutzhĂĽlle ĂĽber dem 1986 explodierten Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks #Chernobyl ist heute, am 10.07.2019 offiziell in Betrieb genommen worden. Mehr als 40 Länder beteiligten sich an der Finanzierung des 2 Milliarden Euro-Projektes, um “den Planeten und die Menschheit vor radioaktiver Verseuchung zu schĂĽtzen”, so der ukrainische Präsident Wolodymyr #Selenskyj. Die 108 Meter hohe und 36.000 Tonnen schwere Konstruktion soll Temperaturen von -30 °C bis +50 °C, einem Erdbeben der Stärke 6 sowie einem Tornado der Stufe 3 standhalten und in den nächsten 100 Jahren fĂĽr Sicherheit sorgen.

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Bisher gab es weltweit nur zwei atomare Unfälle, die auf der siebenstufigen INES-Skala (Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse) die höchste Stufe erreichten. Mit dieser Skala beschreibt die Internationale Atomenergie-Organisation Katastrophen mit weitreichenden gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen.

Ein Abriss der Ereignisse

Am 11. März 2011 erschütterte ein ungefähr zweiminütiges Erdbeben der Stärke 9,0 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshū. Sein Epizentrum lag 163 Kilometer nordöstlich des Kernkraftwerks Fukushima I. Die ersten Wellen des Bebens regten dort Seismometer an, die eine Schnellabschaltung der Reaktoren 1 bis 3 auslösten. Gleichzeitig fiel die externe Stromversorgung des Kraftwerks durch Schäden an dessen Schaltanlagen aus und zwölf der dreizehn Notstromdieselgeneratoren starteten. Alle sechs Blöcke schalteten in der Folge auf Notkühlung um.

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Wie viel Gefahr geht noch vom Kernkraftwerk in Tschernobyl aus?

Tschernobyl war der schwerste Kernkraftwerksunfall der Welt, der die Stadt Pripjat im damaligen Teil der Sowjetunion zur Evakuierung zwang, nachdem sie einer hohen Strahlung ausgesetzt war. Sowjetische Beamte spielten den Vorfall lange Zeit öffentlich herunter. Bis heute arbeiten Wissenschaftler daran, die Auswirkungen der tödlichen Explosion nachzuvollziehen.

Viele von euch haben die Premiere der Miniserie ” Tschernobyl” am 6. Mai 2019 bereits gesehen. Alle die noch nicht mit uns auf einer unserer Reisen nach Tschernobyl dabei waren und trotzdem so ein groĂźes Interesse an der Thematik haben, möchten wir euch die Verantwortlichen während der Katastrophe und deren Schauspieler hier kurz vorstellen. Auch stellen wir euch die entsprechenden Drehorte vor.

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Der 26. April steht vor der Tür. Viele von uns werden wie jeden Tag ihrem Alltag nachgehen und abends in aller Ruhe ins weiche Bett fallen. Diese Normalität wurde jedoch am 26. April 1986 für viele Menschen für immer zerstört. An diesem schicksalsträchtigen Tag ereignete sich in einer kleinen Ortschaft im Norden der Ukraine eine der größten Nuklearkatastrophen der Welt – der Reaktorunfall von Tschernobyl.

Wir gedenken mit zwei Beiträgen den mutigen Menschen, die es sich nach der Katastrophe zur Aufgabe gemacht haben, das verseuchte Sperrgebiet zu säubern. Viele haben ihren Einsatz vor Ort mit ihrer Gesundheit oder sogar mit ihrem Leben gezahlt.

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Eine mehrtägige Tour durch die Sperrzone

Unsere mehrtägigen Reisen nach Tschernobyl sind eine Mischung aus Lost Places Fototour und Abenteuerreisen. Diese Touren sind eine Kombination aus einer Wanderreise mit Expeditionscharakter und ausreichend Zeit für eigene Fotoaufnahmen ganz gleich ob mit System, Spiegelreflexkamera oder dem Smartphone. Unsere erfahrenen Guides zeigen dir die schönsten Fotospots in der riesigen Sperrzone von Tschernobyl und Geisterstadt Prypjat zu entsprechenden Tageszeiten. Hier dreht sich alles um das Erkunden von tollen Landschaften, Lost Places, Relikten aus dem kalten Krieg und Details aus der Vergangenheit.

Eine militärische Forschungsabteilung im kalten Krieg?

Vor der Katastrophe war die Jupiter-Fabrik eine Zweigstelle des Kiewer Unternehmens „Mayak“ und stellte elektrische Komponenten her, die damals hauptsächlich für Tonbandgeräte verwendet wurden. Es halten sich immer noch Gerüchte über eine militärische Forschungsabteilung und angesichts der Zeit des kalten Krieges und der strategisch günstigen Lage ist es sehr wahrscheinlich, dass dies wahr ist. Nach der Katastrophe im Jahr 1986 befanden sich in der Fabrik Radiologielabors, in denen Dekontaminationsverfahren und Dosimetriegeräte getestet wurden. Die Laboratorien waren bis 1996 in Betrieb, dann wurde die Fabrik endgültig aufgegeben.

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