Auf unserer spannenden Radioactive Nightcore Fotoexpedition erkunden wir an drei Tagen die Sperrzone von Tschernobyl bevor wir in die NĂ€he von Perwomajsk fahren wo bis in die 1990 ger Jahre an einem als Wetterstation getarnten Ort und mit einem 3000 Volt gesicherten, dreifachen Elektrozaun die sowjetischen Atomraketen stationiert waren. Diese Raketenbasis bestand aus mehreren KommandoplĂ€tzen in deren Silos jeweils 9 Atomraketen standen umgeben von einem 40 Meter tiefen Silo mit der KommandobrĂŒcke. Wir fahren bis zu 40 Meter tief in die Erde hinab um die ehemalige Steuerungszentrale zu erkunden die den Eindruck erweckt als ob man sich in einem Raumschiff befindet. Auf dieser ehemaligen Atomwaffenbasis finden wir auch die berĂŒhmte SS-18 die im NATO Code „Satan“ genannt wurde. Diese Rakete hat eine LĂ€nge von ĂŒber 34 Meter und eine Breite von 3 Metern. Die durchschnittliche Reichweite betrĂ€gt 16.000 Kilometer.

Die geheime Atomwaffenbasis liegt in einem sehr dĂŒnn besiedelten gebiet in der sĂŒdöstlichen Ukraine. Man erreicht die Basis nur ĂŒber eine rumpelige Schotterpiste und die nĂ€chste Stadt Kirowograd ist etwa 60 Kilometer entfernt. Diese lage war aber so gewollt, denn im Kriegsfall wĂ€ren die Basen selbst Ziel eines atomaren Angriffs und mussten deshalb fernab der StĂ€dte gebaut werden. Außerdem musste das Grundwasser sehr niedrig sein damit die etwa 40 Meter tiefen Silos gebaut werden konnten. Wo die sowjetischen Basen lagen, war ein streng gehĂŒtetes Geheimnis. Insgesamt sechs feste Basen und somit neunzig Silos samt BefehlsstĂ€nden waren ĂŒber das ganze Land verteilt, außerdem gab es drei mobile Basen die im Gebiet der nördlichen Ukraine und Weissrussland aufgebaut werden konnten.

Am 17. Dezember 1959 grĂŒndete die Sowjetunion die Strategischen Raketentruppen und rĂŒstete sich zur Atommacht auf. Die ersten Raketen in Perwomaisk waren vom Typ R-12 und hatten eine Reichweite von 2080 Kilometern. 1962 ließ Nikita Chruschtschow dieselben Raketen auf Kuba stationieren und löste damit die sogenannte Kuba-Krise aus. Von Kuba aus hĂ€tten die Raketen in wenigen Minuten Washington erreicht. Die Zielgenauigkeit der R-12 hatte die Armee zuvor geprĂŒft. Der Test trug den Namen „Operation Rose“. Man rĂŒstete die Raketen mit einem leichten Atomsprengkopf aus und brachte sie nach Workuta in Sibirien um spezielle Tauglichkeitstests durchzufĂŒhren. Die Raketen waren bis auf 40 Meter zielgenau, was zu dieser Zeit ein großer Erfolg war. Aber die R-12 hatte einen Nachteil. Sie musste vor jedem Start aufgetankt werden, was etwa zweieinhalb Stunden dauert und im Ernstfall verhĂ€ngnisvolle Folgen nach sich ziehen wĂŒrde . Deshalb wurde die R-12 Mitte der sechziger Jahre von der UR-100 abgelöst. Diese war innerhalb von Minuten einsatzbereit.

Auf unserer weiteren Erkundung betreten wir ein unscheinbares BetonhĂ€uschen. Hier befindet sich der Eingang zur unterirdischen Schaltzentrale, wo die Atomraketen abgefeuert worden wĂ€ren. Beim Betreten der unterirdischen Schaltzentrale fĂŒhlt man sich wie in einem James-Bond Krimi. In diesem haus wurde auch eine ausgeklĂŒgelte BelĂŒftungsanlage eingebaut. Auf der linken Seite steigen wir eine zwei Meter lange Leiter hinab. Sie fĂŒhrt zu einem schmalen Tunnel. Nach etwa 100 Metern endet der Tunnel an einer Schleuse, die mit zwei dicken StahltĂŒren gesichert ist, diese konnten damals nur mit einem speziellen Zugangscode geöffnet werden. Hinter der Schleuse wartet ein winziger Fahrstuhl, in den gerade drei Leute hineinpassen. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung und wir fahren 45 Meter abwĂ€rts vorbei an verschiedenen Etagen des Kommandosilos. Nach einer Weile sind wir mit dem Fahrstuhl auf der Ebene der Kommandozentrale angekommen. Die ist vollgestopft mit Technik und erinnert stark an ein Raumschiffcockpit. Direkt unter der Schaltzentrale, zu erreichen mit einer Metalleiter, befindet sich ein zweiter Raum mit Schlafkojen. In einem Kommandosilo waren immer 3 Offiziere stationiert, die den Raketenpult haben bedienen mĂŒssen.

Den geheimnisvollen roten Knopf gab es hier nicht. Im Kriegsfall wĂŒrde der Abschussbefehl vom Oberkommando der Sowjetarmee aus Moskau kommen. Am Kontrollpult hĂ€tte ein LĂ€mpchen aufgeleuchtet und ein Summen wĂ€re ertönt. Auf einem Monitor wĂ€re das Wort „Pusk“ (russisch: Start) erschienen. Der befehlshabende Offizier hĂ€tte einen Tresor geöffnet, in dem sich zwei Schachteln mit jeweils zwei SchlĂŒsseln befanden. Ein SchlĂŒssel war fĂŒr den Befehlshaber, der andere fĂŒr den Co-Offizier bestimmt. Die beiden hĂ€tten die SchlĂŒssel gleichzeitig in die ZĂŒndvorrichtung einsetzen mĂŒssen.

Danach wĂ€re auf einem anderen Monitor ein sechsstelliger Code erschienen. Dann hĂ€tte der Befehlshaber aus dem Oberteil des Tresors eine dritte Schachtel herausgeholt. Darin befand sich ein versiegelter Briefumschlag mit einer weiteren sechsstelligen Zahlenfolge. Wenn deren letzte Ziffer mit dem letzten Zeichen des Codes auf dem Monitor ĂŒbereingestimmt hĂ€tte, wĂ€ren die Offiziere zum Abschuss der Raketen berechtigt gewesen.

Nur beide Offiziere gleichzeitig hĂ€tten die Raketen zĂŒnden können. Dazu hĂ€tten sie mit der linken Hand den Startknopf gedrĂŒckt gehalten. Mit der rechten Hand hĂ€tten sie die ZĂŒndschlĂŒssel gegen den Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen mĂŒssen. Diese Prozedur musste zwei Mal erfolgen, nur dann wĂ€ren die Raketen gestartet. Dieser Ablauf wurde jahrelang geĂŒbt. Dem Angriff der Gegner hĂ€tte der Bunker leicht standgehalten denn er war ummantelt mit einer dicken Betonschicht und die Kapsel der KommandobrĂŒcke war auf StoßdĂ€mpfern gebaut. Vierzig Tage hĂ€tten die Offiziere in totaler Isolation ĂŒberleben können. Es standen Notrationen bereit, sogar eine Mikrowelle gab es im Bunker. Nach Verbrauch der VorrĂ€te wĂ€ren die Soldaten in ein Rohr gekrochen und in einer Luftdruckkapsel nach oben geschossen worden. Der Fahrstuhl wĂŒrde dann wohl nicht mehr funktionieren. Oben hĂ€tten sie sich SchutzanzĂŒge ĂŒbergezogen und wĂ€ren in die verstrahlte Gegend hinausgegangen. Und was dann? Zum GlĂŒck ist es nicht so weit gekommen.


Seit etwa 4 Wochen sind wir alle wieder von unserer Pripjat Silvester 1985 Tour nach Hause zurĂŒckgekehrt! Wir begaben uns in das Jahr 1985 um auf eine außergewöhnliche „Silvester“ Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripjat. An zwei Tagern erkundeten wir die zu dieser Jahreszeit menschenleere Sperrzone.

Da es ein wenig geschneit hat herrschte auf unserer Erkundungsroute durch die Zone eine stimmungsvolle winterliche Aura! Dies war eine außergewöhnliche und einzigartige Fotoexpedition in die Sperrzone denn die LichtverhĂ€ltnisse in dieser Jahreszeit sind schon eine Herausforderung.

Andererseits haben wir völlig neue EindrĂŒcke aus einer winterlichen und verschneiten Zone mitgenommen. Ich persönlich habe meinen ersten Wolf in meinem Leben gesehen. Die Bilder wurden mir von Nils Konheiser zur VerfĂŒgung gestellt. Vielen Dank dafĂŒr! Besucht seine Seite unter: Facebook NK Fotografie 

Eine kleine Statistik: Aus welchen LĂ€ndern kamen eigentlich die meisten Besucher in die Sperrzone?

Platz 1. Ukraine mit 33,2 %
Platz 2. Polen mit 16,8 %
Platz 3. Großbritannien mit 12,3 %
Platz 4. USA mit 8,8 %
Platz 5. Deutschland mit 7,5 %

Fotogalerie Pripjat Silvester 1985 Tour

VideoClip "Pripjat Silvester 1985 Tour"

Pripjat Silvester 1985 Tour

Mach Dir selbst ein Bild!


Im MĂ€rz 2015 startete die erste Reise nach Tschernobyl & Pripjat. Nun sind wir schon im dritten Jahr und fahren etwa ein Mal im Monat in die Sperrzone, mit einer kleinen Gruppe von Abenteurern.

Bei unserer Tschernobyl Tour hatten wir die einmalige Möglichkeit an einer gefĂŒhrten wissenschaftlichen FĂŒhrung durch die Blöcke 1 bis 3 des Kraftwerkes teilzunehmen sowie auf dem AußengelĂ€nde den Fortschritt an den Arbeiten am neuen Sakrophag zu begutachten. In einem theoretischen Teil bekamen wir an einem Modell des havarierten Block 4 der im Informationszentrum steht eine Chronologie der Entscheidungen die zu dieser fatalen Kettenreaktion gefĂŒhrt haben die den Supergau von Tschernobyl ausgelöst hat. Außerdem bekommen wir einen Einblick in die Funktionsweise des Kraftwerkes und dĂŒrfen den Kontrollraum von Bloch 2 betreten.

Ablauf der Tschernobyl Katastrophe

Bereits am 25. April 1986 sollte im 4. Block ein Experiment stattfinden, bei dem ĂŒberprĂŒft werden sollte, ob die Turbinen bei einem kompletten Stromausfall im Kraftwerk noch genĂŒgend Strom liefern können, um die NotkĂŒhlung des Reaktors zu gewĂ€hrleisten. Um das Experiment unter realistischen Bedingungen stattfinden zu lassen, wurde das Notprogramm „Havarieschutz“ abgeschaltet, in dem alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen wie die NotkĂŒhlung und das Einfahren der BremsstĂ€be zusammengefaßt sind. Doch der Beginn des Experiments wurde verschoben, so dass die unvorbereitete Nachtschicht des 26. April die DurchfĂŒhrung eines Experiments ĂŒbernahm, dessen Versuchsanordnung den Reaktor praktisch schutzlos gemacht hatte.

Der Supergau von Tschernobyl – Eine Kette fataler Entscheidungen

Durch einen Bedienungsfehler des unerfahrenen Reaktoroperators Leonid Toptunow fiel kurz vor Beginn des Experiments die Reaktorleistung stark ab. Um sie wieder anzuheben, entfernten die Operatoren BremsstÀbe (mit denen die atomare Kettenreaktion kontrolliert werden kann) und unterschritten dabei die zulÀssige Minimalgrenze von 28 StÀben. Damit war der Reaktor noch schwerer zu beherrschen und in einem gefÀhrlichen Sicherheitszustand.

1.22:30 Uhr

Dennoch befahl der Stellvertretende Chefingenieur des Kraftwerks, Anatolij Djatlow, den Beginn des Experiments. Dabei schalteten die Operatoren zu viele KĂŒhlpumpen zu, so dass der mit wenig Leistung arbeitende Reaktor das ihn umfließende Wasser nicht mehr verdampfen konnte. Das Wasser begann aufzukochen, und erste hydraulische SchlĂ€ge waren zu hören. Akimow, der Schichtleiter, und Toptunow wollten den Test abbrechen, doch Djatlow trieb sie weiter an. Dabei sprach er die historischen Worte: „Noch ein, zwei Minuten, und alles ist vorbei! Etwas beweglicher, meine Herren!“

1.23:04 Uhr

Als die Bedienungsmannschaft nun den Strom abschaltete und nur die Auslaufenergie der Turbine die Wasserpumpen antrieb, wurde wieder weniger KĂŒhlwasser durch den Reaktorkern gepumpt. Das Wasser wurde heißer, erreichte aber nur die Siedetemperatur. Da der Reaktor nur bei verdampfendem KĂŒhlwasser ausreichend gekĂŒhlt werden kann, begann seine Leistung anzusteigen.

1.23:40 Uhr 

SpĂ€testens an dieser Stelle wĂ€re der Havarieschutz komplett angelaufen und hĂ€tte die Katastrophe verhindert, aber er war ja abgeschaltet. Als Akimow den sprunghaften Leistungsanstieg im Reaktor bemerkte, löste er um 1.23:40 Uhr den Havarieschutz manuell aus. Sofort wurden alle BremsstĂ€be, die sich nicht in der aktiven Zone befanden, eingefahren (ĂŒber 200 StĂŒck!). Doch genau an diesem Punkt entblĂ¶ĂŸte der Reaktor seinen gravierendsten Konstruktionsfehler: Die Einfahrgeschwindigkeit der BemsstĂ€be ist viel zu niedrig, deutlich langsamer als in westlichen Kernkraftwerken. Außerdem befinden sich an der unteren Spitze der BremsstĂ€be Graphitköpfe, welche die Kettenreaktion nur noch beschleunigen. Das Einfahren der BremsstĂ€be soll die Kettenreaktion aber stoppen. Auf diesem Konzept beruht der Sicherheitsmechanismus jedes Kernkraftwerks. Der Konstruktionsfehler fĂŒhrte aber genau zum Gegenteil. Da die Graphitspitzen zuerst eingefĂŒhrt wurden, erhöhte sich die Leistung fĂŒr einen Moment sprungartig – der letzte Schub, der „Todesstoß“ fĂŒr den außer Kontrolle geratenen Reaktor.

Fatalerweise hatten sich durch die ungeheure Hitze im Reaktorkern auch noch die KanĂ€le der BremsstĂ€be verformt, und die BremsstĂ€be verklemmten sich unwiderruflich. Es waren beinahe nur die reaktionsbeschleunigenden Graphitköpfe im Reaktor. Die Katastrophe war nicht mehr zu verhindern. In der aktiven Zone begann eine chemische Reaktion zwischen dem Zirkonium, das die mitllerweile geborstenen Brennstoffkammern umhĂŒllt, und dem Dampf. Es bildeten sich Wasserstoff und Sauerstoff – Knallgas!

1.23:58 Uhr

Nun zerriß eine mĂ€chtige Knallgasexplosion den Reaktor und alles, was ihn umgab. Ein großer Teil des radioaktiven Reaktorinhalts wurde nach draußen geschleudert. GlĂŒhende Teile entzĂŒndeten die Teerdachpappe der DĂ€cher des Maschinenhauses und des benachbarten 3. Blocks. Nur der heldenhafte Einsatz von Feuerwehrleuten und Kraftwerksmitarbeitern verhinderte in dieser Nacht eine noch grĂ¶ĂŸere Katastrophe. Bei der Explosion wurden zwei MĂ€nner durch herabstĂŒrzende TrĂŒmmer erschlagen. In den Wochen nach der Katastrophe starben noch weitere 30 Menschen. Sie erlagen der gewaltigen Strahlung, der sie bei ihren Rettungsarbeiten ausgesetzt waren. Unter ihnen sind Feuerwehrleute, die Operatoren Akimow und Toptunow sowie Mitglieder des Betriebspersonals des Kraftwerks.

In den folgenden Monaten kamen sogeannte „Liquidatoren“ nach Tschernobyl (Soldaten, Studenten und „Freiwillige“), die das Kraftwerk dekontaminierten, weitere Gefahrenquellen eliminierten und schließlich den Sarkophag umbauten, der heute den explodierten 4. Block umschließt. Die Zahlenangaben zu den eingesetzten Personen schwanken zwischen 600.000 und 1,2 Millionen Menschen.

Tschernobyl – Der neue Sarkophag

Die Errichtung des Sarkophags wurde von den Liquidatoren unter Opferung ihrer Gesundheit schon wenige Wochen nach dem Unfall in Angriff genommen und im November 1986 abgeschlossen. Die in aller Eile errichtete, massive Beton-Stahl-Konstruktion ist ĂŒber die Jahre instabil geworden und stellt heute eine riskante Situation dar. Zahlreiche Reparaturen wurden bereits durchgefĂŒhrt, unter anderem die Stabilisierung des Ventilationssystems, das Verschliessen von Löchern und eine VerstĂ€rkung der Dachkonstruktion. Dennoch wurde parallel ein Plan ausgetĂŒftelt, mit dem eine zweite, stabile Sarkophagkonstruktion ĂŒber die bereits bestehende SchutzhĂŒlle gezogen werden soll. Diese ambitionierte Vision der Ingenieure ist nun fertiggestellt. Neben der Reaktorruine entstand eine bogenförmige Stahlkonstruktion mit einer Breite von 245 Metern, einer LĂ€nge von 144 Metern und einer Höhe von 86 Metern, ein Bauwerk, doppelt so groß wie der Kölner Dom. Auf Schienen wurde die Konstruktion dann ĂŒber den alten Sarkophag geschoben und an den Seiten verschlossen. Die Arbeiten an der Infrastruktur wurden abgeschlossen und im November 2016 wurde der Stahlgigant fertiggestellt und ĂŒber die Tschernobyl-Ruine geschoben.


Ich veranstalte seit Mitte 2014 sogenannte Lost Places Fototouren, Expeditionen und Fotoreisen nach Polen, Osteuropa, und den Lofoten. Im MÀrz 2015 startete die erste Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat. Seitdem fahre ich etwa ein mal im Monat in die Sperrzone mit einer Gruppe aus höchstens 14 Teilnehmern.

Bevor wir in die Sperrzone fahren verbringen wir einen Tag in Kiew. Hier machen wir eine interessante Sightseeing Tour als sogenannten Fotowalk. Abends fahren wir gemeinsam zum Majdan, hier werden wir von einem Zeitzeugen begleitet der bei den Unruhen 2014 an vorderster Front dabei war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat.

Ein paar EindrĂŒcke unserer Teilnehmer und Fotos „Hinter den Motiven“ von der Pripjat Stalker Tour im Juni 2016.  Alle Infos zur Fotoexpedition Pripjat Stalker Tour findet Ihr HIER

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Es gibt wieder Leben in der Sperrzone von Tschernobyl und der Geisterstadt Pripyat

Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus dass die Vegetation rund um den havarierten Reaktorblock in Tschernobyl fĂŒr immer zerstört wurde, und die Flora & Fauna fĂŒr immer ausgelöscht. Doch es gibt mittlerweile neues Leben in der Sperrzone wie beispielsweise MĂ€use, die keine sichtbaren VerĂ€nderungen am Körper zeigen, und sich scheinbar bester Gesundheit erfreuen, eine vom Aussterben bedrohte Wildpferderasse, die sich munter weiter fortpflanzt und BirkenwĂ€lder, die ganze Dörfer verschlingen.

Nach mehr als drei Jahrzehnten nach dem Supergau hat die Natur von Tschernobyl wieder Besitz ergriffen, Pflanzen und BĂ€ume wuchern in verlassenen Dörfern und Siedlungen, wilde Tierarten wie Wölfe, BĂ€ren, FĂŒchse und Luchse haben in den tiefen WĂ€ldern an der weißrussischen Grenze und in den verlassenen Dörfern Zuflucht gefunden. Vögel nisten auf den HochhĂ€usern in der Geisterstadt Pripjat. Dabei scheinen sie alle gesund zu sein, und keine sichtbaren VerĂ€nderungen aufzuweisen. Forscher fanden heraus, dass eine geringe Strahlenbelastung ĂŒber lĂ€ngere Zeit, Gene in den Tieren und Pflanzen aktiviert, die in der Lage sind, freie Radikale zu binden. Schlimmer ist also eine kurze, höhere Strahlenbelastung, die kurz nach dem ReaktorunglĂŒck das Leben in Tschernobyl auslöschte.

Es sind aber nicht alle Tiere in der Lage, trotz Strahlung zu ĂŒberleben. Schwalben zum Beispiel, die als Zugvögel nach Afrika fliegen und wieder zurĂŒck, verbrauchen auf dem Weg viele lebenswichtige Antioxidantien. Diese sind aber notwendig, um sich gegen die Strahlung zu wehren. So ist die Missbildungsrate bei Schwalben sehr hoch und nur 70 Prozent ĂŒberleben den Winter. Sie haben zudem auch eine kĂŒrzere Lebenserwartung als Populationen außerhalb der Sperrzone.

Unglaublich erscheint auch die Geschichte der Przewalski-Pferde, einer asiatischen Wildpferderasse

Diese Leben in der 30 Kilometer Zone in Tschernobyl und pflanzen sich immer weiter fort, obwohl diese eigentlich dem Tode geweiht waren. Diese vom Aussterben bedrohte Pferderasse, von denen es weltweit nur noch ca. 2000 Exemplare gibt, stammt aus einem Naturschutzgebiet im SĂŒden der Ukraine. Im Herbst 1998 entschieden Verantwortliche des Tierreservoirs, die 21 alten und schwachen Pferde in der Sperrzone auszusetzen, in dem Bewusstsein , dass die Tiere dort keine Chance mehr haben wĂŒrden.

Heute leben dort etwa 40 Nachkommen der zum Tode Geweihten und erfreuen sich bester Gesundheit. Forscher vermuten, dass ihre schnelle Verdauung den radioaktiv verstrahlten GrĂ€sern nicht mehr so viel Zeit lĂ€sst, um SchĂ€den an den Zellen zu hinterlassen. Die wilden Pferde verfĂŒgen zudem ĂŒber 66 Gene, wohingegen domestizierte Pferde nur 64 Gene besitzen. Auch hier spekulieren die Wissenschaftler auf einen Zusammenhang mit der hohen Widerstandskraft der Tiere. Sie hoffen, ihre Erkenntnisse auf Menschen ĂŒbertragen zu können, um zum Beispiel die negativen Auswirkungen einer Chemotherapie durch eine lĂ€ngere und dafĂŒr mildere Strahlung zu minimieren. (Quelle: UNI.de)


Ein ziemlich unbekanntes Online-Nachrichtenportal aus dem Emsland das als bisherige journalistischen Meisterleistungen das „Absenken von Gullideckeln in Buxtehude und das Entlaufen von HĂŒhnern in KotzenbĂŒll“ (ein wirklich existierendes Dorf in Nordfriesland) als Breaking News vermeldete möchte jetzt in den Presseolymp aufsteigen. Als Beispiel wird sich hier die Onlinestrategie eines großen Onlineportals herangezogen. Jeder erinnert sich wohl an die veröffentlichten Meldungen von „SchlĂ€gern in der U-Bahn“ als Fahndungsafruf die meist sĂŒdlĂ€ndisch aussehende Jugendliche abbildeten. Meist waren die Artikel mehrere Jahre Alt. Der Zweck bestand einzig darin diese Artikel von Zeit zu Zeit bei Facebook zu posten um „Content“ auf der Seite zu generieren. Auf diesen Zug möchte nun auch das winzig kleine Nachrichtenportal aus dem Norden aufspringen und mit einer Reportage aus Tschernobyl am großen journalistischen Rad drehen. Aufgebaut als Reisebericht eines unbedarften Teilnehmers der meiner Meinung nach die Fotoexpedition nach Tschernobyl mit einer Pauschalreise nach Malle verwechselt hat soll nun in einer Reportage ĂŒber jeden Expeditionstag berichtet werden. Als AnkĂŒndigung erschien vor einigen Wochen die riesige Überschrift „ABGEZOCKT in Tschernobyl“! Damit soll natĂŒrlich eine breite Aufmerksamkeit angezogen werden und ganz subtil einen massiven finanziellen Verlust beim Teilnehmer suggerieren um darauf zu schließen das der Veranstalter wohl nicht ganz „koscher“ ist. Am Ende entpuppte sich dies als heiße Luft denn wenn man „Lesen“ kann und dazu noch den Vertrag komplett studiert hat, ist man halt Klar im Vorteil. In Berlin bei der Abfahrt wurde vom Teilnehmer moniert das der Veranstalter Ihn nicht die 50 Meter am Treffpunkt an die Hand genommen hat und sicher zum Bus auf die gegenĂŒberliegende Straßenseite begleitet hat. Es gab leider zu dieser Zeit keinen freien Parkplatz am genauen Treffpunkt deshalb musste dieser Abseits parken. Am Ende Ă€rgere ich mich das ich diesem Teilnehmer kein Zugticket gekauft habe so wie er es sich gewĂŒnscht hat, so wĂ€re mir vieles erspart geblieben. Fortsetzung folgt…

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

NatĂŒrlich möchte ich euch nicht das Feedback einer Teilnehmerin vorenthalten die schon mehrmals mit diesem „zwielichtigen“ Veranstalter unterwegs war.

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

Fortsetzung folgt….


Seit genau 4 Jahren wird unter Hochdruck an der neuen stĂ€hlernen Kuppel fĂŒr den UnglĂŒcksreaktor in Tschernobyl gearbeitet. Die GrĂ¶ĂŸe des Bauwerkes ist gigantisch. Lang wie ein Fußballstadion und Hoch wie ein zehnstöckiges Haus. Das Gesamtgewicht des Sarkophags betrĂ€gt etwa 38.000 Tonnen. Die Innen und AußenwĂ€nde der HĂŒlle sind mit Edelstahl verkleidet. Etwa 3000 Arbeiter bauen seit etwa 4 Jahren an der neuen SchutzhĂŒlle. Am 07 und 08 November 2016 soll die gigantische Konstruktion auf Schienen gesetzt und endgĂŒltig ĂŒber den UnglĂŒcksreaktor geschoben werden.

Wenn man den neuen Sarkophag darĂŒber geschoben hat, beginnt erst die eigentliche Arbeit. Die strahlenden Stoffe aus dem Inneren des Reaktors mĂŒssen herausgeholt werden um sie in ein endgĂŒltiges Lager zu befördern. Das Endlager dafĂŒr muss noch gebaut werden. Deshalb wurde die neue SchutzhĂŒlle auf eine Zeit von 100 Jahren angelegt. Der Reaktor war nach dem UnglĂŒck 1986 in hektischer Arbeit mit Blei und Sand zugeschĂŒttet, dann mit Stahl und Beton abgedeckt worden. Darunter liegen bis heute 180 Tonnen strahlende Kernbrennstoffe. Dieser sogenannte erste Sarkophag ist nunmehr marode, deshalb wurde die zweite SchutzhĂŒlle gebaut.

Unter ihrem Dach soll das radioaktive Material aus dem Reaktor geholt und dann das KraftwerksgebĂ€ude abgerissen werden. Dies stellt eine Aufgabe fĂŒr Jahrzehnte dar.

 


Bei unserer spannenden Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat entdeckten wir dieses verlassene Dorf an der weißrussischen Grenze. Unser Weg fĂŒhrte von Tschernobyl aus ĂŒber die BrĂŒcke des Pripyat Flusses auf die andere Uferseite. Es war zwar ein langer und beschwerlicher Weg, denn wir brauchten mit unserem Bus fĂŒr die 28 Kilometer etwa eine Stunde bis wir in dem Dorf ankamen. Die Natur hat sich mittlerweile nach knapp 30 Jahren viel zurĂŒckgeholt. Wo frĂŒher eine breite asphaltierte Straße in das Dorf fĂŒhrte ist es heute nur ein kleiner zu gewucherter Waldweg.

Wann das Dorf genau gegrĂŒndet wurde ist nicht bekannt, im Jahr 1864 lebten hier insgesamt 279 Menschen, im Jahr 1887 waren es dann schon 383 Einwohner wobei davon 101 orthodoxe Juden waren. Diese hatten eine eigene Kirchengemeinde mit einer wunderschönen und noch heute gĂ€nzlich erhaltenen orthodoxen Kirche. Im Jahr 1900 lebten im Dorf Krasny schon insgesamt 554 Einwohner. Der grĂ¶ĂŸte Teil von ihnen waren Bauern. Im Dorf gab es zu dieser Zeit 4 KornmĂŒhlen und auch zu dieser Zeit wurde in der NĂ€he der orthodoxen Kirche eine Schule errichtet.

Am Vorabend der Katastrophe von Tschernobyl lebten im Dorf insgesamt 325 Einwohner. Nach der Katastrophe wurden alle Bewohner evakuiert und die Menschen wurden ĂŒberwiegend in das Dorf Rudnitskoe und Ɓukaszi in der Region Baryszew im Oblast Kiew umgesiedelt.

Dieses Dorf mit der wunderschönen Kirche besuchen wir wieder bei unserer viertĂ€gigen  „Chernobyl Fallout Tour“ im Mai und Oktober 2016.


Der riesige GebĂ€udekomplex wurde im Jahr 1929 von den Deutschen gebaut und diente spĂ€ter der Wehrmacht als Krankenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal von der Sowjetarmee ĂŒbernommen und als MilitĂ€rkrankenhaus weiter betrieben. Das in einem ruhigen WaldstĂŒck gelegene riesige Krankenhaus konnte bis zu 650 Patienten aufnehmen wurde aber in der Regel nicht einmal zur HĂ€lfte ausgelastet.

Auf dem mit einer hohen Betonmauer umzĂ€unten GelĂ€nde standen etwa ein Dutzend GebĂ€ude. Das grĂ¶ĂŸte dieser dreistöckigen GebĂ€ude ist ĂŒber 250 Meter lang. Im Inneren hat man den Eindruck das die Flure, schier Endlos sind. Um uns herum sind hunderte von RĂ€umen und unterstreichen hier das GefĂŒhl sich zu verirren. Dieser Eindruck wird durch einen sehr dunklen, langen Keller verstĂ€rkt. Das Ganze verstĂ€rkt durch eine erstaunliche Stille. Es gab mehrere Zweige der Chirurgie sowie der Psychiatrie, OrthopĂ€die und diverse BetriebsrĂ€ume .

In ihrer BlĂŒtezeit war es ein sehr gut ausgestattetes Krankenhaus mit fĂŒr damalige Zeiten, moderner AusrĂŒstung. Auf dem GelĂ€nde gibt es mehrere weitere GebĂ€ude wie zum Beispiel eine Abteilung fĂŒr Kinder, eine Apotheke, KĂŒche, Esszimmer, Konferenzraum, Shop, Kino und ein recht großes Schwimmbad. Das kleine GebĂ€ude daneben war eine Krankenhauskapelle und auf dessen RĂŒckseite befand sich der Seziersaal. Wenn man diesen betritt und diesen einzigartigen Geruch verspĂŒrt, bekommt man auch als hartgesottener GĂ€nsehaut.


Vielen Dank an alle Teilnehmer unserer â€ȘFotoexpedition‬ nach â€ȘTschernobyl‬ und â€ȘPripyat‬ vom 30.04 bis 05.05! Nach einer beschwerlichen RĂŒckfahrt bedingt durch den Streik der GDL sind wir nun alle glĂŒcklich, mit vollen Speicherkarten sowie vielen EindrĂŒcken im Kopf in Berlin angekommen. Ich kann nur sagen Ihr wart eine entspannte und lustige Gruppe und auch super Explorer. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit euch zu reisen. Vielen Dank an Gerry Langer Photography fĂŒr das Gruppenfoto und an MOE wedding Photography  
.ĐŸŃ‡Đ”ĐœŃŒ ĐŸŃ…ĐŸŃ‚ĐœĐŸ! Freie PlĂ€tze fĂŒr unsere nĂ€chste Fotoexpedition findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

"Operationssaal"

„Operationssaal“

"Krankenhausflur"

„Krankenhausflur“

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

Hinter den Kulissen

Hier haben wir einige SchnappschĂŒsse der Teilnehmer unserer Fotoexpedition Tschernobyl. Es war wie eine Reise „Europa in drei Tagen“ aber die Strapazen haben sich gelohnt. Was zĂ€hlt sind die EindrĂŒcke im Kopf!

 

 


Die Stadt Pripyat liegt etwa vier Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und wurde im Jahr 1970 fĂŒr die Mitarbeiter des Kraftwerks gebaut. Die Stadt war einen sogenannte „Reißbrettstadt“ denn sie wĂŒrge gĂ€nzlich neu gebaut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe lebten in Pripyat etwa 55.00 Einwohner und das Durchschnittsalter war 25 bis 30 Jahre. Es wurden zu damaliger Zeit moderne Wohnungen sowie ein Bahnhof, mehrere KrankenhĂ€user, KindergĂ€rten einen Hafen und einen VergnĂŒgungspark direkt im Zentrum der Stadt.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete sich am 26.4.1986. Er gilt als die grĂ¶ĂŸte Kernkraftkatastrophe in der Geschichte. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Das Atomkraftwerk Tschernobyl war damals eines der grĂ¶ĂŸten auf der Welt. In der verhĂ€ngnisvollen Nacht des 26. April fĂŒhrte man im Kraftwerk ein Experiment durch, bei dem der untĂ€tige Bereich der Anlage des Turbo-Generators getestet werden sollte. Überhitzender Kraftstoff verursachte die Zerstörung der GeneratoroberflĂ€che.

Die Explosionen des Kraftwerks setzten radioaktive Substanzen frei, die bis auf eine Höhe von 1,5 km in die Luft stiegen. In dieser Höhe wehte der Wind der zu diesem Zeitpunkt aus sĂŒdöstlicher Richtung kam, die radioaktive Wolke bis nach Skandinavien. Als der Wind sich wieder drehte Wolke flog ĂŒber Skandinavien und wieder zurĂŒck in die Ukraine. Eine zweite kontaminierte Wolke zog daher ĂŒber Polen, Richtung SĂŒdwesten.  Der Supergau von Tschernobyl trieb das Strahlenniveau auf das Tausendfache der natĂŒrlichen Strahlung. Die Evakuierung erfolgte aus GrĂŒnden der Desinformationsstrategie der damaligen sowjetischen Behörden erst am nĂ€chsten Tag. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die nötigsten Dinge mittnehmen sollten, nach drei Tagen könnten sie zurĂŒckkehren. Die Bevölkerung wurde bewusst falsch informiert um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel GepĂ€ck mitnehmen.

Auf unserer Fotoexpedition findest Du in Pripyat viele Details, verrostete GerĂ€te, alte Propagandaschriften und aus der Zeit gefallene sozialistische Slogans. Diese sind hier ĂŒberall zu finden – in KulturhĂ€usern, im Hotel, Krankenhaus, Polizeistation sowie in Schulen und KindergĂ€rten. Eine Fotoexpedition mit den Lost & Found Explorers nach Pripyat ist wie eine Reise in die Vergangenheit mit dem Unterschied, dass man in einer Geisterstadt ohne einen einzigen Bewohner ist.

Wir laden alle Lost Places Fotografen zu dieser Fotoexpedition an diesen faszinierenden Ort. Es wird eine einzigartige Gelegenheit, um mit uns auf eine fotografische Entdeckungsreise in die Ukraine zu gehen.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier einen kurzen Film der vergangenen Fotoexpedition zusammengestellt:

Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfĂ€hrst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen. Wir möchten, das diese Fotoexpedition Deine persönliche Fotoreportage in der geschlossenen Zone von Tschernobyl, 28 Jahre nach dem Ausbruch des Kraftwerks ist. Die Auswirkungen, die das Leben von Zehntausenden von Menschen, nicht nur in der Ukraine und Weißrussland verĂ€ndert haben wirst Du hier erleben.

Unsere Fotoexpedition richtet sich an alle Fotografen und Hobbyfotografen sowie Geschichtsinteressierte. Wir wollen das Du diesen Ort mit deinen eigenen Augen wahrnimmst und deine persönlichen Fotomotive findest genau so wie Du diesen Ort gesehen hast.

Nach der Fotoexpedition und RĂŒckkehr nach Deutschland möchte ich eine Ausstellung der Fotos organisieren, die die persönliche Sichtweise jedes einzelnen Teilnehmers die EindrĂŒcke und Erfahrungen von Tschernobyl darstellt.

Checkt die nĂ€chsten Termine fĂŒr diese spannende Fotoexpedition: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

 


Entdecke auf unseren Lost Places Fototouren geheimnisvolle Orte!

Die ehemalige Textilfabrik von Zygmunt Jarocinski befindet sich in ƁódĆș. Die erste Bebauung fand schon zwischen 1880 und 1883 statt, bevor Zygmunt Jarocinski als Unternehmer in Erscheinung getreten ist. Am 3 Oktober 1888 hat die Verwaltungsbehörde in Piotrkow Trybunalski den Antrag fĂŒr den Ausbau des GebĂ€udekomplexes zu einer mechanischen Weberei bewilligt. Der zustĂ€ndige Stadtarchitekt war Hilary Majewski und der leitende Ingenieur war Andrzej Mitropow. Die Hauptweberei wurde von der Nord- und Westseite erweitert dadurch vergrĂ¶ĂŸerte sich der Bereich dreifach. Die Familie Jarocinski gelangte in ƁódĆș als bekannte Industriellen-Familie zu Ruhm und Reichtum. Der GrĂŒnder der Textilfabrik Zygmunt Szmul Jarocinski, war ein Industrieller und Philanthrop. Er grĂŒndete die erste jĂŒdischen Gewerbefachschule in ƁódĆș war „TORA“ Mitglied und Finanzberater. Seine Karriere hat er aber vorwiegend der GrĂŒndung der Textilfabrik zu verdanken. Diese war eine der modernsten Textilfabriken der damaligen Zeit. Diese Textilfabrik ist von großem architektonischen Wert, nicht nur als eine der am besten erhaltenen Beispiele der damaligen Industriearchitektur. Sichtbar unter anderem an dem charakteristischen Turm mit dem monumentalen GebĂ€uden sowie der dazugehörigen Lagerhallen. Seit Beginn des Jahres 2008 ist die Textilfabrik geschlossen. In diesem Jahr wurde das GebĂ€ude außerdem unter Denkmalschutz gestellt. Der GebĂ€udekomplex ist ein Paradies fĂŒr Fotografen. Das gesamte Areal bieten einzigartige Motive fĂŒr Liebhaber von Lost Places und dem morbiden Charme verlassener Industrieobjekte.


Seid Ihr bereit fĂŒr die Industrielle Revolution? Vom 16 bis 17 Mai findet eine spannende Lost Places Fotoexpedition nach ƁódĆș statt. Vollgepackt mit spannenden abwechslungsreichen Motiven. 4 Locations und 11 Stunden Zeit zum Fotografieren. Wir starten mit einer ehemaligen Textilfabrik danach fahren wir zu einer verlassenen Druckerei. Am nĂ€chsten Morgen erkunden wir das riesige GelĂ€nde eines Straßenbahndepots mit historischen Fahrzeugen sowie Werkzeug, Ruß, Öl und Staub. Am Nachmittag schließen wir unser Fotowochenende mit dem Besuch eines Landschlosses außerhalb der Stadt. Alle die schon in der Textilfabrik mit dabei waren bekommen ein EXTRA Programm. WĂ€hlt dieses bitte im Bestellformular aus. Da ich wie immer nicht sagen kann ob die Touren in dieser Form noch mal stattfinden kann ich erstmal zu weiteren Terminen keine Aussage treffen checkt einfach ob das was fĂŒr euch ist und ob Ihr Zeit habt und kommt einfach mit. Checkt die Termine unter: https://urbexplorer.com/produkt/industrielle-revolution-in-lodz/

 


Auf einer der vergangenen Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Dies ist wohl der bekannteste Lost Place in Berlin und Umgebung. Im Jahre 1969 baute die DDR ihren ersten VergnĂŒgungspark im PlĂ€nterwald. Dieser erste Freizeitpark der DDR war unter dem Namen „VEB Kulturpark“ bekannt. Wahrzeichen des Parks war das 45 Meter hohe, weithin sichtbare Riesenrad, das noch 1989 erneuert wurde. Nach der Wende wurde der Park aufwĂ€ndig an die neuen Sicherheitsvorkehrungen angepasst, aber durch die dadurch entstandenen höheren Eintrittspreise blieben auch zunehmend die Besucher aus. 2001 meldete der inzwischen private Betreiber Insolvenz an. Seit mehr als zehn Jahren liegt dieser Lost Place nun brach und ist Verfall und Vandalismus ausgesetzt.