Die Gondel und das Riesenrad

Nach dem Video √ľber das drehende Riesenrad in Prypjat ist ein weiteres Video aufgetaucht.
Vielleicht kann man an Hand der Verzierungen feststellen ob das Rad gedreht wurde, aber vielleicht wurde es auch wieder in die Ausgangsstellung versetzt.
Hier mal zwei Bilder von 2015 und 2016. Einige Verzierungen fehlen schon.

Man sieht deutlich wie die Gondel nach dem Stillstand des Riesenrades weiterhin schwankt. Ob es wirklich der soliden russischen Bauweise zu verdanken ist, oder jemand nur gute Kenntnisse in Cinema4D und Videobearbeitung hat ist weiterhin ungewiss. F√ľr Interessierte mit Russischschw√§che wurden Untertitel eingef√ľgt.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

Abenteuerreise deines Lebens! Wir fahren zum neuen Sarkophag und Kernkraftwerk, wir zeigen dir das Riesenrad und den Autoscooter sowie den riesigen Duga 3 Radarkomplex. Als Höhepunkt besuchen wir auch die Babushkas von Tschernobyl. Ihr werden erfahren wie Sie hier leben und was sie uns zu sagen haben. Das alles in einer kleinen Gruppe von Entdeckern und Abenteurern. https://urbexplorer.com/shop/fototour-tschernobyl-pripyat/


Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen W√§lder und mittelalterlichen St√§dte von Siebenb√ľrgen. Wir besuchen Burgen, Schl√∂sser, Ruinen, verlassene Kirchen und als H√∂hepunkt ‚Äď all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die St√§dte Siebenb√ľrgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, pr√§chtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Wei√ükirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region Siebenb√ľrgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der √§ltesten Kur- und Heilb√§der Europas: BńÉile Herculane ‚Äď oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche Erw√§hnung von Herkulesbad zur√ľck. In der Zeit des¬†R√∂mischen Reiches¬†war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde haupts√§chlich von r√∂mischen Soldaten und hohen Amtstr√§gern der damaligen Zeit aufgesucht. Sp√§ter ‚Äď etwa im 18. und 19. Jahrhundert ‚Äď besuchten mehrere √∂sterreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder K√∂nigin Elisabeth. Sie besa√üen Ferienh√§user im Kurort und badeten in speziell f√ľr sie angelegten B√§dern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch r√∂mische B√§der. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gew√∂lbte Steinbr√ľcke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spa√ü hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden.¬†Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad z√§hlt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit K√∂nig Carol I. von Rum√§nien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaler√∂ffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die fr√ľheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino k√∂nnen noch immer besichtigt werden.

In der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das sch√∂ne, im barocken Still errichtete Bahnhofgeb√§ude er√∂ffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer Bahnhofh√§user deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgef√ľhrt und reichlich geschm√ľckt.¬†Somit geh√∂rte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den sch√∂nsten Kurb√§dern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an Rumänien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel f√ľr Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: ‚ÄúJa, der M√§rz ist die beste Reisezeit um die spektakul√§rsten Fotomotive auf unserer ‚ÄúPripjat Stalker Tour‚ÄĚ zu suchen. Vom 18. M√§rz bis 23. M√§rz findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine d√ľstere Aura.

Auf einer unserer Lost Places Fotoexpeditionen in Polen lernte ich drei Freunde kennen die seit gut einem Jahr regelm√§√üig und spontan gemeinsam auf Fototour fahren. Mathias, Benni und Markus haben ein gemeinsames Hobby und zwar die Lost Places Fotografie und¬†das Erkunden von verlassenen Orten. Kombiniert ergibt das eine F√ľlle an Eindr√ľcken, das die Freunde in deren Bildern festhalten.

Matthias hat schon etwa 200 verlassene Orte in 10 Ländern erkundet. Ganz besonders mag er verlassene Kirchen, Schlösser, Kraftwerke, Industrieanlagen und Villen. Er ist auch meist derjenige der die Routen plant. Seine Fotos findet Ihr auf Instagram: Glory of Disrepair. Benni mag verlassene Villen und Industrieanlagen. Er konzentriert sich vor allem auf die Detailfotografie. Zu finden ist er auch auf Instagram: Benji Hultsch

Die fotografischen Vorlieben von Markus sind vor allem alte Industriehallen mit Schaltpulten und Maschinen, Kirchen und ganz besonders alte Autos. Am liebsten Autos aus den 50 gern Jahren. F√ľr diese einzigartigen Fotomotive fuhr er sogar schon in die USA.

Urban Exploration, auch Urban Exploring oder Urbex genannt, ist im Grunde die fotografische Erforschung von verlassenen Orten – auch „Lost Places“ genannt. Diese Orte sind verlassen und erfahren derzeit keine aktive Nutzung mehr. „Take only pictures, leave only footprints‚ÄĚ – das ist die goldene Regel beim Urban Exploring. Halte den Verfall fotografisch fest und das einzige was man hinterlassen sollte, sind die eigenen Fu√üspuren. Kein Vandalismus und kein Diebstahl ist hier oberste Devise!

Trotz aller Spontanit√§t √ľberlassen sie nichts dem Zufall. Da die Touren meist √ľber mehrere Tage gehen werden diese im Vorfeld akribisch geplant. Meistens wird das freie Wochenende f√ľr die Touren genutzt.

Als Fotoequipment benutzen die drei die Canon 6D und 5D Mark III, was das tauschen der Objektive untereinander sehr einfach macht.

Markus: „Es geht soweit, das wir uns¬†in der Locations absprechen, wer welche Fotos macht z.B. Benni ist f√ľr die Details verantwortlich und Matthias macht die Weitwinkelshots, so sparen wir enorm viel Zeit, um¬†zur n√§chsten Location zu kommen.“

Bleibt denn √ľberhaupt noch Zeit um die mitunter geschichtstr√§chtigen Orte auf sich wirken zu lassen oder z√§hlt in erster Linie das Fotomotiv?

Markus: „Nachdem wir die Fotos im Kasten haben¬†genie√üen wir die Orte und nehmen uns die Zeit Sie in Ruhe zu erkunden.“

Ich freue mich das Ihr auf unserer Lost & Found Explorers Fototour dabei wart und hoffe das wir uns das ein oder andere mal wiedersehen.

Urbex Poland from Benni Hu on Vimeo.

 


Eine faszinierende Lost Places Fototour zum Märchenschloss

Auf einer meiner Lost Places Fototour in diesem Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. Ein verlassenes Schloss in einer malerischen Umgebung.¬†F√ľr alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat dieses m√§rchenhafte Schloss mit seinen filigranen Verzierungen und dem verwunschenen Schlossgarten ¬†jede Menge Motive zu bieten.

Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Renaissancebau errichtet. Im Jahr 1750 wurde die barocke Parkanlage angelegt. Ab 1780 war das Schloss im Besitz einer Adelsfamilie und deren Wohnsitz. Von 1787 bis 1790 wurde das Schloss durch Fl√ľgelanbauten erweitert. Im Jahr 1870 w√ľtete ein Brand im Schloss, das Schloss wurde danach in klassizistischem Stil mit hohem Turm neu erbaut und im Innern stilgerecht ausgestaltet. Urspr√ľnglich sollte das Schloss ein Stockwerk h√∂her werden; erkennbar ist dies am Schlossturm, der f√ľr ein weiteres Stockwerk vorbereitet ist. Der Turm ist 9 Meter h√∂her als der direkt gegen√ľberliegende Kirchturm der barocken Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Adelsfamilie das Schloss verlassen. Seitdem steht das Bauwerk zum gro√üen Teil leer und verf√§llt. Nach 1945 ging das Schloss in polnisches Staatseigentum √ľber. Zeitweise waren eine Funktion√§rsschule und eine Landwirtschaftsschule in einem Teil des Geb√§udes untergebracht.

Danach hatte das Schloss mehrere Besitzer die viele Pläne hatten, doch leider scheitert jede noch so gute Plan an der Realisierung und den finanziellen Mitteln. Das Schloss liegt in einem Dornröschenschlaf und wartet immer noch auf den Prinzen/Prinzessin das es weckt.


Bei unserer spannenden Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat entdeckten wir dieses verlassene Dorf an der wei√ürussischen Grenze. Unser Weg f√ľhrte von Tschernobyl aus √ľber die Br√ľcke des Pripyat Flusses auf die andere Uferseite. Es war zwar ein langer und beschwerlicher Weg, denn wir brauchten mit unserem Bus f√ľr die 28 Kilometer etwa eine Stunde bis wir in dem Dorf ankamen. Die Natur hat sich mittlerweile nach knapp 30 Jahren¬†viel zur√ľckgeholt. Wo fr√ľher eine breite asphaltierte Stra√üe in das Dorf f√ľhrte ist es heute nur ein kleiner zu gewucherter Waldweg.

Wann das Dorf genau gegr√ľndet wurde ist nicht bekannt, im Jahr 1864 lebten hier insgesamt 279 Menschen, im Jahr 1887 waren es dann schon 383 Einwohner wobei davon 101 orthodoxe Juden waren. Diese hatten eine eigene Kirchengemeinde mit einer wundersch√∂nen und noch heute g√§nzlich erhaltenen orthodoxen Kirche. Im Jahr 1900 lebten im Dorf Krasny schon insgesamt 554 Einwohner. Der gr√∂√üte Teil von ihnen waren Bauern. Im Dorf gab es zu dieser Zeit 4 Kornm√ľhlen und auch zu dieser Zeit wurde in der N√§he der orthodoxen Kirche eine Schule errichtet.

Am Vorabend der Katastrophe von Tschernobyl lebten im Dorf insgesamt 325 Einwohner. Nach der Katastrophe wurden alle Bewohner evakuiert und die Menschen wurden √ľberwiegend in das Dorf¬†Rudnitskoe und ŇĀukaszi in der Region¬†Baryszew im Oblast Kiew umgesiedelt.

Dieses Dorf mit der wundersch√∂nen Kirche besuchen wir wieder bei unserer viert√§gigen ¬†„Chernobyl Fallout Tour“ im Mai und Oktober 2016.


Eine atemberaubende Lost Places Fototour in Polen

Bei meinen spannenden Lost Places Fototouren zu geheimen Orten passiert es sehr oft das ich aus dem Staunen nicht mehr raus komme. Genauso war es bei dieser Industriedenkmal aus der Gr√ľnderzeit.

Das Elektrizit√§tswerk was ich heute besucht habe¬†wurde im Jahre 1910¬†vom Ingenieur Alfred Frisch in der Jugendstil Bauweise erbaut und diente f√ľr die Textilfabrik als Hauptenergiequelle.¬†Die Architektur des Turbinenraums ist mit¬†abwechslungsreichen Konturen und gro√üen Fenstern erbaut. Die gesamte¬†Inneneinrichtung¬†besteht unter anderem aus original¬†Jugendstil- Fliesen, die heute noch existieren. Der Detailreichtum ist unermesslich und ist hier¬†fast √ľberall zu entdecken. Jedes Element ist mit gro√üer Sorgfalt und Liebe zum Detail eingebaut. Das Kraftwerk besteht aus zwei miteinander verbundenen Geb√§uden, dem Maschinenraum und dem Heizhaus.

Nach dem Krieg wurde die Textilfabrik samt E-Werk in die staatliche Fabrik „Uniontex“ eingegliedert und funktionierte bis zum Jahr 2006. Nach der Liquidation des Unternehmens stehen nun die Geb√§ude leer.

Vielen Dank an meinen Fotofreund Phillip Kowalke das Du mich zu dieser Perle der Gr√ľnderzeit begleitet hast.

 


Heute möchte ich euch auf eine spanende Lost Places Fototour aufmerksam machen die wir einmal im Monat veranstalten.

Das historische Stadtbad in Leipzig wurde nach einer dreij√§hrigen Bauzeit am 15. Juli 1916b¬†feierlich er√∂ffnet. Das Geb√§ude wurde nach Pl√§nen des Leipziger Architekten Otto Wilhelm Scharenberg als ein repr√§sentativer „Dreifl√ľgelbau“. Dieser bestach durch seine au√üergew√∂hnliche Monumentalit√§t und Weitl√§ufigkeit.

Die Hauptattraktion war eine Wellenanlage die in der Männerschwimmhalle eingebaut war diese konnte bis zu einem Meter hohe Wellen erzeugen. Damals badeten noch Frauen und Männer getrennt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde¬†das Bad wieder in Betrieb genommen. In den 1980er-Jahren wurde das Innere des Geb√§udes umfangreich restauriert. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher M√§ngel im Juli 2004 endg√ľltig schlie√üen.

 

Ein M√§rchen wie aus tausendundeiner Nacht ist die Damensauna im maurischen Stil. Diese steht wegen seiner Einzigartigkeit heute unter Denkmalschutz.¬†Pr√§chtige S√§ulen und B√∂gen, filigrane Muster mit Goldverzierungen und dekorative Wandmosaiken verspr√ľhten ein orientalisches Flair. Der mit ornamentalen Fliesen versehene Brunnen im Zentrum des Ruheraums lie√ü die Vorliebe der Mauren f√ľr Wasserspiele und Font√§nen erahnen.

Gegen den weiteren Verfall wurde im Jahr 2006 die unselbstst√§ndige F√∂rderstiftung „Leipziger Stadtbad“ auf Initiative der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH gegr√ľndet. Im Dezember 2009 erfolgte die Umwandlung in eine selbstst√§ndige Stiftung. Ziel der gemeinn√ľtzigen F√∂rderstiftung ist es, mittelfristig einen tragf√§higen Ansatz zum Erhalt des Leipziger Stadtbades zu erarbeiten und Gelder f√ľr die Sanierung zu sammeln.

Bei unserer Lost Places Fototour zum historischen Stadtbad Leipzig hast du bis zu 4 Stunden Zeit diese interessante Location völlig frei zu erkunden. Check die nächsten Termine unter: TERMINE FOTOTOUR STADTBAD LEIPZIG

 

 


Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren?

Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir viele verlassene evangelische Kirchen. Einige von ihnen werden derzeit von katholischen Gemeinden genutzt, einige von lokalen Kulturzentren und wiederum andere dienen auch heute als Gebetsort f√ľr die kleine evangelisch-augsburgische Gemeinde. Leider entdecken wir auch Kirchen die langsam in Vergessenheit geraten und deren bauliche Substanz sich zunehmend verschlechtert. Der bemitleidenswerte Zustand der vielen evangelischen Kirchen entsteht durch einen Mangel an Interesse der Gemeinden und den fehlenden finanziellen Mitteln.

Wir zeigen dir einzigartige Fotomotive hinter d√ľsteren Gem√§uern

Diese¬†Kirche ist im neugotischen Baustil¬†in den Jahren 1785-1788 errichtet worden.¬†Die Kirche beherbergt eine ganz besondere Aura, auch wenn der Verfall schon sichtbar ist. Im Inneren herrscht eigene einzigartige Atmosph√§re und die unverwechselbare Architektur dieser Zeit. Heute steht die Kirche leer und wird nicht mehr als Gebetsort genutzt. Eine massive Eichent√ľr sch√ľtzt sie gegen gegen die fortschreitende Zerst√∂rung. Diesen wundersch√∂nen geheimen Ort haben wir neu in unsere Fotoexpedition „Der Teufel auf dem Kirchturm“ integriert. Weitere Infos zur spannenden Fototour ¬†findet Ihr auf einer spannenden Lost Places Fototour in Polen.


Lost Places Fotografen aufgepasst! Seid dabei bei unserer spannenden Fototour Kost & Logis. Wir erkunden hier ein ehemaliges Hotel im Art Deco Stil mit sehr vielen Details und Säulen danach ein riesiges Industriegelände mit vielen Details, Kesseln und Produktionsräumen sowie ein ehemaliges Heizhaus mit viel Rost, Staub und Ruß. Checkt die nächsten Termine unter: https://urbexplorer.com/produkt/fototour-kost-und-logis-goerlitz/


Mensch wie die Zeit vergeht! Seit nunmehr einem Jahr erkunden wir f√ľr euch spanende Lost Places und geheime Orte um dann dort mit euch auf Fototour zu gehen. Seit dieser Zeit ist ein bunter Korb voller spanender Fototouren und Expeditionen zusammengekommen. Mit uns k√∂nnt Ihr d√ľstere Industriedenkm√§ler, verlassene Kirchen und m√§rchenhafte Schl√∂sser entdecken. Ein Highlight unseres Angebotes ist auch unter anderem die sechst√§gige Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripyat.

Dieser Erfolg w√§re aber nicht M√∂glich ohne den wichtigsten Teil meines Projektes – die Tourteilnehmer. Deshalb wollte ich nach einem Jahr allen bisherigen Teilnehmern „Danke“ sagen, hierzu habe ich meine Jubil√§umsparty am 10. Juli 2015 in der ehemaligen Fleischfabrik der Konsumgenossenschaft Berlin organisiert.

Gestartet haben wir an 18.00 Uhr mit einem Fotowalk durch die Fleischfabrik und das ehemalige Heizhaus des Backwarenkombinates. Die Fleischfabrik Berlin geh√∂rte zur ehemaligen Konsumgenossenschaft einer der gr√∂√üten staatlichen Handelsketten neben der HO (Handelsorganisation). Im Jahr 1994 wurde der Betrieb aufgegeben und der R√§ucherofen ist seitdem kalt.¬†Die ehemalige Fleischfabrik und das angrenzende Backwarenkombinat sind inzwischen zum Eldorado f√ľr weltbekannte Streetart-K√ľnstler geworden.

Nach unserem kleinen Fotowalk konnten wir im Innenhof entspannen. Hier gab es leckeres vom Grill und kalte Getränke. Den Abschluss meiner Jubiläumsparty krönte eine spektakuläre Lightpaintingshow im ehemaligen Heizhaus.

 

Fotogalerie unserer Gäste


Auf Lost Places Fototour im verlassenen Wasserwerk

Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Es ist ein fast vergessenes architektonisches Kleinod. An diesem sonnigen Sommertag wirkte die große Halle des Wasserwerks wie eine riesige Kathedrale auf mich. Die eindringenden Sonnenstrahlen vermischten sich mit dem Staub, Eisen und Rost, dadurch entstand eine ganz besondere Aura die jeden Lost Places Fotografen in seinen Bann zieht.

Das Wasserwerk wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut¬†und¬†besteht aus drei Geb√§udeteilen: Der gro√üen Halle im Hauptgeb√§ude, einer kleinen Maschinenhalle und dem Bremsberghaus.¬†Das Wasserwerk¬†wurde bereits 1984 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Der nicht mehr gebrauchte Teil, der urspr√ľnglich die Pumpen aufgenommen hatte, wurde zu einem Atelier und Ausstellungsr√§umen umgebaut.¬†Die letzten K√ľnstler verlie√üen das Wasserwerk im Jahr¬†1999. Mittlerweile steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz.


Gemeinsam auf spannenden Lost Places Fototouren

Auf einer meiner Lost Places Fototouren im letzten Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. ¬† F√ľr alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat diese ehemalige Pfarrkirche¬† jede Menge Motive zu bieten.

√úber die Entstehung der jetzigen Kirche ist nichts genaues bekannt. Sie wird zum ersten Mal 1351 in den Akten des Klosters Reinsdorf erw√§hnt. Es war die Pfarrkirche f√ľr die D√∂rfer Krautdorf, der rechts vom Bach gelegene Teil von Pretitz und Wei√üenschirmbach. 1512 wurde Wei√üenschirmbach eine eigene Pfarrstelle, 1630 kam Krautdorf nach Liederst√§dt und Pretitz ganz zu Vitzenburg.

Von der mittelalterlichen Kirche ist das Untergeschoss des Turmes erhalten, die innen kreuzgratgew√∂lbte Sakristei. Aus dieser Zeit (14. Jahrhundert) ist ein kleiner silberner innen vergoldeter Abendmahlkelch erhalten. Dieser Kelch hat unter dem Knauf in gotischer Schrift auf der einen Seite „Maria“ und auf der anderen Seite „got hilf“.

In den Jahren 1713 bis 1715 wurde die Kirche an der alten Stelle neu gebaut. Auf das alte Untergeschoss des Turmes wurde der jetzige achteckige Turmschaft als Glockenturm gesetzt. Die zwei Glocken stammen aus dem Jahr 1573, gegossen vom Erfurter Glockengie√üer Eckhart Kuchingen. Die gr√∂√üere Glocke tr√§gt die Inschrift: „Gotts Wort bleibet ebig“, die kleinere Glocke hat die selbe Inschrift aber in der Lateinischen Sprache: „Verbum Domino mannet in aethernum“.

Wir entdecken geheimnisvolle Orte und d√ľstere Gem√§uer

Im Inneren der Kirche gibt es einige bemerkenswerte Grabdenkmäler. Hinter dem Altar rechts der Grabstein von Johann Moritz von Heßler und links seiner Gemahlin Henriette Margarethe von Zaschwitz und im Inneren der Kirche der Grabstein des Sohn Friedrich Moritz von Heßler.

Unter der Patronatsloge, die in ihrem Grundbestand noch aus der alten Kirche stammt, befindet sich eine Gruft. √úber der Eingangst√ľr sind links das He√ülersche Wappen und rechts das von Zaschwitz zu sehen.

Im Jahr 1822 schlug ein Blitz in die Kirche ein, der aber gl√ľcklicherweise nicht z√ľndete jedoch gro√üen Schaden anrichtete. Die Spuren davon sowie barocke Bemalungsreste wurden bei Untersuchungen zur Restauration entdeckt. Bis zur Mitte der 1970 her Jahre war die Kirche noch regelm√§√üig f√ľr Gottesdienste ge√∂ffnet. Allerdings fielen in dieser Zeit wiederholt Schiefer vom Turm auf das Kirchendach, sodass sp√§ter ein regelm√§√üiger Gottesdienst aus Sicherheitsgr√ľnden nicht mehr m√∂glich war.

Seit 1995 begann ein F√∂rderverein „Freunde der Dorfkirche Johannes der T√§ufer Vitzenburg“ zusammen mit der Kirchengemeinde notwendige Reparaturma√ünahmen in Angriff zu nehmen und den weiteren Verfall zu stoppen. Zun√§chst wurde mit Arbeiten an der Patronatsloge, am Treppenturm und am Kirchendach begonnen. Im Jahr 1997 wurde das Kirchendach fertig saniert. In den Jahren 1999-2000 wurde der obere Turmschaft instand gesetzt und die Turmhaube neu geschiefert au√üerdem wurden die Turmkreuze aud Kupfer neu angefertigt und aufgesetzt.

Als nächstes großes Bauvorhaben stehen sämtliche Fenster im Turm und Kirchenschiff an, devot an die umfangreiche Innenrenovierung gedacht werden kann.

Die wundersch√∂ne Dorfkirche „Johannes der T√§ufer“ besuchen wir regelm√§√üig im Rahmen unserer Fototour zum M√§rchenschloss an der Unstrut.

Dar√ľber hinaus unterst√ľtzen wir die Freunde der Dorfkirche regelm√§√üig mit Spenden um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche zu erhalten.

Wenn Ihr auch spenden möchtet hier die Bankverbindung des Vereins:

Freunde der Dorfkirche „Johannes der T√§ufer“
Volksbank Halle/Saale
IBAN: DE83800937840000518050
BIC: GENODEF1HAL

 


Vom 20 bis 25 Juni fand unsere dritte Fotoexpedition in diesem Jahr nach Tschernobyl und Pripyat statt. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Lost Place Fotografen die diesmal dabei waren Ihr wart eine tolle, entspannte und sympathische Truppe. Wie immer vergingen die Tage wie im Flug und die Eindr√ľcke dieser spannenden Fotoexpedition bleiben im Kopf. Ich hoffe eure Speicherkarten sind einigerma√üen voll geworden und das Ihr auch einen pers√∂nlichen Eindruck √ľber die aktuelle Situation und die Menschen in der Sperrzone bekommen habt.

Fototour zu Lost Places

Das Gruppenfoto an der Duga Radarstation

Ein erster Programmpunkt unserer Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripyat ist der Tag in Kiew mit einer interessanten Sightseeingtour durch die Stadt. Hier erkunden wir die geschichtsträchtigen Orte wie den Majdan sowie das Kiewer Höhlenkloster, das Mutter Heimat Denkmal und den Park Witschnoji Slawi. Zur Seite steht uns hier ein toller Guide der auch mittendrin bei den Protesten 2014 war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat wie diese Proteste begannen und sich im Verlauf zugespitzt hatten.

Die Sperrzone um Tschernobyl und Pripyat sieht zu jeder Jahreszeit anders aus. Im Fr√ľhjahr ist noch alles Kahl und Grau bis dann im April/Mai das erste zarte Gr√ľn zu sehen gibt. In den Sommermonaten ist die Vegetation voll ausgepr√§gt und man kommt sich vor wie im Dschungel. Im Herbst verspr√ľht die Natur hier eine ganz besondere Aura aus bunten, fallenden Bl√§ttern und der typischen herbstlichen Atmosph√§re. Weitere Termine zur Tschernobyl Fototour im Herbst findet Ihr unter:¬†https://urbexplorer.com/produkt/fototour-tschernobyl-pripyat/


Warum werden Lost Places und geheimnisvolle Orte fotografiert?

Bei unserer letzten Urbexplorer Fototour zu Lost Places und geheimen Orte entdeckten wir eine ehemalige Druckerei. Auf dem Gel√§nde des¬†¬†ehemaligen Schlosses Meyerhoff befand sich eines der gr√∂√üten Grafikunternehmen in ŇĀodz und zwar die Gesellschaft „Kotkowski und Co-Druckerei“. Gegr√ľndet wurde diese von Boleslaw Fr√∂hlich und Boleslaw Kotkowski. Im August 1939 waren hier bis zu 209 Mitarbeiter besch√§ftigt und der Jahresumsatz betrug etwa 1,8 Mio. PLN. Nach der Invasion der Wehrmacht im Jahr 1939 wurden √ľber die H√§lfte der Mitarbeiter entlassen und einige wurden auch verhaftet und sogar verschleppt.

Bei unseren Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir spannende Fotomotive

Bei dem R√ľckzug der Nazis am 18. Januar 1945 aus ŇĀodz wurden auch die wertvollsten Druckmaschinen geraubt. Unmittelbar nach dem Krieg¬†wurde die Firma erst einmal von den Mitarbeitern gef√ľhrt bis der Betrieb dann schlie√ülich verstaatlicht wurde. Bis zur Schlie√üung firmierte es unter dem Namen „ŇĀ√≥dzkie ZakŇāady Graficzne“. Zur Zeit stehen die Produktionshallen leer.


Lost Places und Ihre Geschichten faszinieren immer mehr Hobbyfotografen

Bei meiner letzten Lost Places Fototour entdeckte ich diese magische verlassene evangelische Kirche. Wenn man etwas Gl√ľck hat kann man im Inneren ein spektakul√§res Lichtspiel erleben. Genau dann wenn die Sonne durch die Mauerritzen scheint und im inneren der Kirche auf den staubigen Boden oder die √úberreste der Gruft trifft.

Dies ist eine der √§ltesten evangelischen Kirchen in Polen und 1743 bis 1749 errichtet. Das √Ąu√üere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fu√üboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von eckigen und verzierten S√§ulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar. Die Kirche geh√∂rte zum Anwesen der Grafen von Reichenbach.

Die sp√§teren Grafen von Reichenbach waren ein schlesisches Uradelsgeschlecht. Seine Besitzungen lagen √ľberwiegend in den Herzogt√ľmern Schweidnitz-Jauer und M√ľnsterberg, aber auch in der bis 1763 unmittelbar zu B√∂hmen geh√∂renden Grafschaft Glatz. Der erste urkundlich fassbare Familienangeh√∂rige ist der Lokator Wilhelm, der 1258 als Schulthei√ü und 1266 als Vogt von Reichenbach belegt ist. Reichenbach geh√∂rte damals zum Herzogtum Breslau und gelangte 1290/91 an das Herzogtum Schweidnitz. Das Geschlecht war urspr√ľnglich in f√ľnf St√§mme geteilt, von denen heute nur noch ein Stamm seit dem 18. Jahrhundert fortbesteht.

Dessen Stammreihe beginnt mit Cunze Bieler (bzw. Bielau oder Bela), 1438 Burggraf zu Schatzlar, und Herr auf Fischbach. Sein Sohn Cunze nahm den alten Namen Reichenbach wieder an und nannte sich Cunze von Reichenbach, Bieler genannt. Das Geschlecht erlangte am 30. Mai 1665 den b√∂hmischen Freiherrnstand, am 16. Januar 1678 den b√∂hmischen Herrenstand und am 10. M√§rz 1730 den b√∂hmischen Grafenstand. Nach der Eroberung Schlesiens durch Preu√üen wurde die Familie umgehend von Friedrich II. mit der W√ľrde eine Generalpostmeisters f√ľr Niederschlesien (6. November 1741) ausgezeichnet. Diese nicht erbliche W√ľrde wurde jedoch bereits am 7. Januar 1752 in die erbliche W√ľrde einen Erblandpostmeisters f√ľr ganz Schlesien umgewandelt. Bald darauf, am 5. Juli 1752, erhielt ein anderen Zweig der Familie die erbliche W√ľrde eine Obererbj√§germeisters in Schlesien.

Wie finde ich spannende geheimnisvolle Orte zum Fotografieren?

Diese geheimnisvolle Kirche haben wir in unserem Tourenprogramm von urbexplorer.com. Einmal im Monat k√∂nnt Ihr mit uns auf Fotoexpedition “ Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren? Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir geheimnisvolle und d√ľstere Orte.


Auf Lost Places Fototour in einer wunderschönen Kirche

Die Kirche wurde vom Architekten Carl Gotthard Langhans auf einem elliptischen Grundriss entworfen und 1796 bis 1797 errichtet. Einige Kunsthistoriker schreiben das Werk jedoch dem Baumeister Grundmann zu. 1872 wurde an die s√ľd√∂stliche Au√üenwand ein aus Sandstein gemauerter Glockenturm nach einem Entwurf des Bunzlauer Architekten Peter Gansel angef√ľgt.

Das √Ąu√üere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fu√üboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von runden, glatten S√§ulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien mit einer vollen h√∂lzernen Br√ľstung. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar.

Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren?

Seit 1945 blieb die Kirche ungenutzt, die nun im Dorf wohnenden Katholiken besuchen die benachbarte Johann-Nepomuk-Pfarrkirche. Die Kirche diente zuerst als Schafstall, dann als Quelle f√ľr Baustoffe f√ľr private Zwecke. Das Geb√§ude verfiel langsam zur Ruine. Die Fensterrahmen wurden herausgerissen. Die Spitze des Kirchturms st√ľrzte ab. Ohne sofortige Hilfe drohte die ganze Kirche einzust√ľrzen. Vorl√§ufig wurden die Fenster√∂ffnungen zugemauert, aber bei jedem Regen drang durch das l√∂chrige Dach Wasser ein.

Neben der Kirche befindet sich ein verlassener, evangelischer Friedhof. Viele Grabsteine gingen hier aber schon verloren.

Am 17. Juli 2013 hat die Warschauer Stiftung ‚ÄěTwoje Dziedzictwo‚ÄĚ die Kirche mit dem alten evangelischen Friedhof √ľbernommen und sammelt derzeit Geld, um zuerst das Dach zu reparieren und das Geb√§ude vor dem Verfall zu sch√ľtzen. Auch das polnische Kulturministerium hat finanzielle Hilfe versprochen. Am 24. Juni 2014 wurden die Bauarbeiten beim Wiederaufbau der Kirche offiziell begonnen.

Mit unseren Fototouren unterst√ľtzen wir den Verein beim Wiederaufbau in Form einer angemessenen Spende f√ľr den Wiederaufbau dieser wundersch√∂nen Kirche. Wie finde ich spannende Lost Places zum fotografieren? Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir geheimnisvolle und d√ľstere Orte.


Der riesige Geb√§udekomplex wurde im Jahr 1929 von den Deutschen gebaut und diente sp√§ter der Wehrmacht als Krankenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal von der Sowjetarmee √ľbernommen und als Milit√§rkrankenhaus weiter betrieben. Das in einem ruhigen Waldst√ľck gelegene riesige Krankenhaus konnte bis zu 650 Patienten aufnehmen wurde aber in der Regel nicht einmal zur H√§lfte ausgelastet.

Auf dem mit einer hohen Betonmauer umz√§unten Gel√§nde standen etwa ein Dutzend Geb√§ude. Das gr√∂√üte dieser dreist√∂ckigen Geb√§ude ist √ľber 250 Meter lang. Im Inneren hat man den Eindruck das die Flure, schier Endlos sind. Um uns herum sind hunderte von R√§umen und unterstreichen hier das Gef√ľhl sich zu verirren. Dieser Eindruck wird durch einen sehr dunklen, langen Keller verst√§rkt. Das Ganze verst√§rkt durch eine erstaunliche Stille. Es gab mehrere Zweige der Chirurgie sowie der Psychiatrie, Orthop√§die und diverse Betriebsr√§ume .

In ihrer Bl√ľtezeit war es ein sehr gut ausgestattetes Krankenhaus mit f√ľr damalige Zeiten, moderner Ausr√ľstung. Auf dem Gel√§nde gibt es mehrere weitere Geb√§ude wie zum Beispiel eine Abteilung f√ľr Kinder, eine Apotheke, K√ľche, Esszimmer, Konferenzraum, Shop, Kino und ein recht gro√ües Schwimmbad. Das kleine Geb√§ude daneben war eine Krankenhauskapelle und auf dessen R√ľckseite befand sich der Seziersaal. Wenn man diesen betritt und diesen einzigartigen Geruch versp√ľrt, bekommt man auch als hartgesottener G√§nsehaut.


Vielen Dank an alle Teilnehmer unserer ‚Ä™Fotoexpedition‚Ĩ nach ‚Ä™Tschernobyl‚Ĩ und ‚Ä™Pripyat‚Ĩ vom 30.04 bis 05.05! Nach einer beschwerlichen R√ľckfahrt bedingt durch den Streik der GDL sind wir nun alle gl√ľcklich, mit vollen Speicherkarten sowie vielen Eindr√ľcken im Kopf in Berlin angekommen. Ich kann nur sagen Ihr wart¬†eine entspannte und lustige Gruppe und auch¬†super Explorer. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit euch zu reisen. Vielen Dank an Gerry Langer Photography f√ľr das Gruppenfoto und an MOE wedding Photography¬†¬†‚Ķ.–ĺ—á–Ķ–Ĺ—Ć –ĺ—Ö–ĺ—ā–Ĺ–ĺ! Freie Pl√§tze f√ľr unsere n√§chste Fotoexpedition findet Ihr unter:¬†https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

"Operationssaal"

„Operationssaal“

"Krankenhausflur"

„Krankenhausflur“

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

Hinter den Kulissen

Hier haben wir einige Schnappsch√ľsse der Teilnehmer unserer Fotoexpedition Tschernobyl. Es war wie eine Reise „Europa in drei Tagen“ aber die Strapazen haben sich gelohnt. Was z√§hlt sind die Eindr√ľcke im Kopf!

 

 


Die Stadt Pripyat liegt etwa vier Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und wurde im Jahr 1970 f√ľr die Mitarbeiter des Kraftwerks gebaut. Die Stadt war einen sogenannte „Rei√übrettstadt“ denn sie w√ľrge g√§nzlich neu gebaut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe lebten in Pripyat etwa 55.00 Einwohner und das Durchschnittsalter war 25 bis 30 Jahre. Es wurden zu damaliger Zeit moderne Wohnungen sowie ein Bahnhof, mehrere Krankenh√§user, Kinderg√§rten einen Hafen und einen Vergn√ľgungspark direkt im Zentrum der Stadt.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete sich am 26.4.1986. Er gilt als die gr√∂√üte Kernkraftkatastrophe in der Geschichte. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl.¬†Das Atomkraftwerk Tschernobyl war damals eines der gr√∂√üten auf der Welt.¬†In der verh√§ngnisvollen Nacht des 26. April f√ľhrte man im Kraftwerk ein Experiment durch, bei dem der unt√§tige Bereich der Anlage des Turbo-Generators getestet werden sollte. √úberhitzender Kraftstoff verursachte die Zerst√∂rung der Generatoroberfl√§che.

Die Explosionen des Kraftwerks setzten radioaktive Substanzen frei, die bis auf eine H√∂he von 1,5 km in die Luft stiegen. In dieser H√∂he wehte der Wind der zu diesem Zeitpunkt aus s√ľd√∂stlicher Richtung kam, die radioaktive Wolke bis nach Skandinavien. Als der Wind sich wieder drehte¬†Wolke flog √ľber Skandinavien und wieder zur√ľck in die Ukraine. Eine zweite kontaminierte Wolke zog daher √ľber Polen, Richtung S√ľdwesten. ¬†Der Supergau von Tschernobyl trieb das¬†Strahlenniveau auf das Tausendfache der nat√ľrlichen Strahlung. Die Evakuierung erfolgte aus Gr√ľnden der Desinformationsstrategie der damaligen sowjetischen Beh√∂rden erst am n√§chsten Tag. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die n√∂tigsten Dinge mittnehmen sollten, nach drei Tagen k√∂nnten sie zur√ľckkehren. Die Bev√∂lkerung wurde bewusst falsch informiert um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel Gep√§ck mitnehmen.

Auf unserer Fotoexpedition findest Du in Pripyat viele Details, verrostete Ger√§te, alte Propagandaschriften und aus der Zeit gefallene sozialistische Slogans. Diese¬†sind hier √ľberall zu¬†finden ‚Äď in Kulturh√§usern, im Hotel, Krankenhaus, Polizeistation sowie in Schulen und Kinderg√§rten. Eine Fotoexpedition mit den Lost & Found Explorers nach Pripyat¬†ist wie eine Reise in die Vergangenheit mit dem Unterschied, dass man in einer Geisterstadt ohne einen einzigen Bewohner ist.

Wir laden alle Lost Places Fotografen zu dieser Fotoexpedition an diesen faszinierenden Ort. Es wird eine einzigartige Gelegenheit, um mit uns auf eine fotografische Entdeckungsreise in die Ukraine zu gehen.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier einen kurzen Film der vergangenen Fotoexpedition zusammengestellt:

Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfährst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen. Wir möchten, das diese Fotoexpedition Deine persönliche Fotoreportage in der geschlossenen Zone von Tschernobyl, 28 Jahre nach dem Ausbruch des Kraftwerks ist. Die Auswirkungen, die das Leben von Zehntausenden von Menschen, nicht nur in der Ukraine und Weißrussland verändert haben wirst Du hier erleben.

Unsere Fotoexpedition richtet sich an alle Fotografen und Hobbyfotografen sowie Geschichtsinteressierte. Wir wollen das Du diesen Ort mit deinen eigenen Augen wahrnimmst und deine persönlichen Fotomotive findest genau so wie Du diesen Ort gesehen hast.

Nach der Fotoexpedition und R√ľckkehr nach Deutschland m√∂chte ich eine Ausstellung der Fotos organisieren, die die pers√∂nliche Sichtweise jedes einzelnen Teilnehmers die Eindr√ľcke und Erfahrungen von Tschernobyl darstellt.

Checkt die n√§chsten Termine f√ľr diese spannende Fotoexpedition:¬†https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/