Der Ansturm auf Tschernobyl ist nach wie vor ungebrochen. Laut den ukrainischen Behörden haben die Sperrzone dieses Jahr bis Anfang November mehr als 107.000 Menschen aus der ganzen Welt besucht. Weißrussland ist mittlerweile so besorgt darĂŒber, dass das Land nördlich der Ukraine nun seine Grenzkontrollen verschĂ€rft.

Ungebrochener Hype um Tschernobyl

Der Tourismus in der Sperrzone von Tschernobyl boomt weiterhin – auch wenn die Besucherzahlen aufgrund der fallenden Temperaturen und des schlechter werdenden Wetters langsam zurĂŒckgehen. Die sowohl von Kritikern als auch Zuschauern hochgelobte HBO-Miniserie „Chernobyl“ hat maßgeblich zum gestiegenen Interesse an den Geschehnissen vor ĂŒber 33 Jahren und dem heute verlassenen Gebiet um das havarierte Kernkraftwerk gefĂŒhrt. Einige Personen nehmen dabei nicht den offiziellen Weg ĂŒber den Kontrollpunkt Dytiatky, sondern betreten die ukrainische Sperrzone illegal in der NĂ€he zu Weißrussland. Nur etwa zehn Kilometer liegen zwischen der weißrussisch-ukrainischen Grenze und Prypjat, dem Hauptziel der meisten „Stalker“, wie illegale Besucher umgangssprachlich genannt werden.

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Seit der AnkĂŒndigung, dass Touristen nun den Kontrollraum von Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl besuchen dĂŒrfen, kursieren im Internet viele utopische Zahlen bezĂŒglich der Strahlenbelastung vor Ort. Diverse Webseiten berichten, dass die Strahlung den Normalwert um das 40.000-fache ĂŒberschreitet und man sich deshalb nur maximal fĂŒnf Minuten dort aufhalten kann. Wir wissen nicht, wie die Journalisten auf diese Zahl kommen. Ist es vielleicht nur ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen, Entsetzen auszulösen und eine hohe Klickzahl zu erreichen? Wir von Urbexplorer möchten unseren GĂ€sten die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild von der Sperrzone und der Situation vor Ort zu machen und sie mit korrekten Informationen versorgen.

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Ground Zero – der Ort, an dem alles begann

Ab 2020 werden wir euch die Möglichkeit geben, den Kontrollraum von Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl zu besichtigen. Dort wurden vor ĂŒber 33 Jahren die schwerwiegenden Fehler begangen, die zur bis dahin schlimmsten Nuklearkatastrophe der Menschheitsgeschichte gefĂŒhrt haben. Selbst mehr als drei Jahrzehnte nach dem Unfall kann die Strahlenbelastung an diesem Ort den Normalwert um das Hundert- bis Zweihundertfache ĂŒberschreiten. Spezielle Kleidung wie SchutzanzĂŒge, Atemmasken, Sicherheitsschuhe und Schutzhelme sind wĂ€hrend der Besichtigung deshalb Pflicht. Laut den Kraftwerksmitarbeitern reichen ein paar Minuten im Kontrollraum aus, um das Gesehene niemals zu vergessen.

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Ein Blick in die Hölle der Sperrzone von Tschernobyl

Besichtigt mit uns das Innenleben der Sperrzone von Tschernobyl – den Kontrollraum von Reaktorblock 4, in dem vor ĂŒber 33 Jahren die schwerwiegenden Fehler begangen wurden, die zur bis dahin schlimmsten Nuklearkatastrophe der Menschheitsgeschichte gefĂŒhrt haben.

In bisherigen FĂŒhrungen konnten wir uns gemeinsam Sicherheits- und VerwaltungsrĂ€ume unterhalb des Kraftwerks, einen Turbinenraum, den goldenen Korridor und das Denkmal fĂŒr Walerij Chodemtschuk, das erste Todesopfer der Katastrophe, anschauen. ZukĂŒnftig werden wir ebenfalls die Gelegenheit haben, einen Blick auf die (mittlerweile entkernte) Bedieneinheit von Block 4 zu werfen, die sich zum Schutz der Kraftwerksmitarbeiter hinter einer dicken Betonmauer befindet.

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Wird ein neues Dekret die Sperrzone grundlegend verÀndern?

Am 10. Juli unterzeichnete Wolodymyr Selenskyj, seit fast zwei Monaten neuer PrĂ€sident der Ukraine, ein Dekret “ĂŒber bestimmte Entwicklungen in den Gebieten, die von der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl betroffen sind”. Einige Punkte des Dekrets sprach Selenskyj wĂ€hrend seines Sperrzonen-Besuches Anfang dieser Woche an.

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Auf unseren Tschernobyl Reisen bekommen wir die Genehmigung die geheime MilitĂ€rstadt “Chernobyl 2” und die gigantische Radarstation Duga 3 zu erkunden.

Die einzige Zufahrt zum GelĂ€nde der geheimen MilitĂ€rstadt ist ein holpriger Weg aus aneinander gereihten Betonplatten das mich gleich an die Autobahnen in der ehemaligen DDR erinnert hat. Der Weg fĂŒhrte kilometerweit durch einen dichten Nadelwald der bei Baubeginn dieser Anlage kĂŒnstlich angelegt wurde. Getarnt war das GelĂ€nde als ein Kinderferienlager.

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Auf unserer spannenden Radioactive Nightcore Fotoexpedition erkunden wir an drei Tagen die Sperrzone von Tschernobyl bevor wir in die NĂ€he von Perwomajsk fahren wo bis in die 1990 ger Jahre an einem als Wetterstation getarnten Ort und mit einem 3000 Volt gesicherten, dreifachen Elektrozaun die sowjetischen Atomraketen stationiert waren. Diese Raketenbasis bestand aus mehreren KommandoplĂ€tzen in deren Silos jeweils 9 Atomraketen standen umgeben von einem 40 Meter tiefen Silo mit der KommandobrĂŒcke. Wir fahren bis zu 40 Meter tief in die Erde hinab um die ehemalige Steuerungszentrale zu erkunden die den Eindruck erweckt als ob man sich in einem Raumschiff befindet. Auf dieser ehemaligen Atomwaffenbasis finden wir auch die berĂŒhmte SS-18 die im NATO Code „Satan“ genannt wurde. Diese Rakete hat eine LĂ€nge von ĂŒber 34 Meter und eine Breite von 3 Metern. Die durchschnittliche Reichweite betrĂ€gt 16.000 Kilometer.

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Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel fĂŒr Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der MĂ€rz ist die beste Reisezeit um die spektakulĂ€rsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. MĂ€rz bis 23. MĂ€rz findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine dĂŒstere Aura.

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Nach jahrelangem Aufbau der gigantischen Konstruktion wird nun Ende November an drei Tagen der neue Sarkophag ĂŒber den havarierten Block 4 des Atomkraftwerkes in Tschernobyl geschoben. Die Gesamtkosten fĂŒr dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf 35 Millionen Euro.

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Im Rahmen des diesjĂ€hrigen Görlitzer Fotofestivals “SchauplĂ€tze” fand in den RĂ€umen der Energiefabrik/Rabryka vom 09.09 bis 11.09 unsere Fotoausstellung “Asylum of Decay” gepaart mit der Sonderausstellung “Tschernobyl 30 Jahre danach – Die Katastrophe verĂ€nderte eine Region” verschiedener Fotografen die mit uns auf einer der vergangenen Fotoexpeditionen in der Sperrzone waren. Ein weiterer Programmpunkt war die Filmpremiere des zweiten teils von  “Ein Sommer in Pripjat”. Diese Dokumentation wird von Katja http://www.membaris-art.de/ prĂ€sentiert. In dieser Dokumentation zeigt Sie euch wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfĂ€hrst, wer die Menschen sind, die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen.

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Ich veranstalte seit Mitte 2014 sogenannte Lost Places Fototouren, Expeditionen und Fotoreisen nach Polen, Osteuropa, und den Lofoten. Im MÀrz 2015 startete die erste Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat. Seitdem fahre ich etwa ein mal im Monat in die Sperrzone mit einer Gruppe aus höchstens 14 Teilnehmern.

Bevor wir in die Sperrzone fahren verbringen wir einen Tag in Kiew. Hier machen wir eine interessante Sightseeing Tour als sogenannten Fotowalk. Abends fahren wir gemeinsam zum Majdan, hier werden wir von einem Zeitzeugen begleitet der bei den Unruhen 2014 an vorderster Front dabei war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat.

Ein paar EindrĂŒcke unserer Teilnehmer und Fotos “Hinter den Motiven” von der Pripjat Stalker Tour im Juni 2016.  Alle Infos zur Fotoexpedition Pripjat Stalker Tour findet Ihr HIER

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Es gibt wieder Leben in Tschernobyl

Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus dass die Vegetation rund um den havarierten Reaktorblock in Tschernobyl fĂŒr immer zerstört wurde, und die Flora & Fauna fĂŒr immer ausgelöscht. Doch es gibt mittlerweile neues Leben in der Sperrzone wie beispielsweise MĂ€use, die keine sichtbaren VerĂ€nderungen am Körper zeigen, und sich scheinbar bester Gesundheit erfreuen, eine vom Aussterben bedrohte Wildpferderasse, die sich munter weiter fortpflanzt und BirkenwĂ€lder, die ganze Dörfer verschlingen.

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Ein ziemlich unbekanntes Online-Nachrichtenportal aus dem Emsland das als bisherige journalistischen Meisterleistungen das “Absenken von Gullideckeln in Buxtehude und das Entlaufen von HĂŒhnern in KotzenbĂŒll” (ein wirklich existierendes Dorf in Nordfriesland) als Breaking News vermeldete möchte jetzt in den Presseolymp aufsteigen. Als Beispiel wird sich hier die Onlinestrategie eines großen Onlineportals herangezogen.

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Wie viel Gefahr geht vom Kernkraftwerk in Tschernobyl aus?

Das grĂ¶ĂŸte Problem in Tschernobyl selbst war bis zur Fertigstellung der neuen SchutzhĂŒlle der alte Sarkophag aus Beton und Blech. Dieser wurde nach dem Super-GAU noch 1986 eilig hochgezogen. Unmittelbar nach der Katastrophe im Block 4 hatten die Behörden eine Sperrzone 30 Kilometer rund um das Kraftwerk errichtet. Ein Grund dafĂŒr war vor allem die immense Belastung durch CĂ€sium-137. Aus dem alten Sarkophag drang nach wie vor CĂ€sium-137 – als Aerosol ĂŒber die Luft nach draußen. Zudem drohte das altersschwache Blechdach einzustĂŒrzen.

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