Spitzbergen – Die Welt der EisbĂ€ren

Sieben hartgesottene Fotoabenteurer begeben sich eine Woche lang auf eine spannende Spitzbergen Fotoreise.

Auf unserer Reise in die Arktis erkunden wir spannende Lost Places, machen tolle Landschaftsaufnahmen und halten Ausschau nach EisbĂ€ren, Walen und anderen Bewohnern der Arktis. Wir erkunden an zwei Tagen die aufgegebene sowjetische Bergarbeitersiedlung “Pyramiden” mit einer FĂŒlle an Motiven speziell fĂŒr Freunde der Lost Places Fotografie. Auf Spitzbergen Reise folgen wir in erster Linie immer dem Licht und den WetterverhĂ€ltnissen und sind abwechselnd mit dem Boot, auf Wanderung zu Fuß und dem Kleinbus unterwegs.

Im Jahre 1596 brach der hollĂ€ndische Entdecker Willem Barentsz auf um einen Seeweg nach China zu suchen. Diesen fand er nicht, dafĂŒr aber eine mysteriöse und zerklĂŒftete Inselkette hoch im Norden. Die alpine Landschaft mit den spitzen Bergen veranlasste Barentsz dazu die Insel Spitzbergen zu nennen. Spitzbergen umfasst fĂŒnf grĂ¶ĂŸere und zahlreiche kleinere Inseln. Das grĂ¶ĂŸte Eiland gibt der gesamten Inselgruppe ihren Namen.

Im Norwegischen heißt Spitzbergen seit 1925 Svalbard, was sich im deutschen Sprachgebrauch aber nicht durchgesetzt hat.

Spitzbergen liegt nördlich des Polarkreises zwischen dem 74. und 81. Breitengrad. Vier Nordmeere treffen dort zusammen: die Grönlandsee, das europĂ€ische Nordmeer und die Barentssee liegen sĂŒdlich, östlich und westlich von Spitzbergen. Im Norden grenzt die Inselgruppe ans Nordpolarmeer.Auf der Weiterfahrt ĂŒberwinterte Barentsz mit seinem Team auf der Insel Nowaya Zemlya, hier starb Barentsz und einige weitere Expeditionsteilnehmer bedauerlicherweise an Skorbut. Trotzdem schaffte die restliche Besatzung die Heimreise nach Holland und berichteten von reichen WalfanggrĂŒnden die hier vorherrschen. Es dauerte nicht lange, bis WalfĂ€nger aus verschiedenen LĂ€ndern in Richtung Nordpol aufbrachen. Die bevorzugte Beute zu dieser Zeit war der Grönlandwal. Die Vorteile waren das er sehr langsam schwamm und auch nach dem Erlegen noch an der OberflĂ€che trieb. Das wichtigste aber war das, er viel tranreiches Fett lieferte. Der Walfang selbst wurde mit Ruderbooten und Wurfharpunen erledigt und war zu der Zeit eine sehr gefĂ€hrliche Arbeit.

Erst 1906 besiedelten die ersten Menschen die Hauptinsel Spitzbergen.

Grund dafĂŒr war die Entdeckung wertvolle Kohlevorkommen. Nahe der ersten stĂ€ndigen Grube entstand die Stadt Longyearbyen – bis heute die Hauptstadt und Verwaltungszentrum der Insel. In den Jahrhunderten zuvor wurde Spitzbergen nur als zeitlich begrenzter StĂŒtzpunkt fĂŒr WalfĂ€nger und RobbenjĂ€ger genutzt. Bis heute spielt der Bergbau noch eine wichtige Rolle. Die Kohlevorkommen reichen nach seriösen SchĂ€tzungen noch einige Jahrzehnte. Die QualitĂ€t der Kohle ist sehr gut und dient daher nicht der Energiegewinnung, sondern wird vorwiegend in der Stahlverarbeitung verwendet.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei minus 4,5 Grad, sodass die KĂŒstenregionen nur fĂŒr etwa sechs Wochen im Sommer auftauen. Geologen fanden heraus, dass das Klima keineswegs schon immer so eisig war wie heute: Vor 150 Millionen Jahren hatten die Kontinentalplatten noch nicht die jetzige Position erreicht. Zeitweise befand sich Spitzbergen sogar auf der SĂŒdhalbkugel, wie versteinerte Korallenfunde belegen. Heute gilt Spitzbergen als grĂ¶ĂŸtes Freiluftlabor der Erde – hier betreiben viele Nationen Arktis- und Klimaforschung.Heute leben knapp 3000 Menschen auf den Inseln, die meisten davon in Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum und grĂ¶ĂŸten Siedlung der Inselgruppe. Die zweite dauerhaft bewohnte Siedlung ist die russische Bergarbeiterstadt Barentsburg. Dazu kommen noch ein paar Forschungsstationen, von denen aber nur die wenigsten in den dunklen Wintermonaten besetzt sind.

Etwa 3000 EisbÀren leben auf der Inselgruppe.

Spitzbergen ist EisbĂ€renland. Überall warnen Schilder vor den weißen Riesen, denn schon oft sind Menschen von EisbĂ€ren in der Vergangenheit angefallen worden. Rund 3000 Tiere, leben auf der Inselgruppe. Da jederzeit damit gerechnet werden muss, dass ein EisbĂ€r auftaucht, ist es verboten, außerhalb der Siedlungen ohne Gewehr oder ohne bewaffneten FĂŒhrer unterwegs zu sein. Selbst in den Siedlungen ist man nicht sicher. Daher werden KinderspielplĂ€tze hoch umzĂ€unt. Dennoch stehen die EisbĂ€ren ganzjĂ€hrig unter Schutz und dĂŒrfen nicht gejagt werden. Ihre Lieblingsbeute sind Robben. Daher wandert der EisbĂ€r an der Packeisgrenze entlang, wo auch die Robben leben. Seit Jahrhunderten ist Spitzbergen ein interessantes Ziel von Abenteurern und Entdeckern. Die ersten Touristen fanden im 19. Jahrhundert den Weg hierher. Bis heute entdecken immer mehr Menschen aus aller Welt die landschaftliche und geschichtliche Vielfalt der Insel.


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