Rapunzelschloss Badeanstalt & GlashĂĽtte

(4 Kundenrezensionen)
 
Ausgebucht
 

140,00 240,00 

  • spannendes Lost Places Fotowochenende an 3 einzigartigen Fotolocations mit bis zu 10 Stunden Zeit zum Fotografieren und erkunden
  • wir zeigen dir die besten und schönsten Motive
  • FĂĽr Fotoanfänger und Fortgeschrittene geeignet
  • freies Erkunden mit dem Smartphone und Fotografieren in einer kleinen Gruppe
  • eine Ăśbernachtung im Doppelzimmer oder Einzelzimmer und FrĂĽhstĂĽck in einem Hotel in der Nähe von Görlitz
  • Mindestens 5 / 12 Höchstteilnehmerzahl (Mindestteilnehmerzahl muss erreicht werden)
  • Wir verschicken dann den Tourplan per PDF an die angegeben E-Mail Adresse, etwa 7-5 Tage vor Abreise
  • Mitfahrgelegenheit unserem Urbexplorer Expeditionsbus (9 Sitzer) ab/bis Berlin mit Möglichkeit zum Zustieg in Cottbus

Hinweise zur Fototour
INFO: Das Lost Places Fotowochenende findet in der Region Niederschlesien in der Nähe von Walbrzych/Zagan/Görlitz in Polen statt. Alle die die Option Eigenanreise gewählt haben fahren direkt mit dem eigenen PKW zur ersten Location. Dort ist dann der Treffpunkt und alle weiteren Stationen werden dann laut Plan abgefahren. Alle die die Option Mitfahrgelegenheit gewählt haben treffen sich zum vereinbarten Zeitpunkt an dem Treffpunkt für die An/Abfahrt an der Aral Tankstelle am ZOB Berlin. In der nähe gibt es auch kostenfreie Parkplätze. Zustieg in Cottbus möglich. Alle genauen Infos in der Rundmail 10-5 Tage vor Tourbeginn.

 

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Beschreibung

Erster Tag: Das Rapunzelschloss / 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Renaissancebau errichtet. Im Jahr 1750 wurde die barocke Parkanlage angelegt. Ab 1780 war das Schloss im Besitz einer Adelsfamilie und deren Wohnsitz. Von 1787 bis 1790 wurde das Schloss durch Flügelanbauten erweitert. Im Jahr 1870 wütete ein Brand im Schloss, das Schloss wurde danach in klassizistischem Stil mit hohem Turm neu erbaut und im Innern stilgerecht ausgestaltet. Ursprünglich sollte das Schloss ein Stockwerk höher werden; erkennbar ist dies am Schlossturm, der für ein weiteres Stockwerk vorbereitet ist. Der Turm ist 9 Meter höher als der direkt gegenüberliegende Kirchturm der barocken Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Adelsfamilie das Schloss verlassen. Seitdem steht das Bauwerk zum großen Teil leer und verfällt. Nach 1945 ging das Schloss in polnisches Staatseigentum über. Zeitweise waren eine Funktionärsschule und eine Landwirtschaftsschule in einem Teil des Gebäudes untergebracht.

Erster Tag: DAG Munitionsfabrik Christianstadt 16.00 Uhr bis Open End (FREI begehbar KEIN Bestandteil der Tour)

Im Sommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch, begann das Heereswaffenamt die modernste Munitionsfabrik Europas zu errichten. Sie erhielt den Tarnnamen „Ulme“. In Rekordzeit entstanden 820 Gebäude, elf Zwangsarbeiterlager für rund 20.000 Arbeiter. Die „Fabrik Christianstadt“, so der harmlose Name, war eine streng geheime, hoch explosive Welt, drei bis vier Mal so groß wie Peenemünde. Das Werksgelände umfasste 102 Kilometer Betonstraßen und 76 Kilometer Bahngleise. Die Rüstungsfabrik der IG Farben verfügte über fünf pyramidengroße Methanolbunker und riesige verzweigte, unterirdische Bunkersysteme. Dazu mehrere Säurespaltanlagen, zwei Kraftwerke zwei Wasserwerke. Eine Kommandantur, ein Bordell, Werksfeuerwehren und unzählige Sprengstoffbunker. „Im Wald ist ständiges Brummen zu hören“, berichteten Anwohner.

Es gibt bis heute viele Rätsel um Christianstadt. Die Verantwortlichen haben ihr Wissen mit ins Grab genommen. Konstruktionspläne sind verschwunden. Umstritten ist, ob hier mehr als Sprengstoff für V1- und V2-Raketen produziert wurde. Ist an chemischen Waffen geforscht worden oder gar an der Atombombe? Der frühere polnische Offizier Stefan Jasinski meint, es gebe mehr Fragen als Antworten. Ein weiteres Geheimnis bleibt, warum die Alliierten die Fabrik als kriegswichtiges Ziel erfasst und fotografiert, vielfach überflogen, gleichwohl nie angegriffen haben.

Anfang Februar 1945 rückte die Rote Armee auf Christianstadt vor. Eine deutsche Spezialeinheit, die Polizeibrigade Wirth, verteidigte die Munitionsfabrik eine Woche lang unter größten Verlusten. Das kleine Städtchen an der Bober wechselte fünfmal den Besitzer. Brisantes Material der Rüstungsfabrik sollte offenbar in letzter Minute vor den Sowjets in Sicherheit gebracht werden. Bei den erbitterten Kämpfen ging das alte Städtchen Christianstadt selbst unwiderruflich unter.

Zweiter Tag: Die ehemalige GlashĂĽtte an der NeiĂźe / 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Auf unserer Lost Places Fototour habt Ihr bis zu 3 Stunden Zeit um diesen spannenden Industriekomplex völlig frei zu erkunden und das ist eine Menge. Ihr findet hier Ofen zur Wärmebehandlung von Glas, Kleidung von den Arbeitern, Maschinen, Telefone, Lkws, eine Lagerhalle mit diversen Glasprodukten sowie die wunderschöne Industriearchitektur. Die Geschichte der Glashütte begann im neunzehnten Jahrhundert, man hat mit der Produktion von optischem Glas begonnen und später die Produktionslinien um Verpackungsglas (Flaschen, Gläser) und Glas für die Beleuchtung. Die Stadt war lange Zeit das europäische Zentrum der Glasherstellung. Auf dem Höhepunkt der Produktion beschäftigte der Betrieb bis zu 4000 Mitarbeiter. Die Front des Zweiten Weltkriegs zerstörte diesen Ort, einschließlich Glashütte schwer. Doch im Jahr 1949 wurde der Betrieb aufgebaut und die Produktion wieder aufgenommen. Der Betrieb lief bis zum Jahr 2007. Aus Gründen der Konkurrenz aus Asien und verpassten Chancen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen wurde der Betrieb geschlossen.

Zweiter Tag: Das ehemalige Freisebad in Görlitz / 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Diese ehemalige Badeanstalt wurde im Jahr 1887 erbaut. Im Zuge der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts strömten die Menschen vom Land in die Städte wo Arbeitskräfte in den Fabriken gesucht wurden. Da viele Arbeiterwohnungen zu dieser Zeit noch nicht über ein Bad verfügten, wurden allerorten öffentliche und private Badeanstalten eingerichtet, um die tägliche Hygiene zu gewährleisten und mögliche Krankheiten und Epidemien vorzubeugen. In Görlitz entstanden zu dieser Zeit die Hoffmann´sche Badeanstalt am Lindenweg, das Zentralbad in der Hospitalstraße und das 1887 gegründete Freisebad. Benannt ist letzteres nach seinem Begründer, dem Sanitätsrat Dr. Freise. Hier wurden Wannen-, Dampf- und Heißluftbädern angeboten. Dem medizinischen Charakter der Einrichtung entsprechend, gab es auch Sole-, Fichtennadel-, Moor- und Kräuterbäder. Ergänzt wurde das Angebot elektrische Licht- und durch Kohlensäurebäder. Im Gegensatz zu den anderen Badeanstalten stand dem Gast im Freisebad auch eine moderne Schwimmhalle zur Verfügung. Das Becken war sowohl für Nichtschwimmer als auch für Schwimmer ausgerichtet, so dass sich hier auch diverse Schwimmvereine trafen. Das Freisebad wurde bis in die 1990er Jahre betrieben danach diente es auch als Filmkulisse insbesondere für den Film “The Grand Budapest Hotel” wurden hier aufwändige Filmsequenzen gedreht.

Tourablauf Anreise mit dem eigenen PKW

  • Alle genauen Adressen und Details bekommst du in der Infomail etwa 10-7 Tage vor Abreise

Erster Tag

  • 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr  → Das Rapunzelschloss
  • 16.00 Uhr bis open End  → Ausflug zu den ehemaligen DAG Munitionswerken Christianstadt (Frei begehbar KEIN Bestandteil der Tour)
  • danach weiterfahrt in unser Hotel
  • 21.00 Uhr → Check In im Hotel in der Näge von Görlitz danach Freizeit

Zweiter Tag

  • 8.00 Uhr → gemeinsames FrĂĽhstĂĽck und Check Out aus dem Hotel
  • 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr → Die ehemalige GlashĂĽtte an der NeiĂźe
  • 14.00 Uhr bis 17.00 → Das ehemalige Freisebad in Görlitz
  • ab 17.00 offizielles Ende der Fotorour und RĂĽckreise im AnschluĂź

Tourablauf Mitfahrgelegenheit ab Berlin oder Cottbus

Erster Tag

  • 5.30 Uhr → Abfahrt mit dem Urbexplorer Expeditionsbus von der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm
  • gegen 7.00 Uhr → Halt in Cottbus SĂĽd (NETTO Parkplatz) Möglichkeit sich der Tour anzuschlieĂźen

Zweiter Tag

  • ab 17.00 Uhr → offizielles Tourende und RĂĽckfahrt nach Deutschland
  • gegen 19.30 Uhr → Ankunft am NETTO Parkplatz in Cottbus SĂĽd
  • gegen 21.00 Uhr → der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm

Eine Fotoexpedition wie diese kann mitunter sehr anstrengend sein und einige Unwägbarkeiten mit sich bringen. Um zu erfahren ob Du den Mut hast um an unserer Expedition teilzunehmen stell Dir folgende Fragen:

  1. Schaffe ich es eine längere Zeit in meinem eigenen PKW oder unserem Kleinbus zu fahren?
  2. Schaffe ich es mit einem vollbeladenen Rucksack, Stativ etwa 5 Kilometer am Tag zu wandern?
  3. Bin ich trittsicher und habe ich einen ausgeprägten Orientierungssinn?
  4. Komme ich mit kurzzeitig wenig Schlaf aus und mit einem veränderten Tagesablauf während der Expedition aus?
  5. Habe ich Lust in einem kleinen Team von Entdeckern eine spannende Fotoexpedition zu erleben?
  6. War ich bereits alleine in fremden Ländern auf Reisen und finde ich mich zurecht? Wenn Du alle Fragen mit Ja beantwortet hast und es jetzt schon kaum erwarten kannst mit uns in das Abenteuer Deines Lebens aufzubrechen bist Du garantiert der/die Richtige für unsere spannende Fotoexpedition. Wir freuen uns auf Dich!

Wir fahren an Lost Places um diese zu erkunden, dies sind Gebäude und Orte die wir mit Zustimmung besuchen dürfen. Dies sind keine illegalen Touren! Jeder haftet für sich bei eventuellen Unfällen e.t.c. Für die Fotos sind nach Rücksprache mit den Eigentümern/Verwaltern Fotorechte für den privaten Gebrauch eingeräumt worden.

Bei den Objekten handelt es sich um verlassene Orte. Die auf den Bildern gezeigten Motive entsprechen dem aktuellen Stand. Wir können aber nicht ausschließen, dass sich kurzfristig die Situationen und Motive vor Ort ändern. Bitte habt dafür Verständnis. Genauso können sich auch Änderungen im Tourablauf ergeben. Insbesondere wenn kurzfristig einzelne Objekte verkauft, abgerissen, vermietet werden. In diesem Fall erstellen wir eine Alternativroute.

Nach Abschluss des Bestellvorgangs bekommt Ihr eine Bestellbestätigung. Wir verschicken dann den Tourplan per PDF an die angegeben E-Mail Adresse, etwa 7-5 Tage vor Abreise.

Reiseroute

4 Bewertungen fĂĽr Rapunzelschloss Badeanstalt & GlashĂĽtte

  1. Christian Wallbott (Verifizierter Besitzer)

    GroĂźartige Tour genauso wie die Tour “Die Wallfahrer”
    Eine tolle Kombination als der Geschichte deutscher FĂĽrsten in Schlesien,
    toller alter Architektur mit zahllosen Fotomotiven, dem Verfall dieser Lost Places.
    Insbesondere das Schloss in Bozkow und das Bahnbetriebswerk in Beuthen haben uns begeistert.
    Das Bahnbetriebswerk war wohl das tollste Lost Place das ich bisher besichtigt habe.
    Da einige der Dachfenster kaput sind, regnet es rein. Die verbleibenden Fenster schaffen jedoch ein Gewächshausklima, sodaß zwischen alten Güterwagen, 3 Triebwagen und einer Diesellok und zwischen uralten Maschinen und Werkbänken jetzt junge Bäume mit frischem grün wachsen.
    Das gibt unendlich viele Fotomotive.
    Ein weiteres Schloss war schon sehr stark Ruine und eingestĂĽrzt-ein anderes in Renovierung-interessant alle Stadien zu sehen.
    Wir hatten teil starken Regen-auch sehr beeindruckend wenn das Wasser durchs kaputte Dach mancher Gebäude lief.

  2. pula1983

    Sehr schöne Tour mit zahllosen abwechslungsreichen Motiven.
    Für alle ist was dabei. Wer Industrie und Rost in Kombination mit Pflanzen mag kommt im Bahnbetriebswerk voll und ganz auf seine Kosten. Auch die Schlösser mit ihren unterschiedlichen Charakteren sind sehr schön. Die Tour hat sich gelohnt.

  3. Vici

    Am Osterwochenende in einem Männergefängnis! Das kann auch nicht jeder von sich behaupten ;)

    Mit urbexplorer habe ich nun schon die vierte Fotoreise unternommen und bin wieder mehr als begeistert von den gebotenen Location`s!
    Egal ob nun mehrtägige Reisen oder Angebote für einen Tag; vorab erhält man ausreichend Informationsmaterial, um sich über die bevorstehenden LP`s zu erkunden.
    Der Transfer mit dem Kleinbus (von/bis Cottbus) klappt super, das Team ist sehr freundlich und selbst ,,an Bord” ist fĂĽr Verpflegung gesorgt – dafĂĽr nochmal ein extra groĂźes Danke an Marek.

    Zu den Location`s selbst sei erwähnt, dass für jeden etwas dabei ist. Die Herrenhäuser, als auch das Gefängnis sind ihre Reise wert. Vor Ort zeigen sich viele schöne Motive auf, die Zeit ist mehr als ausreichend bemessen und dank der kleinen Gruppengröße steht sich auch niemand im Bild herum.
    Und selbst wenn mal eine Location ausfällt, wird eine lohnenswerte Alternative geboten.
    Ich kann jedem diese Reise wärmstens empfehlen, wie alle anderen angebotenen Reisen auch.
    Das Abenteuer lohnt sich auf alle Fälle!

    Noch einmal vielen Dank an Marek, der uns zu Ostern 2019 eine ganz tolle Reise nach Polen geboten hat und an alle die ebenfalls dabei waren! Es hat super viel SpaĂź gemacht und war ganz bestimmt nicht meine letzte Reise mit urbexplorer.

    PS: Wir durften die U-Haft ĂĽbrigens auch wieder unversehrt verlassen ;o)

  4. Jane Veltmann (Verifizierter Besitzer)

    Unglaublich tolle Tour an ganz besonderen Orten. Diese Tour hat mir wahnsinnig gut gefallen. Wir hatten ausreichend Zeit dort zu fotografieren und die Atmosphäre zu genießen. Es ist einfach mal schön Orte besuchen zu können die noch so gut erhalten sind und frei von Vandalismus. Dafür zahlt man gerne etwas mehr.
    Marek, es war einfach schön mit dir die Tour gehabt zu haben. Es war lustig und du warst sehr aufmerksam und zuvorkommend. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug. Ich denke das niemand diese Art von Touren so respektvoll den Orten gegenüber durchführt wie du. Es ist eine kleine Gruppe und man steht sich nicht gegenseitig im Weg.
    Das Hotel war spitze und auch die Fahrt zu den Orten sehr angenehm.

    Alles liebe und bis zum nächsten mal

    Jane Veltmann, Frost Bite Photography

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