Rapunzelschloss Badeanstalt & GlashĂŒtte

(4 Kundenrezensionen)
 
 

160,00 280,00 

  • spannendes Lost Places Fotowochenende an 3 einzigartigen Fotolocations mit bis zu 10 Stunden Zeit zum Fotografieren und erkunden
  • wir zeigen dir die besten und schönsten Motive
  • FĂŒr FotoanfĂ€nger und Fortgeschrittene geeignet
  • freies Erkunden mit dem Smartphone und Fotografieren in einer kleinen Gruppe
  • eine Übernachtung im Doppelzimmer oder Einzelzimmer und FrĂŒhstĂŒck in einem Hotel in der NĂ€he von Görlitz
  • Mindestens 5 / 12 Höchstteilnehmerzahl (Mindestteilnehmerzahl muss erreicht werden)
  • Wir verschicken dann den Tourplan per PDF an die angegeben E-Mail Adresse, etwa 7-5 Tage vor Abreise
  • Mitfahrgelegenheit unserem Urbexplorer Expeditionsbus (9 Sitzer) ab/bis Berlin mit Möglichkeit zum Zustieg in Cottbus

Hinweise zur Fototour
INFO: Das Lost Places Fotowochenende findet in der Region Niederschlesien in der NĂ€he von Walbrzych/Zagan/Görlitz in Polen statt. Alle die die Option Eigenanreise gewĂ€hlt haben fahren direkt mit dem eigenen PKW zur ersten Location. Dort ist dann der Treffpunkt und alle weiteren Stationen werden dann laut Plan abgefahren. Alle die die Option Mitfahrgelegenheit gewĂ€hlt haben treffen sich zum vereinbarten Zeitpunkt an dem Treffpunkt fĂŒr die An/Abfahrt an der Aral Tankstelle am ZOB Berlin. In der nĂ€he gibt es auch kostenfreie ParkplĂ€tze. Zustieg in Cottbus möglich. Alle genauen Infos in der Rundmail 10-5 Tage vor Tourbeginn.

 

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Beschreibung

Erster Tag: Das Rapunzelschloss / 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Renaissancebau errichtet. Im Jahr 1750 wurde die barocke Parkanlage angelegt. Ab 1780 war das Schloss im Besitz einer Adelsfamilie und deren Wohnsitz. Von 1787 bis 1790 wurde das Schloss durch FlĂŒgelanbauten erweitert. Im Jahr 1870 wĂŒtete ein Brand im Schloss, das Schloss wurde danach in klassizistischem Stil mit hohem Turm neu erbaut und im Innern stilgerecht ausgestaltet. UrsprĂŒnglich sollte das Schloss ein Stockwerk höher werden; erkennbar ist dies am Schlossturm, der fĂŒr ein weiteres Stockwerk vorbereitet ist. Der Turm ist 9 Meter höher als der direkt gegenĂŒberliegende Kirchturm der barocken Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Adelsfamilie das Schloss verlassen. Seitdem steht das Bauwerk zum großen Teil leer und verfĂ€llt. Nach 1945 ging das Schloss in polnisches Staatseigentum ĂŒber. Zeitweise waren eine FunktionĂ€rsschule und eine Landwirtschaftsschule in einem Teil des GebĂ€udes untergebracht.

Erster Tag: DAG Munitionsfabrik Christianstadt 16.00 Uhr bis Open End (FREI begehbar KEIN Bestandteil der Tour)

Im Sommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch, begann das Heereswaffenamt die modernste Munitionsfabrik Europas zu errichten. Sie erhielt den Tarnnamen „Ulme“. In Rekordzeit entstanden 820 GebĂ€ude, elf Zwangsarbeiterlager fĂŒr rund 20.000 Arbeiter. Die „Fabrik Christianstadt“, so der harmlose Name, war eine streng geheime, hoch explosive Welt, drei bis vier Mal so groß wie PeenemĂŒnde. Das WerksgelĂ€nde umfasste 102 Kilometer Betonstraßen und 76 Kilometer Bahngleise. Die RĂŒstungsfabrik der IG Farben verfĂŒgte ĂŒber fĂŒnf pyramidengroße Methanolbunker und riesige verzweigte, unterirdische Bunkersysteme. Dazu mehrere SĂ€urespaltanlagen, zwei Kraftwerke zwei Wasserwerke. Eine Kommandantur, ein Bordell, Werksfeuerwehren und unzĂ€hlige Sprengstoffbunker. „Im Wald ist stĂ€ndiges Brummen zu hören“, berichteten Anwohner.

Es gibt bis heute viele RĂ€tsel um Christianstadt. Die Verantwortlichen haben ihr Wissen mit ins Grab genommen. KonstruktionsplĂ€ne sind verschwunden. Umstritten ist, ob hier mehr als Sprengstoff fĂŒr V1- und V2-Raketen produziert wurde. Ist an chemischen Waffen geforscht worden oder gar an der Atombombe? Der frĂŒhere polnische Offizier Stefan Jasinski meint, es gebe mehr Fragen als Antworten. Ein weiteres Geheimnis bleibt, warum die Alliierten die Fabrik als kriegswichtiges Ziel erfasst und fotografiert, vielfach ĂŒberflogen, gleichwohl nie angegriffen haben.

Anfang Februar 1945 rĂŒckte die Rote Armee auf Christianstadt vor. Eine deutsche Spezialeinheit, die Polizeibrigade Wirth, verteidigte die Munitionsfabrik eine Woche lang unter grĂ¶ĂŸten Verlusten. Das kleine StĂ€dtchen an der Bober wechselte fĂŒnfmal den Besitzer. Brisantes Material der RĂŒstungsfabrik sollte offenbar in letzter Minute vor den Sowjets in Sicherheit gebracht werden. Bei den erbitterten KĂ€mpfen ging das alte StĂ€dtchen Christianstadt selbst unwiderruflich unter.

Zweiter Tag: Die ehemalige GlashĂŒtte an der Neiße / 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Auf unserer Lost Places Fototour habt Ihr bis zu 3 Stunden Zeit um diesen spannenden Industriekomplex völlig frei zu erkunden und das ist eine Menge. Ihr findet hier Ofen zur WĂ€rmebehandlung von Glas, Kleidung von den Arbeitern, Maschinen, Telefone, Lkws, eine Lagerhalle mit diversen Glasprodukten sowie die wunderschöne Industriearchitektur. Die Geschichte der GlashĂŒtte begann im neunzehnten Jahrhundert, man hat mit der Produktion von optischem Glas begonnen und spĂ€ter die Produktionslinien um Verpackungsglas (Flaschen, GlĂ€ser) und Glas fĂŒr die Beleuchtung. Die Stadt war lange Zeit das europĂ€ische Zentrum der Glasherstellung. Auf dem Höhepunkt der Produktion beschĂ€ftigte der Betrieb bis zu 4000 Mitarbeiter. Die Front des Zweiten Weltkriegs zerstörte diesen Ort, einschließlich GlashĂŒtte schwer. Doch im Jahr 1949 wurde der Betrieb aufgebaut und die Produktion wieder aufgenommen. Der Betrieb lief bis zum Jahr 2007. Aus GrĂŒnden der Konkurrenz aus Asien und verpassten Chancen die WettbewerbsfĂ€higkeit zu erhöhen wurde der Betrieb geschlossen.

Zweiter Tag: Das ehemalige Freisebad in Görlitz / 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Diese ehemalige Badeanstalt wurde im Jahr 1887 erbaut. Im Zuge der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts strömten die Menschen vom Land in die StĂ€dte wo ArbeitskrĂ€fte in den Fabriken gesucht wurden. Da viele Arbeiterwohnungen zu dieser Zeit noch nicht ĂŒber ein Bad verfĂŒgten, wurden allerorten öffentliche und private Badeanstalten eingerichtet, um die tĂ€gliche Hygiene zu gewĂ€hrleisten und mögliche Krankheiten und Epidemien vorzubeugen. In Görlitz entstanden zu dieser Zeit die HoffmannÂŽsche Badeanstalt am Lindenweg, das Zentralbad in der Hospitalstraße und das 1887 gegrĂŒndete Freisebad. Benannt ist letzteres nach seinem BegrĂŒnder, dem SanitĂ€tsrat Dr. Freise. Hier wurden Wannen-, Dampf- und HeißluftbĂ€dern angeboten. Dem medizinischen Charakter der Einrichtung entsprechend, gab es auch Sole-, Fichtennadel-, Moor- und KrĂ€uterbĂ€der. ErgĂ€nzt wurde das Angebot elektrische Licht- und durch KohlensĂ€urebĂ€der. Im Gegensatz zu den anderen Badeanstalten stand dem Gast im Freisebad auch eine moderne Schwimmhalle zur VerfĂŒgung. Das Becken war sowohl fĂŒr Nichtschwimmer als auch fĂŒr Schwimmer ausgerichtet, so dass sich hier auch diverse Schwimmvereine trafen. Das Freisebad wurde bis in die 1990er Jahre betrieben danach diente es auch als Filmkulisse insbesondere fĂŒr den Film “The Grand Budapest Hotel” wurden hier aufwĂ€ndige Filmsequenzen gedreht.

Tourablauf Anreise mit dem eigenen PKW

  • Alle genauen Adressen und Details bekommst du in der Infomail etwa 10-7 Tage vor Abreise

Erster Tag

  • 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr  → Das Rapunzelschloss
  • 16.00 Uhr bis open End  → Ausflug zu den ehemaligen DAG Munitionswerken Christianstadt (Frei begehbar KEIN Bestandteil der Tour)
  • danach weiterfahrt in unser Hotel
  • 21.00 Uhr → Check In im Hotel in der NĂ€ge von Görlitz danach Freizeit

Zweiter Tag

  • 8.00 Uhr → gemeinsames FrĂŒhstĂŒck und Check Out aus dem Hotel
  • 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr → Die ehemalige GlashĂŒtte an der Neiße
  • 14.00 Uhr bis 17.00 → Das ehemalige Freisebad in Görlitz
  • ab 17.00 offizielles Ende der Fotorour und RĂŒckreise im Anschluß

Tourablauf Mitfahrgelegenheit ab Berlin oder Cottbus

Erster Tag

  • 5.30 Uhr → Abfahrt mit dem Urbexplorer Expeditionsbus von der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm
  • gegen 7.00 Uhr → Halt in Cottbus SĂŒd (NETTO Parkplatz) Möglichkeit sich der Tour anzuschließen

Zweiter Tag

  • ab 17.00 Uhr → offizielles Tourende und RĂŒckfahrt nach Deutschland
  • gegen 19.30 Uhr → Ankunft am NETTO Parkplatz in Cottbus SĂŒd
  • gegen 21.00 Uhr → der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm

Eine Fotoexpedition wie diese kann mitunter sehr anstrengend sein und einige UnwÀgbarkeiten mit sich bringen. Um zu erfahren ob Du den Mut hast um an unserer Expedition teilzunehmen stell Dir folgende Fragen:

  1. Schaffe ich es eine lÀngere Zeit in meinem eigenen PKW oder unserem Kleinbus zu fahren?
  2. Schaffe ich es mit einem vollbeladenen Rucksack, Stativ etwa 5 Kilometer am Tag zu wandern?
  3. Bin ich trittsicher und habe ich einen ausgeprÀgten Orientierungssinn?
  4. Komme ich mit kurzzeitig wenig Schlaf aus und mit einem verÀnderten Tagesablauf wÀhrend der Expedition aus?
  5. Habe ich Lust in einem kleinen Team von Entdeckern eine spannende Fotoexpedition zu erleben?
  6. War ich bereits alleine in fremden LĂ€ndern auf Reisen und finde ich mich zurecht? Wenn Du alle Fragen mit Ja beantwortet hast und es jetzt schon kaum erwarten kannst mit uns in das Abenteuer Deines Lebens aufzubrechen bist Du garantiert der/die Richtige fĂŒr unsere spannende Fotoexpedition. Wir freuen uns auf Dich!

Wir fahren an Lost Places um diese zu erkunden, dies sind GebĂ€ude und Orte die wir mit Zustimmung besuchen dĂŒrfen. Dies sind keine illegalen Touren! Jeder haftet fĂŒr sich bei eventuellen UnfĂ€llen e.t.c. FĂŒr die Fotos sind nach RĂŒcksprache mit den EigentĂŒmern/Verwaltern Fotorechte fĂŒr den privaten Gebrauch eingerĂ€umt worden.

Bei den Objekten handelt es sich um verlassene Orte. Die auf den Bildern gezeigten Motive entsprechen dem aktuellen Stand. Wir können aber nicht ausschließen, dass sich kurzfristig die Situationen und Motive vor Ort Ă€ndern. Bitte habt dafĂŒr VerstĂ€ndnis. Genauso können sich auch Änderungen im Tourablauf ergeben. Insbesondere wenn kurzfristig einzelne Objekte verkauft, abgerissen, vermietet werden. In diesem Fall erstellen wir eine Alternativroute.

Nach Abschluss des Bestellvorgangs bekommt Ihr eine BestellbestÀtigung. Wir verschicken dann den Tourplan per PDF an die angegeben E-Mail Adresse, etwa 7-5 Tage vor Abreise.

Reiseroute

4 Bewertungen fĂŒr Rapunzelschloss Badeanstalt & GlashĂŒtte

  1. Christian Wallbott (Verifizierter Besitzer)

    Großartige Tour genauso wie die Tour “Die Wallfahrer”
    Eine tolle Kombination als der Geschichte deutscher FĂŒrsten in Schlesien,
    toller alter Architektur mit zahllosen Fotomotiven, dem Verfall dieser Lost Places.
    Insbesondere das Schloss in Bozkow und das Bahnbetriebswerk in Beuthen haben uns begeistert.
    Das Bahnbetriebswerk war wohl das tollste Lost Place das ich bisher besichtigt habe.
    Da einige der Dachfenster kaput sind, regnet es rein. Die verbleibenden Fenster schaffen jedoch ein GewĂ€chshausklima, sodaß zwischen alten GĂŒterwagen, 3 Triebwagen und einer Diesellok und zwischen uralten Maschinen und WerkbĂ€nken jetzt junge BĂ€ume mit frischem grĂŒn wachsen.
    Das gibt unendlich viele Fotomotive.
    Ein weiteres Schloss war schon sehr stark Ruine und eingestĂŒrzt-ein anderes in Renovierung-interessant alle Stadien zu sehen.
    Wir hatten teil starken Regen-auch sehr beeindruckend wenn das Wasser durchs kaputte Dach mancher GebÀude lief.

  2. pula1983

    Sehr schöne Tour mit zahllosen abwechslungsreichen Motiven.
    FĂŒr alle ist was dabei. Wer Industrie und Rost in Kombination mit Pflanzen mag kommt im Bahnbetriebswerk voll und ganz auf seine Kosten. Auch die Schlösser mit ihren unterschiedlichen Charakteren sind sehr schön. Die Tour hat sich gelohnt.

  3. Vici

    Am Osterwochenende in einem MÀnnergefÀngnis! Das kann auch nicht jeder von sich behaupten ;)

    Mit urbexplorer habe ich nun schon die vierte Fotoreise unternommen und bin wieder mehr als begeistert von den gebotenen Location`s!
    Egal ob nun mehrtĂ€gige Reisen oder Angebote fĂŒr einen Tag; vorab erhĂ€lt man ausreichend Informationsmaterial, um sich ĂŒber die bevorstehenden LP`s zu erkunden.
    Der Transfer mit dem Kleinbus (von/bis Cottbus) klappt super, das Team ist sehr freundlich und selbst ,,an Bord” ist fĂŒr Verpflegung gesorgt – dafĂŒr nochmal ein extra großes Danke an Marek.

    Zu den Location`s selbst sei erwĂ€hnt, dass fĂŒr jeden etwas dabei ist. Die HerrenhĂ€user, als auch das GefĂ€ngnis sind ihre Reise wert. Vor Ort zeigen sich viele schöne Motive auf, die Zeit ist mehr als ausreichend bemessen und dank der kleinen GruppengrĂ¶ĂŸe steht sich auch niemand im Bild herum.
    Und selbst wenn mal eine Location ausfÀllt, wird eine lohnenswerte Alternative geboten.
    Ich kann jedem diese Reise wÀrmstens empfehlen, wie alle anderen angebotenen Reisen auch.
    Das Abenteuer lohnt sich auf alle FĂ€lle!

    Noch einmal vielen Dank an Marek, der uns zu Ostern 2019 eine ganz tolle Reise nach Polen geboten hat und an alle die ebenfalls dabei waren! Es hat super viel Spaß gemacht und war ganz bestimmt nicht meine letzte Reise mit urbexplorer.

    PS: Wir durften die U-Haft ĂŒbrigens auch wieder unversehrt verlassen ;o)

  4. Jane Veltmann (Verifizierter Besitzer)

    Unglaublich tolle Tour an ganz besonderen Orten. Diese Tour hat mir wahnsinnig gut gefallen. Wir hatten ausreichend Zeit dort zu fotografieren und die AtmosphĂ€re zu genießen. Es ist einfach mal schön Orte besuchen zu können die noch so gut erhalten sind und frei von Vandalismus. DafĂŒr zahlt man gerne etwas mehr.
    Marek, es war einfach schön mit dir die Tour gehabt zu haben. Es war lustig und du warst sehr aufmerksam und zuvorkommend. Ich freue mich schon auf den nĂ€chsten Ausflug. Ich denke das niemand diese Art von Touren so respektvoll den Orten gegenĂŒber durchfĂŒhrt wie du. Es ist eine kleine Gruppe und man steht sich nicht gegenseitig im Weg.
    Das Hotel war spitze und auch die Fahrt zu den Orten sehr angenehm.

    Alles liebe und bis zum nÀchsten mal

    Jane Veltmann, Frost Bite Photography

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