Selenskyj fordert noch mehr Besucher fĂŒr Tschernobyl

Wird ein neues Dekret die Sperrzone grundlegend verÀndern?

Am 10. Juli unterzeichnete Wolodymyr Selenskyj, seit fast zwei Monaten neuer PrĂ€sident der Ukraine, ein Dekret “ĂŒber bestimmte Entwicklungen in den Gebieten, die von der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl betroffen sind”. Einige Punkte des Dekrets sprach Selenskyj wĂ€hrend seines Sperrzonen-Besuches Anfang dieser Woche an.

Der Beschluss soll die Entwicklung einer Strategie zum Ausbau der Sperrzone in ein fĂŒr Touristen leicht zugĂ€ngliches grĂŒnes Gebiet sowie den Kampf gegen Korruption unterstĂŒtzen. Demnach sind neue touristische Routen geplant. Neue Kontrollpunkte sollen gebaut und bestehende auf den aktuellen Stand gebracht werden. Einige EinschrĂ€nkungen und Verbote sollen aufgehoben bzw. gelockert werden, wie zum Beispiel das Jagdverbot. Netzbetreiber wollen in neue Sendestationen investieren, um die QualitĂ€t der Kommunikation deutlich zu verbessern. Zudem soll die Ukraine das Ansehen der Sperrzone als touristische Attraktion wĂ€hrend internationaler Veranstaltungen verbessern.

Tschernobyl, Symbol der Hoffnung?

Das Dekret fordert die Behörden auf, ihre ArbeitsablĂ€ufe bei der Erteilung von Genehmigungen zu verbessern, um zum Beispiel die Wartezeiten an den Kontrollpunkten zu verkĂŒrzen. Zudem sollen Personen, die nicht berechtigt sind, die Sperrzone zu betreten, ĂŒber diesen Beschluss nicht erst am Checkpoint, sondern bereits im Vorfeld informiert werden.

„Wir mĂŒssen diesem Teil der Ukraine ein neues Leben geben. Bis jetzt war Tschernobyl ein schwarzes Kapitel in der ukrainischen Geschichte und es wird Zeit, dies zu Ă€ndern. Auf der Welt ist Tschernobyl ein einzigartiger Ort, an dem die Natur nach einer menschengemachten Katastrophe wiedergeboren wird und wo es eine echte “Geisterstadt” gibt. Wir mĂŒssen diesen Ort der Welt zeigen: Wissenschaftlern, UmweltschĂŒtzern, Historikern, Touristen. Leider ist die Sperrzone noch immer ein ukrainisches Symbol der Korruption. Es gibt Schmiergeld, das Sicherheitsbeamte von Touristen bekommen sowie illegale Ausfuhren von Schrott und natĂŒrlichen Ressourcen. Dies werden wir sehr bald stoppen.

Ist eine Reise nach Tschernobyl gefÀhrlich?

Die Sperrzone soll in einen wissenschaftlichen und touristischen Magnet verwandelt werden. Lasst uns dieses Gebiet zu einer Zone der Freiheit und einem Symbol der neuen Ukraine machen. Ohne Korruption und unnötige Verbote.“, sagte Selenskyj wĂ€hrend der Feierlichkeiten zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen SchutzhĂŒlle. DarĂŒber hinaus plant die Ukraine in der Sperrzone Übungen fĂŒr EU- und NATO-Partner, um nukleare UnfĂ€lle zu verhindern oder deren Folgen zu beseitigen.

Mit eigenen Augen das Atomkraftwerk von Chernobyl sehen?

Mit dem nötigen Respekt vor den Opfern und den Hinterbleibenden besuchen wir als Fotoreisende die Sperrzone von Tschernobyl. Hier bieten sich beeindruckende Motive fĂŒr einzigartige Bilder. Wenn ihr Tschernobyl mit eigenen Augen sehen wollt, findet ihr auf unserer Webseite Tschernobyl Abenteuerreisen alle Infos, die ihr fĂŒr eure individuelle Fotoreise mit Urbexplorer benötigt.

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