Buryakivka РDer größte Fahrzeugfriedhof in Tschernobyl?

Der Supergau am Kernkraftwerk von Tschernobyl hat sehr gro√üen Schaden verursacht und gro√üe Gebiete der Ukraine, Wei√ürusslands und Russlands, f√ľr hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre, radioaktiv verseucht. W√§hrend der Beseitigungsarbeiten der Auswirkungen des Unfalls, wurde eine gro√üe Bandbreite an verschiedensten Fahrzeugen eingesetzt. Sie erf√ľllten spezielle Aufgaben, die f√ľr den Menschen zu gef√§hrlich gewesen w√§ren. Doch nicht einmal Fahrzeuge hielten h√§ufig den hohen Dosen der radioaktiven Strahlung stand und gingen einfach kaputt.

Was passierte mit den ausgedienten Fahrzeuen?

Nachdem die Maschinen unter st√§rksten radioaktiven Einfl√ľssen zum Einsatz kamen, wurden sie in spezielle Reinigungen √ľbergeben. Dort¬† wurden sie gewaschen und auch teilweise demontiert. Was tats√§chlich erfolgreich gereinigt werden konnte, kam im Anschlu√ü umgehend wieder f√ľr die Beseitigungsaufgaben zum Einsatz. Blieb die Technik allerdings infiziert, so landeten die Ger√§te auf speziellen Friedh√∂fen oder Schrottpl√§tzen. In der Sperrzone gibt es davon zwei: “Rassokha” und “Buryakivka”.

In Tschernobyl existiert eine erhebliche Anzahl verlassener und radioaktiver Ausr√ľstungsgegenst√§nde, welche bei der Beseitigung der Folgen des Nuklearungl√ľcks zum Einsatz kamen. Der Gro√üteil liegt bereits auf den Maschinen-Friedh√∂fen begraben. W√§hrend der Beseitigung der Folgen des Nuklearungl√ľcks wurde in Rassokha radioaktive Fahrtzeuge mit mittlerer Verschmutzung, nach Spezialbehandlung (Autow√§sche) verbracht, wo sie bis heute leider teils als Altmetall rumliegen.

Der Schrottplatz in Rassokha – 2013 offiziell geschlossen

Zwischen allerhand verlassener Fahrzeuge, die in Rassokha gelagert sind, befinden sich unter anderem auch 10 Mi-8 und MI-6 Helikopter, Ger√§te zur Abwehr, gepanzerte Bergungsfahrzeuge, Amphibienfahrzeuge, gepanzerte Radtransportwagen, ABC-Erkundungsfahrzeuge, Autos und andere Ausr√ľstung. Nach einigen Sch√§tzungen betrug der Gesamtwert der in Rassokha, Tschernobyl, gelagerten Maschinen etwa 46 Millionen US-Dollar. Diese Daten entprechen allerdings dem Stand aus dem Jahre des Ungl√ľcks. Das Gebiet des Friedhofes Rassokha ist knapp √ľber 20 Hektar gro√ü. In 2013 wurde der “Rassokha” beseitigt und man findet dort nur noch Busse und Stapel von Metall.

Rassokha war schon immer beliebt bei “Stalkern”. Doch Ende 2012 wurde Rassokha offiziell geschlossen. Reste der Ausr√ľstung wurden zur weiteren Entsorgung und Entsorgung in die Anlage “Vector” verbracht. Ein Teil des Alt-Metalls wurde zudem von Bewohnern nahegelegener Siedlungen gepl√ľndert. Momentan hat nur Buryakovka noch mehr komplett erhaltene Ausr√ľstungsteile aus der Zeit des Ungl√ľcks gelagert. Allerding ist es weitaus schwieriger, dorthin zu gelangen, als es in Rassokha der Fall ist.

Die Fahrzeugflotte – ein wichtiger Teil bei der Dekontamination

Die Explosion des vierten Reaktors des Kernkraftwerks Tschernobyl, das sich auf dem Territorium der Ukrainischen SSR (heute Ukraine) befindet, ereignete sich am 26. April 1986.

Mitarbeiter, die mit der Aufgabe betraut waren, die Plätze zu reinigen, an denen sich zu stark verstrahlte Fahrzeuge befanden, entschieden, diese in der Erde zu vergraben.  So enstand der Fahrzeug-Friedhof von Tschernobyl. Das Problem aber ist, dass eben nicht alle Fahrzeuge unter der Erde gelandet sind. Viele Fahrzeuge wurden einfach an Ort und der Stelle gelassen, an der sie nach der Katastrope abgestellt wurden.

Tschernobyls Fahrzeug-Friedhöfe sind sehr gefährlich

Die Ausr√ľstung an der Oberfl√§che ist aber weitaus gef√§hrlicher, als die im Boden liegende Technik. Sie zieht au√üerdem die Aufmerksamkeit von allerhand Leuten an, die nach schnellem Profit Ausschau halten. So gingen Ger√ľchte herum, dass einiges an Technik verschwunden sei und die Frage nach dem “Wohin?” erregte gro√üe Sorge bei Wissenschaftlern in aller Welt.

Neugierige, die keine Angst vor der Strahlung haben und kommen, um einen Blick auf die verstrahlte Technik zu werfen, fragen sich oft, ob es m√∂glich sein k√∂nnte, die Maschinen irgendwann zu verwerten und f√ľr einen guten Preis zu verkaufen. Viele Gesch√§ftsleute nutzen zudem die Gelegenheit, sich den Ausr√ľstungs-Friedhof aus der Satellitenperpektive anzuschauen und sind sehr daran interessiert, einen so wertvollen Schatz, wie die in Tschernobyl verlassenen Fahrzeuge, zu erwerben.

Doch Angaben der Regierung von Tschernobyl zufolge, bleibt der Schrott auf ewig begraben. Aufgrund des kolossalen Ausma√ües der Verstrahlung werden die Fahrzeuge niemals wieder verwendet werden und notfalls √ľber Jahrtausende verrosten, bis sie komplett zersetzt sind.


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