Radioaktives Material aus Tschernobyl gestohlen

Zwei verdächtige Päckchen von der Polizei sichergestellt

In der Nähe von Kiew hat gestern die Polizei bei einer Verkehrskontrolle zwei Männer festgenommen die zwei verdächtige Päckchen mit sich geführt haben.

Die beiden Männer im Alter von 48 und 65 Jahren fuhren mit Ihrem eigenen Auto aus der Sperrzone von Tschernobyl in Richtung Kiew. Nachdem sie von der Polizei des Bezirkes Vyshgorod angehalten wurden durchsuchte diese den Kofferraum des Wagens und fand in einer Sporttasche radioaktives Material.

Die Männer wurden verhaftet und entsprechend verhört und die verdächtigen Substanzen sichergestellt. Die Ermittlungen laufen noch auf Hochtouren aber die Männer können sich auf eine hohe Haftstrafe gefasst machen. Für das Herausschmuggeln von radioaktivem Material droht Ihnen ein Strafverfahren nach Paragraph 2. Absatz.262 (Diebstahl, Aneignung, Erpressung von Feuerwaffen, Munition, Sprengstoffen oder radioaktiven Material) des Strafgesetzbuches der Ukraine. Das Fahrzeug wird sichergestellt da mit diesem radioaktives Material befördert wurde. Nicht bestätigt sind Information der Ermittlungsbehörden, dass es sich bei dem Material um Uran handele. Je nach Anreicherungsgrad taugt Uran auch für die Herstellung einer so genannten “schmutzige Bombe” (konventionelle Bombe mit radioaktiven Partikeln) bauen lassen. Weitere Infos/Quelle: https://kv.npu.gov.ua/uk/

Die Katastrophe von Tschernobyl 1986

Bereits am 25. April 1986 sollte im 4. Block ein Experiment stattfinden, bei dem überprüft werden sollte, ob die Turbinen bei einem kompletten Stromausfall im Kraftwerk noch genügend Strom liefern können, um die Notkühlung des Reaktors zu gewährleisten. Um das Experiment unter realistischen Bedingungen stattfinden zu lassen, wurde das Notprogramm „Havarieschutz“ abgeschaltet, in dem alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen wie die Notkühlung und das Einfahren der Bremsstäbe zusammengefaßt sind. Doch der Beginn des Experiments wurde verschoben, so dass die unvorbereitete Nachtschicht des 26. April die Durchführung eines Experiments übernahm, dessen Versuchsanordnung den Reaktor praktisch schutzlos gemacht hatte.

Der Supergau von Tschernobyl – Eine Kette fataler Entscheidungen

Durch einen Bedienungsfehler des unerfahrenen Reaktoroperators Leonid Toptunow fiel kurz vor Beginn des Experiments die Reaktorleistung stark ab. Um sie wieder anzuheben, entfernten die Operatoren Bremsstäbe (mit denen die atomare Kettenreaktion kontrolliert werden kann) und unterschritten dabei die zulässige Minimalgrenze von 28 Stäben. Damit war der Reaktor noch schwerer zu beherrschen und in einem gefährlichen Sicherheitszustand das Ende ist bekannt.