Polarlichter fotografieren – Wir zeigen Dir wie!

Wie fotografiere ich am besten Polarlichter?

Was für eine Ausrüstung benötigst du?

Die Mindestausrüstung, die Du für deine Polarlichterfotografie benötigst, ist:

  • Stativ: Da Langzeitbelichtungen für jede Art von Nachthimmelfotografie unerlässlich sind, ist ein stabiles Stativ eines der wichtigsten Geräte, das Du brauchst, um Verwacklungen und unscharfe Bilder zu vermeiden.
  • Kamera mit manueller Modusfunktion: Eine Kamera, mit der Sie ISO, Blende und Belichtung manuell anpassen können. Eine Vollformat-Kamera liefert auch bei Aufnahmen mit schwachem Licht eine bessere Gesamtbildqualität und erzeugt RAW-Dateien mit höherer Qualität.
  • Weitwinkelobjektiv: Mit einem Weitwinkelobjektiv kannst Du ein Bild aufnehmen, das mehr Licht über den Himmel und die Landschaft darunter enthält. Bei einem Objektiv mit einem minimalen Blendenwert von f / 2,8 kann der Sensor der Kamera in kürzester Zeit so viel Licht wie möglich aufnehmen. Denk aber bitte daran ohne Filter zu fotografieren, vor der Aufnahme musst du alle Filter vom Objektiv entfernen!
    Zubehör: Vergiss nicht die Mindestausstattung – leere Speicherkarten und voll aufgeladene Akkus.

Welche zusätzliche Ausrüstung zur Nordlichter Fotografie brauche ich?

Auslöser: Vorzugsweise eine drahtlose Fernbedienung, die Kameraverwacklungen vermeiden hilft. Du kannst jedoch die Verschlussverzögerung der Kamera verwenden, wenn Du keine Fernbedienung hast.
Kopflampe: Es wird dunkel und Du benötigst etwas Licht, um Änderungen an Deinen Einstellungen vorzunehmen oder sogar den Weg zum optimalen Fotospot zu finden. Denk daran die Lampe wieder abzuschalten wenn du belichtest.
Warme Kleidung: Wenn Sie die Nordlichter tanzen, bist Du wahrscheinlich an einem Ort wo es sehr kalt ist und ausserdem ist es Nacht. Stell sicher, dass Du sich mit Handschuhen, Kopfbedeckungen und Schichten gegen Wind und Regen bekleidet bist.

Was sind die 5 wichtigsten Dinge  um die Chancen auf großartige Bilder zu maximieren?

Aurora-Aktivität: Zuerst solltest du grundsätzlich überprüfen, ob heute Nacht überhaupt Polarlichter am Nachthimmel tanzen werden. Die Nordlichter werden anhand eines Aktivitätsindex (Kp-Index) von 1 bis 9 gemessen, wobei 9 der stärkste ist. Je stärker die Lichter sind, desto näher Richtung Äquator breiten sie sich aus und umso höher die Wahrscheinlichkeit welche zu sehen. Wenn du gerade irgendwo in den nördlichen Breitengraden auf Polarlichter wartets, reicht ein KP-Index von 2 aus, um die Lichter zu sehen.

Vorhersage-Apps: Es gibt zahlreiche Apps und Hilfsmittel, um die Stärke der Nordlichter je nach Standort vorherzusagen. In Island beispielsweise zeigt das isländische Met Office die Stärke der Aktivität sowie die Wolkenbedeckung. Bitte bedenke dass – obwohl es viele Websites und Gadgets gibt, die Vorhersagen für Nordlichter versprechen, es sind nur Vorhersagen und es gibt keine hundertprozentige Garantie.

Wetter: Es ist sehr wichtig, das Wetter bei der Planung regelmäßig zu überprüfen, da die Vorhersagen für das Nordlicht zwar hoch sind, die Wolkendecke jedoch verhindern kann, dass Du überhaupt etwas siehst. Es gibt viele Websites und Apps, mit denen du zuverlässig die Wettervorhersage überprüfen kannst. Ein gutes Beispiel für eine zuverlässige App ist Weather Pro. Bei unseren Island und Lofoten Fotoreisen ist es ein ständiger Begleiter. Hier kann man die Sonnenscheindauer und Wolkenbedeckung in Echtzeit darstellen. Ein guter Tipp ist die Überprüfung mehrerer Wettervorhersagen, um zu überprüfen, wo und wann in der Nacht klarer Himmel ist oder die Wolkendecke aufreisst.

Standort: Wenn Du Aufnahmen von Polarlichtern an einem unbekannten Ort planst, ist es hilfreich, tagsüber diesen Ort auf Eignung zu untersuchen. Schaue am Tag nach einem guten Vordergrund um den optimalen Bildausschnitt in der Nacht festzulegen, denn in der Dunkelheit ist es sehr schwierig diesen zu finden. Je mehr Standorte du hast die infrage kommen, umso besser, da du oft die Lichter zwischen den Lücken in der Wolkendecke verfolgen musst.

Dunkelheit: Um lebendige Fotos von Polarlichtern aufnehmen zu können, benötigst du so viel Dunkelheit wie möglich. Umgebungslicht kann die Sichtbarkeit der Lichter stark beeinträchtigen. Vermeide daher einen Standort in der Nähe von Städten und Ortschaften.

Die optimale fokussierung deines Objektivs

Es ist unmöglich, großartige, scharfe Fotos zu machen, ohne ein optimal scharfgestelltes Objektiv. Dies kann jedoch nachts ziemlich schwierig sein, da selbst die besten Autofokus-Systeme bei schlechten Lichtverhältnissen unzuverlässig sind. Um die schärfsten Bilder des Nachthimmels zu erzielen, musst das Objektiv manuell auf / nahe unendlich eingestellt werden. (∞).

Die meisten Objektive haben ein „∞“ -Symbol, mit dem der ungefähre Unendlich-Fokuspunkt markiert wird. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass geringfügige Anpassungen erforderlich sind, um einen scharfen Fokus sicherzustellen.

Die Magie der Polarlicher auf unserer Lofoten Fotoreise mit Urbexplorer