Persepolis – Hauptstadt des alten persischen Reiches

In der Hauptstadt des alten persischen Reiches kann man zahlreiche SehenswĂŒrdigkeiten bestaunen. Die Stadt wurde von Alexander dem Großen niedergebrannt, daher sind die Palastanlagen heute nur noch Ruinen und nicht mehr in ihrer vollen Pracht zu sehen. Dennoch sind diese absolut beeindruckend. Dies ist auch ein Grund, warum die Ruinen von Persepolis zum UNESCO Weltkulturerbe gehören und ein wichtiges touristisches Ausflugsziel im Iran darstellen. FĂŒr die Besichtigung dieser Palastanlage sollte man eine gefĂŒhrte Tour bevorzugen, da es nicht mehr so viele komplette Bauwerke gibt und man von den Guides aufschlussreiche Informationen zu den einzelnen Ruinen bekommen kann.

Apadana – Palast der damaligen persischen Könige

Auch wenn heute nur noch Umrisse der monumentalen Bauwerke zu sehen sind, lĂ€sst sich mit ein bisschen Fanatsie erahnen, wlche Ausmaße die Anlage vor ca. 2500 Jahren angenommen haben muss. Verschiedene Tiere wie Stieren und Löwen, die allerdings menschliche Köpfe besaßen, zierten die SĂ€ulen. Besonders beeindruckend ist die Apadana – der Residenzsitz der damaligen persischen Könige. Auf den ĂŒber hundert verschiedenen Reliefs erkennt man Abbildungen verschiedenster Szenen, in denen Könige mit ihren Untertanen dargestellt sind. Aus diesen Szenen kann man erkennen, dass die Apadana als Empfangssaal genutzt wurde. Andere Reliefs zeigen Soldaten, Wagenlenker mit Pferden sowie verschiedene Völker, wie z. B. Inder oder Griechen, die dem König Geschenke ĂŒberbringen. Interessant ist, dass keine einzige Abbildung vorhanden ist, die eine Kampfhandlung darstellt. Die Apadana ist der Hauptgrund, dass die Persepolis zum UNESCO Weltkulturerbe wurde.

Tor aller LĂ€nder

Der Treppenaufgang zur Terrasse, auf der Persepolis erbaut wurde, gehört zu einem der ersten Bilder, die sich dem Urlauber bieten. Dieser Eingang wird nicht umsonst auch „Tor aller LĂ€nder“ genannt: Hier werden viele verschiedene Bevölkerungsgruppen abgebildet, die zwar in das persische Reich integriert wurden, jedoch ihre eigene Kultur und Lebensweise weiterhin ausĂŒben dĂŒrfen. Deshalb wird das „Tor aller LĂ€nder“ auch als Symbol fĂŒr Toleranz im persischen Reich angesehen. Das Tor wurde in Richtung des Kuh-e-Rahmat, dem „Berg der Barmherzigkeit“ errichtet. Da am Tag des persischen Neujahrsfestes das morgendliche Sonnenlicht genau durch das Tor scheint, geht man davon aus, dass das Tor damals auch eine kalendarische Funktion erfĂŒllte.

Dareios Palast

Dieser Palast gehört zu den besterhaltensten der gesamten Persepolis, da noch deutlich TĂŒr- und Fensteranlagen zu erkennen sind. Ein Grund fĂŒr den heute noch sehr guten Zustand ist die Bauweise aus massiven Steinblöcken, die mehrere Tonnen schwer sind. Ebenfalls berĂŒhmt wurde dieser Palast, der auch „Hundert-SĂ€ulen-Saal“ genannt wird, durch die 100 SĂ€ulen, die einst das Dach trugen. Das Feuer, dass die meisten GebĂ€ude in Persepolis zerstörte, hatte auch etwas Gutes: es beschĂŒtzte ca. 30000 Tontafeln, so dass diese ĂŒber 2500 Jahre erhalten blieben und heute den Forschern interessante Einblicke in den Alltag im persischen Reich gewĂ€hrt. Einige dieser Tontafeln lassen darauf schließen, dass diese riesige Anlage nicht von Sklaven errichtet wurde (Verpflegung und Lohn der Arbeiter).
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