„One Way Ticket“ – Der verlassene Lokschuppen

Gut versteckt, zugewachsen und oftmals ungenutzt, finden sich auf unseren Lost Places Fototouren interessante geheime Orte wie dĂŒstere Industrieanlagen, prachtvolle Schlösser und mĂ€rchenhafte Kirchen. Unsere Fototouren & Reisen laden Dich ein, einen Blick hinter die Kulissen der geheimnisvollen Orte zu nehmen. Manche der noch zu Zeiten des Sozialismus genutzten Bauwerke und Relikte einer untergegangenen Ära sind verlassen und nicht mehr genutzt, haben aber hinter ihren Mauern viele interessante Geschichten zu erzĂ€hlen.

Mich faszinierten schon immer dĂŒstere Industrieobjekte da ich hier sehr viele verschieden Fotomotive entdecken kann. Auf unseren seit 2 Jahren regulĂ€r stattfindenden Fototouren zu verlassenen Orten besuchen wir auch seit etwa einem Jahr diese „Perle“ eines frĂŒher pulsierenden Industriebetriebes. Diese Lokomotiv- und Waggon Werkstatt einer regionalen Eisenbahngesellschaft die im Großraum Oberschlesien der grĂ¶ĂŸte Betreiber von Schmalspurbahnen war ist das neue Ziel unserer spannenden Entdeckungsreisen. Der Bau der Schmalspurbahn wurde von der Oberschlesischen Eisenbahngesellschaft auf der Grundlage der im Jahre 1851 erhaltenen Lizenz des preußischen Staates begonnen. Die ersten Abschnitte des Netzes mit einer Schienenbreite von 785 mm  wurden 2 Jahre spĂ€ter fertiggestellt. Das ĂŒber 150-jĂ€hrige Bestehen der Oberschlesischen Schmalspurbahnen hat alle großen Industrieanlagen mit ihren Gleisen abgedeckt: Minen, Stahlwerke, Kraftwerke und SteinbrĂŒche. Viele der mittlerweile aufgegebenen Bahnanlagen und Lokschuppen sind leider Leer gerĂ€umt von Metalldieben und Vandalen sowie zweifelhafte „GraffitikĂŒnstler“ berauben diesen Orten auch noch den letzten Rest von „Stolz“.

Doch glĂŒcklicherweise gibt es sie noch, diese „Perlen“ der Industrialisierung. Mit Sicherheit wĂŒrde dieser Ort nicht so aussehen wenn ein gigantischer Hund ihn nicht Rund um die Uhr bewachen wĂŒrde. Als der „Wauwau“ an die Kette gelegt wurde und ich diese weitlĂ€ufigen Halle betrat, war ich von dem mittlerweile allgegenwĂ€rtigen GrĂŒn ĂŒberrascht das sich zwischen den rostigen Waggons, Lokomotiven und Maschinen zwĂ€ngte. Es war eine wunderschöne Komposition die alle menschlichen Sinne angesprochen hat. Man sah eine dĂŒstere, rostige AtmosphĂ€re gepaart mit dem lebendigen GrĂŒn der Pflanzen. Ich schloss fĂŒr einen Augenblick die Augen und spĂŒrte eine Mischung aus altem Öl und Diesel aber auch das den Duft der Natur. Als ich mich umdrehte hörte ich in den DachkĂ€sten das Zwitschern der nistenden Vögel.

Nachdem ich die Augen geöffnet habe sah ich eine Farbenvielfalt aus GrĂŒn, Rot und Orange. Jeder Schritt in diesem Objekt und jedes Motiv war ein farbenfrohes GemĂ€lde. Das sind jene Orte die inspirierend sind fĂŒr jeden Lost Places Fotografen. Hinter jeder Ecke prĂ€sentiert sich ein neues Fotomotiv. Wirklich ĂŒberrascht war ich das hier noch so viel erhalten geblieben ist. Angefangen von den Lokomotiven, Waggons, diversen Maschinenteilen aus der Jahrhundertwende sowie den alltĂ€glichen Dingen aus dem Arbeitsalltag.

Das was der Mensch einst geschaffen hat holt sich die Natur langsam aber bestĂ€ndig zurĂŒck.

Diese interessante Location kannst Du wĂ€hrend unserer Lost Places Fototour „Die Wallfahrer“ bestaunen und fotografieren.

 

 

 


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