Klein Pripjat – Die Garnison der GSSD Streitkräfte

Im Lazarett der GSSD Garnison

Ein Tag in “Klein Pripjat”- Die Garnisonsstadt der sowjetischen Streitkräfte

Dieser Standort war nach dem zweiten Weltkrieg perfekt für die Rote Armee geeignet. Durch die lange Geschichte als Truppenstandort, das bereits zur Kaiserzeit genutzt wurde, konnten bereits vorhandene Gebäude wie Kasernen, Garagen und Versorgungsgebäude bezogen werden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Gelände schnell zu einer eigenen sowjetischen Stadt auf dem Gebiet der DDR. Es befanden sich hier eine Schule sowie Kindergärten für die Kinder der Soldaten, Großbäckerei, Geschäfte, ein Kino, Krankenhäuser, Sauna und Schwimmbad und weitere Einrichtungen. Es bestand eine eigene, tägliche Zugverbindung sowohl nach Berlin als auch nach Moskau und Leningrad. Zu Spitzenzeiten waren hier über 5000 Soldaten und deren Familien stationiert

 


Nach dem Abzug der Sowjetarmee – Verlassene Gebäude zurück geblieben

Mit dem Abzug der GSSD Truppen der Sowjetarmee in den 1990er Jahren sind nun viele verlassene Gebäude zurückgeblieben. Wo einst tausende Soldaten und Militärangehörige mit ihren Familien stationiert waren und den Alltag bestreiten mussten, herrscht dort nach über 30 Jahren Leerstand eine Symbiose aus Relikten aus der Vergangenheit und dem natürlichen Verfall. Wenn der Mensch fort ist, holt sich die Natur diese LostPlaces zurück und es bleibt eine riesige Geisterstadt zurück.

Im Jahr 1958 und in zwei Jahren Bauzeit errichtete die DDR auf dem Gelände südlich von Potsdam einen eigenen Militärflugplatz. Schon seit der Kaiserzeit und vor dem ersten Weltkrieg, genauer im Jahre 1880 wurden die Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Eisenbahnpioniere in Sperenberg erbaut. Bis zur Fertigstellung hatten die sowjetischen Streitkräfte intensiv einen Teil des den Flugplatzes Berlin-Schönefeld genutzt. Vor 1945 gehörte der Flugplatz Sperenberg zum nahe gelegenen Oberkommando der Wehrmacht (OKW) in Wünsdorf.

 


Die Eisenbahn – Versorgung von Militärgütern und Lebensmitteln

Bereits zur Kaiserzeit 1871 ist damit damit begonnen worden, eine Eisenbahnlinie die als Versorgungstrasse dienen sollte zu bauen. Zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde diese Eisenbahntrasse für militärische Zwecke genutzt. Die Sowjets nutzten diese Eisenbahn zur Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Die Gebäude in der Nähe dienten hierfür als Warenlager. Heute stehen hier noch einige Fundamente der früheren Vollbahnbrücke sowie die extrem verfallenen Ruinen der Unterkünfte.

 


Eine Militärstadt mit allen Annehmlichkeiten für Familien und Kinder

Auf der südlichen Seite des Areals, befanden sich auch eine Bäckerei und Konditorei, Schulgebäude mit angeschlossener Sporthalle, eine Kaufhalle für Waren des täglichen Bedarfs und ein Spielplatz. Das Kulturhaus mit Theater- und Kinosaal, Tanzschule, Sauna, Diskothek und weiteren Räumen wurde im Zentrum der Wohnanlage gebaut. Hier bekamen auch Schüler Spezialunterricht – beispielsweise in Fremdsprachen wie Englisch und Deutsch.

Im Jahr 1994 zogen die sowjetischen Streitkräfte offiziell ab. Seitdem liegt das riesige Areal der Garnisonsstadt brach.

 


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