Warum ich mich für Urbexplorer Reisen entschieden habe

Schon lange schlummerte in mir der Traum einmal in den hohen Norden zu fahren und die Polarlichter zu fotografieren. Nachdem ich mich nach einer solchen Fotoreise umgesehen habe, bin ich recht schnell auf die Angebote von Urbexplorer gestoßen. Nach intensivem durchstöbern des Reiseablaufes war mir schnell klar, dass diese Lofoten Fotoreise perfekt für mich ist. Gefallen hat mir, dass der Flug für einen direkt gebucht wird und im Preis inclusive ist. Direkt nachdem ich die Reise gebucht habe erreichten mich bereits die notwendigen E-Mails zur Continue reading →


Das Leben der Einsiedler in Tschernobyl

Tschernobyl – dieser Name löst bis heute bei vielen Menschen eine Beklemmung aus. Und das nicht ohne Grund: Wir verbinden mit dem Gebiet im Norden der Ukraine sofort die  größte Nuklearkatastrophe der Welt. Dennoch ist Tschernobyl für einige Menschen weit mehr als eine lebensgefährliche Sperrzone: Es ist ihre Heimat, ihr Zuhause. Trotz der gesundheitlichen Risiken leben etwa 180 Menschen bis heute im Sperrgebiet. Bekannt sind diese als Einsiedler von Tschernobyl. Was auf den ersten Blick auffällt: Es sind zumeist ältere Siedler, die geblieben sind. Um die Gründe für die Rückkehr der Einsiedler nach Tschernobyl zu verstehen, solltest Du einen Blick in unseren Artikel werfen “Bis dass der Tod uns scheidet” – Das Leben der Einsiedler von Tschernobyl

Unsere Hilfsaktion für die Babushkas

Gerade in diesem Jahr 2020 das von #Corona bestimmt ist, sollten wir auch auf die Menschen schauen die seit sehr vielen Jahren in “Isolation” leben. Die #Einsiedler von #Tschernobyl haben dieses leben voller Entbehrungen und Schwierigkeiten gewählt um in Ihrer Heimat zu Hause zu sein. Vom 29.10. – 05.11.2020 starten wir unsere erste Hilfsaktion um den Einsiedlern in der Tschernobyl Sperrzone zu helfen! Während unseres Aufenthaltes vor Ort werden wir viele ältere Menschen besuchen, die sich nie mit der Evakuierung nach der Tschernobyl Katastrophe abgefunden haben und in die Sperrzone zurückgekehrt sind. Heute gibt es nur noch etwa 100 von ihnen, die in verlassenen und teils abgelegen Dörfern leben, in die ein mobiler Kaufmannsladen mit Lebensmitteln nur alle 4-5 Wochen kommt. Außerdem sind die Wohnbedingungen in den alten Holzhäusern die teilweise kein Strom, sanitäre Einrichtungen und fließend Wasser haben sehr hart.

Selbstverständlich haben einige der Einsiedler Familien in den Städten der Ukraine und die Unterstützung von Familienangehörigen oder Personen, die die Sperrzone besuchen. Die große Mehrheit lebt jedoch in völliger Vergessenheit auf sich alleine gestellt und ohne Hilfe und ohne die Möglichkeit, mit irgendjemandem zu sprechen. Unser Ziel ist es, ihnen so viel Lebensmittel und Dinge die benötigt werden (Kleidung, Taschenlampen, Drogerieartikel, Hilfsmittel, rezeptfreie Medikamente, Verbandsmittel, technischer Geräte, Energiesparlampen) wie möglich zu bringen, damit sie bis zum Ende des Winters genug zu essen haben und eine warme und behagliche Unterkunft haben. Auch bei kleineren Reparaturen am Haus oder beim Holzhacken zu helfen und – was wahrscheinlich das Wichtigste ist – ihnen einfach unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Von allen Dingen vermissen die Großmütter und Väter am meisten den gewöhnlichen menschlichen Kontakt mit einem anderen Menschen.

Ein ehrgeiziger Plan um den Einsiedlern zu Helfen

Unser Plan ist sehr ehrgeizig, denn diesmal wollen wir 5 bis 6 Tage in der Sperrzone verbringen. Während dieser Zeit werden wir sehr viele Einsiedler besuchen, die in den Dörfern leben und am nötigsten unsere Hilfe brauchen.
Die Urbexplorer Guides Marek Romanowicz und Marek Baryshevskyi, werden die Hilfsaktion organisieren und vor Ort leiten. Die Hilfsaktion wird außerdem in Film und Ton dokumentiert.

  • Zeitpunkt der Expedition: 8 Tage- 29.10. – 05.11.2020 ( 5-6 Tage in Tschernobyl + Anreise aus Berlin)
  • Kleinbus Fiat Ducato
  • Gruppe: 3 -5 Personen + Mitarbeiter der  Zone
  • Jeden Morgen kaufen wir vor Ort in der Ukraine Lebensmittel ein
  • Alle Sachspenden wie warme Sachen und Drogerieartikel, etc packen wir in den Bus ab Berlin

Alleine schaffen wir das nicht – Wir brauchen eure Hilfe!

Wenn Ihr unsere Hilfsaktion unterstützen möchtet würden wir uns sehr freuen. Es muss kein großer Geldbetrag sein, denn selbst symbolischer Geldbetrag hilft uns weiter.
Hier findet Ihr einen Link zu unserer Sammelkasse: https://www.leetchi.com/c/hilfsaktion-fuer-die-babushkas-in-tschernobyl

  • Jeder der mindestens 20 € spendet bekommt von uns einen #KERNGESUND Aufnäher / Patch zugesendet. Einfach eine E Mail mit Bestätigung und Adresse senden an: marek@urbexplorer.com
  • Jeder der mindestens 30 € spendet bekommt von uns einen Tschernobyl Jutebeutel in Schwarz zugesendet. Einfach eine E Mail mit Bestätigung und Adresse senden an: marek@urbexplorer.com
  • Jeder der mindestens 800 € spendet kann uns bei der Hilfsaktion nach Tschernobyl begleiten. Abfahrt am 29.10.2020 am Nachmittag ab Berlin. Ankunft in Berlin am 05.11.2020. Ein gültiger Reisepass ist Voraussetzung sowie ein Führerschein. Dies ist aber KEINE Reise oder ausgiebige Fototour zu Sehenswürdigkeiten. Einfach eine E Mail mit Bestätigung senden an: marek@urbexplorer.com

Auch Sachspenden in Paketen helfen uns sehr. Auf diese Weise können wir etwas großartiges gemeinsam tun.

Und bitte: Teilen diesen Beitrag, wo immer Ihr könnt!

Wir bedanken uns bei Euch!

Was haben die Einsiedler nach der Katastrophe erlebt? Wie sieht ihr Alltag heute aus? Wir verraten dir, wieso Tschernobyl eine Reise wert ist.


Die größte Katastrophe seit dem Supergau 1986

Am 3. April erreichten uns schlechte Nachrichten aus der Tschernobyl-Sperrzone. In den Wäldern rund um das havarierte Atomkraftwerk sind in der Nacht zum 4. April schwerwiegende Feuer ausgebrochen, welche eine Fläche von knapp 20 Hektar betragen. Der Brandherd liegt ca. 58 Kilometer vom Kernkraftwerk entfernt und wird rund um die Uhr bewacht. Den etwa 20 Hektar großen Brand konnte die Feuerwehr vor Ort nach einiger Zeit unter Kontrolle bringen. Jedoch ereignete sich am darauffolgenden Tag ein weiteres Feuer in der Nähe der Sperrzone, etwa 5 Kilometer von den Grenzen er Sperrzone entfernt. Die Stadt Poliske, in der auch heute noch wenige Einsiedler wohnen, befindet sich nur 3 Kilometer des zweiten Brandherdes entfernt. Die Feuerwehr schaffte es glücklicherweise recht schnell das Feuer einzudämmen und zu löschen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich beim zweiten Brand um Brandstiftung handle. Das Feuer wurde absichtlich mit Hilfe von Müll und Gras gelegt. Der Polizei aus der Region um Kiew gelang es schnell einen Täter ausfindig zu machen und diesen zu fassen. Bei dem Täter handelt es sich um einen 27-jährigen Bewohner der umliegenden Gebiete, welcher bei einer Vernehmung zugab, dass es die Feuer aus Spaß gelegt hat. Die Feuer breiteten sich nach eigener Aussage schnell aus, weshalb er nicht mehr in der Lage war, das Feuer unter Kontrolle zu halten.

Foto Aleksandr Sirota, Головне управління ДСНС України у м.Києві

Ein aussichtsloser Kampf gegen die Flammen

Die Feuerwehrleute in der Ukraine haben derzeit alle Hände voll zu tun. Bereits einen Tag nach dem zweiten Brandfall muss die Feuerwehr ein weiteres Mal ausrücken. Ein kontaminiertes Gebiet um das Dorf Czystogalowka steht in Flammen. Dieses Gebiet liegt nur 1,5km vom so genannten Roten Wald entfernt. Dieser gilt als einer der am stärksten radioaktiv verseuchten Orte, bei welchem der Strahlungspegel zwischen 2 und 10 uSv/h und punktuell sogar bei 150 uSv/h liegt. Aufgrund dessen besteht die Gefahr der Freisetzung von Radionukliden in die Atmosphäre. Zu diesem Zeitpunkt wurden allerdings keine erhöhten Strahlungswerte von den Dosimeterstationen erfasst.

Foto Державне агентство України з управління зоною відчуження

Der unberechenbare Wind verlagert das Feuer

Das Feuer wurde aufgrund von starkem Wind nach Süden verlagert, was dazu führt, dass sich das Feuer vom Roten Wald entfernt und in Richtung der strahlungsfreien Gebiete wandert, was erst einmal eine gute Nachricht ist. Mittlerweile sind wohl um die 100 Hektar von dem Feuer in der Sperrzone von Tschernobyl betroffen. Leider änderte sich der Wind entgegen der Prognosen im Verlauf des Tages unerwartet in die Richtung der am stärksten verschmutzen Gebiete – einschließlich des havarierten Kraftwerkes. Auch für die mittlerweile knapp 326 Feuerwehrleute erschweren sich die Bedingungen. Aufgrund des Konzentrationsaufstieges der Radionukliden in der Luft, müssen die Feuerwehrleute ihre persönliche Schutzausrüstung tragen und können nur noch eine begrenzte Zeit bei der Feuerbekämpfung helfen.

Foto Державне агентство України з управління зоною відчуження

Neun Tage nach Ausbruch kein Ende in Sicht

Nun hat das Feuer den Kontrollpunkt Lelew erreicht. Dies ist der Haupteingang zu 10-km-Zone zwischen der Stadt Tschernobyl, Pripjat und dem Kernkraftwerk. Durch das schnelle Handeln gelang es den Feuerwehrleuten diesen Punkt rechtzeitig zu löschen. Das Kinderferienlage  „Izumrudnyj“ wurde von den Feuern komplett zerstört. Informationen zu Folge brach das Feuer in insgesamt 7 Ortschaften aus. Die Tatsache, dass das Feuer in kleinen Zeitabständen an völlig unverbundenen Orten auftrat, lässt Zweifel aufkommen bezüglich der Brandursachen. Knapp eine Woche nach Ausbruch des ersten Feuers steht nun auch die Stadt Tschernobyl in Flammen. Die Trockenheit und der bestehende Wind sorgen dafür, dass sich das Feuer sowohl Richtung Süden als auch Richtung Norden weiter ausbreitet. Dem Roten Wald kommt das Feuer langsam bedrohlich nahe. Mittlerweile geht man davon aus, dass dies der größte Brand in der Geschichte der Sperrzone von Tschernobyl ist.

Ein großer Teil der brennenden Fläche ist aufgrund der Verwilderung der letzten 34 Jahre nicht mehr zugänglich, weshalb die Feuerwehrleute mit sämtlichen Fahrzeugen nicht in die Nähe des Brandherdes gelangen können. Die Behörden der Zone räumten ein, dass sie auf einen Brand dieses Ausmaßes nicht vorbereitet waren und die Vorkehrungen die getroffen wurden nicht ausreichend waren.

Foto Денис Ядов

Die Einsiedler kämpfen um Existenz

Einige Einsiedler versuchen sich mittlerweile selbst in der Feuerbekämpfung. Leider gelang es vielen nicht, ihre Hütten zu retten. Ein Teil des Dorfes Ługowniki und Stara Markówka brannte bereits komplett ab. Diese Dörfer liegen in den Gebieten, die außerhalb der Sperrzone sind. Die meisten dieser Dörfer liegen in der Nähe der Stadt Poliskoye wenige Kilometer von der aktuellen Grenze zur Sperrzone entfernt, und sind oft von mehreren Personen bewohnt. Viele Einsiedler verlieren nun quasi ein zweites Mal ihre Existenz und sin den Flammen schutzlos ausgeliefert. Da die Einsiedler mehr oder weniger entgegen der Vorschriften der Behörden in der Sperrzone leben, werden diese kaum beachtet.

Foto Державне агентство України з управління зоною відчуження

Zehnter Tag und das Feuer breitet sich weiter aus

Die gigantischen Brände in der Tschernobyl-Sperrzone sind noch immer nicht unter Kontrolle, und die Situation wird nicht besser. Es ist eine ökologische Katastrophe und eine Katastrophe für den historischen Wert der verbrannten Dörfer. Dies ist zweifellos der größte Brand in der Zone seit 1986, als diese nach dem Supergau eingerichtet wurde.

Das Feuer ist bereits mehrere hundert Meter vom Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt. Das Gebiet ist streng eingezäunt und von Wäldern getrennt, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Feuer durchkommt, gering ist. Die Feuerwehrleute tun jedoch, was sie können, um jede Eventualität zu verhindern. Langsam kommen jedoch Regenwolken auf – wir werden sehen, wie viel Wasser sie bringen.

Das Feuer erreichte das an das Kernkraftwerk von Tschernobyl angrenzende Gebiet, so dass der Rauch den Sarkophag über dem havarierten Block 4 vollständig bedeckte. Die Behörden versichern jedoch, dass es keine Möglichkeit gibt, dass irgendetwas in dem Gebäude verbrennt. Er ist vom Wald getrennt, und um den Sarkophag selbst befindet sich ein riesiger Betonplatz.

Foto. Державне агентство України з управління зоною відчуження

Entwarnung oder nur eine Atempause im Kampf gegen das Feuer?

Dies ist noch nicht bestätigt, aber derzeit zeigen die Satellitenbilder keinen Brandherd, und die Feuerwehrleute melden lediglich einige lokale, kleine, schwelende Glutnester. Die Zonenverwaltung berichtete auch, dass seit heute Morgen kein offenes Feuer mehr beobachtet wurde. Die nächtlichen Regenfälle erwiesen sich ergiebiger als angekündigt – es gibt riesige Pfützen auf den Straßen und der Boden ist nass.

Natürlich ist die Situation noch weit davon entfernt, um Entwarnung zu geben – alles wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, und jetzt hängt es von den Anstrengungen der Feuerwehrleute ab, ob die Brände eingedämmt werden können. Gestern war das Feuer bereits einige hundert Meter vom Atomkraftwerk Tschernobyl und der Stadt Pripjat entfernt. Noch schlimmer ist, dass gestern neue Feuerzellen aufgetaucht sind beispielsweise in der Nähe des Dorfes Rosocha im Süden der Sperrzone und im Osten in der Nähe des Dorfes Krzywa Góra. Würde sich das Feuer dort ausbreiten, wären die Chancen, es zügig zu löchen, aufgrund der Verwilderung und der Unzugänglichkeit dieser Gebiete sehr gering.

Foto. Державне агентство України з управління зоною відчуження

Das Kinderferienlager ist komplett niedergebrannt

Kein einziges Holzhaus in der Ferienanlage “Izumrudnoye” überlebte die Feuer in den Wäldern zwischen Pripjat und Tschernobyl. Dort standen sehr charakteristische Hütten mit Gemälden sowjetischer Märchenfiguren, wie Wolf und Hase oder Tscheburaszka, geschmückt.

Foto: Aleksandr Sirota
Foto: Seth Gl


Reiseveranstalter am Rande der Existenz

Die Krise rund um das Coronavirus spitzt sich weiter zu. Die Grenzen sind nahezu überall dicht und sämtliche Reiseveranstalter versuchen die Stornierungen schnellst möglich zu bearbeiten und sich irgendwie über Wasser zu halten. Aber wie geht es eigentlich nach der Krise weiter? Wird sich für uns irgendetwas im Bezug auf das Reisen ändern?

Sicherlich kämpfen gerade sämtliche Branchen um ihre Existenz, doch die Reisebranche trifft es besonders hart. Sie ist darauf angewiesen, dass die Menschen sich von A nach B begeben. Voraussetzung Nummer 1 ist erst einmal, dass die unterschiedlichen Länder ihre Grenzen geöffnet haben. Die zweite Voraussetzung ist, dass sämtliche Fluggesellschaften ihren Betrieb aufrechterhalten. Aber auch das ist momentan nicht der Fall. Derzeit steht die komplette Reisebranche still. Von heute auf morgen ist eine Branche, bei der etwa 10% der Weltbevölkerung beschäftigt sind zum Erliegen gekommen. Das schlimme daran – keiner weiß, wie lange dieser Stillstand andauern wird.

Nach und nach werden wohl viele kleinere Reiseveranstalter insolvent gehen. Die Reisebranche wird sich drastisch verkleinern. Viele Menschen werden aufgrund der Krise ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn man bedenkt, dass rund 75 Millionen Menschen in der Reisebranche tätig sind. Es wird wohl einige Zeit brauchen, bis die Branche sich erholt hat, geschweige denn wieder auf dem Niveau ist, auf dem sie sich vor der Coronakrise befand.

Auf Fotosafari in der Bergarbeiterstadt Tschiatura

Reisen nach der Krise – Ein Ausblick

Viele gebuchte Urlaube wurden dieses Jahr storniert. Einige denken vielleicht, dass die Reisebuchungen nach der Krise drastisch ansteigen werden.

Doch wird es wirklich einen so drastischen Anstieg geben?

Sicher wird man sich hierbei nicht sein können. Da aufgrund der Krise viele Arbeitsplätze gestrichen werden und damit auch die Arbeitslosenanzahl erheblich steigen wird, werden die Leute weniger Geld zur Verfügung haben – und so wird Reisen zu einem Luxus, den sich viele nicht mehr leisten können. Neben den eigenen Reisebedürfnissen werden auch die Länder eine Rolle spielen. Werden sie ihre Grenzen direkt nach der Krise wieder komplett öffnen? Auch auf diese Frage findet man keine konkrete Antwort. Die Angst vor einer zweiten großen Coronawelle ist weltweit so groß, dass sich wohl einige Länder weiterhin abschotten werden. Das Reisen wird sich in den kommenden Jahren definitiv verändern. Vermutlich werden bereits an den Flughäfen schärfere Kontrollen durchgeführt, wie z.B. Temperaturmessungen oder härtere Einreisebedingungen.

Rastplatz in der Ukraine

Fotoexpedition Tschernobyl & Pripyat

Die Krise – eine Chance gegen den Massentourismus?

Vielleicht wird sich aufgrund der Krise der Massentourismus etwas beruhigen. Die Länder werden eventuell nur noch gewisse Menschenmassen über die Grenze lassen, in der Hoffnung, das Virus in Schach zu halten. So kommt es gegebenenfalls zu einem nachhaltigeren Tourismus und die jeweiligen Touristenorte sind nicht mehr ganz so überfüllt wie vor der Krise.

In welche Richtung sich das Ganze auch entwickeln mag, die Reisebranche wird sich definitiv verkleinern und merklich verändern.

Corona Krise in der Reisebranche


CORONA – ein unsichtbarer Feind der derzeit unseren Planeten komplett im Griff hat

Auf der ganzen Welt herrscht gerade Ausnahmezustand, welcher ein normales Leben momentan nahezu undenkbar macht. Ein Virus, der sich unermüdlich ausbreitet und unseren Alltag komplett auf den Kopf stellt. Für die meisten Menschen sind die Konsequenzen des Corona-Virus kaum auszuhalten. Ausgangssperren, Kontaktverbote und soziale Isolation, all das sind Dinge auf die wohl jeder gerne verzichtet. Besonders hart trifft dieses Virus unsere ältere Generation, aber nicht nur wegen der hohen Lebensgefahr. Die sozialen Einschränkungen sorgen dafür, dass wir unsere Omas und Opas nicht mehr besuchen können, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Für die meisten Senioren sind die Kinder und Enkel das letzte was ihnen geblieben ist. Schon Tage vorher freuen sich die Großeltern auf den Besuch der Enkel oder auf den Wocheneinkauf im Supermarkt. All das wurde den Senioren in kürzester Zeit genommen. Keine Kontakte, lediglich Telefonate definieren momentan den Alltag vieler Menschen. Bei vielen stellt sich langsam aber sicher ein Gefühl der Einsamkeit und auch Angst ein. Keiner hätte mit einem solchen Ausmaß des Virus gerechnet und keiner möchte dieses Leben mit Einschränkungen und ständiger Kontrolle leben. Ein Leben, das in manchen Gebieten und Ländern gang und gäbe ist.

Die Einsiedler von Tschernobyl

Chernobyl & Pripjat Tour

Eine Naturkatastrophe, die das Leben vieler verändert hat

TSCHERNOBYL- vor rund 34 Jahren hat sich das Leben rund um das Kernkraftwerk schlagartig verändert. Nach der nuklearen Katastrophe am 26. April 1986 mussten viele Bewohner in einem Umkreis von etwa 30 Kilometern alles zurücklassen und ihre eigenen vier Wände Hals über Kopf verlassen. Eigentlich dachten die meisten der Betroffenen, dass sie nach wenigen Tagen wieder zurück in ihre Heimat können und ihren geregelten Alltag weiter leben dürfen. Doch dazu kam es nicht. Es wurden streng bewachte Sperrzonen eingerichtet, welche die Rückkehr der Bewohner nahezu unmöglich machte. Einigen gelang es aber schließlich doch in ihr gewohntes Umfeld zurück zu kehren, obwohl die Regierung strenge Anordnungen und Auflagen aufgesetzt hat, sodass keiner zurück in die Sperrzone hätte kommen sollen. Die Einsiedler entschieden sich also bewusst für ihr vertrautes Umfeld und setzten sich der unsichtbaren Gefahr aus. Die Behörden setzten alle Mittel ein, um die Einsiedler aus der Sperrzone zu vertreiben. Sie ließen sich jedoch nicht unter kriegen und nach einigen Petitionen und Briefen schloss man gemeinsam mit den Behörden ein Abkommen, welches den Einsiedlern ermöglichte in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Viele der Einsiedler leben in vollkommener Einsamkeit, haben niemanden der ihnen hilft und sind in der Versorgung stark eingeschränkt.

 Reise nach Tschernobyl mit einem Reiseveranstalter aus Deutschland

Corona und Tschernobyl – Was hat das miteinander zu tun?

Das was wir gerade erleben und durchleben müssen ist für die Einsiedler von Tschernobyl seit knapp 34 Jahren Alltag geworden. Sie leben in der Sperrzone mit harten Ausgangsbeschränkungen und nutzten nach der Katastrophe die verseuchte Natur für die Lebensmittelversorgung. Die Rückkehrer entschieden sich zwar freiwillig für ein solch eingeschränktes Leben in der Sperrzone, dennoch ist die Situation, welche wir gerade alle erleben vergleichbar mit dem Leben der Einsiedler. Auch bei uns hat sich das Leben schlagartig auf den Kopf gestellt. Der Unterschied ist lediglich der, dass die Einsiedler sich nach der Katastrophe wieder freiwillig in die Situation gegeben haben. Für sie war ein Leben im gewohnten Umfeld wichtiger als die Angst vor der Strahlung. Die Natur in Tschernobyl hat sich grundlegend verändert. Die Strahlung verursachte schwere Schäden, welche auch Auswirkungen auf die Ernten und die Wasserversorgung hatten. Bei uns hingegen erholt sich die Natur derzeit von den Strapazen, welche die Menschheit ihr angerichtet hat. Die meisten parallelen die wir ziehen können sind eher Gegenteilig, doch die einzige Gemeinsamkeit die uns alle schwer trifft ist die aus den Beschränkungen resultierende Einsamkeit. Die Einsamkeit ist eine völlig normale Reaktion auf Kontaktverbote und Isolierung. Jetzt stellen sie sich dieses Leben, welches wir nur vorübergehend durchleben müssen mal für 34 Jahre vor. Was die Einsiedler durchleben und fühlen entzieht sich vermutlich der Vorstellungskraft von uns allen. Bei unseren zahlreichen Besuchen konnte man spüren wie sehr sich die Bewohner über jeglichen Kontakt freuten. Auch wir konnten bei den vielen Tschernobyl-Touren einige Einsiedler kennen lernen.

Ivan – Ein Einsiedler, bei dem wir immer wieder gerne zu Gast waren

Vor kurzem erreichte uns die traurige Nachricht, dass Ivan Semeniuk, ein Einsiedler der Sperrzone von uns gegangen ist. Viele Male durften wir im Rahmen unserer Tschernobyl Reisen Zeit mit ihm in seiner Hütte im Dorf Paryszew verbringen. Seine Frau Maria starb bereits im Jahre 2016, weshalb er seitdem alleine in seiner Hütte lebte. Lediglich sein Sohn Mikhail sorgte und unterstützte Ivan wo er konnte.  Bei unseren Zahlreichen Besuchen erzählte er immer wieder von seiner Zaporozhye, von der er immer wieder sagte sie würde “eines Tages repariert und auf den Markt gebracht werden”. Vor zwei Monaten haben wir Ivan das letzte Mal besucht, um ihm einige Lebensmittel vorbei zu bringen und ihm bei einem Telefonproblem mit Rat und Tat bei Seite zu stehen. Die zahlreichen Unterhaltungen die wir mit Ivan führen konnten führten früher oder später immer dazu, dass Ivan über die Nuklearkatastrophe und die Sperrzone plauderte. Er sprach immer wieder gerne über diese Themen. Im vergangenen Jahr kümmerte sich Ivan um die Katze von Großmutter Anna Ilczenkos, welche bereits vor einem Jahr starb. Wir denken zurück an einen lebensfrohen und weltoffenen Ivan, dem wir immer wieder gerne zur Seite standen. Ruhe in Frieden

Besuch bei dem Einsiedler Ivan in Tschernobyl

“Meine Zeit”, das klingt wie Besitz. Ein seltsamer Besitz. Für jeden Menschen der einzige, der sich weder vermehren noch auch nur halten läßt, sondern mit Sicherheit immer weniger wird.


„Ihr seid ja verrückt, was wollt ihr denn da?“, „Kann man denn da überhaupt hin?“, „Habt ihr keine Angst, da regiert doch so ein Irrer?“ sind Fragen, die uns im Zusammenhang mit Nordkorea häufig begegnen, als hätten wir eine Reise direkt in die Hölle vor uns. Tatsächlich ist Nordkorea aktuell das wohl abgeschottetste Land der Welt mit dem restriktivsten politischen System der Gegenwart. Schlagzeilen macht es zumeist durch sein umstrittenes Kernwaffenprogramm oder seinen diktatorischen Alleinherrscher Kim Jong-un. Jährlich besuchen nur wenige Tausend westliche Touristen den ostasiatischen Staat, darunter etwa 300 Deutsche. Als ausländischer Reisender steht man unter permanenter Kontrolle, strenge Regeln schränken die Bewegungsfreiheit und das Fotografieren ein. Nordkorea ist alles andere als ein klassisches Reiseziel, doch es bietet Abenteurern und Entdeckern die einzigartige Möglichkeit, hinter den weltweit letzten noch existierenden „Eisernen Vorhang“ zu blicken. Was auf einer Reise nach Nordkorea beachtet werden muss, lest ihr in diesem Artikel.

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Eine Lost Places Fototour in Polen

Bei meinen spannenden Lost Places Fototouren zu geheimen Orten passiert es sehr oft das ich aus dem Staunen nicht mehr raus komme. Genauso war es bei dieser Industriedenkmal aus der Gründerzeit, das ich in einer früheren Textilhochburg in Polen entdeckt habe.

Lost Places Fototour zum früheren E Werk Continue reading →


Die Geschichte des Spreepark Plänterwald in Berlin

Der Spreepark im Plänterwald Berlin Treptow wurde 1969 als “VEB Kulturpark” eröffnet und war der einzige ständige Rummelplatz der DDR mit Fahrgeschäften aus dem Westen. Mit der Wende wurde der Park erstmals geschlossen und 1992 als “Spreepark Plänterwald” wiedereröffnet. 40 Millionen D-Mark sind damals investiert worden, um den Park zu modernisieren und mit neuen Attraktionen auszustatten. Allerdings stand das Projekt unter keinem guten Stern. Erst nach den Umbauten entschied die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, dass der Plänterwald unter Naturschutz gestellt werden sollte. Über Nacht entfielen dem Spreepark somit 8,5 von 28,5 Hektar Nutzungsfläche, einschließlich sämtlicher Besucherparkplätze.

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Usbekistan, ein in der westlichen Welt noch immer unbekanntes Land, hat bereits 2019 die Reisetrends für das aktuelle Jahr geprägt. Historisch interessant und reich an Kultur wurde es von einer australischen Reisewebseite gemeinsam mit dem Rest Zentralasiens unter anderem aufgrund der neuen Visumfreiheit zur Top Reiseregion 2020 ernannt. Auch die englischsprachige Wochenzeitung „The Economist“ hob das Land hervor und ernannte es im letzten Jahr zum am besten verbesserten Staat, da es 2019 viele Reformen seitens der Regierung gab. Dies sowie die historischen Schätze, die beeindruckende kulturelle Vielfalt und das bemerkenswerte Essen machen Usbekistan zu einem Reiseziel, das immer beliebter wird.

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Sightseeingtour in Kyoto

Der Affenpark ist eine Touristenattraktion im Westen von Kyoto. Der Eingang zum Park erfolgt über den Schrein Ichitanimunakata. Als wir dort im Mai 2018 angekommen sind, regnete es in Strömen und der Weg zum Park dauerte etwa 30 Minuten hinauf auf einen Hügel. Dort befindet sich eine Aussichtsplattform mit den Affen. Glücklicherweise hörte der Regenschauer auf, aus wir oben angekommen sind. Am Eingang wird man von einem Mitarbeiter freundlich gegrüßt, hier und da sieht man schon die ersten Affen. Der Mitarbeiter macht uns auf die Regeln aufmerksam, die man hier strikt befolgen muss.

Man soll zum Beispiel nicht in die Augen der Affen starren – das gilt auch für die Kameralinse denn das macht sie nervös. Die Affen sollten auch nicht angefasst werden. Auf dem Gelände soll man immer stehen und nicht in die Hocke vor den Affen gehen. Die Affen außerhalb des dafür vorgesehenen Areals dürfen nicht gefüttert werden.

Im Affenpark Iwatayama leben etwa 120 japanische Makaken. Die Affen leben hier frei auf dem gesamten Gelände. Durch die offene Gestaltung des Geländes, sind diese Affen hier sehr an Menschen gewöhnt und daher normalerweise nicht aggressiv, sofern man sich an die oben genannten Regeln hält.

Der Affenpark ist Teil des beliebten Naherholungsgebiet Arashiyama im Westen von Kyoto

Affenpark Iwatayama

Japan Rundreise – Sightseeing in Kyoto


Umgang mit der Katastrophe in der DDR

Im April 1986 – ich 17 Jahre alt und im ersten Ausbildungsjahr an einer Berufsschule mit Internat im Osten von Berlin. Wir hörten heimlich auf den Zimmern West-Radio. Der RIAS war problemlos zu empfangen und hatte die bessere Musik. Daher lief das Radio am Sonntagabend. In den Nachrichten brachten sie eine Mitteilung über einen Reaktorunfall in der Sowjetunion. Wir diskutierten an diesem Abend lange über die Situation und wussten, dass dieser Unfall auch Einfluss auf unser jetziges und zukünftiges Leben haben wird. Von den DDR-Medien war zu dieser Zeit nichts darüber zu hören. Es wurde totgeschwiegen.

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Märchenhafte Dörfer fernab jeglicher Zivilisation

Als wir am ersten Tag nach einer etwa 16 Kilometer langen Etappe im Kajak total erschöpft endlich das Dorf Svalovychi am Prypjat erreichten, war ich wie verzaubert, wie in einer anderen Welt. Kleine bunte Holzhäuser, schilfbedeckte Dächer, Sonnenblumen, Fischer in ihren Holzbooten und alles geht einher mit dieser bemerkenswerten Ruhe. Wir waren seit 1941 die ersten Deutschen im Ort. Ein komisches Gefühl. Trotzdem wurden wir hier sehr gastfreundlich aufgenommen. Auf dem Berg wo die Kirche stand ist jetzt ein Holzturm in dem man übernachten kann. Im Grunde ist es ein wundervoller Holzaussichtsturm, aber er steht genau an der Stelle wo im Jahre 1941 die Nazis die Kirche niedergebrannt haben.

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Was sind Urbexplorer Fotoreisen?

Unsere mehrtägigen Fotoreisen mit Standortwechseln führen nach Island, Norwegen und Spitzbergen. Die Fotografie (vor allem von Polarlichtern) steht dabei im Mittelpunkt. Sieben hartgesottene Fotografen, ein Urbexplorer Expeditionsbus, acht Tage am nördlichen Polarkreis dem unberechenbaren Wetterverhältnissen ausgeliefert. Jedes Jahr sind wir mit einer kleinen Gruppe Abenteurern auf der Jagd nach spektakulären Lanschaftsaufnahmen, Streetart und magischen Polarlichtern.  In dieser Zeit ist die Landschaft in wunderbar weiches Licht getaucht und die Nordlichter werden Nachts bei klarem Himmel schon früher und somit auch länger zu sehen sein. Es erwartet euch bei unserer Fotoreise ein abwechslungsreiches Programm. In hoffentlich klaren Nächten und einer langen Dämmerungszeit am Tage fotografieren wir die spektakulären Polarlichter.

Lofoten und Polarlichter Fotoreise ✓ atemberaubende Landschaften ✓ tolle Lichtstimmungen und Strände ✓ kleine Gruppe von Fotoabenteurern ✓ erfahrener Guide

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Touristenmagnet Tschernobyl – In diesem Jahr schon 100.000 Besucher

Im Winter herrscht eine ganz besondere Atmosphäre in der Sperrzone von Tschernobyl. Da die Sonne erst spät auf- und bereits früh wieder untergeht, sollte man sich von Kiew aus so zeitig wie möglich auf den Weg in Richtung Norden machen, um den Tag effektiv auszunutzen. Die meisten Touren in die Sperrzone beginnen in der Nähe des Kiewer Hauptbahnhofs. Auf der gut zweistündigen Fahrt passiert man urige und typisch osteuropäische Dörfer, die einem einen interessanten Eindruck von der ukrainischen Ländlichkeit geben. Continue reading →


Tschernobyl und seine Folgen

Während unserer Tour durch Weißrussland im Oktober dieses Jahres besuchten wir ein Denkmal zu Ehren Wassili Iwanowitsch Ignatenkos, das auf dem zentralen Platz der Ortschaft Brahin errichtet wurde. Infolge des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl, das sich nur 45 Kilometer südlich der Siedlung befindet, wurde Brahin wie viele andere Orte in Weißrussland radioaktiv kontaminiert und ist eine der von der Katastrophe am stärksten betroffenen Ortschaften.

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Der Ansturm auf Tschernobyl ist nach wie vor ungebrochen. Laut den ukrainischen Behörden haben die Sperrzone dieses Jahr bis Anfang November mehr als 107.000 Menschen aus der ganzen Welt besucht. Weißrussland ist mittlerweile so besorgt darüber, dass das Land nördlich der Ukraine nun seine Grenzkontrollen verschärft.

Ungebrochener Hype um Tschernobyl

Der Tourismus in der Sperrzone von Tschernobyl boomt weiterhin – auch wenn die Besucherzahlen aufgrund der fallenden Temperaturen und des schlechter werdenden Wetters langsam zurückgehen. Die sowohl von Kritikern als auch Zuschauern hochgelobte HBO-Miniserie „Chernobyl“ hat maßgeblich zum gestiegenen Interesse an den Geschehnissen vor über 33 Jahren und dem heute verlassenen Gebiet um das havarierte Kernkraftwerk geführt. Einige Personen nehmen dabei nicht den offiziellen Weg über den Kontrollpunkt Dytiatky, sondern betreten die ukrainische Sperrzone illegal in der Nähe zu Weißrussland. Nur etwa zehn Kilometer liegen zwischen der weißrussisch-ukrainischen Grenze und Prypjat, dem Hauptziel der meisten „Stalker“, wie illegale Besucher umgangssprachlich genannt werden.

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Myanmar, das ehemalige Birma, ist das wohl ursprünglichste Land Asiens. Es bietet nicht nur einzigartige und mystische Landschaften, sondern auch antike Schätze, uralte Tempel und koloniale Bauten. Myanmar zu besuchen ist wie eine Reise in die Vergangenheit Südostasiens voller Sehenswürdigkeiten und Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Der Staat zwischen Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand fasziniert mit einer wundervollen Inselwelt, einem märchenhaften Hochland, Ausläufern des Himalaja und atmosphärischen Seen.

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Seit der Ankündigung, dass Touristen nun den Kontrollraum von Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl besuchen dürfen, kursieren im Internet viele utopische Zahlen bezüglich der Strahlenbelastung vor Ort. Diverse Webseiten berichten, dass die Strahlung den Normalwert um das 40.000-fache überschreitet und man sich deshalb nur maximal fünf Minuten dort aufhalten kann. Wir wissen nicht, wie die Journalisten auf diese Zahl kommen. Ist es vielleicht nur ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen, Entsetzen auszulösen und eine hohe Klickzahl zu erreichen? Wir von Urbexplorer möchten unseren Gästen die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild von der Sperrzone und der Situation vor Ort zu machen und sie mit korrekten Informationen versorgen.

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Das Dorf Krasny Bereg liegt 200 Kilometer südöstlich von der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Nur wenige werden jemals von dem beschaulichen Örtchen gehört haben, doch im Zweiten Weltkrieg war es Schauplatz eines der grausamsten Verbrechen, die man sich vorstellen kann. Im Jahr 1943 errichteten die Nationalsozialisten in diesem Dorf ein hauptsächlich für Kinder vorgesehenes Konzentrationslager. Heute erinnert eine Gedenkstätte von für Weißrussland nationaler Bedeutung an dieses tiefschwarze Kapitel der Geschichte. Sie ist den hilflosesten Opfern des Krieges – den Kindern – und ihrer vom Krieg gestohlenen Kindheit gewidmet. Der Ort wirkt hell und erfüllt vom Licht der Hoffnung, doch vielen Besuchern fällt es schwer, ihre Tränen an diesem von Schrecken und Leid geprägten Ort zurückzuhalten.

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Noch ist Usbekistan ein Geheimtipp unter Abenteurern, doch seit 2016 öffnet sich das Land Schritt für Schritt für den Tourismus. Für die meisten ist Usbekistan ein unbekanntes Land – ein Gebiet, das sich nicht lohnt, erkundet zu werden. „Was gibt es denn dort zu sehen außer Wüste und Moscheen? Ist es nicht gefährlich, dorthin zu reisen? Dort herrscht doch ein Diktator? So ein Land möchte ich nicht besuchen.“ Diese Reaktionen sind nicht überraschend, immerhin leben wir in einer Zeit, die von Ressentiments, Misstrauen und Angst geprägt ist. In diesem Artikel möchten wir mit Vorurteilen über Usbekistan aufräumen, denn für uns machen offene, herzliche und gastfreundliche Menschen sowie deren interessante Kultur ein Land aus und nicht die Politik. Wir setzen uns für einen kulturellen Austausch, frei von Vorurteilen, ein.

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