Illegal in Tschernobyl – Das sind die Konsequenzen

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Welche Konsequenzen habe ich zu befürchten?

Auf unseren Touren durch die Sperrzone von Tschernobyl werde ich oft von Teilnehmern gefragt was passiert eigentlich, wenn ich als Illegaler, sogenannter Stalker in der Sperrzone aufgegriffen werde.  Wenn du in die Sperrzone ohne Einreiseerlaubnis eingedrungen bist, kann dich jederzeit die örtliche Polizei, die Security des jeweiligen Schutzbereiches oder die Nationalgarde der Ukraine schnappen. Diese Sicherheitsorgane halten sich ständig in der gesamten Sperrzone, entweder auf festen Posten und Checkpoints oder als Patrouillen auf. Nach meiner Erfahrung sind diese Einsatzkräfte sehr erfolgreich, meistens bekommen diese Hinweise von Touristen oder Reiseführer und gehen dann der Sache umgehend nach.

Außerdem gibt es die obligatorischen Grenzwachen an den jeweiligen Checkpoints an der 30 Kilometer Zonengrenze und an der 10 Kilometer Zonengrenze, hier ist das Vorzeigen des Reisepasses und der Einreisegenehmigung obligatorisch. Auch Sicherheitsbeamte des Kernkraftwerks von Tschernobyl, andere Wachen können dich ebenfalls festsetzen und die Polizei verständigen.

Was passiert, wenn du von der Polizei in Tschernobyl erwischt wurdest?

Du wirst umgehend zur Hauptpolizeiabteilung in Tschernobyl oder zum nächstgelegenen Kontrollpunkt gebracht, um ein Protokoll zu erstellen und verbotene Gegenstände, die du eventuell bei dir tragen solltest werden sichergestellt. Danach folgt eine Identitätsfeststellung und Überprüfung deiner Dokumente. Nachdem dies abgeschlossen ist erfolgt eine Leibesvisitation, um festzustellen, ob du noch Messer, Waffen oder Drogen bei dir hast. Sollten diese verbotenen Dinge entdeckt werden gilt dies als Straftat und wird sofort zur Anzeige gebracht. Danach wird deine Kamera und Telefon untersucht und eventuelle Fotos werden umgehend gelöscht.

Falls den Beamten bei der Kontrolle deines Rucksacks und deiner persönlichen Gegenstände, radioaktives Material aus der Zone zum Vorschein kommt, bekommst du noch ein Verfahren nach § 267–1 und § 265–1 des Strafgesetzbuches der Ukraine an den Hals das eine Ausfuhr von radioaktivem Material aus der Sperrzone unter Strafe stellt.

Verhör durch den Ukrainischen Geheimdienst SBU

Sehr wahrscheinlich ist es auch das du zu einer Vernehmung vor einem Vertreter des Sicherheitsdienstes der Ukraine SBU und auch zum Grenzschutzbeamten zugeführt wirst, um den Zweck deines Eindringens in die Zone in Erfahrung zu bringen. Nach diesen langen Prozeduren (diese können sich auch über 2 Tage hinziehen) wird das Protokoll erstellt und wenn keine verbotenen oder radioaktiven Gegenstände bei dir gefunden wurden musst du eine Geldstrafe in Höhe von 340 bis 810 UAH zahlen und danach wirst du unverzüglich zum 30 Kilometer Checkpoint gebracht und wirst aus der Sperrzone ausgewiesen.

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