Die Wallfahrer – Lost Places Fototour

Was sind Lost Places Fototouren?

Unsere Lost Places Fototouren finden meist an einem Wochenende als Tages oder Wochenendtouren in sogenannten Lost Places statt. An unserem Wallfahrer – Fotowochenende ist es ein ehemaliges Kraftwerk, ein Märchenschloss und eine düstere Haftanstalt. Hier kannst du die entsprechenden Objekte frei erkunden und nach Herzenslust fotografieren. Im Hintergrund kümmert sich ein Guide von uns um dich und zeigt dir die schönsten Fotomotive. Hier dreht sich alles um das Erkunden verborgener und geheimer Orte. Du erfährst von uns historische Informationen zu diesen geheimnisvollen Orten und nimmst tolle Fotos als Andenken mit nach Hause.

Fototouren für Lost Places Fotografen

Gut versteckt, zugewachsen und oftmals ungenutzt, finden sich auf unseren Lost Places Fototouren interessante geheime Orte wie düstere Industrieanlagen, prachtvolle Schlösser und düstere Haftanstalten. Unsere Fototouren & Reisen laden Dich ein, einen Blick hinter die Kulissen der geheimnisvollen Orte zu nehmen. Manche der noch zu Zeiten des Sozialismus genutzten Bauwerke und Relikte einer untergegangenen Ära sind verlassen und nicht mehr genutzt, haben aber hinter ihren Mauern viele interessante Geschichten zu erzählen. Erkundet mit uns auf unserer Fototour ein verwunschenes Märchenschloss mit prächtigen Sälen und Treppenhäusern, ein düsteres Industriedenkmal mit viel Staub, Rost und Ruß und eine verlassene Haftanstalt. Diese Tour wird vollgepackt sein mit spannenden, atemberaubenden und detailreichen Motiven. Wir besuchen an diesem Wochenende 3 Locations davon ein Märchenschloss ein ehemaliges Elektrizitätswerk aus der Gründerzeit und eine Untersuchungshaftanstalt. Unser Basislager wird ein Hotel im Zentrum unserer Erkundungsroute sein sodass wir alles bequem erreichen. Wie immer bei uns ist die Übernachtung/Frühstück inclusive.

Erster Tag – Das Märchenschloss (11.00 bis 14.00 Uhr)

Das Schloss war zuletzt Wohnsitz einer bekannten Grafenfamilie. Ein Brand im Jahre 1892 vernichtete vor allem den hölzernen Nordflügel des Schlosses, worauf 1896 das Schloss sein heutiges Aussehen annahm, als der Anbau eines Flügels aus Backstein beendet wurde. Der ältere Schlossflügel wurde im Neorenaissance- und Neobarockstil ausgeführt, ist verputzt, mit einer rötlichen Farbe bestrichen und hat ein ausgebautes Mansarddach. Mittig ragt ein großer Turm im Neobarockstil in die Höhe. Das Gebäude des Palastes hat viele dekorative Objekte, wie Kartuschen, oder Masken. Das zwei- bis vierstöckige Gebäude ist in 115 Zimmer und 30 Kellerräume aufgeteilt. Die drei bekanntesten davon sind der Ballsaal, der Braune Saal und der mauretanische Saal. Bis zum Jahr 1945 war der Palast im Besitz dieser Familie. Kurz vor dem Anrücken der Roten Armee hat die Familie diesen Ort verlassen. Nach dem Krieg wurde das Gebäude als Parteischule, Kinderheim und Krankenhaus genutzt. In den 1980er Jahren wurde es verlassen.

Zweiter Tag – Das E-Werk aus der Gründerzeit (09.00 bis 13.00 Uhr)

Das Kraftwerk wurde nach dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt und 1920 in Betrieb genommen. Es lieferte Strom für die gesamte Region Schlesien. Die ursprünglich als Sprengstofffabrik geplante Struktur umfasst rund 36.000 Quadratmeter. Es wurde zu Beginn von der Schaffgotsch Bergwerksgesellschaft GmbH (ein deutsches Unternehmen der Familie Schaffgotsch) betrieben. Die Struktur wurde von den deutschen Architekten Georg und Emil Zillmann entworfen. Bemerkenswerte Merkmale des Entwurfs umfassten eine große Halle (2.800 Quadratmeter), drei 120-Meter-Schornsteine ​​und ein Uhrturm mit einer Uhr, eine der größten Revolveruhren in Polen. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte die Anlage eine Kapazität von 100 MW. Nach dem Krieg schnell wieder aufgebaut und in den 1950er Jahren in ähnlicher Funktion betrieben, war das Kraftwerk eines der größten in der Volksrepublik Polen und in Europa.  In den 1970er Jahren wurde das Kraftwerk von einem Wärmekraftwerk auf ein Heizkraftwerk umgestellt. Es wurde bis Mitte der 1990er Jahre modernisiert. Seit den späten 1990er Jahren wird das Kraftwerk mit deutlich reduzierter Kapazität betrieben, hauptsächlich als Reservekraftwerk. Heute ist es ein Industriedenkmal. Während einer Abstimmung 2009, wurde es zu einem der “Sieben architektonischen Wunder der Woiwodschaft Schlesien” gewählt.

Zweiter Tag – Das Untersuchungsgefängnis (14.00.00 bis 16.00 Uhr)

Noch vor wenigen Jahren wurden hier die gefährlichsten Kriminellen und Intensivtäter eingesperrt. Jetzt ist das Untersuchungsgefängnis leer und ein Paradies für Filmemacher und Amateurfotografen, die eifrig die verlassenen Mauern der ehemaligen Strafanstalt erkunden. Die Anlage wurde 1888 während der preußischen Zeit in Betrieb genommen. Im Laufe der Zeit wurde es in ein Untersuchungsgefängnis umgewandelt. Es hatte Platz für fast 300 Gefangene. Ab 2016 hatte das Gefängnis auch eine Abteilung für 82 Rückfällige. Aufgrund des Beschlusses des Ministeriums wurde das Gefängnis im März 2018 geschlossen und die Insassen in andere Strafanstalten verlegt.

Reiseablauf: Anreise und Rundfahrt mit dem eigenen PKW

  • Alle genauen Adressen und Details bekommst du in der Infomail etwa 10-7 Tage vor Abreise

Erster Tag

  • 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr  →  Das Märchenschloss
  • danach weiterfahrt in unser Hotel nach Katowice
  • 17.00 Uhr → Check In im Hotel in Katowice danach Freizeit
  • Zeit für eigene Erkundungen in Katowice /Architekturfotografie durch die Stadt

Zweiter Tag

  • 8.00 Uhr → gemeinsames Frühstück und Check Out aus dem Hotel
  • 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr → Das E – Werk aus der Gründerzeit
  • 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr → Das Untersuchungsgefängnis
  • ab 16.00 Uhr → offizielles Ende und Rückfahrt nach Deutschland

Reiseablauf: Rundfahrt mit der Mitfahrgelegenheit ab Berlin oder Cottbus

Erster Tag

  • 5.30 Uhr → Abfahrt mit dem Urbexplorer Expeditionsbus von der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm
  • gegen 7.00 Uhr → Halt in Cottbus Süd (NETTO Parkplatz) Möglichkeit sich der Tour anzuschließen
  • 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr  → Das Märchenschloss
  • danach weiterfahrt in unser Hotel
  • 18.00 Uhr → Check In im Hotel in Katowice danach Freizeit

Zweiter Tag

  • 8.00 Uhr → gemeinsames Frühstück und Check Out aus dem Hotel
  • 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr → Das E – Werk aus der Gründerzeit
  • 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr → Das Untersuchungsgefängnis
  • ab 16.00 Uhr → offizielles Ende und Rückfahrt nach Deutschland
  • gegen 20.30 Uhr → Ankunft am NETTO Parkplatz in Cottbus Süd
  • gegen 22.00 Uhr → der Aral Tankstelle am ZOB Berlin /Messedamm

Wichtiger Hinweis:

  • Märchenschloss: Eingeschränkte Möglichkeit Außenaufnahmen zu machen wegen Bauarbeiten am Dach (Innenraum ist nicht davon betroffen)
  • Kraftwerk: kein freies Erkunden des gesamten Gebäudes auf eigene Faust möglich wegen starker Baufälligkeit. (4 Stunden Zeit aufgeteilt in Zeitsegmente und freies Erkunden in Teilbereichen des Kraftwerks wie Turbinenraum, Schaltwarte, Kesselhalle, Kohleförderung, Verwaltungsgebäude, Kellerraum möglich.

Wir fahren an Lost Places um diese zu erkunden, dies sind Gebäude und Orte die wir mit Zustimmung besuchen dürfen. Dies sind keine illegalen Touren! Jeder haftet für sich bei eventuellen Unfällen e.t.c. Für die Fotos sind nach Rücksprache mit den Eigentümern/Verwaltern Fotorechte für den privaten Gebrauch eingeräumt worden.

Bei den Objekten handelt es sich um verlassene Orte. Die auf den Bildern gezeigten Motive entsprechen dem aktuellen Stand. Wir können aber nicht ausschließen, dass sich kurzfristig die Situationen und Motive vor Ort ändern. Bitte habt dafür Verständnis. Genauso können sich auch Änderungen im Tourablauf ergeben. Insbesondere wenn kurzfristig einzelne Objekte verkauft, abgerissen, vermietet werden. In diesem Fall erstellen wir eine Alternativroute.


Nach Abschluss des Bestellvorgangs bekommt Ihr eine Bestellbestätigung. Wir verschicken dann den Tourplan per PDF an die angegeben E-Mail Adresse, etwa 10-7 Tage vor Abreise.

Dies sind keine illegalen Touren! Ich organisiere diese sogenannten Lost Places Fototouren seit Juni 2014. Anfangs von den entsprechenden Eigentümern belächelt wurde mir damals einfach so der Schlüssel in die Hand gedrückt und ich öffnete mit meiner Gruppe das mit Spinnweben umhüllte Vorhängeschloss und wir traten in eine Lost Places Welt.

Situation 2020: In der heutigen Zeit herrscht ein extremer Boom in Sachen Lost Places. Aus allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen strömen die Menschen in die verlassenen Gebäude oder suchen sich hier einen Zugang. Das haben auch viele Eigentümer erkannt und haben hier ein einträgliches Geschäftsfeld für sich entdeckt. Niemand drückt mir heutzutage einfach so den Schlüssel in die Hand und die Vorhängeschlösser sind nicht mehr mit Spinnweben umhüllt. Auch besuche ich die Objekte mit meinen Reisegruppen nicht kostenlos, die Eigentümer berechnen hier entsprechende Stundensätze oder es wird nach Köpfen abgerechnet. Viele verlangen sogar Lizenzgebühren für die gemachten Foto.

Diese Kosten muss ich in die Kalkulation einpreisen. Auch öffnen einige Objekte/Eigentümer für das breite Publikum für Gruppenbegehungen mit dem Führer oder für Veranstaltungen sowie Hochzeiten.Ich miete diese Location für die entsprechenden Stunden NUR für unsere Gruppe, sodass Ihr euch frei in den Räumlichkeiten bewegen könnt und eure Fotos machen könnt, für Fragen zur Geschichte stehe ich euch jederzeit im Hintergrund zur Verfügung.