Fjorde, Stockfisch und Polarlichter – Ein Reisebericht

Warum ich mich für Urbexplorer Reisen entschieden habe

Schon lange schlummerte in mir der Traum einmal in den hohen Norden zu fahren und die Polarlichter zu fotografieren. Nachdem ich mich nach einer solchen Fotoreise umgesehen habe, bin ich recht schnell auf die Angebote von Urbexplorer gestoßen. Nach intensivem durchstöbern des Reiseablaufes war mir schnell klar, dass diese Lofoten Fotoreise perfekt für mich ist. Gefallen hat mir, dass der Flug für einen direkt gebucht wird und im Preis inclusive ist. Direkt nachdem ich die Reise gebucht habe erreichten mich bereits die notwendigen E-Mails zur Bestätigung und den anfallenden Reisevertrag. Den Reisevertrag kann man ganz einfach und bequem per E-Mail an den Veranstalter senden.

Rund zwei Monate vor der großen Reise habe ich meine Flugdaten, ebenfalls per E-Mail zugesandt bekommen. Sämtliche Hilfestellungen bezüglich der Fotoausrüstung, des Gepäcks, des Ablaufs und noch vielem mehr erhält man über einen Zugang zur Homepage, welche direkt für die Teilnehmer eingerichtet wurde. Wenige Wochen vor der Abreise erreichte mich noch eine Mail, bei der man noch die letzten Tipps für die Polarlichtfotografie erhält. Eine vierseitige Checkliste zeigt dir auf, was du für die Polarlichtfotografie benötigst, wie du deine Kamera einstellen musst und wie man das Polarlicht überhaupt erkennen kann. Mir persönlich hat das beim Packen meiner Kleidung und meiner Kameraausrüstung sehr geholfen.

Copyright: Julia Schellig

Die Spannung steigt – Abreise in den hohen Norden

Nun nach langen Wochen und Tagen der Vorfreude ging es am 06.03.2020 endlich los. Mit Norwegian Airlines startete mein Abenteuer vom Münchener Flughafen. Bereits auf dem Flug lernt man die ersten Mitteilnehmer kennen und kann sich so die Wartezeit im Flugzeug und auf dem Zwischenstopp wunderbar vertreiben. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Oslo und nach insgesamt etwa 4 Stunden Flug bin ich am Flughafen Harstad/Narvik gegen 20 Uhr angekommen. Nachdem wir unser Gepäck am Gepäckband abgeholt haben entdeckten wir auch sofort unseren Reiseleiter Marek, der voller Vorfreude auf uns am Ausgang gewartet hat. Schnell noch das Gepäck der 8 Teilnehmer in den Van gepackt, dann machten wir uns auch schon auf die knapp zweistündige Fahrt zu unserer Unterkunft in der Nähe von Solvaer. Für das anstehende Frühstück am darauffolgenden Morgen hat Marek bereits ausreichend gesorgt. Als wir in unserer Unterkunft angekommen sind teilten sich die Zimmer recht schnell auf die jeweiligen Teilnehmer auf. Der letzte Programmpunkt am Anreisetag bestand lediglich noch darin, kurz den morgigen Tag zu besprechen.

Copyright: Julia Schellig

Ein Hauch von Ferienlagerstimmung

Für das Frühstück und das Abendessen waren jeweils die Teilnehmer selbst verantwortlich. Unsere Reisegruppe war sehr harmonisch und jeder war bereit dem anderen unter die Arme zu greifen wo es nur ging. Jeder der Teilnehmer versuchte sich in die Essenvorbereitungen einzubringen. Beim gemeinsamen Kochen am Abend hatten wir alle viel Spaß miteinander. Nach dem Abendessen saßen wir meistens noch länger gemeinsam am Tisch und plauderten oder durchstöberten die ersten Fotos auf den Laptops.

Copyright: Julia Schellig

Wechselnde Wetterbedingungen – eine Herausforderung

Der Tagesablauf gestaltete sich in den 8 Tagen eigentlich immer ähnlich. Früh morgens trafen wir uns zum Frühstück. Marek checkte immer am Abend zuvor, ob der nächste Morgen einen schönen Sonnenaufgang hergeben könnte. Dementsprechend sind wir am einen Morgen mal um 5 Uhr aus dem Haus, um den Sonnenaufgang vor die Linse zu bekommen. Das Frühstück hat sich an einem solchen Tag dann einfach nach hinten verschoben, sodass wir nach dem Fotografieren erst einmal wieder zurück in unsere Hütte gegangen sind, um das Frühstück nachzuholen. An den anderen Tagen fand das Frühstück meist zwischen 7 und 9 Uhr statt. Nach dem reichhaltigen Frühstück starteten wir dann mit unserem 9-Sitzer zu den an diesem Tag geplanten Spots. Die teils langen Autofahrten waren alles andere als langweilig, denn Marek sorgte mit seiner stetigen guten Laune für die nötige Unterhaltung. An den jeweiligen Fotospots stand Marek immer mit den richtigen Tipps zur Seite. Wer Hilfe benötigt hat, hat diese selbstverständlich auch bekommen. Weil Marek sich immer über das Wetter auf dem Laufenden gehalten hat, waren wir eigentlich fast immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, was uns Fotografen natürlich sehr in die Karten gespielt hat.

Zur Mittagszeit sind wir meistens in ein kleines Café gegangen, um uns aufzuwärmen und zu stärken. Bei den jeweiligen Rückfahrten am Abend hielten wir meist Ausschau nach Polarlichtern, doch leider vergebens. Wir hatten das Glück, dass wir bei Tag fast immer gutes Wetter hatten. Am Abend zogen dann jedoch die Wolken über die Lofoten, was uns so ziemlich an allen Abenden einen Strich durch unsere Nordlicht-Bilder gemacht hat. Bei den Teilnehmern stellte sich langsam die Skepsis ein, ob das mit den Fotos der Nordlichter denn noch was werden würde. Marek betonte immer wieder, dass sich das Wetter hier schnell ändern könne und seine Teilnehmer bisher so gut wie immer die schönen Lichter sehen und fotografieren konnten – und er sollte Recht behalten!

Copyright: Julia Schellig

Erfolgreiche Polarlichterjagd am letzten Abend

Am letzten Abend unserer ereignisreichen Lofoten-Reise saßen wir wie jeden Abend gemeinsam beim Abendessen. Die zahlreichen Apps, die wir Teilnehmer und Marek auf dem Handy installiert hatten schlugen direkt nach dem Essen Alarm. Die Polarlichter sollten in der nächsten halben Stunde direkt vor unserer Hütte zu sehen sein. Und tatsächlich zeigte sich die Lady Aurora an diesem Abend, und das auch noch in voller Pracht. Wir alle standen vor unserer Hütte auf einem Steg und beobachteten das Spektakel am Himmel. Die Kameras glühten und alle hatten am Ende der Reise noch ihren Traum der Polarlichter erfüllt.

Copyright: Julia Schellig

Unser Guide vor Ort – Professionell und Sympathisch

Marek ist ein sehr sympathischer und herzensoffener Mensch. In der Gruppe und mit Marek entwickelten sich in dieser einen Woche wirklich tolle Freundschaften. Marek brachte uns jeden Tag sicher zu den jeweiligen Spots und wieder zurück. Er war stets Hilfsbereit und immer wieder für einen Spaß zu haben. Auch bei unvorhersehbaren Vorkommnissen behielt Marek immer wieder Ruhe und wusste was zu tun ist. Ich selbst hatte auf dieser Lofoten-Reise einen Unfall an einem Strand. Ich hatte mir nach einem Sturz auf einen Stein die Kniescheibe gebrochen und wäre ohne Mareks Hilfe wohl aufgeschmissen gewesen. Schnell fand Marek andere Spots in der Umgebung des Krankenhauses, bei dem die anderen Teilnehmer während meines Krankenhausaufenthaltes weiter fotografieren konnten.

Die Polarlichter Fotoreise verging wie im Flug

Die Woche auf den Lofoten verging am Ende wie im Flug. Wir alle haben uns auf der Reise sehr wohl gefühlt und sind dankbar für die tollen Erfahrungen und die vielen Bilder, welche wir in Norwegen machen konnten. Unser Flug am letzten Tag ging ganz früh am Morgen. Gegen 3 Uhr brachen wir bereits Richtung Flughafen auf. Die Müdigkeit, die wir alle nach acht anstrengenden Tagen in den Knochen hatten, war allen deutlich anzumerken. Doch auch auf der sehr frühen zweistündigen Fahrt zurück zum Flughafen ließ uns Marek an seiner Lebensfreude teilhaben. Am Flughafen angekommen viel uns allen der Abschied wirklich schwer. Wir alle sind dankbar einen so tollen Menschen wie Marek kennengelernt zu haben. Mit vollen Speicherkarten, tollen Impressionen und vielen neuen Freunden ging es dann wieder nach Hause. Ich bin sehr froh, dass ich mich für genau diese Reise entschieden habe und kann allen, die mit einer kleinen Gruppe gleichgesinnter ein tolles Abenteuer erleben möchten nur empfehlen.

Copyright: Julia Schellig