Expedition zum Aralsee

Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Mit unserer Bajkonur & Aral See Fotoexpedition begebt Ihr euch auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Mit uns entdeckst Du Reiseziele die Abseits der touristischen Pfaden liegen. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime LĂ€nder und Orte die uns ĂŒberraschen. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Wir brechen auf zu einer Expedition nach Kasachstan und erkunden gemeinsam einen ehemaligen TruppenĂŒbungsplatz der sowjetischen Armee, die verrosteten Schiffe und die aufgegebenen Fischerdörfer am Aral-See und als Highlight erkunden wir gemeinsam an zwei Tagen den Weltraumbahnhof Bajkonur und dĂŒrfen sogar einen Raketenstart miterleben. Aber auch atemberaubende Landschaften, Seen und Schluchten warten darauf fotografisch festgehalten zu werden. Auch diese Fotoexpedition findet im bewĂ€hrten Urbexplorer Style statt, locker und entspannt mit einer kleinen Gruppe von Entdeckern. Mach Dir selbst ein Bild!

Der Wasserspiegel des Aralsees war schon immer großen Schwankungen ausgesetzt. Ein wichtiger Grund dieser Schwankungen liegt darin, dass die beiden ZuflĂŒsse ĂŒber flaches Schwemmland flossen, so dass bereits geringe VerĂ€nderungen des Flussbettes große Wassermassen umlenken konnten. Große Teile des Aralsees waren sehr flach, folglich reduzierte auch ein verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringer RĂŒckgang des Wasservolumens schnell seine OberflĂ€che. Auch bewirkten die heißen Sommer eine große Verdunstung des OberflĂ€chenwassers. Daher fĂŒhrte ein Ausbleiben der ZuflĂŒsse sehr rasch zu einem starken RĂŒckgang der Wassermenge.

Das Zarenreich entdeckte schon sehr frĂŒh diese Gegend als Rohstoffquelle, man erkannte das Potenzial im Baumwollanbau und nutzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts schon große FlĂ€chen dafĂŒr. Der Fischfang im Aralsee hatte bislang kaum eine ĂŒberregionale Rolle gespielt. Er wurde seit den zwanziger Jahren ausgeweitet. Ende der zwanziger Jahre wurden noch etwa 5.000 Tonnen Fisch im Jahr gefangen, diese Zahl stieg bis in die 50er Jahre auf 44.000 Tonnen. Der Fischfang ernĂ€hrte etwa 60.000 Fischer mit ihren Familien.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen TruppenĂŒbungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Fotoreise nach Balkonur & Aral See

Der Reisanbau wurde nach 1960 vorangetrieben: die AnbauflĂ€che stieg von 46.000 auf ĂŒber 300.000 Hektar. Um diese FlĂ€chen bewĂ€ssern zu können, wurden Tausende Kilometer KanĂ€le in den Sand gegraben. Der grĂ¶ĂŸte ist der Karakumkanal (heute Turkmenbaschi-Kanal). Mit seinem Bau wurde 1950 begonnen. Er zweigt bei Kerki aus dem Amu-Darja, durchzieht Turkmenistan in Richtung Westen auf einer LĂ€nge von ca. 1.500 km und bewĂ€ssert vor allem das Land am Fuße des Kopet-Dagh-Gebirges. Der Kanal allein verursacht etwa 40 % des Wasserverlustes des Aralsees. Insgesamt verdunsten etwa 40 – 60 % der den ZuflĂŒssen entnommenen Wassermenge aus diesen KanĂ€len oder versickern im Sand.

Die Austrocknung des Sees hat gravierende Folgen. Durch die anhaltende Verdunstung entsteht ĂŒber dem See eine Dunstglocke. Das wetterabhĂ€ngige Verschwinden dieser Dunstglocke bewirkt eine VerschĂ€rfung des kontinentalen Klimas. Daraus resultiert das die Sommer heißer werden und die Winter kĂ€lter. Vom ausgetrockneten Seeboden werden jedes Jahr bis zu 100 Mio. t salzhaltiger Staub aufgewirbelt und durch StaubstĂŒrme in der Region verteilt. Der Staub enthĂ€lt auch die RĂŒckstĂ€nde von Pestiziden und Herbiziden aus den bewĂ€sserten Gebieten. 1992 musste der Fischfang im Aralsee eingestellt werden. In den Deltagebieten und an den UnterlĂ€ufen der FlĂŒsse gingen etwa 550.000 ha NutzflĂ€che verloren, vor allem Felder, Schilfwiesen, SchilfwĂ€lder. Das grĂ¶ĂŸte Problem der gesamten Region ist die Versalzung. Die meisten Böden der Region haben einen natĂŒrlich hohen Salzgehalt in den tieferen Bodenschichten. Die intensive BewĂ€sserung fĂŒhrt dazu, dass dieses Salz an die OberflĂ€che gelangt. Die Folge ist die Versalzung großer FlĂ€chen.

Diverse nationale und internationale Projekte versuchen derzeit, die Probleme der Aralseeregion in den Griff zu bekommen. Der nördliche Teil des Aralsees scheint sich zu stabilisieren. Nachdem im Jahre 1997 von der kasachischen Regierung ein erster Deich zwischen den beiden Seen aufgeschĂŒttet wurde, um ein Eindringen des Salzwassers in den nördlichen Teil zu verhindern, stieg der Wasserspiegel wieder an. Gleichzeitig sank der Salzgehalt des nördlichen Sees. Da der ursprĂŒngliche Damm jedoch bauliche MĂ€ngel hatte, konnte er dem Wasserdruck nicht standhalten und brach nach relativ kurzer Zeit wieder ein. Im Jahre 2003 griff man die Idee mit dem Bau eines weiteren Damms jedoch wieder auf, der im Jahr 2005 fertiggestellt wurde. Satellitenaufnahmen aus den Jahren 2005 und 2007 belegen eine deutliche Erholung des nördlichen Aralsees. Nach aktuellen Presseberichten (2012) liegt das Volumen des nördlichen Aralsees mittlerweile bei 27 kmÂł. So stieg auch der Fischereiertrag von 52 t in 2004 auf 2.000 t SĂŒĂŸwasserfische in 2007 an. Gleichzeitig wird versucht, das BewĂ€sserungssystem des Syr-Darja effektiver zu gestalten, um wieder einen grĂ¶ĂŸeren Zufluss sicherzustellen.
Der sĂŒdliche Teil des Aralsees jedoch scheint dem Untergang geweiht. Die BewĂ€sserungsflĂ€chen des Amu-Darja lassen so gut wie kein Wasser mehr zum See vordringen, dieser ist durch die Belastung von ca. 50 Gramm Salz pro Liter Wasser und diversen Chemikalien biologisch tot. Seine WasserflĂ€che nimmt derzeit immer noch ab.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen TruppenĂŒbungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Foto & Expeditionsreise nach Bajkonur und dem Aralsee

WeiterfĂŒhrende Infos zu diesem Thema findet Ihr unter diesem Link

Quelle: Geographie Infothek/Klett Verlag 2003, Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock


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