Eine Städtereise nach Kiew – Das solltest du wissen

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Wie gefährlich ist eine Reise in die Ukraine?

Auch wenn wir immer wieder neue Meldungen von den Kämpfen in der Ostukraine hören und das Land die Halbinsel Krim an Russland verloren hat, ist es in der Mitte und in den westlichen Landesteilen ruhig. Hier gehen die Menschen ihrem alltäglichen Lebensrythmus nach. Auch ist es mittlerweile knapp 5 Jahre her, das die Aufstände auf dem Majdan ihren Höhepunkt fanden. Deshalb lohnt es sich wieder ein Auge auf die touristischen Attraktionen der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu werfen. Kiew ist sehr vielseitig und hat jede Menge zu bieten. Was es bei einem Urlaub an den Ufern des Dnipro zu beachten gibt und welche wunderbaren Sehenswürdigkeiten du besuchen kannst, verraten wir dir hier.

Wie gefährlich ist eine Reise in die Ukraine?
Städtereise nach Kiew in die Ukraine

Anreise bequem per Direktflug nach Kiew-Borispol

Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes liest man: Die Sicherheitslage in der Ukraine bleibt teilweise angespannt, doch die westlichen Städte und Kiew bleiben davon weitgehend unberührt. Der Südosten des Landes und die Krim bieten sich hingegen aktuell nicht für Urlaubsreisen an, die entsprechenden Gebiete sind durch ukrainische Checkpoints gesichert und eine direkte Einreise als Tourist ohne eine spezielle Genehmigung unmöglich. Um nach Kiew zu kommen, bietet sich ein Direktflug zum internationalen Flughafen Kiew-Borispol an, hier landen die meisten Airlines. Der aufstrebende Flughafen ist mittlerweile gut erschlossen, mit dem “Airport Express” Zug, der den Flughafen mit dem Hauptbahnhof von Kiew verbindet erreichst du die Innenstadt von Kiew innerhalb von etwa 30 Minuten. Als gültiges Einreisedokument in die Ukraine gilt für deutsche Staatsbürger der Reisepass, ein Personalausweis allein reicht nicht aus.

Knapp 4 Millionen Menschen leben mittlerweile in Kiew, denn viele Binnenflüchtlinge aus den östlichen Gebieten der Ukraine haben sich in der Hauptstadt niedergelassen. Die meisten Einwohner von Kiew leben in den Vorstädten und Randbezirken. Die Vorstädte bestehen noch immer aus den typischen Plattenbauten der Sowjet-Zeit. Diese wurden vorwiegend in der Chruschchow Zeit gebaut und symbolisieren somit die bewegte Geschichte der Hauptstadt und des Landes, die sich seit der Unabhängigkeit unaufhaltsam in Richtung Westeuropa bewegt und die alte Zeit abstreifen möchte. Laut einer weit verbreiteten Legende liegt die Gründungszeit Kiews im frühen 6. Jahrhundert, in jenen Tagen siedelten sich die ersten Menschen auf drei verschiedenen Anhöhen an.

Wochenendtrip in der Ukraine
Städtereisen nach Kiew in die Ukraine

Der prachtvolle Kreschatik Boulevard

Die Einkaufsmeile Kreschatik gehört sicher zu denjenigen Sehenswürdigkeiten, die das moderne ukrainische Leben am besten widerspiegeln. Hier, zwischen dem Boulevard Schewtschenko und dem europäischen Platz, wird entspannt in einem tollen Ambiente flaniert. Zwar zieht sich an den zahlreichen verlockenden Geschäften eine sechsspurige Hauptverkehrsstraße entlang, doch die Bürgersteige fallen derartig breit aus, dass dieser Umstand kaum ins Gewicht fällt. An einigen Feiertagen und zum Wochenende sperrt die Stadtverwaltung die Straße und kreiert auf diese Weise eine 1,2 km lange und bis zu 100 m breite Fußgängerzone.

Ringsherum säumen zahlreiche repräsentative Bauten den Boulevard, wie beispielsweise das Stadtparlament und das Hauptpostamt. Es finden sich zahlreiche Bauwerke im Stil des sozialistischen Klassizismus, auch »Zuckerbäckerstil« genannt. Die Architektur mit ihren vielfältigen Dekorationen, Säulen und Türmchen wirkt ein wenig kitschig, doch auf ihre ganz eigene Weise auch beeindruckend. Wer schon mal in Berlin war, wird sicher einige stilistische Besonderheiten wiedererkennen, die in den 1950-ger Jahren entstanden sind wie z.b. an der Karl Marx Allee oder Straußberger Platz. Auch ein besonderer Vertreter des Klassizismus ist der Kulturpalast in Warschau, der ein Geschenk von Josef Stalin an das polnische Volk war.

Spannende Reise nach Kiew in die Ukraine

Kiew als beeindruckende Stadt der Brücken

Mitten durch die Stadt strömt einer der längsten Flüsse des Kontinents, der mehr als 2.000 km lange Dnepr, dieser zerschneidet Kiew in zwei Hälften. Dementsprechend präsentiert sich Kiew auch als eine Stadt der Brücken, die sich vor allem durch ihre vielgestaltigen Designs auszeichnen. Über die 427 Meter lange Fußgängerbrücke gelangt der neugierige Tourist beispielsweise auf die Insel Trukhanow und dies, nachdem er eine herrliche Aussicht in alle Richtungen genießen durfte. Die 1.521 Meter lange Paton Brücke ruht indes auf gewaltigen dorischen Säulen, die dem Bauwerk einen markanten Touch verleihen.

Auf der 1.200 Meter messenden Yujnij Brücke verlaufen gleich sechs Linien der Metro, ihre Pfeiler wirken wie imposante Türme, die ihr eine Höhe von 110 Metern verleihen. Wer mag, schließt sich vor Ort einer speziellen Brückentour an und erkundet noch mehr dieser fantastischen Wahrzeichen als Zeugnisse vergangener Jahrhunderte und moderner architektonischer Wahrzeichen.

Fröhlichkeit und Lebenslust für eine ganze Nacht

Natürlich gehört auch der bereits genannte Kreschatik Boulevard mit dem angrenzenden Majdan Nezaleznosti zu den beliebtesten Treffpunkten der Nachtschwärmer, im Sommer verlagert sich die Party sogar oftmals unter den freien Himmel. Die Arena City gilt als echter Geheimtipp für alle, die eine actionreiche Nacht in Kiew erleben möchten: Der historische Gebäudekomplex beinhaltet gleich mehrere Diskotheken, Restaurants, Shoppingcenter, eine Sportsbar, eine Brauerei und ein weiteres Casino. Genug Optionen also, um ein ganzes Wochenende in Kiew zu verbringen.

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Ab ins Grüne – das Freilichtmuseum Pirogowo

Mit seiner beachtlich großen 150 Hektar zählenden Austellungsfläche ist Pirogowo eines der weltweit größten und umfangreichsten Museen dieser Art. Hier unter freiem Himmel können die Besucher eine Zeitreise in die Vergangenheit und durch die einzelnen Regionen der Ukraine erleben. Überall auf dem riesigen Gelände sind hölzerne Windmühlen zu bewundern, das Symbol für Fruchtbarkeit der Ukraine. Die ursprünglichen Blockhütten aus Holz, die sogenannten „Chatas“ sind alle original erhalten. Sie wurden aus verschiedensten Regionen der Ukraine hier zusammengetragen. Das Innenleben besteht aus der damaligen Einrichtung und zeigt den Alltag der Bauern und Landbevölkerung. Umrahmt berden die Häuser und Windmühlen von liebevoll hergerichteten Gärten und Feldern.

Bei traditioneller Musik kannst du hier den leckeren Bortsch oder original Schaschlick am Spieß probieren. Die Sängerinnen und Musiker tragen eine wunderschön bestickte ukrainische Tracht. Für den Besuch in Pirogowo solltest du auf jeden Fall einen ganzen Tag einplanen.

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