Die Wehrkirche in Dobring

Die Kirchenburgen in SiebenbĂŒrgen

Auf unserer vergangenen Fotoexpedition nach SiebenbĂŒrgen entdeckten wir diese wunderschöne Kirche mit einem angrenzendem Friedhof. Dobring, rumĂ€nisch DobĂąrca, ungarisch Doborka, siebenbĂŒrgisch-sĂ€chsisch Dobrengk, liegt im Kreis Hermannstadt (Sibiu) in SiebenbĂŒrgen, RumĂ€nien. Die erste urkundliche ErwĂ€hnung des Ortes erfolgte 1309. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Kirche errichtet. 1481 erfolgte der Umbau von einer romanischen Basilika zu einer gotischen Saalkirche. Im selben Jahrhundert wurde der Glockenturm ausgebaut und die Mauer erhöht sowie ein Wehrgang mit FachwerkbrĂŒstung errichtet. 1599 wurde die Kirche durch den Feldherren Michael des Tapferen komplett niedergebrannt anschließend wieder aufgebaut. Die letzten Umbauten erfolgten 1741, 1867 bis 1872. Im Jahr 1903 wurde ein neuer Altar aufgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kirche nicht mehr genutzt und fiel in letzter Zeit zunehmend PlĂŒnderungen und den Vandalismus zum Opfer.

Projekt zur Restaurierung der Wehrkirche in Dobring

An der Kirche in Dobring kam es zu einem Teileinsturz: Das Chordach und das darunter liegende hölzerne Wehrgeschoss sind vollstĂ€ndig zusammengebrochen und haben dabei auch das Dach der Sakristei zerstört. Die Ursachen dieses UnglĂŒcks sind unter anderem auf den seit vielen Jahren allgemein kritischen Zustand der gesamten Anlage sowie auf  den fortgesetzten Abbau und Diebstahl von tragenden Balken des Wehrgeschosses und des Dachstuhls zurĂŒckzufĂŒhren.

Am 16. Oktober kam es auf Initiative der Stiftung Kirchenburgen zu einem Ortstermin mit Vertretern der Landeskirche, der Kommunalverwaltung Reußmarkt und der Kreisdirektion fĂŒr Denkmalschutz. Gemeinsam wurde das weitere Vorgehen beraten und entschieden, den Chor der Kirche kurzfristig mit einem Notdach zu sichern sowie das Sakristeidach wiederherzustellen. Die Stiftung Kirchenburgen wird gemeinsam mit dem Landeskonsistorium die dafĂŒr erforderlichen Planungsunterlagen erarbeiten. Eine Notfallgenehmigung ist bereits beim zustĂ€ndigen Denkmalamt beantragt. FĂŒr die Umsetzung der Arbeiten sind nach vorsichtigen SchĂ€tzungen etwa 5.000 EUR erforderlich. Daher wird dringend um Spenden gebeten.

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Die Notreparatur kann aber nur ein Anfang sein. Die aktivere Mitwirkung der zustĂ€ndigen Kommune Reußmarkt an den BemĂŒhungen zum Erhalt der Anlage und vor allem zum Schutz vor Einbruch wird zukĂŒnftig von entscheidender Bedeutung sein. Immer wieder wurde  in den letzten Jahren auf die schwierige Situation der Kirchenburg hingewiesen. Die ehemalige Leitstelle Kirchenburgen fĂŒhrte zudem im FrĂŒhjahr 2010 einige Notreparaturen durch, mit denen der Verfall der Anlage vorĂŒbergehend gestoppt werden konnte. Eine Herausforderung blieb aber bis heute die Einbindung lokaler Vertreter, um gemeinsam gegen die fortgesetzte Zerstörung an der Anlage sowie gegen den Diebstahl von Baumaterial vorzugehen. Quelle: Kirchenburgen.org

Die Stiftung Kirchenburgen kann aus ihrem Notfonds eine erste Soforthilfe zur VerfĂŒgung stellen, die aber bei weitem nicht reicht. Es wird daher dringend um Spenden zur Rettung der Kirchenburg Dobring gebeten, die auf folgende Konten in RumĂ€nien und Deutschland mit dem Verwendungszweck Dobring eingezahlt werden können:

Konto des Fördervereins der Stiftung Kirchenburgen

Kontoinhaber: Förderverein Kirchenburgen e.V.
IBAN: DE 37 3506 0190 1566 3690 16
BIC: GENO DED1 DKD

Vielen Dank fĂŒr eure Mithilfe!


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