Die verlassene Papierfabrik

Auf einer meiner Fototouren zu Lost Places und geheimen Orten entdeckte ich diese tief im Wald versteckte Papierfabrik. Jeden Lost Places Fotografen und Urban Explorer w√ľrde dieser Ort in seinen Bann ziehen. Diese wurde im Jahre 1856 ¬†als Tuchfabrik erbaut. Leider zerst√∂rte im Jahre 1880 ein Feuer die Fabrik, diese ging somit in Konkurs. Im Jahr¬†1897 wurde die Fabrik wieder aufgebaut und diente nun als Papierfabrik. Hier wurden Fahrkartenkartons und Papier f√ľr Tapeten produziert.¬†1927 √ľbernahm ein badische Unternehmen die Fabrik und produzierte fortan erfolgreich Zements√§cke. Profitiert wurde hier vom r√ľstungsbedingten Bauboom der 1930er Jahre und dem Marshallplan und Wirtschaftswunder¬†nach Ende des Krieges.

Die Papierfarbrik verf√ľgte √ľber zwei Dampfmaschinen und produzierte Elektrizit√§t. Dadurch konnte die Fabrik die umliegenden Ortschaften mit Strom versorgen.¬†Zu Beginn der 50er Jahren arbeiteten etwa 200 Angestellte in der Papierfabrik. ¬†Am H√∂hepunkt der Auslastung¬†waren es zeitweise sogar bis zu 900 Angestellte in der Fabrik. Das Werk produzierte haupts√§chlich veredelte Papiere, wie Bitumen-, Krepp-, Metallfolienpapiere, Glaspapier, Papier mit Textilfasern, kaschierte Spezialpapiere, Kohlens√§cke sowie Isolations und Polster-Versandtaschen. Einige der Maschinen lieferten 1200m Papier pro Stunde. Gegen Ende der 60er Jahre √ľbernahm eine schwedische Firma¬†die Papiersackfertigung. Die Mutterfirma¬†gelangte dadurch in den Besitz des Know-Hows und des ¬†Patentes.

Da die Papierfertigung sich mit ihrer im Verh√§ltnis, zu den anderen Standorten des Unternehmens, relativ geringen Produktionsmenge nicht mehr rentierte, wurde das Werk am 30.11.1970 endg√ľltig geschlossen und die letzten 135 Angestellten entlassen.¬†Das Hauptgeb√§ude jedoch ist nun mehr √ľber 40 Jahre mehr oder weniger ungenutzt und dem stetigen Verfall preisgegeben.


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