Die rostigen KrÀne im Hafen von Tschernobyl

Riesige Pelikane aus rostigem Stahl

Auf unseren Tschernobyl Reisen fahren wir auch zum ehemaligen Binnenhafen in der NĂ€he des Kraftwerks. Drei riesige Metallmonster, KrĂ€ne aus rostigem Stahl bewachen das Flussufer. Ein vierter neigt sich bedenklich zur Seite und versinkt langsam in das Wasser. Von weitem sehen sie aus wie riesige Pelikane, erst wenn man direkt vor ihnen steht, sieht man deren gigantische GrĂ¶ĂŸe. Wie bei vielen Dingen in der Sperrzone von Tschernobyl die wir auf unserer Reise begegnen, ist es oft nicht der erste Eindruck der uns nachdenklich stimmt, sondern die weitere Erforschung und Erkundung der einzelnen Objekte und die Zeugnisse aus frĂŒherer Zeit.

Wenn man auf einen der KrĂ€ne hinaufklettert, bekommt man einen wunderschönen Panoramaausblick hinĂŒber nach Pripjat und zum Kraftwerk. Nachdem ich meinen Kran ausgewĂ€hlt habe, wo ich hochklettern möchte und mich fest mit meinen HĂ€nden am GelĂ€nder festhalte, gehe ich die ersten Stufen hinauf. GlĂŒcklicherweise sind das eher Treppen aus Metall und keine Leitern mit Sprossen wie ich es von der Duga Radarstation kenne.

Eine waghalsige Kletteraktion fĂŒr einen Ausblick

Je mehr meiner Mitreisenden hinterherkommen und hinter mir hinaufklettern, dauert es nicht lange, bis sich ein beunruhigendes Wackeln und eine Neigung in Richtung Fluss einstellt. ZufĂ€llig erkenne ich, als ich mir den massiven Metallrahmen genauer ansehe, dass nur ein einziger Bolzen, obwohl geschweißt, die Stufen trĂ€gt. Beim Betreten des Maschinenraums, der von der gigantischen Wickeltrommel dominiert wird, erscheint auf den ersten Blick alles in einem guten Zustand, obwohl die Metalldiebe hier auch schon aktiv waren. In der Fahrerkabine haben die PlĂŒnderer ganze Arbeit geleistet, alle Bedienelemente wurden entfernt und sind mittlerweile von Efeu ĂŒberwuchert.

Ein Blick zum Kraftwerk und Geisterstadt Pripjat

Ich bin kein Mensch der Höhen liebt deshalb bin ich kein leidenschaftlicher Kletterer. Wenn ich mich aber fest auf meinen Weg konzentriere und wenig hinunterschaue, kann ich spielend die Leitern darĂŒber erklimmen. Etwas beklemmend wird es, als der SicherheitskĂ€fig, der die Leiter abdeckt, plötzlich endet und sich die Leiter ĂŒber mir bedenklich biegt, wĂ€hrend ich weiter klettere. „Watch Your step, be carefull“, ruft jemand von unten. Wenn ich den beschwerlichen Aufstieg und das Ende der Leiter erreicht habe, sehe ich das sie nicht mehr festgeschraubt was, was das Schwanken erklĂ€rt. Endlich auf der schiefen Plattform angekommen, genieße ich fĂŒr einen Augenblick die Aussicht. Das Kraftwerk und der Reaktor 4 auf der einen Seite und ĂŒber dem Fluss, erstreckt sich Pripjat und eine wunderschöne Waldlandschaft in der Ferne.

Mit uns zu einer 100 % sicheren Tschernobyl Reise

Die Sperrzone bietet atemberaubende Motive fĂŒr einzigartige Bilder. Eine unserer vergangenen Touren fĂŒhrte uns zu den letzten Bewohnern in der Sperrzone. Viele der dort geschossenen Fotos könnt ihr in dem Beitrag Die Einsiedler von Tschernobyl sehen.

Wenn es euch jetzt in den Fingern juckt, selbst eine einzigartige Tour in das Innere der Sperrzone von Tschernobyl zu unternehmen, findet ihr auf unserer Webseite Tschernobyl Reisen alle Infos, die ihr braucht. Die besten Motive abseits der Touristenströme bietet dir eine private Tour mit deinen Freunden ganz nach euren Vorstellungen. Sprecht uns bei Fragen direkt unter Kontakt an, wir helfen euch gerne weiter.

Im Hafen von Tschernobyl

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