‚Äú–ú–°–ß-126‚ÄĚ – Das d√ľstere Krankenhaus in Prypjat

Seit 2014 organisieren wir erfolgreich als deutsches Reiseunternehmen spannende Abenteuertouren in die Sperrzone von Tschernobyl. Auf unserem Tagesausflug in die Geisterstadt Prypjat durchstreifen wir auf unserem Weg zum Krankenhaus den ersten Mikrodistrikt der damals noch jungen Stadt. Dies ist gleichzeitig auch der √§lteste der 5 Stadtbezirke von Prypjat. Bei unseren Reisen nach Tschernobyl darf nat√ľrlich ein Tagesausflug in die Geisterstadt Prypjat nicht fehlen. Neben den von weitem sichtbaren Riesenrad, oder den verrosteten Wagen des Autoscooters und dem Kulturhaus “Energetyk” gibt es einen besonders schaurigen Ort.

Der riesige Krankenhauskomplex des ‚Äú–ú–°–ß-126‚ÄĚ in der verlassenen Stadt Pripjat ist ein sehr interessanter, aber auch schauriger Ort. Auf dem sehr weitlaufigen Areal gibt es neben diversen Geb√§uden auch eine Entbindungsstation, einen Bereich f√ľr Neurologie, ein Leichenschauhaus und mehr.

Der gruseligste Ort des Krankenhauses befindet sich au√üerdem in den Kellerr√§umen des Komplexes. Dort liegen immernoch die verstrahlte Kleidung und Ausr√ľstung der Feuerwehrleute des Nuklearungl√ľcks und die Strahlung¬† ubersteigt immer noch die die Norm von 0.30 Mikrosievert um ein Hunderttausendfaches. Aus Sicherheitsgr√ľnden wurden die Kellerr√§ume im Jahr 2015 mit Sand zugesch√ľttet.

Das Krankenhaus ‚Äú–ú–°–ß-126‚ÄĚ in Prypjat war die erste Anlaufstation f√ľr verletzte Feuerwehrleute und Helfer. Hier wurden die Verletzten und durch Strahlung gesch√§digten Feuerwehrleute eingeliefert. Damals wu√üte man dort nicht, wie man mit der Strahlenkrankheit umgehen sollte. Sie blieben f√ľr einen Tag und wurden dann nach Moskau gebracht. Nach der Evakuierung von Prypjat wurde auch das gro√üe Krankenhaus zu einem gigantischen Lost Place.

“Die Opfer litten unter Fieber, √úbelkeit, Erbrechen und Halluzinationen” – erinnerte sich der schichthabende Arzt des Krankenhaus 126 , Valentin Belokon, an die Nacht des Unfalls.

Auch heute noch findet der Urban Explorer viele gegenst√§nde aus der damaligen Zeit wie Medzinflaschen, Ampullen, Kittel, Untersuchungs- und OP-Besteck sowie eine gro√üe Anzahl an Schr√§nken mit vielf√§ltigem Inventar. Im R√∂ntgenzimmer steht sogar noch ein R√∂ntgen-Apparat. Nach der Evakuierung wurde zwar fast die gesamte Ausr√ľstung nach Slawutytsch gebracht, jedoch findet man auch heute noch viele interessante Dinge. Auch einige Operationss√§le sind bis heute erhalten. Sogar vereinzelte leere Blumenk√§sten finden sich noch in den verlassene Fluren.

Durch die Explosion des Atomkraftwerks wurde die gesamte Stadt radioaktiv verstrahlt und die Bewohner verlie√üen Pripjat. Auch das Krankenhaus blieb verlassen zur√ľck und ist heutzutage ein wirklich schauriger Ort. Der unsichtbare, aber st√§ndig sp√ľrbare Atem der Mitarbeiter der Station aus der Nacht vom 26. April 1986¬† ist in jedem Winkel sp√ľrbar.


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