Coronavirus – Die Auswirkungen auf die Reisebranche

Corona Krise in der Reisebranche

Reiseveranstalter am Rande der Existenz

Die Krise rund um das Coronavirus spitzt sich weiter zu. Die Grenzen sind nahezu überall dicht und sämtliche Reiseveranstalter versuchen die Stornierungen schnellst möglich zu bearbeiten und sich irgendwie über Wasser zu halten. Aber wie geht es eigentlich nach der Krise weiter? Wird sich für uns irgendetwas im Bezug auf das Reisen ändern?

Sicherlich kämpfen gerade sämtliche Branchen um ihre Existenz, doch die Reisebranche trifft es besonders hart. Sie ist darauf angewiesen, dass die Menschen sich von A nach B begeben. Voraussetzung Nummer 1 ist erst einmal, dass die unterschiedlichen Länder ihre Grenzen geöffnet haben. Die zweite Voraussetzung ist, dass sämtliche Fluggesellschaften ihren Betrieb aufrechterhalten. Aber auch das ist momentan nicht der Fall. Derzeit steht die komplette Reisebranche still. Von heute auf morgen ist eine Branche, bei der etwa 10% der Weltbevölkerung beschäftigt sind zum Erliegen gekommen. Das schlimme daran – keiner weiß, wie lange dieser Stillstand andauern wird.

Nach und nach werden wohl viele kleinere Reiseveranstalter insolvent gehen. Die Reisebranche wird sich drastisch verkleinern. Viele Menschen werden aufgrund der Krise ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn man bedenkt, dass rund 75 Millionen Menschen in der Reisebranche tätig sind. Es wird wohl einige Zeit brauchen, bis die Branche sich erholt hat, geschweige denn wieder auf dem Niveau ist, auf dem sie sich vor der Coronakrise befand.

Auf Fotosafari in der Bergarbeiterstadt Tschiatura

Reisen nach der Krise – Ein Ausblick

Viele gebuchte Urlaube wurden dieses Jahr storniert. Einige denken vielleicht, dass die Reisebuchungen nach der Krise drastisch ansteigen werden.

Doch wird es wirklich einen so drastischen Anstieg geben?

Sicher wird man sich hierbei nicht sein können. Da aufgrund der Krise viele Arbeitsplätze gestrichen werden und damit auch die Arbeitslosenanzahl erheblich steigen wird, werden die Leute weniger Geld zur Verfügung haben – und so wird Reisen zu einem Luxus, den sich viele nicht mehr leisten können. Neben den eigenen Reisebedürfnissen werden auch die Länder eine Rolle spielen. Werden sie ihre Grenzen direkt nach der Krise wieder komplett öffnen? Auch auf diese Frage findet man keine konkrete Antwort. Die Angst vor einer zweiten großen Coronawelle ist weltweit so groß, dass sich wohl einige Länder weiterhin abschotten werden. Das Reisen wird sich in den kommenden Jahren definitiv verändern. Vermutlich werden bereits an den Flughäfen schärfere Kontrollen durchgeführt, wie z.B. Temperaturmessungen oder härtere Einreisebedingungen.

Rastplatz in der Ukraine
Fotoexpedition Tschernobyl & Pripyat

Die Krise – eine Chance gegen den Massentourismus?

Vielleicht wird sich aufgrund der Krise der Massentourismus etwas beruhigen. Die Länder werden eventuell nur noch gewisse Menschenmassen über die Grenze lassen, in der Hoffnung, das Virus in Schach zu halten. So kommt es gegebenenfalls zu einem nachhaltigeren Tourismus und die jeweiligen Touristenorte sind nicht mehr ganz so überfüllt wie vor der Krise.

In welche Richtung sich das Ganze auch entwickeln mag, die Reisebranche wird sich definitiv verkleinern und merklich verändern.

Corona Krise in der Reisebranche

Wir begeben uns zurück in das Jahr 1985 um auf eine außergewöhnliche „Silvester“ Abenteuerreise nach Tschernobyl und Pripjat zu fahren.

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