Das Dorf Krasny

Bei unserer spannenden Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat entdeckten wir dieses verlassene Dorf an der weißrussischen Grenze. Unser Weg fĂŒhrte von Tschernobyl aus ĂŒber die BrĂŒcke des Pripyat Flusses auf die andere Uferseite. Es war zwar ein langer und beschwerlicher Weg, denn wir brauchten mit unserem Bus fĂŒr die 28 Kilometer etwa eine Stunde bis wir in dem Dorf ankamen. Die Natur hat sich mittlerweile nach knapp 30 Jahren viel zurĂŒckgeholt. Wo frĂŒher eine breite asphaltierte Straße in das Dorf fĂŒhrte ist es heute nur ein kleiner zu gewucherter Waldweg.

Wann das Dorf genau gegrĂŒndet wurde ist nicht bekannt, im Jahr 1864 lebten hier insgesamt 279 Menschen, im Jahr 1887 waren es dann schon 383 Einwohner wobei davon 101 orthodoxe Juden waren. Diese hatten eine eigene Kirchengemeinde mit einer wunderschönen und noch heute gĂ€nzlich erhaltenen orthodoxen Kirche. Im Jahr 1900 lebten im Dorf Krasny schon insgesamt 554 Einwohner. Der grĂ¶ĂŸte Teil von ihnen waren Bauern. Im Dorf gab es zu dieser Zeit 4 KornmĂŒhlen und auch zu dieser Zeit wurde in der NĂ€he der orthodoxen Kirche eine Schule errichtet.

Am Vorabend der Katastrophe von Tschernobyl lebten im Dorf insgesamt 325 Einwohner. Nach der Katastrophe wurden alle Bewohner evakuiert und die Menschen wurden ĂŒberwiegend in das Dorf Rudnitskoe und Ɓukaszi in der Region Baryszew im Oblast Kiew umgesiedelt.

Dieses Dorf mit der wunderschönen Kirche besuchen wir wieder bei unserer viertĂ€gigen  “Chernobyl Fallout Tour” im Mai und Oktober 2016.


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