Eine militÀrische Forschungsabteilung im kalten Krieg?

Vor der Katastrophe war die Jupiter-Fabrik eine Zweigstelle des Kiewer Unternehmens „Mayak“ und stellte elektrische Komponenten her, die damals hauptsĂ€chlich fĂŒr TonbandgerĂ€te verwendet wurden. Es halten sich immer noch GerĂŒchte ĂŒber eine militĂ€rische Forschungsabteilung und angesichts der Zeit des kalten Krieges und der strategisch gĂŒnstigen Lage ist es sehr wahrscheinlich, dass dies wahr ist. Nach der Katastrophe im Jahr 1986 befanden sich in der Fabrik Radiologielabors, in denen Dekontaminationsverfahren und DosimetriegerĂ€te getestet wurden. Die Laboratorien waren bis 1996 in Betrieb, dann wurde die Fabrik endgĂŒltig aufgegeben.

Eine unscheinbare Fabrik am Stadtrand von Pripjat

Die Fabrik befindet sich am westlichen Stadtrand von Pripyat, ist aber bequem in fußlĂ€ufig zu erreichen. Der BĂŒrokomplex ist der höchste GebĂ€udekomplex, den man beim Betreten des GelĂ€ndes als Erstes sieht. Unmittelbar dahinter befindet sich das große rechteckige FabrikgebĂ€ude, das von mehreren kleineren verwinkelten GebĂ€uden umgeben ist.

Beim Betreten des BĂŒrogebĂ€udes ging ich davon aus, dass ich ĂŒber einen langen Flur, von einem Ende des GebĂ€udes zum anderen gelangen kann. Vielleicht habe ich nur die TĂŒren nicht gefunden, aber auf jeden Fall scheinen die BĂŒros in den oberen Etagen in zwei voneinander getrennte Bereiche aufgeteilt zu sein. Ich irrte eine Weile umher, um einen Ausgang auf die andere Seite zu finden, bis ich endlich eine unscheinbare TĂŒr entdeckt habe.

Nach der Katastrophe von Tschernobyl begann das Ende der Fabrik

Verschiedene BĂŒrorĂ€ume wurden zu AufenthaltsrĂ€umen umgestaltet, in vielen standen zerfallene und windschiefe Sofas, StĂŒhle und Betten. An den Hinterseiten der TĂŒren hing immer noch Kleidung neben Regalen und SchrĂ€nken voller BĂŒcher. Eine WĂ€scheleine kreuzte ein Zimmer mit ein paar Socken darauf, Topfpflanzen, die schon lange nicht mehr gegossen wurden, mit ein paar vertrocknete BlĂ€ttern standen auf dem Fensterbrett.

In der riesigen Fabrikhalle, in der wohl frĂŒher viel LĂ€rm und geschĂ€ftiges Treiben herrschte, befinden sich PfĂŒtzen und rostige GerĂ€tschaften auf dem Boden. Die RĂ€ume, in denen einst gewaltige Maschinen standen, stehen leer. Die wertvollsten Maschinen wurden lĂ€ngst mitgenommen. Als ich auf der RĂŒckseite des GebĂ€udes nach draußen gehe, stĂŒrmt ein großer Vogel aus einem eingeschlagenen Fenster. Auf der RĂŒckseite der Fabrikhalle stehen mehrere Busse, darunter einer, der auf die Seite gestĂŒtzt ist und seiner “Innereien” entledigt wurde. Es ist eine gespenstische Szene, als ob hier ein letzter Kampf stattgefunden hĂ€tte.

Geheimnisvolle Chemikalien und undefinierbare Maschinen

In der Fabrikhalle finden sich viele Warnplakate, mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, die bei der Arbeit mit Strahlung zu beachten sind. Dies ist wohl ein deutliches Zeichen fĂŒr die frĂŒhere Art der produzierten GerĂ€te. Nicht so deutlich auf rostigen Regalen oder in der Ecke liegend, findet man immer noch eine Reihe von Flaschen, Dosen und MetallbehĂ€ltern mit undefinierbarem Inhalt. Manche könnten radioaktiv und gesundheitsschĂ€dlich sein. Deshalb gilt bei deinem Besuch in der Jupiter Fabrik: “Watch your step, be carefull”.

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Geheimnisvolle Fabrik Jupiter in Prypjat

 


Ein Kinderferienlager im Wald

Nachdem wir den Checkpoint zur 10 Kilometer Zone passiert haben und auf der Hauptstraße nach Tschernobyl unterwegs waren, hielt unser Fahrer ĂŒberraschend an und wir bogen ab in einen unscheinbaren Waldweg, der parallel zur Hauptstraße verlief. Nachdem wir einige Kilometer auf dem holprigen Weg unterwegs waren und unser Fahrzeug gegen die ĂŒberhĂ€ngenden Äste gestreift war, blieben wir plötzlich stehen. Uns war nicht sofort klar, warum, aber unser Guide wies uns an auszusteigen und nach links in Richtung Wald zu gehen. Wir liefen ein paar Hundert Meter auf einem Feldweg entlang, als plötzlich Reste von Asphalt zu sehen waren und sofort erschien auf der rechten Seite versteckt zwischen BĂ€umen das erste GebĂ€ude, allem Anschein nach war es eine Pförtnerhaus und ehemalige Kantine.

Bunt bemalte HolzhĂŒtten mit MĂ€rchenmotiven

Als wir weitergingen, sahen wir schon die erste bunt bemalte HolzhĂŒtte und dann wurden es immer mehr und jede hatte ein ganz spezielles Motiv an seinen WĂ€nden. In diesem Ferienlager haben die Kinder aus Pripjat ihre Sommerferien verbracht und im nahegelegenen See gebadet. Die farbenfrohen WandgemĂ€lde, die Figuren aus MĂ€rchen und Kindergeschichten darstellen, haben den Zahn der Zeit ĂŒberraschend gut ĂŒberstanden. Doch in das Holz dringt Feuchtigkeit ein, die Fensterscheiben sind eingeschlagen und nach so manchem Sturm liegen entwurzelte BĂ€ume auf manch einer HolzhĂŒtte.

Von weit her hört man Kinderlachen

Das von Wald umgebene Ferienlager hat eine ganz spezielle AtmosphĂ€re, der Wind rauscht durch die mĂ€chtigen NadelbĂ€ume und dazwischen bildet man sich ein von weit her Kinderlachen zu hören. Durch die Holzbauweise und die großzĂŒgige Anordnung mitten im Wald war dieses Ferienlager kein Fremdkörper, sondern integrierte sich perfekt in die Natur. Ich setzte mich auf eine Holzbank und dachte drĂŒber nach was die Kinder wohl heute machen, die mĂŒssten bestimmt 40 Jahre Alt sein und eigene Kinder haben die ihre Sommerferien in einem Kinderferienlager verbringen.

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Wie gefÀhrlich ist eine Reise in die Ukraine?

Auch wenn wir immer wieder neue Meldungen von den KĂ€mpfen in der Ostukraine hören und das Land die Halbinsel Krim an Russland verloren hat, ist es in der Mitte und in den westlichen Landesteilen ruhig. Hier gehen die Menschen ihrem alltĂ€glichen Lebensrythmus nach. Auch ist es mittlerweile knapp 5 Jahre her, das die AufstĂ€nde auf dem Majdan ihren Höhepunkt fanden. Deshalb lohnt es sich wieder ein Auge auf die touristischen Attraktionen der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu werfen. Kiew ist sehr vielseitig und hat jede Menge zu bieten. Was es bei einem Urlaub an den Ufern des Dnipro zu beachten gibt und welche wunderbaren SehenswĂŒrdigkeiten du besuchen kannst, verraten wir dir hier.

Wie gefÀhrlich ist eine Reise in die Ukraine?

StÀdtereise nach Kiew in die Ukraine

Anreise bequem per Direktflug nach Kiew-Borispol

Auf den Seiten des AuswĂ€rtigen Amtes liest man: Die Sicherheitslage in der Ukraine bleibt teilweise angespannt, doch die westlichen StĂ€dte und Kiew bleiben davon weitgehend unberĂŒhrt. Der SĂŒdosten des Landes und die Krim bieten sich hingegen aktuell nicht fĂŒr Urlaubsreisen an, die entsprechenden Gebiete sind durch ukrainische Checkpoints gesichert und eine direkte Einreise als Tourist ohne eine spezielle Genehmigung unmöglich. Um nach Kiew zu kommen, bietet sich ein Direktflug zum internationalen Flughafen Kiew-Borispol an, hier landen die meisten Airlines. Der aufstrebende Flughafen ist mittlerweile gut erschlossen, mit dem “Airport Express” Zug, der den Flughafen mit dem Hauptbahnhof von Kiew verbindet erreichst du die Innenstadt von Kiew innerhalb von etwa 30 Minuten. Als gĂŒltiges Einreisedokument in die Ukraine gilt fĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger der Reisepass, ein Personalausweis allein reicht nicht aus.

Knapp 4 Millionen Menschen leben mittlerweile in Kiew, denn viele BinnenflĂŒchtlinge aus den östlichen Gebieten der Ukraine haben sich in der Hauptstadt niedergelassen. Die meisten Einwohner von Kiew leben in den VorstĂ€dten und Randbezirken. Die VorstĂ€dte bestehen noch immer aus den typischen Plattenbauten der Sowjet-Zeit. Diese wurden vorwiegend in der Chruschchow Zeit gebaut und symbolisieren somit die bewegte Geschichte der Hauptstadt und des Landes, die sich seit der UnabhĂ€ngigkeit unaufhaltsam in Richtung Westeuropa bewegt und die alte Zeit abstreifen möchte. Laut einer weit verbreiteten Legende liegt die GrĂŒndungszeit Kiews im frĂŒhen 6. Jahrhundert, in jenen Tagen siedelten sich die ersten Menschen auf drei verschiedenen Anhöhen an.

Wochenendtrip in der Ukraine

StÀdtereisen nach Kiew in die Ukraine

Der prachtvolle Kreschatik Boulevard

Die Einkaufsmeile Kreschatik gehört sicher zu denjenigen SehenswĂŒrdigkeiten, die das moderne ukrainische Leben am besten widerspiegeln. Hier, zwischen dem Boulevard Schewtschenko und dem europĂ€ischen Platz, wird entspannt in einem tollen Ambiente flaniert. Zwar zieht sich an den zahlreichen verlockenden GeschĂ€ften eine sechsspurige Hauptverkehrsstraße entlang, doch die BĂŒrgersteige fallen derartig breit aus, dass dieser Umstand kaum ins Gewicht fĂ€llt. An einigen Feiertagen und zum Wochenende sperrt die Stadtverwaltung die Straße und kreiert auf diese Weise eine 1,2 km lange und bis zu 100 m breite FußgĂ€ngerzone.

Ringsherum sĂ€umen zahlreiche reprĂ€sentative Bauten den Boulevard, wie beispielsweise das Stadtparlament und das Hauptpostamt. Es finden sich zahlreiche Bauwerke im Stil des sozialistischen Klassizismus, auch »ZuckerbĂ€ckerstil« genannt. Die Architektur mit ihren vielfĂ€ltigen Dekorationen, SĂ€ulen und TĂŒrmchen wirkt ein wenig kitschig, doch auf ihre ganz eigene Weise auch beeindruckend. Wer schon mal in Berlin war, wird sicher einige stilistische Besonderheiten wiedererkennen, die in den 1950-ger Jahren entstanden sind wie z.b. an der Karl Marx Allee oder Straußberger Platz. Auch ein besonderer Vertreter des Klassizismus ist der Kulturpalast in Warschau, der ein Geschenk von Josef Stalin an das polnische Volk war.

Spannende Reise nach Kiew in die Ukraine

Kiew als beeindruckende Stadt der BrĂŒcken

Mitten durch die Stadt strömt einer der lĂ€ngsten FlĂŒsse des Kontinents, der mehr als 2.000 km lange Dnepr, dieser zerschneidet Kiew in zwei HĂ€lften. Dementsprechend prĂ€sentiert sich Kiew auch als eine Stadt der BrĂŒcken, die sich vor allem durch ihre vielgestaltigen Designs auszeichnen. Über die 427 Meter lange FußgĂ€ngerbrĂŒcke gelangt der neugierige Tourist beispielsweise auf die Insel Trukhanow und dies, nachdem er eine herrliche Aussicht in alle Richtungen genießen durfte. Die 1.521 Meter lange Paton BrĂŒcke ruht indes auf gewaltigen dorischen SĂ€ulen, die dem Bauwerk einen markanten Touch verleihen.

Auf der 1.200 Meter messenden Yujnij BrĂŒcke verlaufen gleich sechs Linien der Metro, ihre Pfeiler wirken wie imposante TĂŒrme, die ihr eine Höhe von 110 Metern verleihen. Wer mag, schließt sich vor Ort einer speziellen BrĂŒckentour an und erkundet noch mehr dieser fantastischen Wahrzeichen als Zeugnisse vergangener Jahrhunderte und moderner architektonischer Wahrzeichen.

Fröhlichkeit und Lebenslust fĂŒr eine ganze Nacht

NatĂŒrlich gehört auch der bereits genannte Kreschatik Boulevard mit dem angrenzenden Majdan Nezaleznosti zu den beliebtesten Treffpunkten der NachtschwĂ€rmer, im Sommer verlagert sich die Party sogar oftmals unter den freien Himmel. Die Arena City gilt als echter Geheimtipp fĂŒr alle, die eine actionreiche Nacht in Kiew erleben möchten: Der historische GebĂ€udekomplex beinhaltet gleich mehrere Diskotheken, Restaurants, Shoppingcenter, eine Sportsbar, eine Brauerei und ein weiteres Casino. Genug Optionen also, um ein ganzes Wochenende in Kiew zu verbringen.

Ab ins GrĂŒne – das Freilichtmuseum Pirogowo

Mit seiner beachtlich großen 150 Hektar zĂ€hlenden AustellungsflĂ€che ist Pirogowo eines der weltweit grĂ¶ĂŸten und umfangreichsten Museen dieser Art. Hier unter freiem Himmel können die Besucher eine Zeitreise in die Vergangenheit und durch die einzelnen Regionen der Ukraine erleben. Überall auf dem riesigen GelĂ€nde sind hölzerne WindmĂŒhlen zu bewundern, das Symbol fĂŒr Fruchtbarkeit der Ukraine. Die ursprĂŒnglichen BlockhĂŒtten aus Holz, die sogenannten „Chatas“ sind alle original erhalten. Sie wurden aus verschiedensten Regionen der Ukraine hier zusammengetragen. Das Innenleben besteht aus der damaligen Einrichtung und zeigt den Alltag der Bauern und Landbevölkerung. Umrahmt berden die HĂ€user und WindmĂŒhlen von liebevoll hergerichteten GĂ€rten und Feldern.

Bei traditioneller Musik kannst du hier den leckeren Bortsch oder original Schaschlick am Spieß probieren. Die SĂ€ngerinnen und Musiker tragen eine wunderschön bestickte ukrainische Tracht. FĂŒr den Besuch in Pirogowo solltest du auf jeden Fall einen ganzen Tag einplanen.

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Welche Konsequenzen habe ich zu befĂŒrchten?

Auf unseren Touren durch die Sperrzone von Tschernobyl werde ich oft von Teilnehmern gefragt was passiert eigentlich, wenn ich als Illegaler, sogenannter Stalker in der Sperrzone aufgegriffen werde.  Wenn du in die Sperrzone ohne Einreiseerlaubnis eingedrungen bist, kann dich jederzeit die örtliche Polizei, die Security des jeweiligen Schutzbereiches oder die Nationalgarde der Ukraine schnappen. Diese Sicherheitsorgane halten sich stĂ€ndig in der gesamten Sperrzone, entweder auf festen Posten und Checkpoints oder als Patrouillen auf. Nach meiner Erfahrung sind diese EinsatzkrĂ€fte sehr erfolgreich, meistens bekommen diese Hinweise von Touristen oder ReisefĂŒhrer und gehen dann der Sache umgehend nach.

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Der Supergau am Kernkraftwerk von Tschernobyl hat sehr großen Schaden verursacht und große Gebiete der Ukraine, Weißrusslands und Russlands, fĂŒr hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre, radioaktiv verseucht. WĂ€hrend der Beseitigungsarbeiten der Auswirkungen des Unfalls, wurde eine große Bandbreite an verschiedensten Fahrzeugen eingesetzt. Sie erfĂŒllten spezielle Aufgaben, die fĂŒr den Menschen zu gefĂ€hrlich gewesen wĂ€ren. Doch nicht einmal Fahrzeuge hielten hĂ€ufig den hohen Dosen der radioaktiven Strahlung stand und gingen einfach kaputt.

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Drei AKW Blöcke mussten bisher abgeschaltet werden

Schon seit lĂ€ngerer Zeit hĂ€ufen sich Störungen in den ukrainischen Atomkraftwerken. So auch am 3. Januar 2018. Diesmal traf es den Block 2 der Anlage in Chmelnickij. In der Folge dieses Störfalls musste am 11. Januar 2018 der Block des Atomkraftwerks „SĂŒdukraine“ abgeschaltet werden, am 19. Januar 2018 folgte der Block 3 des Atomkraftwerks Riwne, das bereits im Oktober letzten Jahres zweimal hintereinander notabgeschaltet werden musste. Die letzte Abschaltung aufgrund eines Störfalls wurde am 20. Januar 2018 im Block 2 des AKW Saporischschja vorgenommen. Somit sind knapp 25 Prozent der ukrainischen Kraftwerksreaktoren von den Havarien betroffen.

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Sozialistische Musterstadt

Prypjat – Eine sozialistische Musterstadt fĂŒr die Mitarbeiter des Kernkraftwerkes

Die im Jahr 1970 fĂŒr die Fabrikarbeiter des Atomkraftwerks Tschernobyl errichtete Stadt Prypjat war von der Katastrophe am stĂ€rksten betroffen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zum Zeitpunkt des Unfalls bei 25 Jahren und war die Vorzeigestadt der sowjetischen Regierung. Die Stadt verfĂŒgte ĂŒber einen Bahnhof, einen Hafen, ein Krankenhaus und sogar ĂŒber einen VergnĂŒgungspark.  

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Tschernobyl – Wie sieht es heute dort aus?

Bis heute ist es verboten, diese Zone zu betreten. Einzig den ehemaligen Bewohnern, die die Friedhöfe in der Sperrzone besuchen wollen oder Personen mit einer speziellen Genehmigung ist der Zutritt gestattet. Die wenigen Bewohner sind meist Àltere Menschen mit einem Durchschnittsalter von 85 Jahren die dauerhaft in der Sperrzone leben. Diese sogenannten Einsiedler, von denen etwa 150 in den ehemaligen Dörfern im 30 Kilometer Radius wohnen, tun dies auf eigenes Risiko und werden nur geduldet. Zeitweise arbeiten im Kraftwerk und in der Zone selbst bis zu 1000 Menschen, allerdings unter speziellen Bedingungen. Die meisten von ihnen pendeln jeden Tag vom nahegelegenen Slavutych zur Arbeit im Kraftwerk, andere halten sich bis zu zwei Wochen im Sperrgebiet auf und werden dann von der nÀchsten Schicht abgelöst.

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Wird der Besuch der Duga 3 Radarstation in Zukunft noch möglich sein?

Wie wir bereits berichtet haben ist am Abend des 27. November der weißrussische Stalker, Dimitrij Szkinder auf dem GelĂ€nde der Duga 3 Radarstation aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe gestĂŒrzt und tödlich verunglĂŒckt. Der Tod des 33-jĂ€hrigen Mannes wird höchstwahrscheinlich negative Konsequenzen nach sich ziehen. Es gibt zwar in diesem Zusammenhang weiterhin wenig Informationen, aber eines steht heute schon fest. Es existiert ein hohes Risiko das zukĂŒnftig das Gebiet der Duga 3 Radarstation und das GelĂ€nde des Komplexes Chernobyl 2 fĂŒr den Touristenverkehr gesperrt werden. Dies soll weitere UnfĂ€lle wie diese verhindern, denn die Möglichkeit das ein “legaler” Tourist dort einem Unfall zum Opfer fĂ€llt ist allgegenwĂ€rtig.

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Eine kurze Erinnerung an das Jahr 1986 in der damaligen DDR

Im April 1986 – ich 17 Jahre alt und im ersten Ausbildungsjahr an einer Berufsschule mit Internat im Osten von Berlin. Wir hörten heimlich auf den Zimmern West-Radio. Der RIAS war problemlos zu empfangen und hatte die bessere Musik. Daher lief das Radio am Sonntagabend. In den Nachrichten brachten sie eine Mitteilung ĂŒber einen Reaktorunfall in der Sowjetunion. Wir diskutierten an diesem Abend lange ĂŒber die Situation und wussten, dass dieser Unfall auch Einfluss auf unser jetziges und zukĂŒnftiges Leben haben wird. Von den DDR-Medien war zu dieser Zeit nichts darĂŒber zu hören. Es wurde totgeschwiegen.

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Das Riesenrad in Pripjat

Vor einigen Tagen kursierte ein Video im Internet, das angeblich den Moment zeigte wo eine Gruppe polnischer Touristen das weltberĂŒhmte Riesenrad in Pripjat in Gang gesetzt haben. Dies löste im Internet und diversen Foren einen regelrechten Skandal aus. Einige Aktivisten warfen den Touristen Gedankenlosigkeit und Respektlosigkeit gegenĂŒber den Opfern vor. Sogar von offizieller Seite wurde eine Untersuchung eingeleitet. was ist an den VorwĂŒrfen dran?

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Auf unseren Tschernobyl Reisen bekommen wir die Genehmigung die geheime MilitĂ€rstadt “Chernobyl 2” und die gigantische Radarstation Duga 3 zu erkunden.

Die einzige Zufahrt zum GelĂ€nde der geheimen MilitĂ€rstadt ist ein holpriger Weg aus aneinander gereihten Betonplatten das mich gleich an die Autobahnen in der ehemaligen DDR erinnert hat. Der Weg fĂŒhrte kilometerweit durch einen dichten Nadelwald der bei Baubeginn dieser Anlage kĂŒnstlich angelegt wurde. Getarnt war das GelĂ€nde als ein Kinderferienlager.

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Zwei polnische Urban Explorer haben nach ĂŒber 30 Jahren Dunkelheit wieder die Geisterstadt Pripjat erleuchten lassen. Die Stadt wurde nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 aufgegeben und evakuiert. Krystian und Adam sind die GrĂŒnder des Online-Portals Napromieniowani.pl, das sich mit der Geschichte der Geisterstadt Pripjat und den Auswirkungen des Supergaus beschĂ€ftigt. In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden reisen sie in die Sperrzone von Tschernobyl um die VerĂ€nderungen wĂ€hrend der seit 1986 verlassenen sowjetischen Musterstadt zu dokumentieren.

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Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel fĂŒr Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der MĂ€rz ist die beste Reisezeit um die spektakulĂ€rsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. MĂ€rz bis 23. MĂ€rz findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine dĂŒstere Aura.

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Das Leben in der Sperrzone heute

Seit Mitte 2014 organisiere ich mit urbexplorer.com spannende Fotoreisen und Expeditionen an vergessene und geheime PlĂ€tze dieser Welt. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir förmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns ĂŒberraschen. Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind fĂŒr uns außergewöhnlich und zugleich völlig real. Auf eine Reise nach Tschernobyl kannst du dich mit uns Rahmen unserer Pripjat Stalker Tour begeben, hier erkunden wir an 3 Tagen wir die Geisterstadt Pripjat.

Was ist in Tschernobyl passiert?

Die Stadt wurde in den 1960 ger Jahren fĂŒr die vielen jungen Arbeiter des Kernkraftwerkes im nahegelegenen Tschernobyl erbaut. Die Stadt Pripjat bot zu dieser Zeit fĂŒr junge Familien zahlreiche Annehmlichkeiten die es an anderen Orten in der damaligen Sowjetunion nicht gab. Doch die glorreiche Geschichte der aufstrebenden sozialistischen Musterstadt endet am 27. April 1986.

Es ist der tag nach der Explosion im Reaktorblock 4 von Tschernobyl. Die etwa 50.000 Einwohner der Stadt wurden ĂŒber das Ausmaß und die Gefahr die im Zusammenhang mit dem Supergau entstanden ist lange Zeit im Unklaren gelassen. Erst viele Stunden nach der Katastrophe rollten Panzer in Pripjat ein, die eine lange Schlange von etwa 1225 Bussen eskortierten um alle Bewohner schnellstmöglich aus der Stadt zu bringen. 30 Jahre danach ist Pripjat eine unheimliche Geisterstadt. So in etwa stellt man sich “Die Welt danach vor” .

Welche Folgen hat Tschernobyl heute?

Wenn du mehr ĂŒber die Geschichte und HintergrĂŒnde erfahren möchtest oder eine persönliche Fotoreportage einiger Teilnehmer unserer Fotoexpeditionen lesen möchtest empfehle ich Dir folgende Links:  ZERSTÖRTES LEBEN – VERLORENE WELT: DIE SPERRZONE UM TSCHERNOBYL – EIN REISEBERICHT von Andrea Johlige oder Fototour Tschernobyl von Georg Schuh.


Nach jahrelangem Aufbau der gigantischen Konstruktion wird nun Ende November an drei Tagen der neue Sarkophag ĂŒber den havarierten Block 4 des Atomkraftwerkes in Tschernobyl geschoben. Die Gesamtkosten fĂŒr dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf 35 Millionen Euro.

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Im MĂ€rz 2015 startete die erste Reise nach Tschernobyl & Pripjat. Nun sind wir schon im dritten Jahr und fahren etwa ein Mal im Monat in die Sperrzone, mit einer kleinen Gruppe von Abenteurern.

Bei unserer Tschernobyl Tour hatten wir die einmalige Möglichkeit an einer gefĂŒhrten wissenschaftlichen FĂŒhrung durch die Blöcke 1 bis 3 des Kraftwerkes teilzunehmen sowie auf dem AußengelĂ€nde den Fortschritt an den Arbeiten am neuen Sakrophag zu begutachten. In einem theoretischen Teil bekamen wir an einem Modell des havarierten Block 4 der im Informationszentrum steht eine Chronologie der Entscheidungen die zu dieser fatalen Kettenreaktion gefĂŒhrt haben die den Supergau von Tschernobyl ausgelöst hat. Außerdem bekommen wir einen Einblick in die Funktionsweise des Kraftwerkes und dĂŒrfen den Kontrollraum von Bloch 2 betreten.

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Ich veranstalte seit Mitte 2014 sogenannte Lost Places Fototouren, Expeditionen und Fotoreisen nach Polen, Osteuropa, und den Lofoten. Im MÀrz 2015 startete die erste Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat. Seitdem fahre ich etwa ein mal im Monat in die Sperrzone mit einer Gruppe aus höchstens 14 Teilnehmern.

Bevor wir in die Sperrzone fahren verbringen wir einen Tag in Kiew. Hier machen wir eine interessante Sightseeing Tour als sogenannten Fotowalk. Abends fahren wir gemeinsam zum Majdan, hier werden wir von einem Zeitzeugen begleitet der bei den Unruhen 2014 an vorderster Front dabei war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat.

Ein paar EindrĂŒcke unserer Teilnehmer und Fotos “Hinter den Motiven” von der Pripjat Stalker Tour im Juni 2016.  Alle Infos zur Fotoexpedition Pripjat Stalker Tour findet Ihr HIER

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