Zur Zeit sorgen in Berlin und Brandenburg, Starkregen, Wind und kĂŒhle Temperaturen teils fĂŒr chaotische ZustĂ€nde. Ganz anders sieht es in der Ukraine aus. Hier herrschen Temperaturen um die 30 Grad. Gestern Abend brach in der Sperrzone von Tschernobyl ein Feuer aus. Der Brand erfasste eine FlĂ€che von etwa 25 Hektar Wald.

Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle und das Risiko einer Ausbreitung wurde unterbunden. Die Feuerwehrleute sind nunmehr dabei den Brandherd endgĂŒltig zu löschen. Die BrandbekĂ€mpfung wurde von 125 Personen, einem Antonow AN-32P Löschflugzeug und einem Mi-8 Hubschrauber unterstĂŒtzt. Das Feuer brach im Bereich der Baustelle einer neuen Eisenbahnverbindung nach Janow. Die neue Eisenbahnlinie hat eine LĂ€nge von 5,8 km und soll das Lager Burakowka mit dem zentralen Endlager fĂŒr abgebrannte Kernbrennstoffe verbinden. Das Feuer ist wahrscheinlich durch eine achtlos weggeworfene Zigarette verursacht worden.

Nach anfĂ€nglichen Bedenken hat sich das Strahlungsniveau im Bereich des Feuers nicht erhöht, teilte die Zonenverwaltung mit. Das Feuer brach im Einzugsbereich des sogenannten „Roten Waldes“ aus. Das ist das Gebiet das Analog zur Windrichtung im April 1986 am stĂ€rksten verstrahlt ist.


Ein ziemlich unbekanntes Online-Nachrichtenportal aus dem Emsland das als bisherige journalistischen Meisterleistungen das „Absenken von Gullideckeln in Buxtehude und das Entlaufen von HĂŒhnern in KotzenbĂŒll“ (ein wirklich existierendes Dorf in Nordfriesland) als Breaking News vermeldete möchte jetzt in den Presseolymp aufsteigen. Als Beispiel wird sich hier die Onlinestrategie eines großen Onlineportals herangezogen. Jeder erinnert sich wohl an die veröffentlichten Meldungen von „SchlĂ€gern in der U-Bahn“ als Fahndungsafruf die meist sĂŒdlĂ€ndisch aussehende Jugendliche abbildeten. Meist waren die Artikel mehrere Jahre Alt. Der Zweck bestand einzig darin diese Artikel von Zeit zu Zeit bei Facebook zu posten um „Content“ auf der Seite zu generieren. Auf diesen Zug möchte nun auch das winzig kleine Nachrichtenportal aus dem Norden aufspringen und mit einer Reportage aus Tschernobyl am großen journalistischen Rad drehen. Aufgebaut als Reisebericht eines unbedarften Teilnehmers der meiner Meinung nach die Fotoexpedition nach Tschernobyl mit einer Pauschalreise nach Malle verwechselt hat soll nun in einer Reportage ĂŒber jeden Expeditionstag berichtet werden. Als AnkĂŒndigung erschien vor einigen Wochen die riesige Überschrift „ABGEZOCKT in Tschernobyl“! Damit soll natĂŒrlich eine breite Aufmerksamkeit angezogen werden und ganz subtil einen massiven finanziellen Verlust beim Teilnehmer suggerieren um darauf zu schließen das der Veranstalter wohl nicht ganz „koscher“ ist. Am Ende entpuppte sich dies als heiße Luft denn wenn man „Lesen“ kann und dazu noch den Vertrag komplett studiert hat, ist man halt Klar im Vorteil. In Berlin bei der Abfahrt wurde vom Teilnehmer moniert das der Veranstalter Ihn nicht die 50 Meter am Treffpunkt an die Hand genommen hat und sicher zum Bus auf die gegenĂŒberliegende Straßenseite begleitet hat. Es gab leider zu dieser Zeit keinen freien Parkplatz am genauen Treffpunkt deshalb musste dieser Abseits parken. Am Ende Ă€rgere ich mich das ich diesem Teilnehmer kein Zugticket gekauft habe so wie er es sich gewĂŒnscht hat, so wĂ€re mir vieles erspart geblieben. Fortsetzung folgt…

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

NatĂŒrlich möchte ich euch nicht das Feedback einer Teilnehmerin vorenthalten die schon mehrmals mit diesem „zwielichtigen“ Veranstalter unterwegs war.

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

Fortsetzung folgt….


Zu einem tragischen Unfall kam es am frĂŒhen Donnerstagmorgen auf dem GelĂ€nde einer ehemaligen Kinderklinik in Berlin Weissensee. Ein 30 jĂ€hriger Mann kletterte auf das Dach eines GebĂ€udes und brach auf die darunter liegende Etage durch und blieb schwerverletzt auf dem Boden liegen. Laut Polizeisprecherin wurde der Mann mit mehreren KnochenbrĂŒchen sowie inneren Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren. Eine akute Lebensgefahr besteht nicht. Das der Mann in Begleitung eines Freundes war erwies sich fĂŒr Ihn als „GlĂŒck im UnglĂŒck“ denn dieser konnte rasch Hilfe rufen. Nach dem Schrecken droht nun beiden MĂ€nnern ein juristisches Nachspiel: Die MĂ€nner wurden wegen Hausfriedensbruchs angezeigt.

Seit einiger Zeit sind verlassene Industrieruinen, KrankenhĂ€user und Sakralbauten nicht nur als Kulisse fĂŒr Filmdrehs und Fotoshootings gefragt sondern auch immer mehr von sogenannten „Urban Explorern“. Das sind Entdeckungstouristen die den morbiden Charme der sogenannten Lost Places mit Ihrer Kamera fotografisch festhalten möchten. Viele dieser verlassener Orte sind verschlossen und deren Betreten ohne die Zustimmung der EigentĂŒmer ist nicht erlaubt. Es gibt aber mittlerweile auch Anbieter die Lost Places Fototouren als legale und angemeldete Tour anbieten. Eine professionelle Begleitung mit entsprechender Einweisung in Sicherheit kann einem viele Überraschungen ersparen.

Lost Places Fototour in Görlitz

Lost Places Fototour


Mit Lost & Found Explorers in Zusammenarbeit mit der Fotoakademie Dresden werdet Ihr bei unserer Fotoreise in Sankt Petersburg eine der spektakulĂ€rsten und schönsten europĂ€ischen StĂ€dte erleben. Ihr erfahrt bei dieser Reise den Prunk der Zarenstadt genauso wie den schnellen Herzschlag des Alltags in dieser außergewöhnlichen Stadt. Ihr erlebt das einmalige Fotolicht der Weissen NĂ€chte – das perfekte flache Licht, die stundenlange „Blaue Stunde“, das Fotografieren aus der Hand bis nach Mitternacht! Wir bieten euch mit „Sankt Petersburg Imperial“ und „Sankt Petersburg Local Style“ zwei spannende Tagestouren mit Mitya, unserem Fotografen / Fototrainer und Guide vor Ort in Sankt Petersburg. Ein weiteres Highlight unserer Reise ist ein von dem deutschen Modefotografen und Fototrainer Felix R. Krull begleitetes einmaliges Fashionshooting in einem faszinierenden leerstehenden Palast aus dem 18. Jhd. mit 2 Topmodels unter professionellen Bedingungen!

Zur Abrundung dieser spannenden Fotoreise bieten wir euch auf Wunsch noch zwei weitere optionale Touren: eine Tour auf dem Fahrrad durch die „Weisse Nacht“ und unsere „Dostojevski Murder Tour“.

Die ideale Reise fĂŒr die Erforscher einer grandiosen Stadt in einem ganz speziellen Licht. Atemberaubende Aufnahmen sind hier garantiert. Liebhaber von Architektur-, Stimmungs-, Stadtlandschafts-, Fashion- und Streetfotografie kommen bei dieser Tour voll auf Ihre Kosten.

Alle Infos und Programmpunkte sowie Buchungsmöglichkeiten findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/schlaflos-in-sankt-petersburg/

FĂŒr kurze Zeit haben wir hier auch einen FrĂŒhbucherrabatt! Wir freuen uns auf Euch!


Lost Places Fotografen aufgepasst! Seid dabei bei unserer spannenden Fototour Kost & Logis. Wir erkunden hier ein ehemaliges Hotel im Art Deco Stil mit sehr vielen Details und SĂ€ulen danach ein riesiges IndustriegelĂ€nde mit vielen Details, Kesseln und ProduktionsrĂ€umen sowie ein ehemaliges Heizhaus mit viel Rost, Staub und Ruß. Checkt die nĂ€chsten Termine unter: https://urbexplorer.com/produkt/fototour-kost-und-logis-goerlitz/


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Auf meiner letzten Lost Places Fototour im Harz entdeckte ich dieses wunderschöne Anwesen. Der Bau des Hauses wurde insbesondere durch eine großzĂŒgige Spende von Werner von Seebach aus Langensalza im Jahre 1895 ermöglicht. Die Mittel sollten zur Errichtung eines Krankenhauses im Regierungsbezirk Erfurt verwendet werden. Durch das Januarkapitel des Johanniterordens 1899 wurde der Bau einer LungenheilstĂ€tte beschlossen. Es sollte eine zeitgemĂ€ĂŸe LungenheilstĂ€tte fĂŒr 60 weibliche Kranke entstehen. Als Bauplatz wurde der SĂŒdhang des Gipfelplateaus des 562 m hohen Ochsenberges ausgewĂ€hlt – einsam inmitten eines dichten Fichtenwaldes. Insbesondere die klimatischen VerhĂ€ltnisse des Ortes gaben den Ausschlag. Der Orden nahm bei einem Ortstermin am 17. Juli 1899 das 45 Morgen große GrundstĂŒck in Augenschein, das schließlich auf 50 Jahre gepachtet wurde. Die Bauarbeiten gestalteten sich zunĂ€chst schwierig, da neben Rodungsarbeiten auch erhebliche Erdarbeiten erforderlich waren, um aus dem felsigen Berghang ein ebenes Bauplanum zu schaffen.

Fototour Lost Places

Das GebĂ€ude wurde in sehr massiver Bauweise erstellt. Die Mauern bis zum dritten Geschoss wurden in Granit ausgefĂŒhrt. Das GebĂ€ude gliederte sich in zwei gleichförmige AußengebĂ€ude und in einen Zentralbau, der in seinem Obergeschoss eine Kirche enthielt, auf die auch seine Ă€ußere Bauform durch Chor und Glockenturm hinwies. Zu einer baulichen Einheit zusammengefĂŒgt wurden die drei GebĂ€udeteile durch Verbindungsbauten mit arkadenförmigen, nach SĂŒden offenen Liegehallen. Auch die gerĂ€umigen, hellen Krankenzimmer in den Ă€ußeren GebĂ€udeteilen waren nach SĂŒden ausgerichtet. Es handelte sich dabei um Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierbettzimmer. Ein Wintergarten, eine Bibliothek und mehrere Aufenthalts- und TagesrĂ€ume rundeten die komfortable Ausstattung ab.

Fototour Lost Places

In Gegenwart des Herrenmeisters Prinz Albrecht von Preußen fand am 26. Juni 1902 die feierliche Einweihung der neuen LungenheilstĂ€tte statt. Im August 1902 wurden die ersten Patienten im Hause empfangen. Chefarzt war Dr. Sobotta, unterstĂŒtzt durch eine Schwesternschaft, die das Diakonissen-Mutterhaus des Johanniterordens in Halle stellte. Bereits im Jahr 1903 wurde auf dem Areal ein Wohnhaus fĂŒr den Chefarzt und ein WirtschaftsgebĂ€ude errichtet. Ebenfalls 1903 wurden die ersten Waldliegehallen aufgestellt, die fĂŒr die Freiluft-Liegekur nach Brehmer und Dettweiler erforderlich waren. 1905 bekam Dr. Sobotta einen Assistenzarzt zur Seite gestellt, 1906 ĂŒbernahm der neue Chefarzt Dr. Naegelsbach die Klinik – allerdings nur fĂŒr kurze Zeit. Im gleichen Jahr wurde die HeilstĂ€tte ĂŒber eine Freilandleitung an das neu entstandene ElektrizitĂ€tswerk in Benneckenstein angeschlossen und die BettenkapazitĂ€t um 12 auf 72 erweitert.

Fototour Lost Places

1908 gab Dr. Naegelsbach die Leitung der Klinik an den neuen Chefarzt Dr. Hans Pigger ab, der diese TĂ€tigkeit bis zu seinem Tode im Jahr 1940 ausĂŒbte. Es war bekannt, dass unter Dr. Pigger “streng Kur gemacht” wurde, was den guten Ruf der HeilstĂ€tte begrĂŒndete. Erfolge spiegelten sich auch in Zahlen wider: 1909 lĂ€sst der Jahresbericht erkennen, dass von 249 Patientinnen mit einem Altersdurchschnitt zwischen 20 und 35 Jahren 161 “mit Erfolg behandelt” wurden und bei immerhin 72 “eine erhebliche Besserung” erzielt worden sei. Wie im Jahr 1908 war die HeilstĂ€tte an jedem Tag voll besetzt. Die Behandlung bestand aus einer Kombination von Freiluft-Liegekuren und Bewegungskuren, wozu um die Klinik an den HĂ€ngen des Ochsenberges Kurwege angelegt worden waren. Die Lungenheilkur erforderte mit ihren sanften Mitteln eine sich ĂŒber mehrere Monate erstreckende Behandlung. Dr. Pigger empfahl, die durchschnittliche Verweildauer der Patienten von 105 Tagen noch zu verlĂ€ngern, um bessere Kurerfolge erzielen zu können. In der Struktur der Patienten Ă€hnelte Sorge auch 1909 ein wenig den mondĂ€nen HĂ€usern – trugen doch immerhin die meisten Patientinnen die Kosten der Heilkur selbst. Zwei Patientinnen wurde durch den Orden ein Zuschuss von 2 Mark pro Tag gewĂ€hrt. Aus einem Fonds fĂŒr KurkostenermĂ€ĂŸigung unterstĂŒtzte der Orden 35 Patientinnen bei der Finanzierung des Kuraufenthalts. Sieben Patientinnen gab die sogenannte “Freibettkasse” der Anstalt Hilfe.

Fototour Lost Places

Im Zweiten Weltkrieg und auch in den schwierigen Jahren danach blieb die HeilstĂ€tte ohne Unterbrechung in Betrieb. Waren die Belegungszahlen in den Kriegsjahren rĂŒcklĂ€ufig, erreichten sie in den frĂŒhen 1950er Jahren wieder die aus Vorkriegszeiten bekannten Dimensionen. 1951 wurden die letzten Lungenoperationen durchgefĂŒhrt. Bis 1961 sank die Belegung von 180 auf nur noch 120 Patienten. Der allgemeine RĂŒckgang der Tbc-Erkrankungen aufgrund verbesserter hygienischer VerhĂ€ltnisse und geringere Patientenzuweisungen durch die Tbc-Zentrale in Berlin fĂŒhrte zu ersten wirtschaftlichen Problemen im Betrieb der HeilstĂ€tte. Es wurde beschlossen und genehmigt, ab Anfang 1962 auch mĂ€nnliche Patienten aufzunehmen. Die Maßnahme brachte den gewĂŒnschten wirtschaftlichen Erfolg – das Haus erreichte sehr bald wieder seine maximale Belegung. Inzwischen hatte der Johanniterorden seine Liegenschaften in der DDR an die evangelische Landeskirche treuhĂ€nderisch abtreten mĂŒssen.

Fototour Lost Places

Im November 1967 wurde die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen durch die Bezirksregierung Magdeburg davon in Kenntnis gesetzt, dass die HeilstĂ€tte in Sorge kurzfristig aufzulösen sei und nicht mehr zu diakonischen Zwecken genutzt werden dĂŒrfe. Die RĂ€umung des Hauses sollte bis zum 31. Dezember 1967 – also wenige Wochen spĂ€ter – erfolgt sein. Über eine kĂŒnftige Nutzung wurden keine Angaben gemacht. So wurde der HeilstĂ€tten-Betrieb in seiner bisherigen Form zum 31. Dezember 1967 eingestellt.

Zwischen der Kirche und dem Kreis Wernigerode musste ein Hauptmietvertrag geschlossen werden, aus dem der Kreis das Recht der freien Nutzung des Objekts fĂŒr 65.000,- Mark jĂ€hrlich erhielt. Der Kreis Wernigerode wiederum schloss einen Untermietvertrag mit der Nationalen Volksarmee (NVA). Die Behandlung von Lungenkrankheiten als ursprĂŒngliche Zweckbestimmung des Hauses hatte 1967 ein Ende genommen. Ab 1968 wurde die ehemalige LungenheilstĂ€tte durch die Nationale Volksarmee (NVA) und die Grenztruppen der DDR mit 150 KurplĂ€tzen genutzt. Ab 1973 leitete Obermedizinalrat Dr. Markert im Rang eines Oberstleutnant das Haus. Es wurden Heil-, Genesungs- und prophylaktische Kuren durchgefĂŒhrt. Besondere Behandlungsgebiete waren WirbelsĂ€ulenerkrankungen aber auch Herz- und Kreislauferkrankungen. Als Patienten fanden sich hier alle Dienstgrade vom Unteroffizier bis zum General wieder. Bekanntester Kurgast war Armeegeneral und Verteidigungsminister der DDR Heinz Hoffmann im Jahr 1972.