Auf unserer¬†spannenden Radioactive Nightcore Fotoexpedition erkunden wir an drei Tagen die Sperrzone von Tschernobyl bevor wir in die N√§he von Perwomajsk fahren wo bis in die 1990 ger Jahre an einem als Wetterstation getarnten Ort und mit einem 3000 Volt gesicherten, dreifachen Elektrozaun die sowjetischen Atomraketen stationiert waren. Diese Raketenbasis bestand aus mehreren Kommandopl√§tzen in deren Silos jeweils 9 Atomraketen standen umgeben von einem 40 Meter tiefen Silo mit der Kommandobr√ľcke. Wir fahren bis zu 40 Meter tief in die Erde hinab um die ehemalige Steuerungszentrale zu erkunden die den Eindruck erweckt als ob man sich in einem Raumschiff befindet. Auf dieser ehemaligen Atomwaffenbasis finden wir auch die ber√ľhmte SS-18 die im NATO Code ‚ÄěSatan‚Äú genannt wurde. Diese Rakete hat eine L√§nge von √ľber 34 Meter und eine Breite von 3 Metern. Die durchschnittliche Reichweite betr√§gt 16.000 Kilometer.

Die geheime Atomwaffenbasis liegt in einem sehr d√ľnn besiedelten gebiet in der s√ľd√∂stlichen Ukraine. Man erreicht die Basis nur √ľber eine rumpelige Schotterpiste und die n√§chste Stadt Kirowograd ist etwa 60 Kilometer entfernt. Diese lage war aber so gewollt, denn im Kriegsfall w√§ren die Basen selbst Ziel eines atomaren Angriffs und mussten deshalb fernab der St√§dte gebaut werden. Au√üerdem musste das Grundwasser sehr niedrig sein damit die etwa 40 Meter tiefen Silos gebaut werden konnten. Wo die sowjetischen Basen lagen, war ein streng geh√ľtetes Geheimnis. Insgesamt sechs feste Basen und somit neunzig Silos samt Befehlsst√§nden waren √ľber das ganze Land verteilt, au√üerdem gab es drei mobile Basen die im Gebiet der n√∂rdlichen Ukraine und Weissrussland aufgebaut werden konnten.

Am 17. Dezember 1959 gr√ľndete die Sowjetunion die Strategischen Raketentruppen und r√ľstete sich zur Atommacht auf. Die ersten Raketen in Perwomaisk waren vom Typ R-12 und hatten eine Reichweite von 2080 Kilometern. 1962 lie√ü Nikita Chruschtschow dieselben Raketen auf Kuba stationieren und l√∂ste damit die sogenannte Kuba-Krise aus. Von Kuba aus h√§tten die Raketen in wenigen Minuten Washington erreicht. Die Zielgenauigkeit der R-12 hatte die Armee zuvor gepr√ľft. Der Test trug den Namen „Operation Rose“. Man r√ľstete die Raketen mit einem leichten Atomsprengkopf aus und brachte sie nach Workuta in Sibirien um spezielle Tauglichkeitstests durchzuf√ľhren. Die Raketen waren bis auf 40 Meter zielgenau, was zu dieser Zeit ein gro√üer Erfolg war. Aber die R-12 hatte einen Nachteil. Sie musste vor jedem¬†Start aufgetankt werden, was etwa zweieinhalb Stunden dauert¬†und im Ernstfall verh√§ngnisvolle Folgen nach sich ziehen w√ľrde . Deshalb wurde die R-12 Mitte der sechziger Jahre von der UR-100 abgel√∂st. Diese war innerhalb von Minuten¬†einsatzbereit.

Auf unserer weiteren Erkundung betreten wir¬†ein unscheinbares Betonh√§uschen. Hier befindet sich der¬†Eingang zur unterirdischen Schaltzentrale, wo die Atomraketen abgefeuert worden w√§ren. Beim Betreten der unterirdischen Schaltzentrale f√ľhlt man sich wie in einem James-Bond Krimi. In diesem haus wurde auch eine ausgekl√ľgelte Bel√ľftungsanlage eingebaut.¬†Auf der linken Seite¬†steigen wir eine zwei Meter lange Leiter hinab. Sie f√ľhrt zu einem schmalen Tunnel. Nach etwa 100¬†Metern endet der Tunnel an einer Schleuse, die mit zwei dicken Stahlt√ľren gesichert ist, diese konnten damals nur mit einem speziellen Zugangscode ge√∂ffnet werden. Hinter der Schleuse wartet ein winziger Fahrstuhl, in den gerade drei Leute hineinpassen. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung und wir fahren¬†45 Meter abw√§rts vorbei an verschiedenen Etagen des Kommandosilos.¬†Nach einer Weile sind wir mit dem Fahrstuhl auf der Ebene der¬†Kommandozentrale angekommen. Die ist vollgestopft mit Technik und erinnert stark an ein Raumschiffcockpit. Direkt unter der¬†Schaltzentrale, zu erreichen mit einer Metalleiter, befindet sich ein zweiter Raum mit Schlafkojen. In einem Kommandosilo waren immer 3 Offiziere stationiert, die den Raketenpult haben bedienen m√ľssen.

Den geheimnisvollen roten Knopf gab es hier nicht.¬†Im Kriegsfall w√ľrde der¬†Abschussbefehl vom Oberkommando der Sowjetarmee aus Moskau kommen. Am Kontrollpult h√§tte ein L√§mpchen aufgeleuchtet und ein Summen w√§re ert√∂nt. Auf einem Monitor w√§re das Wort „Pusk“ (russisch: Start) erschienen. Der befehlshabende Offizier h√§tte einen Tresor ge√∂ffnet, in dem sich zwei Schachteln mit jeweils zwei Schl√ľsseln befanden. Ein Schl√ľssel war f√ľr den Befehlshaber, der andere f√ľr den Co-Offizier bestimmt. Die beiden h√§tten die Schl√ľssel gleichzeitig in die Z√ľndvorrichtung einsetzen m√ľssen.

Danach w√§re auf einem anderen Monitor ein sechsstelliger Code erschienen. Dann h√§tte der Befehlshaber aus dem Oberteil des Tresors eine dritte Schachtel herausgeholt. Darin befand sich ein versiegelter Briefumschlag mit einer weiteren sechsstelligen Zahlenfolge. Wenn deren letzte Ziffer mit dem letzten Zeichen des Codes auf dem Monitor √ľbereingestimmt h√§tte, w√§ren die Offiziere zum Abschuss der Raketen berechtigt gewesen.

Nur beide Offiziere gleichzeitig h√§tten die Raketen z√ľnden k√∂nnen. Dazu h√§tten sie mit der linken Hand den Startknopf gedr√ľckt gehalten. Mit der rechten Hand h√§tten sie die Z√ľndschl√ľssel gegen den Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen m√ľssen. Diese Prozedur musste zwei Mal erfolgen, nur dann w√§ren die Raketen gestartet. Dieser Ablauf wurde jahrelang ge√ľbt.¬†Dem Angriff der Gegner h√§tte der Bunker leicht standgehalten denn er war ummantelt mit einer dicken Betonschicht und die Kapsel der Kommandobr√ľcke war auf Sto√üd√§mpfern gebaut. Vierzig Tage h√§tten die Offiziere in totaler Isolation √ľberleben k√∂nnen. Es standen Notrationen bereit, sogar eine Mikrowelle gab es im Bunker. Nach Verbrauch der Vorr√§te w√§ren die Soldaten in ein Rohr gekrochen und in einer Luftdruckkapsel nach oben geschossen worden. Der Fahrstuhl w√ľrde dann wohl¬†nicht mehr funktionieren. Oben h√§tten sie sich Schutzanz√ľge √ľbergezogen und w√§ren in die verstrahlte Gegend hinausgegangen. Und was dann? Zum Gl√ľck ist es nicht so weit gekommen.


Spannende Erlebnisreisen nach Bajkonur und Aralsee!

Zwei wagemutige Urban Explorer haben sich auf den gef√§hrlichen Weg gemacht, heimlich das Gel√§nde des Bajkonur Kosmodroms zu erkunden. Das Hauptziel der beiden war der geheimnisvolle „Buran“ Hangar. Die Reisevorbereitungen dauerten etwa ein halbes Jahr. Die beiden bereiteten sich gr√ľndlich vor und haben viele Informationen √ľber das Gel√§nde gesammelt die f√ľr diese anspruchsvolle Reise wichtig sind. Mit gro√üen Rucks√§cken und bei Vollmond √ľberquerten die beiden die W√ľste in Kasachstan. Ein Paar mal standen Sie kurz davor entdeckt zu werden bis Sie endlich am riesigen Hangar angekommen sind.

Das Geheimnis im verlassenen Hangar

In diesem verlassenen Hangar des größten Raketenstartplatzes der Welt, dem Kosmodrom Baikonur, stehen die verrottenden Überreste des ehemaligen russischen Raumfahrtprogramms Buran.

Das Gel√§nde geh√∂rt seit dem Zerfall der Sowjetunion zu Kasachstan, wird aber von Russland bis 2025 gepachtet. In Bajkonur werden noch immer etwa 70 Prozent der russischen Raketenstarts abgewickelt, aber gleichzeitig ist es auch ein Synonym f√ľr den gescheiterten russischen Traum eine weltweite Vormachtstellung in der Raumfahrt zu erlangen. Im Jahr 1993 wurde die Mission „Buran“ endg√ľltig eingestellt. Das gro√üe Ziel, die Dominanz gegen√ľber den USA im Weltraum, musste aus finanzieller Hinsicht begraben werden.

Checkt deren Facebookprofil: https://www.facebook.com/balans.kaunas?fref=ts

Mit unserer Bajkonur & Aral See Fotoexpedition begebt Ihr euch auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit.

Mit uns entdeckst Du Reiseziele die Abseits der touristischen Pfaden liegen. Wir gieren f√∂rmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime L√§nder und Orte die uns √ľberraschen. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Wir brechen auf zu einer Expedition nach Kasachstan und erkunden gemeinsam einen ehemaligen Truppen√ľbungsplatz der sowjetischen Armee, die verrosteten Schiffe und die aufgegebenen Fischerd√∂rfer am Aral-See und als Highlight erkunden wir gemeinsam an zwei Tagen den Weltraumbahnhof Bajkonur und d√ľrfen sogar einen Raketenstart miterleben. Aber auch atemberaubende Landschaften, Seen und Schluchten warten darauf fotografisch festgehalten zu werden. Auch diese Fotoexpedition findet im bew√§hrten Urbexplorer Style statt, locker und entspannt mit einer kleinen Gruppe von Entdeckern. Mach Dir selbst ein Bild!

The Ghost of Bajkonur


„Bonehaus“ –¬†das Bonehaus ist ohne Bone nur Haus

G√∂rlitz gilt als eine der sch√∂nsten St√§dte Deutschlands. Unz√§hlige¬†Bauten aus Romanik, Barock, Renaissance und Gr√ľnderzeit zieren das Stadtbild und bilden zusammen ein beeindruckendes Ensemble. Anfang 2016 begab ich mich nach der Urbexplorer Fototour zum Hotel Vier Jahreszeiten und dem Freisebad, auf Erkundungstour durch die Altstadt von G√∂rlitz. Von einem Freund bekam ich den Tip das legend√§re „Bone Haus“ am Obermarkt 26 gleich neben der ber√ľhmten Verr√§tergasse zu besuchen. Der K√ľnstler¬†Steeven Fabian Bonig – bei den Einheimischen¬†schlicht ‚ÄěBone‚Äú genannt – ist Mieter des Hauses Obermarkt 26 und¬†machte die Innenr√§ume durch seine Kunstinstallationen zu einem mystischen und inspirierenden Ort was aus der Zeit gefallen scheint.¬†Es ist mehr als ein Haus, es ist ein lebendiges Kunstwerk, geschaffen von einem kreativen Geist und nicht leicht zu erfassen, weil man ein Bestandteil der¬†Installation¬†wird, wenn man es¬†betritt.¬†Bei einem kurzen Gespr√§ch mit „Bone“ erfuhr ich zudem das seine Kunst eine Art kreativer Sch√∂pfungsprozess ist, der¬†sich st√§ndig ver√§ndert, w√§chst, zerf√§llt¬†und neu entsteht. Die Zutaten bestehen¬†teils aus Holz, Porzellan, Eisen, Plastik oder Papier, teils aus Tr√§umen, Sehns√ľchten und Gedanken.

Leider verlie√ü Steeven Fabian Bonig¬†das sogenannte „Bonehaus“ Ende 2016, nachdem er seine mit dem Eigent√ľmer geschlossenen Vertr√§ge, so auch den Mietvertrag, gek√ľndigt hat.¬†In der Zwischenzeit hat¬†„Bone“ gemeinsam mit Freunden das Haus ausger√§umt und alle Rarit√§ten den Leuten in der Stadt zur√ľckgegeben die sich an seinen aufw√§ndigen Installationen beteiligt haben.

Das „Bone Haus“ bleibt aber als eine G√∂rlitzer¬†Legende und als ein Denkmal sowie ein Ort der Inspiration in Erinnerung.

Was ist das hier? (Ein Gedicht von „Bone“)

So im Vorbeischleichen an den Fassaden¬†– von einem historischen ‚ÄěVorsicht frisch gestrichen‚Äú zum n√§chsten¬†schreckt pl√∂tzlich eine zerfressene Sockelkante¬†in die l√§ngst langweilig gewordene T√ľnche der Sanierung.¬†Hier soll sich noch beweisen, was ein Denkmal ist und was nicht.

Eine T√ľr steht offen. Manchmal auch zwei oder drei,¬†weil so viele T√ľren hat die Halle dieses j√ľngsten Hallenhaus der Stadt.¬†Man tritt ein, nicht weit und fragt sich -was ist das hier- ,¬†wenig ahnend, dass das zuvor schon in den acht Jahren¬†mehr als Hundert tausend Menschen ebenso fragten¬†und ebenso keine Antwort fanden.¬†Das soll es auch nicht,
denn was es in Absicht einzig zu sagen gibt steht auf einem Zettel im zweiten Stock; der Rest in Bildersprache.

Der ist viel, dieser Rest, aber auf den Betrachter¬†wirkt zun√§chst nur die Wucht der F√ľlle.¬†Auch das Detail scheint sich einer Antwort zu entziehen, weil der heutige Mensch
vom Konsum seiner Bildschirmmedien und Tonfilmprodukte gew√∂hnt ist,¬†dass das, was er anschaut auch mit ihm spricht.¬†Wer dennoch selbst ein Detail deutet, wird sofort ein n√§chstes finden,¬†das seine letzte Deutung fehl f√ľhrt.¬†Hier wirkt, was Goethe im Vorspiel des Faust¬†den Theaterdirektor zum Dichter sagen l√§sst:¬†…suchet nur sie zu verwirren; / sie zu befriedigen ist schwer.

Wer die Ordnung zwischen den Details erkennt¬†beginnt sein warmes Aufgehobensein zu genie√üen,¬†den Abpfiff des Zeitgef√ľhls und die Sprache der Stille zu h√∂ren.¬†Erst sp√§t, wenn √ľberhaupt, wird der Geist merken,¬†dass das, was hier wohltuend wirkt das Fehlen des Weltgegr√∂hls ist,¬†dass der Ort hier gegen diese Welt¬†ein kostbares Nichts ist,¬†dass auch den Menschen nicht zwingt etwas zu sein.¬†Kein Gesch√§ft, dass den Mensch zwingt Kunde zu sein.¬†Ein Nichts, dass den Menschen einfach nur da sein l√§sst¬†und allein daf√ľr willkommen hei√üt.¬†Keine Werbung raubt die kostbare Aufmerksamkeit,¬†nichts schreit sein aufdringliches eitles -ich ich ich-, wie die K√ľken im Vogelnest.¬†Nichts hier soll was sagen, obwohl man ahnt, dass es das k√∂nnte.¬†Niemand will Geld, nichts soll verkauft, nichts gepriesen werden.¬†Niemand will sagen was es ist.¬†Es ist Nichts und soll es auch sein.¬†Ein Kunstwerk; ein angebliches Vielsein,¬†dass aber nichts ist,¬†wie die wortlose Behauptung eines Theaterzauberers,¬†n√§mlich dass wei√üe Kaninchen in schwarzen Zylindern wohnen…Und wo sich alle deswegen freuen,¬†weil es eben perfekt so aussieht,¬†aber unm√∂glich so sein kann.

Und doch ist es was. Es muss! was sein…

Wer fern allen Hochmuts und unbeleidigt √ľber dieses Nichtbeantwortetsein ist,¬†nicht einen Ort braucht, um selbst etwas zu sein,¬†und √ľberhaupt in aller Uneile die Zeit dazu hat¬†wird irgendwann den Weg in den ersten Stock finden.¬†Eine breite gro√üz√ľgig einladende Treppe,¬†die zun√§chst auf ein feurig leuchtendes √Ėlgem√§lde zuschreiten l√§sst,¬†das einen liebesfreudigen Geist an die Lust zur Leidenschaft erinnert.

Dann biegt die Treppe scharf ab und f√ľhrt den Blick aufw√§rts in den Abgrund.¬†Drei vergammelte Restbalken lassen sofort die Phantasie¬†jene nicht mehr vorhandene Decke konstruieren,¬†schreien dem Baulaien ein erstes Auweia in den Sinn,¬†und wirken das Gef√ľhl,¬†gegen das sich die Frechheit des Herzens wehren w√ľrde,¬†wenn es auf einem Warnschild befohlen w√§re: Vorsicht einsturzgef√§hrdet!!!

Aber was fehlt kann nicht gez√§hlt werden, schreibt Lao Tse im Tao te King¬†und eine nicht vorhandene Decke kann auch nicht einst√ľrzen.¬†Und wenn, dann eben nur da, wo sie gerade ist: in der Phantasie.¬†(eventuell auch in den Gutachten verlogener Sachverst√§ndiger…)

Dann √∂ffnet sich der Blick bis zum Dach¬†und f√ľttert die Phantasie weiter¬†mit einem Gewirr von angefaulten Gammelbalken.¬†Die sind, wo sie sich selbst nicht mehr zu halten drohen¬†in verrostete Eisenketten gehangen, verrostete dunkle,¬†damit man nicht sogleich sehen kann,¬†dass das Geb√§lk eigentlich gegen das,¬†was dieser Anblick vermuten l√§sst gesichert ist.¬†Sie sind auch gereinigt¬†mit einem Wasserstrahl von f√ľnfzehn Atmosph√§ren Druck,¬†der wirklich nur die von Pilz und F√§ulnis unbesch√§digte Substanz √ľbrig l√§sst.
Aber Dreck, der weg ist sieht man nicht,¬†noch weniger, wenn man sowieso ein Mikroskop br√§uchte¬†f√ľr gefr√§√üige Bakterien, Sporen und Mycelien.¬†Darum sieht die Phantasie immer und immer weiter herabst√ľrzen,¬†was l√§ngst herabgest√ľrzt und wegger√§umt ist.¬†Und was staubgesaugt ist¬†und abgewaschen¬†und mit Antimykotikum f√ľr die Ewigkeit bereitet…

Sucht das Auge weiter wird es f√ľndig an talergro√üen Verstecktheiten,¬†die letztlich dem Laien oder all zu eiligen Fachmann¬†nichts als die Gro√üe Gefahr √ľbrig lassen, n√§mlich die Gefahr,¬†dass in allen schwarzen Zylindern weisse Kanikel wohnen …

Tatsächlich aber schwebt dieses Gewirr der Gammelei als banale Dekoration in diesem Raum, gleich wie in aller Welt auch Blumenampeln, Discokugeln und Lampen an der Decke hängen. und wirken in jedem Fall eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. Die soll sein wegen dem Zettel im zweiten Stock.

Man betritt den Aufgang nach weiter hoch.¬†Zwei gro√üe alte schwarz-wei√ü-Fotographien von Alt-G√∂rlitz h√§ngen an der Wand,¬†eine dritte steht am Boden, eine kleine Steigeleiter davor,¬†ein Hammer und eine B√ľchse N√§gel.¬†Es sieht aus wie mitten drin abgebrochen,¬†als ob jemand gerade von der Arbeit weggelaufen ist.¬†Kommt man ein Jahr sp√§ter¬†wird es immer noch so aussehen,¬†und dieser jemand wird sich als Imagination entpuppen,¬†als das v i r im Wort environment. Virus- der Lebende.¬†Mindestens Hundert solche sind im Haus zu finden.

Dann biegt die Treppe scharf ab und dann noch mal.¬†Dann tritt man auf einen kleinen Balkon,¬†die Decke dar√ľber sind zwanzig Quadratmeter¬†komplett fl√§chendeckendes Gammeldekor.¬†Ein Balken, auf einer Seite abgefault und herunter gebrochen¬†schwebt schr√§g im Raum, wie als ob er gerade noch fliegt.¬†Eine Eisenkette sichert ihn, doch die w√§re nicht n√∂tig gewesen,¬†denn der Balken hing noch von allein so.¬†Aber hier fand auch der Baumeister¬†die Angst an die Grenze getrieben.¬†Und da an diesem Balken h√§ngt er nun, der Zettel,¬†der noch beweisen wird, dass Kunst √ľberhaupt nicht Gesschmackssache ist.¬†Kunst ist sehr wohl erkl√§rbar und Geschmack auch,¬†lediglich nicht f√ľr jeden.Man muss es auch nicht.¬†Man kann auch Speise einfach genie√üen¬†ohne zu wissen wie sie gekocht wird.¬†Oder eben in Gefahr schweben, die gar keine ist,¬†und danach das Gl√ľck f√ľhlen, das man die ganze Zeit schon hatte.¬†Oder die wirkliche Sch√∂nheit erkennen,¬†die man draussen¬†an all den paar tausend strahlenden Hausfassaden¬†l√§ngst gesehen zu haben meint.

Was Du da gesehen hast, h√∂re Mensch, es ist Deine Sch√∂nheit !!!¬†Zumindest die H√§lfte etwa,¬†denn ohne diese Beigabe aus dem Steuers√§ckel¬†w√§ren diese H√§user nie gerettet¬†und nie so sch√∂n geworden wie sie heute sind.¬†Sie waren fast alle, wie es diese Gammelei verk√ľndet,¬†und sie waren es wirklich, was diese Gammelei nicht wirklich ist.¬†G√∂rlitz hat nicht nur diesen einen anonymen Spender,¬†der jedes Jahr diese Altstadtmillion spendiert.¬†Es hat auch achtzig Millionen anonyme Steuerzahler¬†und Hunderte Millionen verbaut!¬†Und einen Solidarit√§tszuschlag,¬†eine Zahl, den meisten G√§sten nur vom Steuerbescheid bekannt,¬†in G√∂rlitz aber nun¬†in einer solch robusten Sch√∂nheit sichtbar geworden,¬†wie in keiner anderen Stadt;¬†und ja;- wer sowas nie bezahlt hat,¬†oder nur Erwerb und Bereicherung darinnen fand,¬†der wird auch nur wenig ger√ľhrt sein¬†von einem Dankesch√∂n.

Das ist Erkl√§rung und keine Geschmackssache.¬†Es gab ja auch feuchte Augen, sehr und nicht selten, vor Freude¬†√ľber ein Kunstwerk aus zweitausend Arbeitsstunden,¬†die bauingineurlich genau so nutzlos sind,¬†wie die fliegenden B√§llchen beim Jongeleur,¬†oder wie die Kriminalit√§t im Kriminalfilm,-¬†-ach es gibt ja genug echte im wirklichen Leben,¬†und die ist doch auch nicht Geschmackssache,¬†weil sie nicht so clever aufgekl√§rt wird, wie die im Film.¬†Wozu putzen, wozu die M√ľhe, die ganze Arbeit¬†an etwas, das nicht mehr ist, was es mal war,¬†nicht mehr tut, was es mal tat¬†und nie mehr kann, was es mal sollte ???¬†Steht man nicht immer vor der Sinnlosigkeit eines sinnlosen Kunstwerkes¬†und fragt ‚Äěwas will uns der K√ľnstler damit sagen ???¬†…steht doch auf dem Zettel: Danke !!!

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Im Rahmen des diesj√§hrigen G√∂rlitzer Fotofestivals „Schaupl√§tze“ fand in den R√§umen der Energiefabrik/Rabryka vom 09.09 bis 11.09 unsere Fotoausstellung „Asylum of Decay“ gepaart mit der Sonderausstellung ‚ÄúTschernobyl 30 Jahre danach ‚Äď Die Katastrophe ver√§nderte eine Region‚Ä̬†verschiedener Fotografen die mit uns auf einer der vergangenen Fotoexpeditionen in der Sperrzone waren. Ein weiterer Programmpunkt war die Filmpremiere des zweiten teils von ¬†„Ein Sommer in Pripjat“.¬†Diese Dokumentation wird von Katja http://www.membaris-art.de/ pr√§sentiert. In dieser Dokumentation zeigt Sie euch¬†wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erf√§hrst, wer die Menschen sind, die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen.

Die¬†etwa 150 ausgestellten Bilder die sich in den ehemaligen Produktionhallen der ehemaligen Hefe- und Spirituosenfabrik pr√§sentierten lockten an diesem Wochenende¬†sehr viele interessierte Besucher¬†an. Diese konnten in der Ausstellung die Welt der¬†Lost Places Fotografen, ¬†Urban Explorer und Motivj√§ger entdecken und f√ľr einen Moment¬†den Alltag vergessen und in die Aura der geheimen Orte einzutauchen.

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich¬†bei allen die mich bei dieser gro√üartigen Veranstaltung unterst√ľtzt haben. Einen ganz besonderen Dank m√∂chte ich dem Team um Danilo „Ebs“ Strau√ü und seiner Familie aussprechen die dank Ihres Flei√ües und der Kreativit√§t diese Ausstellung zu einem wunderbaren Event gemacht haben.

Ein großer Dank geht auch an die ausstellenden Fotografen die mir im Rahmen eines Fotowettbewerbs die schönsten Bilder zugesendet haben und somit ein entscheidender und somit der wichtigste Teil der Fotoausstellung waren.

Vielen Dank an Katja Rakowski, Benjamin Hultsch, M+M Graphics, Meinolf Lipka, Jens Joachim Margis, Florian Döhmer, Stephan Peereboom, Tomasz Cichy, Dieter Wichler und die vielen anderen Fotografen.

Ein besonderer Dank gilt auch der Firma Meyer Optik die ich im Rahmen der Fotoausstellung als Partner f√ľr fotografische Hardware gewonnen habe. Demn√§chst k√∂nnet Ihr dann auf ausgew√§hlten Touren und Reisen die erstklassigen Objektive von Meyer Optik testen und begutachten.

Einige der ausgestellten Bilder werden in ein paar Wochen, nach R√ľcksprache mit den Fotografen zugunsten eines christlichen Waisenhauses in der Ukraine h√∂chstbietend versteigert.

In den nächsten Tagen/Wochen werde ich hierzu die Details bekanntgeben.

Wir sehen uns dann im nächsten Jahr.


Ein ziemlich unbekanntes Online-Nachrichtenportal aus dem Emsland das als bisherige journalistischen Meisterleistungen das „Absenken von Gullideckeln in Buxtehude und das Entlaufen von H√ľhnern in Kotzenb√ľll“ (ein wirklich existierendes Dorf in Nordfriesland) als Breaking News vermeldete m√∂chte jetzt in den Presseolymp aufsteigen. Als Beispiel wird sich hier die Onlinestrategie eines gro√üen Onlineportals herangezogen. Jeder erinnert sich wohl an die ver√∂ffentlichten Meldungen von „Schl√§gern in der U-Bahn“ als Fahndungsafruf die meist s√ľdl√§ndisch aussehende Jugendliche abbildeten. Meist waren die Artikel mehrere Jahre Alt. Der Zweck bestand einzig darin diese Artikel von Zeit zu Zeit bei Facebook zu posten um „Content“ auf der Seite zu generieren. Auf diesen Zug m√∂chte nun auch das winzig kleine Nachrichtenportal aus dem Norden aufspringen und mit einer Reportage aus Tschernobyl am gro√üen journalistischen Rad drehen. Aufgebaut als Reisebericht eines unbedarften Teilnehmers der meiner Meinung nach die Fotoexpedition nach Tschernobyl mit einer Pauschalreise nach Malle verwechselt hat soll nun in einer Reportage √ľber jeden Expeditionstag berichtet werden. Als Ank√ľndigung¬†erschien vor einigen Wochen die riesige √úberschrift „ABGEZOCKT in Tschernobyl“! Damit soll nat√ľrlich eine breite Aufmerksamkeit angezogen werden und ganz subtil einen massiven finanziellen Verlust beim Teilnehmer suggerieren um darauf zu schlie√üen das der Veranstalter wohl nicht ganz „koscher“ ist. Am Ende entpuppte sich dies als hei√üe Luft denn wenn man „Lesen“ kann und dazu noch den Vertrag komplett studiert hat, ist man halt Klar im Vorteil. In Berlin bei der Abfahrt wurde vom Teilnehmer moniert das der Veranstalter Ihn nicht die 50 Meter am Treffpunkt an die Hand genommen hat und sicher zum Bus auf die gegen√ľberliegende Stra√üenseite begleitet hat. Es gab leider zu dieser Zeit keinen freien Parkplatz am genauen Treffpunkt deshalb musste dieser Abseits parken. Am Ende √§rgere ich mich das ich diesem Teilnehmer kein Zugticket gekauft habe so wie er es sich gew√ľnscht hat, so w√§re mir vieles erspart geblieben. Fortsetzung folgt…

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

Nat√ľrlich m√∂chte ich euch nicht das Feedback einer Teilnehmerin vorenthalten die schon mehrmals mit diesem „zwielichtigen“ Veranstalter unterwegs war.

Abgezockt in TschernobylAbgezockt in Tschernobyl

Fortsetzung folgt….


Zu einem tragischen Unfall kam es am fr√ľhen Donnerstagmorgen auf dem Gel√§nde einer ehemaligen Kinderklinik in Berlin Weissensee. Ein 30 j√§hriger Mann kletterte auf das Dach eines Geb√§udes und brach auf die darunter liegende Etage¬†durch und blieb¬†schwerverletzt auf dem Boden liegen. Laut Polizeisprecherin wurde der Mann mit mehreren Knochenbr√ľchen sowie inneren Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren. Eine akute Lebensgefahr besteht nicht. Das der Mann in Begleitung eines Freundes war erwies sich f√ľr Ihn als „Gl√ľck im Ungl√ľck“ denn dieser konnte rasch Hilfe rufen. Nach dem Schrecken droht nun beiden M√§nnern ein juristisches Nachspiel: Die M√§nner wurden wegen Hausfriedensbruchs angezeigt.

Seit einiger Zeit sind verlassene Industrieruinen, Krankenh√§user und Sakralbauten nicht nur als Kulisse f√ľr Filmdrehs und Fotoshootings gefragt sondern auch immer mehr von sogenannten „Urban Explorern“. Das sind Entdeckungstouristen die den morbiden Charme der sogenannten Lost Places mit Ihrer Kamera fotografisch festhalten m√∂chten. Viele dieser verlassener Orte sind verschlossen und deren Betreten ohne die Zustimmung der Eigent√ľmer ist nicht erlaubt. Es gibt aber mittlerweile auch Anbieter die Lost Places Fototouren als legale und angemeldete Tour anbieten.¬†Eine professionelle Begleitung mit entsprechender Einweisung in Sicherheit kann einem viele √úberraschungen ersparen.

Lost Places Fototour in Görlitz

Lost Places Fototour


Fotofestival

Liebe Fotofreunde & Explorer!

VORANK√úNDIGUNG alle weiteren Infos folgen!

Vom 26.08 bis 11.09.2016 findet wieder das Fotofestival in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec statt. In diesem Jahr sind auch wir ein Teil der Veranstaltung.

Auf dem Programm steht unter anderem eine Fotoausstellung mit dem Namen „Asylum of Decay“. Diese richtet sich ausschlie√ülich an euch alle die in den letzten Jahren Teil einer oder mehrerer Fototouren und Expeditionen waren. Hier stellen wir die sch√∂nsten Bilder von unseren besuchten Lost Places, Sehensw√ľrdigkeiten in Deutschland Europa und der Welt aus.

Ich w√ľrde mich freuen wenn auch Ihr alle bei diesem au√üergew√∂hnlichen Event dabei seid.

Bewerbt euch ganz einfach mit eurem Foto.

Schickt mir eine E Mail mit eurenm Namen und E Mail Adresse, Telefon sowie Informationen √ľber euch und das entstandene Foto ein: Bitte nur eine Bilddatei der Fotografie, die Du als Bewerbung einreichen m√∂chtest. Bitte achte darauf, dass die l√§ngere Kante mindestens 1000 Pixel und maximal 2000 Pixel aufweist.

E Mail: post@urbexplorer.com

¬†‚ÄěAm 26. April 1986, ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl eine Serie von Explosionen. Der Supergau von Tschernobyl war die gr√∂√üte technische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts‚Äú .

Wir laden alle Lost Places Fotografen, Hobbyfotografen, Urbexer und Geschichtsinteressierte zu unserer Filmreportage „Ein Sommer in Pripjat“ w√§hrend des Fotofestivals ein. Diese Dokumentation wird von Katja http://www.membaris-art.de pr√§sentiert. Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erf√§hrst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen.

Unser Programm während des Fotofestivals runden diverse Workshops zum Thema Fotografie ab.

Zum Thema malen mit Licht und Lichtkunstfoto wird es ein Fotokurs mit Sven Gerard geben:

Sven Gerard
Light Art Photography & Light Painting
sven@lichtkunstfoto.de
www.lichtkunstfoto.de
www.fb.com/lichtkunstfoto

LichtkunstfotoAlle Infos zum Ablauf werden hier demn√§chst Online gestellt. Ihr werdet aber auch √ľber den Newsletter oder den sozialen Medien auf dem Laufenden gehalten. Falls Ihr Fragen habt schickt mir eine Nachricht an post@urbexplorer.com.

Wir freuen uns auf euch!