Die meisten Urlauber suchen sich als Ziel fĂŒr die schönste Zeit des Jahres moderne StĂ€dte, das Meer oder urige Bergdörfer aus. Ablenken, entspannen, fotografieren – dies ist die allgemeine Idealvorstellung eines gelungenen Urlaubs. Der schwarze Tourismus allerdings ist ein Trend, bei dem immer mehr Menschen genau das Gegenteil suchen: Orte, an denen Schlimmes passiert ist.

Katastrophen und Schrecken als Freizeitgestaltung

Eine Weile gibt es diesen Trend schon, denn von Katastrophen und Schrecken sind die Menschen schon immer fasziniert. In frĂŒheren Zeiten waren es KĂ€mpfe um Leben und Tod oder öffentliche Hinrichtungen, heute sind es Touren zu KatastrophenschauplĂ€tzen. Orte, an denen sich Tragödien abgespielt haben, ĂŒben eine ganz spezielle Faszination aus. Und dieses PhĂ€nomen scheint steig zu wachsen. Immer mehr Menschen besuchen zum Beispiel die Sperrzone von Tschernobyl: Im Jahr 2017 hat die Zonenadministration rund 30.000 Besucher gezĂ€hlt, letztes Jahr waren es bereits 60.000. Andere lassen sich in Kolumbien mit Pablo Escobars Auftragsmörder fotografieren, besuchen das Konzentrationslager Auschwitz oder fliegen nach Amerika, um eine Nacht im berĂŒchtigten Villisca Axe Murder House zu verbringen, in dem im Juni 1912 ein bis heute unaufgeklĂ€rter achtfacher Axtmord geschah.

Das Eingangstor mit der Aufschrift “Arbeit macht frei” der KZ-GedenkstĂ€tte Auschwitz-Birkenau – Dark Tourism Diskussion

Offizielle Zahlen zum Schwarzen Tourismus gibt es kaum, denn viele Menschen organisieren ihre Reisen selbst. Allerdings wird dieser Trend immer beliebter. Im Tourismus herrscht ein enormer Wettbewerb und Pauschalreisen mit „All inclusive“ haben schon lange ihren Reiz verloren. So werden SchauplĂ€tze von Tragödien zu touristischen Zielen umfunktioniert.

Bildung vs. Sensationstourismus

Schwarzer Tourismus an sich ist nichts Schlechtes. Im Gegensatz zu den in unserem Beitrag „Chernobyl: Influencer-Ansturm nach Serienerfolg“ erwĂ€hnten Personen geht es den meisten dabei nicht um Selbstinszenierung. GrĂ¶ĂŸtenteils wird mit heutigen GedenkstĂ€tten respektvoll umgegangen – keine Selfies oder aufsehenerregende Videos. Die meisten gieren nicht nach Sensationen, sondern suchen Stille, Besonnenheit oder Einkehr. Sie wollen dort nichts erleben, sondern etwas lernen und sich selbst ein Bild von dem Geschehenen machen.

Eine spannende Reise nach Tschernobyl mit einem Reiseveranstalter aus Deutschland bequem buchen. Komm mit uns auf eine faszinierende Tschernobyl Tour und mach Dir selbst ein Bild!

Doch leider gibt es auch negative Beispiele. In Kolumbien fand nach Veröffentlichung der gleichnamigen Netflix-Serie ein regelrechter „Narcos“-Tourismus statt. Anstatt sich kritisch mit dem Thema auseinander zu setzen, wurde hier mit der Verherrlichung von Unrecht und Gewalt Geld verdient. Beelitz ist ein weiteres Beispiel. Bereits vor seinem Kinostart sorgte der Horrorfilm „HeilstĂ€tten“ fĂŒr Unruhe. Obwohl er in den Ruinen einer anderen HeilstĂ€tte gedreht wurde, befĂŒrchtete man, dass der Grusel- und Partytourismus in den verlassenen Bereichen von Beelitz wieder aufleben könnte. Nachdem der Inhalt des Films bekannt wurde, hatte die Administration deshalb den Dreh auf dem GelĂ€nde untersagt.

Solche Vorkommnisse wird man leider nicht verhindern können, doch besteht die Hoffnung, dass sie eine Ausnahme bleiben. Vielmehr liegt es in der Verantwortung eines jeden Reisenden, sich im Klaren zu sein, wie man sich an GedenkstÀtten oder SchauplÀtzen schlimmer Tragödien verhalten sollte. Denn was teilweise an diesen Orten passiert, ist schockierend und beschÀmend.

Verantwortungsvoller Umgang

Am wichtigsten ist also der Aspekt, wie Tragödien und Unheil aus vergangenen Zeiten in der Gegenwart prĂ€sentiert und wahrgenommen werden und wie man sich selbst als „schwarzer Tourist“ an diesen Orten verhĂ€lt. Denn diese Art des Reisens erfĂŒllt auch eine soziale Funktion: Das Erleben und Nachvollziehen von Leid. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit kennen wir meistens nur aus dem Fernsehen oder BĂŒchern. Wenn wir jedoch Dinge persönlich vor uns sehen und uns das Leid und der Schmerz dadurch direkt begegnen, bekommen wir eine Verbindung zu denjenigen, die dies damals betroffen hat. Die Touren können somit also ein Ventil fĂŒr die Gesellschaft sein, welche Tod und Krankheit aus dem Alltag in KrankenhĂ€user und Altenheime verbannt hat. Das fĂŒhrt zu neuem Moralempfinden und neuer SensibilitĂ€t. Die wichtigste Voraussetzung dafĂŒr ist jedoch, der Geschichte sensibel und kritisch und nicht naiv oder verherrlichend zu begegnen.

Mit eigenen Augen

Mit dem nötigen Respekt vor den Opfern und den Hinterbleibenden besuchen wir als Fotoreisende die Sperrzone von Tschernobyl. Hier bieten sich beeindruckende Motive fĂŒr einzigartige Bilder. Wenn ihr Tschernobyl mit eigenen Augen sehen wollt, findet ihr auf unserer Webseite Tschernobyl Abenteuerreisen alle Infos, die ihr fĂŒr eure individuelle Fotoreise mit Urbexplorer benötigt


Ansturm von Instagram Touristen in Tschernobyl

Der Erfolg der HBO-Miniserie “Chernobyl” sorgt fĂŒr einen Ansturm von Influencern, welche die Sperrzone von Tschernobyl als neue Selfie-Location fĂŒr sich entdeckt zu haben scheinen. Dabei bleibt der Respekt oftmals auf der Strecke.

Das sagt der Autor der HBO Chernobyl Serie dazu

Die erfolgreiche HBO-Miniserie ĂŒber eine der grĂ¶ĂŸten Katastrophen des 20. Jahrhunderts hat, mehr als 33 Jahre nach dem Unfall, wieder einmal einen ausgeprĂ€gten Hype um das Thema entfacht. Vor allem fĂŒr amerikanische Influencer scheint die Sperrzone von Tschernobyl momentan das Selfie-Reiseziel Nr. 1 zu sein. Einige Touranbieter behaupten, in den letzten Wochen einen Buchungsanstiegt von bis zu 40 % verzeichnet zu haben. Seit Kurzem kursieren viele unangebrachte Fotos auf Instagram, die einen Sturm der EntrĂŒstung ausgelöst und nun selbst den Autor und Produzenten der Serie zu einem Kommentar bewegt haben.

Craig Mazin schrieb am Dienstag auf Twitter, dass es zwar wundervoll sei, dass „Chernobyl“ eine neue Welle an Tourismus in der Sperrzone ausgelöst hat, doch dass er auch die Fotos kennt, die mancher Besucher postet. Er plĂ€diert dafĂŒr, sich daran zu erinnern, dass eine schreckliche Tragödie dort passiert ist und dass sich jeder mit Respekt fĂŒr alle die, die darunter gelitten und sich geopfert haben, verhalten soll.

Wenig Respekt vor dem Schicksal der Menschen in Pripyat

Meldungen wie diese rufen KopfschĂŒtteln und UnglĂ€ubigkeit hervor. Fakt ist jedoch auch, dass Tschernobyl bereits seit Jahren einen Besucheransturm erfĂ€hrt. Vor allem die warme Jahreszeit und TagesausflĂŒge am Wochenende von Gruppen mit bis zu 50 Personen sorgen fĂŒr diesen Ansturm. Wochentags und in der Nebensaison ist es jedoch deutlich ruhiger. Respektloses Verhalten in der Sperrzone gab es schon immer. Dies passiert vor allem durch inoffizielle Touren und Menschen, die sich unerlaubterweise Zugang verschaffen. Wir als offizieller Touranbieter achten darauf, dass keine unangebrachten Fotos entstehen und bei unserem Besuch der Sperrzone der nötige Respekt vor den Opfern und Hinterbliebenen herrscht. Wenn ihr Tschernobyl mit eigenen Augen sehen wollt, findet ihr auf unserer Webseite Tschernobyl Abenteuerreisen alle Infos, die ihr fĂŒr eure individuelle Fotoreise mit Urbexplorer benötigt.

Eine spannende Reise nach Tschernobyl mit einem Reiseveranstalter aus Deutschland bequem buchen. Komm mit uns auf eine faszinierende Tschernobyl Tour und mach Dir selbst ein Bild!

Radiation City Pripjat & Tschernobyl Tour


Als amerikanisch-britische Produktion thematisiert Chernobyl die Ereignisse der bis zu diesem Zeitpunkt schwersten Atomkraftwerks-Katastrophe der Welt. Die Internet-Bewertungen (96 Prozent auf Rotten Tomatoes und 9,6 Sterne auf IMDb) zeichnen ein eindeutiges Bild: Die Miniserie gilt als eine der besten aller Zeiten und verweist selbst weltweit gefeierte Produktionen wie Game of Thrones und Breaking Bad auf die PlÀtze.

Continue reading →


Tschernobyl war der schwerste Kernkraftwerksunfall der Welt

Tschernobyl war der schwerste Kernkraftwerksunfall der Welt, der die Stadt Pripjat im damaligen Teil der Sowjetunion zur Evakuierung zwang, nachdem sie einer hohen Strahlung ausgesetzt war. Sowjetische Beamte spielten den Vorfall lange Zeit öffentlich herunter. Bis heute arbeiten Wissenschaftler daran, die Auswirkungen der tödlichen Explosion nachzuvollziehen.

Viele von euch haben die Premiere der Miniserie ” Tschernobyl” am 6. Mai 2019 bereits gesehen. Alle die noch nicht mit uns auf einer unserer Reisen nach Tschernobyl dabei waren und trotzdem so ein großes Interesse an der Thematik haben, möchten wir euch die Verantwortlichen wĂ€hrend der Katastrophe und deren Schauspieler hier kurz vorstellen. Auch stellen wir euch die entsprechenden Drehorte vor.

Eine Co-Produktion von HBO und SKY

Aber zuerst wollen wir dieses Filmprojekt ein wenig vorstellen. Laut Wikipedia ist Tschernobyl ein historisches Drama, das von Craig Mazin produziert wurde, das durch eine Koproduktion zwischen der amerikanischen HBO und British Sky entstanden ist. Die Premiere fand am 6. Mai 2019 statt und ist ĂŒber den HBO Go-Service erhĂ€ltlich. Die Serie zeigt die Tschernobyl-Katastrophe in der Ukraine (ehemalige UdSSR) vom 26. April 1986.

Die Tschernobyl-Miniserie von HBO thematisiert die wahre Geschichte einer der schlimmsten von Menschen verursachten Katastrophen der Geschichte und erzĂ€hlt von den tapferen MĂ€nnern und Frauen, die geopfert wurden, um Europa vor einer weiteren Katastrophe zu bewahren. Mehr ĂŒber die Geschichte der Katastrophe erfĂ€hrst du unter diesem Link: https://urbexplorer.com/liqidatoren-von-tschernobyl-wettlauf-gegen-den-unsichtbaren-feind/

Die Dreharbeiten begannen in Litauen

Die Dreharbeiten begannen im April 2018 in Litauen, in der Ortschaft FabijoniĆĄkės bei Vilnius, in einem ehemaligen Vorort, der teilweise an die evakuierte Stadt Pripjat erinnert. SpĂ€ter verlagerte sich die Produktion nach Ignalina, um Außen- und Innenaufnahmen des stillgelegten Kernkraftwerks Ignalina zu machen, das dem “Cherobyl Nucelar Power Plant” sehr Ă€hnlich ist, da hier auch die RBMK-Kernreaktor-Technologie verwendet wurde.

Film ĂŒber die katastrophe von Tschernobyl

Jared Harris als Valery Legasov

Zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 war Legasov der erste stellvertretende Direktor des Kurchatov Institute of Atomic Energy. Er wurde ein wichtiges Mitglied der Regierungskommission, die gebildet wurde, um die Ursachen der Katastrophe zu untersuchen und die Reduzierung ihrer Folgen zu planen. Er traf die wichtigsten Entscheidungen zur Vermeidung wiederholter UnfĂ€lle und informierte die Regierung ĂŒber die Situation im Katastrophengebiet. Er zögerte nicht, mit seinen Kollegen und der Presse ĂŒber die Sicherheitsrisiken der zerstörten Anlage zu sprechen und bestand auf der sofortigen Evakuierung der gesamten Bevölkerung der nahe gelegenen Stadt Pripyat. Im August 1986 legte er den Bericht der sowjetischen Delegation auf der Sondertagung der IAEO in Wien vor. Sein Bericht zeigte eine Tiefe der Analyse und Ehrlichkeit bei der Diskussion ĂŒber das Ausmaß und die Folgen der Tragödie.

Stellan SkarsgÄrd als Borys Shcherbyna

Shcherbyna war Leiter der UdSSR-Regierungskommission, die zur Untersuchung des Unfalls eingerichtet wurde. Er hielt eine Pressekonferenz in Moskau ab, zu der auslĂ€ndische Journalisten eingeladen waren. Angeblich stand diese Konferenz im Einklang mit der Politik von KPdSU-GeneralsekretĂ€r Gorbatschow fĂŒr mehr Offenheit bei der Berichterstattung ĂŒber Ereignisse, eine Politik, die am Vortag in Kalkutta sehr deutlich zitiert worden war. Shcherbyna erklĂ€rte auch, dass die lokalen Behörden nach dem Unfall den Umfang zunĂ€chst unterschĂ€tzt hĂ€tten und dass die Evakuierung erst am nĂ€chsten Tag begonnen habe.

Emily Watson als Ulyana Khomyuk

Ulyana war ein Nuklearphysiker, der beauftragt wurde, die Ursachen fĂŒr den Unfall zu klĂ€ren.

Paul Ritter als Anatoly Dyatlov

Am 26. April 1986 beaufsichtigte Dyatlov einen Test im Reaktor 4 des Kernkraftwerks, der zum schwersten Atomkraftwerksunfall der Geschichte fĂŒhrte. 1987 wurde er “wegen krimineller Misswirtschaft potenziell explosiver Unternehmen” fĂŒr schuldig befunden und zu zehn Jahren GefĂ€ngnis verurteilt. Er wurde nach fĂŒnf Jahren entlassen. Er schrieb ein Buch, in dem er behauptete, dass schlechtes Anlagendesign und nicht das Anlagenpersonal in erster Linie fĂŒr den Unfall verantwortlich sei. WĂ€hrend des Unfalls wurde Dyatlov einer Strahlendosis von 390 REM (3,9 Sv) ausgesetzt, die 50% der Betroffenen nach 30 Tagen den Tod bringt. Er starb 1995 an Herzinsuffizienz.

Der Supergau im Kernkraftwerk von Tschernobyl

Adrian Rawlins als Nikolai Fomin

Fomin war Chefingenieur im Kernkraftwerk Tschernobyl. Nach der Katastrophe verbrachte er einen Monat in der Moskauer Klinik und wurde im August 1986 verhaftet. Er verbrachte ein Jahr in einem GefÀngnis in Kiew und wartete auf den Prozess, wurde aber spÀter von der Anklage des Machtmissbrauchs freigesprochen, fand sich aber wegen grober Verletzung der Sicherheitsvorschriften schuldig und wurde zu 10 Jahren in einem Arbeitslager verurteilt. Bald darauf wurde er wegen eines Nervenzusammenbruchs entlassen.

Con O’Neill als Viktor Bryukhanov

Brjuchanow war zum Zeitpunkt des Unfalls der Betriebsleiter. Als Direktor des Tschernobyl-Standortes wurde er zu zehn Jahren GefĂ€ngnis verurteilt, aber nur zu fĂŒnf Jahren Haft verurteilt.

Adam Nagaitis als Vasily Ignatenko

Ignatenko war ein Oberfeldwebel, der zur ersten Feuerwehrmannschaft auf das Reaktordach geschickt wurde. Ignatenko erhielt eine tödliche Dosis Strahlung beim Versuch, BrÀnde auf dem Dach und im Reaktorkern zu löschen. Er starb zwei Wochen spÀter im Moskauer Krankenhaus 6.

Jessie Buckley als Ljudmila Ignatenko

Ljudmila Ignatenko war Wassilys 23-jÀhrige schwangere Frau, die ihn im Pripyat Hospital Nr. 126 und spÀter im Moscow Hospital 6 besuchte. Sie erhielt auch eine tödliche Dosis Strahlung von Vasily, starb aber nicht.

Die HBO Tschernobyl-Miniserie (5 Episoden) startete am 6. Mai 2019.  Du kannst diese auf HBO Go sehen (der erste Monat ist kostenlos). Wenn du eine Reise nach Tschernobyl unternehmen möchtest, können wir deinen besuch in der Sperrzone und Geisterstadt Pripjat schon heute organisieren. Auch bieten wir dir eine ausgiebige FĂŒhrung duch das Kernkraftwerk von Tschernobyl an. Alle Infos und Touren findest du unter diesem Link: https://urbexplorer.com/tschernobyl-abenteuer-reisen/


Georgien, ein kleines Land am Schwarzen Meer, ist gerade einmal so groß wie der Freistaat Bayern. Und doch ist dieses schöne Fleckchen Erde geprĂ€gt von Tumulten, Tourismus und einer Lebensfreude, die ihresgleichen sucht. Dieser bunte Mix zieht Reisende aus aller Welt an. Auch wir waren sehr gespannt auf dieses facettenreiche Land – und wir wurden nicht enttĂ€uscht!

Continue reading →


Gedenken an die Helden von Tschernobyl

Die gusseiserne Glocke hĂ€ngt stumm im steinernen Bogen. An der Mauer darunter steht auf Plaketten eingraviert eine Reihe von Namen. Namen der Menschen, die in den ersten Stunden, Tagen und Wochen unter Einsatz ihres Lebens nach einer der grĂ¶ĂŸten Katastrophen der Welt aufgerĂ€umt haben. Das Denkmal erinnert an die Liquidatoren von Tschernobyl.

Tschernobyl, auch heute noch Synonym fĂŒr den unsichtbaren Schrecken, steht fĂŒr eine nukleare Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Die HintergrĂŒnde der furchtbaren Ereignisse könnt ihr in den BeitrĂ€gen Liquidatoren von Tschernobyl – Wettlauf gegen den unsichtbaren Feind und Bis dass der Tod uns scheidet – Das Leben der Einsiedler von Tschernobyl nachlesen.

Continue reading →


Der 26. April steht vor der TĂŒr. Viele von uns werden wie jeden Tag ihrem Alltag nachgehen und abends in aller Ruhe ins weiche Bett fallen. Diese NormalitĂ€t wurde jedoch am 26. April 1986 fĂŒr viele Menschen fĂŒr immer zerstört. An diesem schicksalstrĂ€chtigen Tag ereignete sich in einer kleinen Ortschaft im Norden der Ukraine eine der grĂ¶ĂŸten Nuklearkatastrophen der Welt – der Reaktorunfall von Tschernobyl.

Wir gedenken mit zwei BeitrÀgen den mutigen Menschen, die es sich nach der Katastrophe zur Aufgabe gemacht haben, das verseuchte Sperrgebiet zu sÀubern. Viele haben ihren Einsatz vor Ort mit ihrer Gesundheit oder sogar mit ihrem Leben gezahlt.

Continue reading →


Die Reise nach Spitzbergen beginnt

Die eiskalte Gischt spritzt uns immer wieder ins Gesicht, wĂ€hrend unser Schiff ĂŒber die frostige See gleitet. Doch die KĂ€lte spĂŒren wir fast gar nicht. Mit klammen Fingern haben wir unsere Kameras fest im Griff. Vor uns ragen beeindruckende Formationen auf – Eisberge, soweit das Auge reicht. Willkommen in Spitzbergen, der nördlichsten bewohnten Region unseres Planeten.

Continue reading →


Schon gewusst? Justin Bieber war 2015 fĂŒr einen Videodreh auf Island

Glaubt man Berichten von Einheimischen, hat er sich dort absolut danebenbenommen. Falls ihr das verpasst habt, lest unseren Beitrag Nach Justin Bieber Video – Island sperrt Touristenattraktion.

Nein, wir wollen jetzt nicht noch mehr auf dem armen SĂ€nger rumhacken. Ein bisschen Online-Recherche vorab hĂ€tte ihm aber sicherlich gutgetan. Schließlich gibt es zahlreiche Blogs und Websites, unter anderem von kundigen Einwohnern, die genau zeigen, was sich die IslĂ€nder von Touristen wĂŒnschen.

Continue reading →


Görlitz, wer kennt denn eigentlich diese Stadt in Sachsen?

Damit das allgemeine Kopfkratzen einem Aha-Moment weichen kann, folgen erst einmal ein paar Fakten rund um die östlichste Stadt Deutschlands und deren Geschichte: Görlitz liegt nahe der polnischen Grenze und ist die grĂ¶ĂŸte Stadt in der Oberlausitz. Die mehr als 55.000 Einwohner tummeln sich auf etwa 67 Quadratkilometer. Die Altstadt mit vielen denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€uden ist ein wahrer Touristenmagnet. Sie hat den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet ĂŒberstanden. Falls euch die Altstadt bekannt vorkommt, hat das einen Grund: Viele Regisseure nutzen sie als Kulisse fĂŒr ihre Dreharbeiten, denn die AtmosphĂ€re der alten Bauten und das Stadtbild sind einmalig. Die Folge: Mehr als 100 Filme wurden hier gedreht. Wenn ihr also ein DĂ©jĂ -vu erlebt, liegt das an Streifen, wie Grand Budapest Hotel, Monuments Men oder auch Das schweigende Klassenzimmer.

Continue reading →


Nach Justin Bieber Video – Island sperrt Touristenattraktion

Die islĂ€ndische Umweltagentur hat den Drehort eines Justin-Bieber-Musikvideos fĂŒr Touristen bis auf Weiteres geschlossen. Die imposante Schlucht mit dem Namen FjaĂ°rĂĄrgljĂșfur im SĂŒdosten der Insel hatte in den vergangenen Jahren wegen dem kanadischen Popstar eine Vielzahl an Touristen und Fans angezogen. Um das empfindliche Ökosystem des Canyons zu schĂŒtzen, bleiben die Wanderwege dort bis zum 1. Juni 2019 gesperrt.

Continue reading →


Schönheit des Zerfalls – Der verlassene Freizeitpark Kejonuma Leisure Land sorgt fĂŒr GĂ€nsehaut und einzigartige Aufnahmen

Wir stehen inmitten einer hĂŒfthohen Wiese, der Sommerwind streicht durch das Gras und wir hören ein paar Vögel leise zwitschern. Eigentlich die pure Idylle, wĂ€re da nicht das nervenaufreibende Quietschen rostiger Stahlstreben im Hintergrund – ein schauriges GerĂ€usch wie aus einem Albtraum von Horrorautor Stephen King! Wir befinden uns direkt vor dem Kejonuma Leisure Land, einem ehemaligen Freizeitpark in Japan. Mehr als 200.000 Besuchern strömten Jahr fĂŒr Jahr durch dessen Pforten, um mit dem Riesenrad ungeahnte Höhen zu erreichen oder eine Runde zu fröhlicher Musik auf dem Karussell zu drehen.

Continue reading →


Island – Land der Mythen, Wikinger und natĂŒrlich der Vulkane

Zusammen mit Geysiren, Thermalquellen und Lavafeldern prĂ€gen sie die einzigartigen Landschaften der bekannten Insel im Nordatlantik. Wusstest du, dass ihr Name so viel wie Eisland bedeutet? Kein Wunder, denn auf der Insel herrscht zumeist ein eisiges Klima. Selbst im Sommer klettert das Thermometer selten ĂŒber 15 Grad. Die frostigen Temperaturen solltest du beim Packen fĂŒr deine Reise auf jeden Fall berĂŒcksichtigen, denn mit klammen Fingern die störrische Kamera zu bedienen, macht wenig Spaß.

Continue reading →


Tschernobyl – dieser Name löst bis heute bei einer ganzen Generation Beklemmung aus. Und das nicht ohne Grund: Wir verbinden die kleine Ortschaft im Norden der Ukraine sofort mit einer der grĂ¶ĂŸten Nuklearkatastrophen der Welt. Laut Experten kann die radioaktive Strahlung auch heute noch onkologische Erkrankungen, sprich verschiedenste Krebserkrankungen, auslösen.

Continue reading →


Lust auf eine spannende Island Fotoreise?

Auf den ersten Blick mögen die VestfirĂ°ir – die Westfjorde – auch sehr abgelegen erscheinen, unerreichbar sind sie auf unserer Island Fotoreise mit Sicherheit nicht. Nur durch ein schmales LandstĂŒck mit der Hauptinsel verbunden, bilden die Westfjorde einen ganz eigenen Landschaftsraum. Aber ihre vor allem im Winter abgeschiedene Lage macht sie auch einzigartig in Island. Hier gehen die Uhren etwas gelassener als im ĂŒbrigen Land. Wie die Finger einer Hand ragen die Westfjorde in den Nordatlantik, gewaltige Fjorde, umrahmt von hohen Basaltbergen, prĂ€gen die zu großen Teilen menschenleere Landschaft. Eine Landschaft im Urzustand, wie es sie nirgends in Europa mehr gibt. Die Westfjorde gehören zu den geologisch Ă€ltesten Teilen Islands, sie haben den Vulkanismus bereits weitestgehend hinter sich. Das Bild der heutigen Landschaft entstand vor allem durch die gewaltigen Gletscher der letzten Eiszeit, die die riesigen Fjorde ins Land gefrĂ€st haben.

Continue reading →


Riesige Pelikane aus rostigem Stahl

Auf unseren Tschernobyl Reisen fahren wir auch zum ehemaligen Binnenhafen in der NĂ€he des Kraftwerks. Drei riesige Metallmonster, KrĂ€ne aus rostigem Stahl bewachen das Flussufer. Ein vierter neigt sich bedenklich zur Seite und versinkt langsam in das Wasser. Von weitem sehen sie aus wie riesige Pelikane, erst wenn man direkt vor ihnen steht, sieht man deren gigantische GrĂ¶ĂŸe. Wie bei vielen Dingen in der Sperrzone von Tschernobyl die wir auf unserer Reise begegnen, ist es oft nicht der erste Eindruck der uns nachdenklich stimmt, sondern die weitere Erforschung und Erkundung der einzelnen Objekte und die Zeugnisse aus frĂŒherer Zeit.

Wenn man auf einen der KrĂ€ne hinaufklettert, bekommt man einen wunderschönen Panoramaausblick hinĂŒber nach Pripjat und zum Kraftwerk. Nachdem ich meinen Kran ausgewĂ€hlt habe, wo ich hochklettern möchte und mich fest mit meinen HĂ€nden am GelĂ€nder festhalte, gehe ich die ersten Stufen hinauf. GlĂŒcklicherweise sind das eher Treppen aus Metall und keine Leitern mit Sprossen wie ich es von der Duga Radarstation kenne.

Continue reading →


Eine mehrtÀgige Tour durch die Sperrzone

Unsere mehrtĂ€gigen Reisen nach Tschernobyl sind eine Mischung aus Lost Places Fototour und Abenteuerreisen. Diese Touren sind eine Kombination aus einer Wanderreise mit Expeditionscharakter und ausreichend Zeit fĂŒr eigene Fotoaufnahmen ganz gleich ob mit System, Spiegelreflexkamera oder dem Smartphone. Unsere erfahrenen Guides zeigen dir die schönsten Fotospots in der riesigen Sperrzone von Tschernobyl und Geisterstadt Prypjat zu entsprechenden Tageszeiten. Hier dreht sich alles um das Erkunden von tollen Landschaften, Lost Places, Relikten aus dem kalten Krieg und Details aus der Vergangenheit.

Eine militÀrische Forschungsabteilung im kalten Krieg?

Vor der Katastrophe war die Jupiter-Fabrik eine Zweigstelle des Kiewer Unternehmens „Mayak“ und stellte elektrische Komponenten her, die damals hauptsĂ€chlich fĂŒr TonbandgerĂ€te verwendet wurden. Es halten sich immer noch GerĂŒchte ĂŒber eine militĂ€rische Forschungsabteilung und angesichts der Zeit des kalten Krieges und der strategisch gĂŒnstigen Lage ist es sehr wahrscheinlich, dass dies wahr ist. Nach der Katastrophe im Jahr 1986 befanden sich in der Fabrik Radiologielabors, in denen Dekontaminationsverfahren und DosimetriegerĂ€te getestet wurden. Die Laboratorien waren bis 1996 in Betrieb, dann wurde die Fabrik endgĂŒltig aufgegeben.

Continue reading →


Wie fotografiere ich am besten Polarlichter?

Was fĂŒr eine AusrĂŒstung benötigst du?

Die MindestausrĂŒstung, die Du fĂŒr deine Polarlichterfotografie benötigst, ist:

  • Stativ: Da Langzeitbelichtungen fĂŒr jede Art von Nachthimmelfotografie unerlĂ€sslich sind, ist ein stabiles Stativ eines der wichtigsten GerĂ€te, das Du brauchst, um Verwacklungen und unscharfe Bilder zu vermeiden.
  • Kamera mit manueller Modusfunktion: Eine Kamera, mit der Sie ISO, Blende und Belichtung manuell anpassen können. Eine Vollformat-Kamera liefert auch bei Aufnahmen mit schwachem Licht eine bessere GesamtbildqualitĂ€t und erzeugt RAW-Dateien mit höherer QualitĂ€t.
  • Weitwinkelobjektiv: Mit einem Weitwinkelobjektiv kannst Du ein Bild aufnehmen, das mehr Licht ĂŒber den Himmel und die Landschaft darunter enthĂ€lt. Bei einem Objektiv mit einem minimalen Blendenwert von f / 2,8 kann der Sensor der Kamera in kĂŒrzester Zeit so viel Licht wie möglich aufnehmen. Denk aber bitte daran ohne Filter zu fotografieren, vor der Aufnahme musst du alle Filter vom Objektiv entfernen!
    Zubehör: Vergiss nicht die Mindestausstattung – leere Speicherkarten und voll aufgeladene Akkus.

Continue reading →


Eines der grĂ¶ĂŸten Kraftwerke in Schlesien

Die Bewohner der Region Schlesien waren bis zum 19. Jahrhundert vorwiegend in der Landwirtschaft tĂ€tig, als im Zuge der Industrialisierung und technischer Entwicklung die Schwerindustrie hier in der Region angesiedelt wurde. Zu dieser Zeit kaufte der bekannte schlesische Industrielle Karl Godula, der hiesige Zink und Kohle-Magnat, immer mehr LĂ€ndereien mit gigantischen Rohstoffvorkommen. Nach seinem Tod ĂŒbernahm seine Adoptivtochter Joanna Gryzik, mit ihrem Ehemann Ulrich Schaffgotsch das gesamte Vermögen und die Industrieanlagen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entschied sich die Schaffgotsch Bergwerksgesellschaft GmbH fĂŒr die Errichtung eines Kohlekraftwerks mit Kohle aus dem nahe gelegenen Bergwerk “GrĂ€fin Johanna”. Bald wurde eines der grĂ¶ĂŸten Kraftwerke in Schlesien errichtet.

Continue reading →


Ein Kinderferienlager im Wald

Nachdem wir den Checkpoint zur 10 Kilometer Zone passiert haben und auf der Hauptstraße nach Tschernobyl unterwegs waren, hielt unser Fahrer ĂŒberraschend an und wir bogen ab in einen unscheinbaren Waldweg, der parallel zur Hauptstraße verlief. Nachdem wir einige Kilometer auf dem holprigen Weg unterwegs waren und unser Fahrzeug gegen die ĂŒberhĂ€ngenden Äste gestreift war, blieben wir plötzlich stehen. Uns war nicht sofort klar, warum, aber unser Guide wies uns an auszusteigen und nach links in Richtung Wald zu gehen. Wir liefen ein paar Hundert Meter auf einem Feldweg entlang, als plötzlich Reste von Asphalt zu sehen waren und sofort erschien auf der rechten Seite versteckt zwischen BĂ€umen das erste GebĂ€ude, allem Anschein nach war es eine Pförtnerhaus und ehemalige Kantine.

Continue reading →