Asche zu Asche – Eine Reise nach Búðir

Island – Land der Mythen, Wikinger und natürlich der Vulkane

Zusammen mit Geysiren, Thermalquellen und Lavafeldern prägen sie die einzigartigen Landschaften der bekannten Insel im Nordatlantik. Wusstest du, dass ihr Name so viel wie Eisland bedeutet? Kein Wunder, denn auf der Insel herrscht zumeist ein eisiges Klima. Selbst im Sommer klettert das Thermometer selten über 15 Grad. Die frostigen Temperaturen solltest du beim Packen für deine Reise auf jeden Fall berücksichtigen, denn mit klammen Fingern die störrische Kamera zu bedienen, macht wenig Spaß.

Und glaub mir, deine Kamera wirst du kaum aus der Hand legen können, sobald du einen Fuß auf die Insel gesetzt hast. Überall findet man atemberaubende Motive, die man sofort mit der Kamera festhalten möchte. Ein idealer Ort, um sich so richtig auszutoben, bis der Finger vom vielen Knipsen schon ganz taub wird, ist der alte Handelsplatz Búðir.

Um Búðir zu besuchen, muss man auf die Südseite der Halbinsel Snæfellsnes reisen. Heute ist das Örtchen fast verlassen, einzig eine Farm, eine Kirche und ein kleines Hotel zeugen von der bewegten Vergangenheit der Gemeinde. Bis etwa 1930 war der Ort ein wichtiger Handelsplatz der Insel. Das zeigt sich auch im Namen, denn Búðir ist das isländische Wort für Läden oder Geschäfte. Doch heute verirren sich nur noch vereinzelt Touristen hierher, in die einsame Schönheit rund um Búðir.

Spektakuläre Aufnahmen im Lavafeld Búðahraun

Sobald man es sich im kleinen Hotel gemütlich gemacht hat, sollte man sich warm anziehen, die Ausrüstung einpacken und losstiefeln. Als Erstes machen wir einen kurzen Abstecher in das zweite Gebäude im Ort: die Kirche. Sie steht heute unter Denkmalschutz und stammt aus dem Jahre 1848. Sie gilt als eine der ältesten Holzkirchen Islands. Mit etwas Glück kannst du den Klang der Glocke hören, die noch aus dem Jahre 1672 stammt. Ein großartiges Motiv bietet sicherlich der Flügelaltar mit einer Darstellung des letzten Abendmahls. Ist dieses Bild im Kasten, kann es weitergehen. Denn etwa vier Kilometer westlich vom Hotel liegt der eigentliche Grund, warum wir dich ausgerechnet hierherschicken: das Lavafeld Búðahraun.

Vor etwa 5.000 Jahren brachen einige Krater des Vulkansystems Snæfellsjökull aus. Die Lava ergoss sich in Strömen auf die angrenzende Ebene und erstarrte dort zum Lavafeld. In alten Schriften trägt es noch den Namen Klettshraun, bekannter ist es heute als Búðahraun. Durch das gesamte Feld führen verzweigte Wanderwege. Das Laufen auf der erkalteten Lava selbst ist schwierig und sollte unbedingt vermieden werden. Da diese sehr zerklüftet ist, droht der Fuß immer wieder in versteckten Spalten stecken zu bleiben. Eine Verstauchung oder sogar einen Bruch in einer so einsamen Gegend zu riskieren, ist eine vermeidbare Gefahr! Außerdem steht das gesamte Gebiet unter Naturschutz. Es ist daher absolut empfehlenswert, auf den Wegen zu bleiben.

Das Lavafeld selbst ist nur spärlich bewachsen, doch die umliegenden Landschaften haben sich schneller wieder erholt und zeigen nun eine atemberaubende Vielfalt: Mehr als 130 Pflanzenarten kannst du hier entdecken. Im Sommer machen die etwa 16 unterschiedlichen Farne und Blaubeeren den Spaziergang durch diese grüne Kulisse zum unvergesslichen Erlebnis.

Bucht Búdavik: Muscheln, soweit das Auge reicht

Nach Feuer folgt Wasser, als Nächstes steht nämlich ein Abstecher in die bogenförmige Bucht Búdavik an. Der Grund sind die vielen Muscheln, die diesen Abschnitt zu einem der größten und zugleich schönsten Muschelstrände der gesamten Insel machen. Zu den verschiedenen Tageszeiten leuchtet der Strand in den unterschiedlichsten Gelb- und Rottönen. Dieses Motiv darf man sich auf seiner Reise nicht entgehen lassen!

Wer es bis jetzt noch nicht geschafft hat, sich vom Alltagsstress zu erholen, der sollte sich eine Weile an den Strand setzen. Die Einsamkeit, das leichte Auf und Ab der Wellen, das sanfte Rauschen der Brandung und der weite Blick über das Meer lassen einen allzu leicht in eine Meditation verfallen.

Der knurrende Magen weckt einen wieder und der Hunger zieht einen zurück ins Hotel Búðir. Bevor wir jedoch die Küste verlassen, sollten diese Erinnerungen auch per Kamera festgehalten werden. Wer weiß, wann wir wieder auf die Insel und zur einzigartigen Natur rund um Búðir reisen werden!

Auf Wiedersehen in Búðir!

Die vielfältigen Landschaften machen Búðir zu einem attraktiven Reiseziel abseits der Touristenströme in Island. Wenn ihr Lust bekommen habt, die Lavafelder, den Muschelstrand und vieles mehr mit eigenen Augen zu sehen und mit euren Kameras zu verewigen, haben wir das passende Angebot zu einer Reise nach Búðir bei unseren Fotoreisen.

Dabei müsst ihr euch keineswegs auf Búðir festlegen. Stöbert doch einfach einmal durch unser Angebot. Gerade auf Island bieten wir euch verschiedene Touren für jeden Geschmack. Wenn ihr Fragen habt oder eine persönliche Tour nach Island und nach Búðir wünscht, nehmt Kontakt zu uns auf.

Island & Polarlichter Fotoreise mit Urbexplorer

 

 

 

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