33 Jahre Tschernobyl: Die Grabstätte der Katastrophe

Das havarierte Kraftwerk in Tschernobyl

Wie viel Gefahr geht vom Kernkraftwerk in Tschernobyl aus?

Das größte Problem in Tschernobyl selbst war bis zur Fertigstellung der neuen Schutzhülle der alte Sarkophag aus Beton und Blech. Dieser wurde nach dem Super-GAU noch 1986 eilig hochgezogen. Unmittelbar nach der Katastrophe im Block 4 hatten die Behörden eine Sperrzone 30 Kilometer rund um das Kraftwerk errichtet. Ein Grund dafür war vor allem die immense Belastung durch Cäsium-137. Aus dem alten Sarkophag drang nach wie vor Cäsium-137 – als Aerosol über die Luft nach draußen. Zudem drohte das altersschwache Blechdach einzustürzen.

Was verbirgt sich unter der Schutzhülle, die den havarierten Reaktor von Block 4 umgibt?

Im Innern des Gebäudes lagern noch rund 200 Tonnen Uran. Beim Unglück war es zu einer Kernschmelze gekommen. Der flüssige, lavaartige Kernbrennstoff war in die unteren Stockwerke gelaufen und hat sich dort teils mit Beton verbunden. Bei der Explosion des Meilers war sogar Uran auf den Dächern der benachbarten Gebäude gelandet, das die Arbeiter wieder in das zerstörte Gebäude zurückwerfen mussten.

Super-GAU Tschernobyl – ein Sarkophag für die Ewigkeit?

Über 4 Jahren wurde unter Hochdruck an der neuen Kuppel aus Edelstahl für den Unglücksreaktor Nummer 4 des Kraftwerks von Tschernobyl gearbeitet. Die Größe des Bauwerkes ist gigantisch. Lang wie ein Fußballstadion und Hoch wie ein zehnstöckiges Haus. Das Gesamtgewicht des Sarkophags beträgt etwa 38.000 Tonnen. Die Innen und Außenwände der Hülle sind mit Edelstahl verkleidet. Etwa 3000 Arbeiter bauen seit etwa 4 Jahren an der neuen Schutzhülle. Am 07 und 08 November 2016 soll die gigantische Konstruktion auf Schienen gesetzt und endgültig über den Unglücksreaktor geschoben werden.

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Wie sieht es heute aus in Tschernobyl?

Wenn man den neuen Sarkophag darüber geschoben hat, beginnt erst die eigentliche Arbeit. Die strahlenden Stoffe aus dem Inneren des Reaktors müssen herausgeholt werden um sie in ein endgültiges Lager zu befördern. Das Endlager dafür muss noch gebaut werden. Deshalb wurde die neue Schutzhülle auf eine Zeit von 100 Jahren angelegt. Der Reaktor war nach dem Unglück 1986 in hektischer Arbeit mit Blei und Sand zugeschüttet, dann mit Stahl und Beton abgedeckt worden. Darunter liegen bis heute 180 Tonnen strahlende Kernbrennstoffe. Dieser sogenannte erste Sarkophag ist nunmehr marode, deshalb wurde die zweite Schutzhülle gebaut. Unter ihrem Dach soll das radioaktive Material aus dem Reaktor geholt und dann das Kraftwerksgebäude abgerissen werden. Dies stellt eine Aufgabe für Jahrzehnte dar.

Im Kontrollraum von Block 2 des Kernkraftwerkes in Tschernobyl

Tschernobyl Tour: Katastrophentourismus? Dark Tourism?

Dark Tourism  ist ein Trend, bei dem immer mehr Menschen genau das Gegenteil von Strand und Sonne suchen: Orte, an denen Schlimmes passiert ist. Schwarzer Tourismus an sich ist nichts Schlechtes. Im Gegensatz zu den in unserem Beitrag „Chernobyl: Influencer-Ansturm nach Serienerfolg“ erwähnten Personen geht es den meisten dabei nicht um Selbstinszenierung. Größtenteils wird mit heutigen Gedenkstätten respektvoll umgegangen – keine Selfies oder aufsehenerregende Videos. Die meisten gieren nicht nach Sensationen, sondern suchen Stille, Besonnenheit oder Einkehr. Sie wollen dort nichts erleben, sondern etwas lernen und sich selbst ein Bild von dem Geschehenen machen.

Kann ich heute nach Tschernobyl fahren?

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