Das Dorf Krasny Bereg liegt 200 Kilometer sĂŒdöstlich von der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Nur wenige werden jemals von dem beschaulichen Örtchen gehört haben, doch im Zweiten Weltkrieg war es Schauplatz eines der grausamsten Verbrechen, die man sich vorstellen kann. Im Jahr 1943 errichteten die Nationalsozialisten in diesem Dorf ein hauptsĂ€chlich fĂŒr Kinder vorgesehenes Konzentrationslager. Heute erinnert eine GedenkstĂ€tte von fĂŒr Weißrussland nationaler Bedeutung an dieses tiefschwarze Kapitel der Geschichte. Sie ist den hilflosesten Opfern des Krieges – den Kindern – und ihrer vom Krieg gestohlenen Kindheit gewidmet. Der Ort wirkt hell und erfĂŒllt vom Licht der Hoffnung, doch vielen Besuchern fĂ€llt es schwer, ihre TrĂ€nen an diesem von Schrecken und Leid geprĂ€gten Ort zurĂŒckzuhalten.

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Noch ist Usbekistan ein Geheimtipp unter Abenteurern, doch seit 2016 öffnet sich das Land Schritt fĂŒr Schritt fĂŒr den Tourismus. FĂŒr die meisten ist Usbekistan ein unbekanntes Land – ein Gebiet, das sich nicht lohnt, erkundet zu werden. „Was gibt es denn dort zu sehen außer WĂŒste und Moscheen? Ist es nicht gefĂ€hrlich, dorthin zu reisen? Dort herrscht doch ein Diktator? So ein Land möchte ich nicht besuchen.“ Diese Reaktionen sind nicht ĂŒberraschend, immerhin leben wir in einer Zeit, die von Ressentiments, Misstrauen und Angst geprĂ€gt ist. In diesem Artikel möchten wir mit Vorurteilen ĂŒber Usbekistan aufrĂ€umen, denn fĂŒr uns machen offene, herzliche und gastfreundliche Menschen sowie deren interessante Kultur ein Land aus und nicht die Politik. Wir setzen uns fĂŒr einen kulturellen Austausch, frei von Vorurteilen, ein.

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Ground Zero – der Ort, an dem alles begann

Ab 2020 werden wir euch die Möglichkeit geben, den Kontrollraum von Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl zu besichtigen. Dort wurden vor ĂŒber 33 Jahren die schwerwiegenden Fehler begangen, die zur bis dahin schlimmsten Nuklearkatastrophe der Menschheitsgeschichte gefĂŒhrt haben. Selbst mehr als drei Jahrzehnte nach dem Unfall kann die Strahlenbelastung an diesem Ort den Normalwert um das Hundert- bis Zweihundertfache ĂŒberschreiten. Spezielle Kleidung wie SchutzanzĂŒge, Atemmasken, Sicherheitsschuhe und Schutzhelme sind wĂ€hrend der Besichtigung deshalb Pflicht. Laut den Kraftwerksmitarbeitern reichen ein paar Minuten im Kontrollraum aus, um das Gesehene niemals zu vergessen.

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