Waleri Legassow schätzte als einer der ersten Wissenschaftler das wahre Ausmaß der Katastrophe von Tschernobyl richtig ein. Er ordnete wichtige Maßnahmen zur Schadensbegrenzung nach dem Unfall an und rettete somit in ganz Europa Millionen von Menschen das Leben. Erst auf sein Betreiben hin wurde Prypjat 36 Stunden nach der Explosion von Reaktor 4 evakuiert.

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Nach dem Bankencrash im Jahr 2008 war der Tourismus für Island essenziell. Doch bereits seit Jahren nimmt auf der Insel die Toleranz gegenüber Urlaubern ab. Einheimische beschweren sich vor allem über Vandalismus, steigende Preise sowie immer mehr Hotel-Baustellen in der Hauptstadt Reykjavík. Einige Touristen verhalten sich taktlos: Sie ignorieren Verbote, zerstören die Natur und müssen immer wieder aus Notlagen gerettet werden. Langsam gerät die rund 350.000 Einwohner zählende Insel an ihr Limit.

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Wird ein neues Dekret die Sperrzone grundlegend verändern?

Am 10. Juli unterzeichnete Wolodymyr Selenskyj, seit fast zwei Monaten neuer Präsident der Ukraine, ein Dekret “ĂĽber bestimmte Entwicklungen in den Gebieten, die von der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl betroffen sind”. Einige Punkte des Dekrets sprach Selenskyj während seines Sperrzonen-Besuches Anfang dieser Woche an.

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Katastrophe in Tschernobyl – Sarkophag für die Ewigkeit?

Die neue SchutzhĂĽlle ĂĽber dem 1986 explodierten Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks #Chernobyl ist heute, am 10.07.2019 offiziell in Betrieb genommen worden. Mehr als 40 Länder beteiligten sich an der Finanzierung des 2 Milliarden Euro-Projektes, um “den Planeten und die Menschheit vor radioaktiver Verseuchung zu schĂĽtzen”, so der ukrainische Präsident Wolodymyr #Selenskyj. Die 108 Meter hohe und 36.000 Tonnen schwere Konstruktion soll Temperaturen von -30 °C bis +50 °C, einem Erdbeben der Stärke 6 sowie einem Tornado der Stufe 3 standhalten und in den nächsten 100 Jahren fĂĽr Sicherheit sorgen.

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Bisher gab es weltweit nur zwei atomare Unfälle, die auf der siebenstufigen INES-Skala (Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse) die höchste Stufe erreichten. Mit dieser Skala beschreibt die Internationale Atomenergie-Organisation Katastrophen mit weitreichenden gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen.

Ein Abriss der Ereignisse

Am 11. März 2011 erschütterte ein ungefähr zweiminütiges Erdbeben der Stärke 9,0 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshū. Sein Epizentrum lag 163 Kilometer nordöstlich des Kernkraftwerks Fukushima I. Die ersten Wellen des Bebens regten dort Seismometer an, die eine Schnellabschaltung der Reaktoren 1 bis 3 auslösten. Gleichzeitig fiel die externe Stromversorgung des Kraftwerks durch Schäden an dessen Schaltanlagen aus und zwölf der dreizehn Notstromdieselgeneratoren starteten. Alle sechs Blöcke schalteten in der Folge auf Notkühlung um.

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