10 GrĂŒnde fĂŒr eine Reise nach Myanmar

Atemberaubende Landschaften auf unserer Myanmar Fotoreise

Myanmar, das ehemalige Birma, ist das wohl ursprĂŒnglichste Land Asiens. Es bietet nicht nur einzigartige und mystische Landschaften, sondern auch antike SchĂ€tze, uralte Tempel und koloniale Bauten. Myanmar zu besuchen ist wie eine Reise in die Vergangenheit SĂŒdostasiens voller SehenswĂŒrdigkeiten und Geschichten, die nur darauf warten, erzĂ€hlt zu werden. Der Staat zwischen Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand fasziniert mit einer wundervollen Inselwelt, einem mĂ€rchenhaften Hochland, AuslĂ€ufern des Himalaja und atmosphĂ€rischen Seen.

Ein Paradies fĂŒr Touristen ist das Land nach jahrzehntelanger MilitĂ€rherrschaft allerdings noch lange nicht, wenngleich Myanmar seit fast neun Jahren von einem zivilen Staatsoberhaupt regiert wird. Doch gerade weil es touristisch noch weitestgehend unerschlossen ist, lohnt sich fĂŒr Abenteurer und Entdecker eine Reise. Unsere 10 GrĂŒnde fĂŒr eine Reise nach Myanmar lest ihr im folgenden Artikel.

Der kreativste KĂŒnstler ist die Natur.

Myanmar zĂ€hlt zu den landschaftlich abwechslungsreichsten LĂ€ndern Asiens. Mit einer FlĂ€che von ĂŒber 670.000 Quadratkilometern ist es doppelt so groß wie Deutschland und begeistert mit einer einzigartigen und authentischen asiatischen Landschaft. Zarte HĂŒgel, saftig grĂŒne Graslandschaften und gewaltige Gebirgsketten findet man in Myanmar genauso wie eindrucksvolle Flusspanoramen und die schönsten StrĂ€nde SĂŒdostasiens. Diese Mischung macht das Land zu einem ĂŒberraschenden und faszinierenden Reiseziel.

Wer zu Hause keine Besucher empfÀngt, wird in der Fremde keinen Wirt haben.

Trotz der abwechslungsreichen Landschaft und vielfĂ€ltigen Kultur Myanmars sind es zumeist die Menschen, von denen Reisende als absolutes Highlight schwĂ€rmen. Ein ehrliches LĂ€cheln ist oft schon genug, um mit den Myanmaren in Kontakt zu treten oder zu ihnen nach Hause eingeladen zu werden. Sie leben glĂŒcklich und lieben es, zu geben. In Myanmar findet man noch das wahre LĂ€cheln Asiens. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Bewohner Myanmars ist umwerfend und wird unvergessliche Begegnungen schaffen.

Ein einzelner Sonnenstrahl reicht aus, um viele Schatten zu vertreiben.

Den ruhigen Inle-See mit seinen faszinierenden schwimmenden GĂ€rten, die U-Bein-BrĂŒcke als lĂ€ngste und Ă€lteste Teakholz-BrĂŒcke der Welt oder die historische Königsstadt Bagan mit ihrem sagenumwobenen Tal der Tempel wĂ€hrend eines der fĂŒr Myanmar typischen SonnenuntergĂ€nge zu besuchen, lĂ€sst sich kaum ein Reisender entgehen. So geballt wie im ehemaligen Birma kann man dieses besondere Naturschauspiel nur selten genießen. In Myanmar verwandelt die Sonne beim Untergehen die gesamte Szenerie in ein ganz besonderes Spektakel, das in Bezug auf Lichtstimmung und Farbe seinesgleichen sucht. Diesen atemberaubenden und unvergleichlichen Moment kann man nicht selten zusammen mit den Myanmaren genießen, welche diese Zeit des Tages selbst immer wieder als Erlebnis bezeichnen.

Myanmar - 12 Tage Fotoreise

Fischer mit traditionellen myanmarischen Netzen am Inle-See wÀhrend des Sonnenuntergangs

Wer isst, ist.

Aufgrund zahlreicher EinflĂŒsse aus Myanmars NachbarlĂ€ndern und bereichert von der Vielfalt unterschiedlicher Volksgruppen ist die myanmarische KĂŒche ebenso umfangreich wie einzigartig. Milde Currys und indische Gerichte gehören gleichermaßen zur traditionellen KĂŒche wie eine große Auswahl an je nach Region und Saison variierenden Fischen und MeeresfrĂŒchten sowie, dank der fruchtbaren Erde des Landes, ein breites Angebot an GemĂŒse und Obst. Fleisch spielt nur eine untergeordnete Rolle. Reis gilt als Grundnahrungsmittel und wird gekocht, zu Nudeln verarbeitet oder als SĂŒĂŸspeise zu fast allen Gerichten serviert. Im Vergleich zu Vietnam und Thailand sind die hygienischen ZustĂ€nde in Myanmars GarkĂŒchen relativ schlecht und man sollte als Reisender besonders achtsam sein.

Das Schöne wirkt wie ein Magnet.

Neben seiner landschaftlichen Vielfalt punktet Myanmar auch mit einer Menge unvergleichlicher Monumente. Besonders nennenswert ist dabei Bagan, die Stadt der Tempel, in der circa 2.000 Tempel und Pagoden darauf warten, besichtigt zu werden. Auch Yangon, die heimliche Hauptstadt Myanmars, beeindruckt vor allem mit dem Shwedagon-Paya, dem wichtigsten Sakralbau und religiösen Zentrum Myanmars. Er ist das Wahrzeichen Yangons sowie des ganzen Landes und einer der berĂŒhmtesten Stupas der Welt. Die Stadt Mandalay gilt als kulturelles Zentrum des Landes und hat mit dem Mandalay Hill, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und deren Umgebung hat, der Kothodaw-Pagode, die aufgrund ihrer beschrifteten Pagoden als grĂ¶ĂŸtes Buch der Welt gilt und dem 2 × 2 Kilometer umfassenden ehemaligen Königspalast eine Menge SehenswĂŒrdigkeiten zu bieten.

Buddistischer Tempel in Myanmar

Auf unserer Fotoreise erkunden wir die Stadt Bagan mit ihrem sagenumwobenen Tal der Tempel.

Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr.

Die Myanmaren lieben es zu feiern und so finden fast das ganze Jahr ĂŒber viele verschiedene Feste statt. Einzig wĂ€hrend der dreimonatigen Fastenzeit, die jedes Jahr auf die Regenzeit fĂ€llt, sind Feierlichkeiten und selbst Hochzeiten verboten. Das bis zu drei Wochen andauernde Phaung-Daw-U-Pagoden-Festival, fĂŒr das die Menschen aus allen Ecken des Landes anreisen, gehört zu den grĂ¶ĂŸten, buntesten und berĂŒhmtesten Festen in Myanmar. WĂ€hrend des, abhĂ€ngig vom buddhistischen Mondkalender, im September oder Oktober stattfindenden Festes in der nördlich des Inle-Sees gelegenen Stadt Nyaung Shwe werden vier aus dem 12. Jahrhundert stammende vergoldete Buddha-Statuen auf einer reichlich geschmĂŒckten Königsbarke um den See gefahren. Die Form der Buddhas ist dabei kaum noch zu erkennen, da sie sich im Laufe der Zeit durch das hĂ€ufige Aufbringen von Blattgold in unförmige Goldklumpen verwandelt haben. Die Königsbarke hĂ€lt an jedem Dorf, um den GlĂ€ubigen Gelegenheit zur Huldigung zu geben. Das Fest ist voller ursprĂŒnglicher EinflĂŒsse und es werden traditionelle TĂ€nze und Bootsrennen abgehalten.

Ein tiefer Sinn wohnt in den alten BrÀuchen.

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit 135 verschiedenen Ethnien, die das Land mit unterschiedlichen Sprachen, Traditionen und BrĂ€uchen bereichern. Das Land hat sich eine Vielfalt indigener Kulturen bewahrt. Über Jahrzehnte wurde es von diversen MilitĂ€rdiktaturen beherrscht, die es völlig nach außen abschotteten. Erst 2011 begann der Demokratisierungsprozess des Landes. Doch auch fast neun Jahre spĂ€ter sind die Myanmaren den auslĂ€ndischen Tourismus und den westlichen Lebensstil noch nicht gewöhnt. Ihr Leben ist stark vom Buddhismus geprĂ€gt; viele Sitten und GebrĂ€uche existieren jedoch schon seit der Zeit, bevor der Buddhismus eingefĂŒhrt wurde. Da sich Myanmar eine lange Grenze mit Indien teilt, finden sich in dem Land viele indische Elemente, vor allem in den Traditionen, der Kleidung, dem Essen und der Lebensart, wieder. So Ă€hnelt Myanmar mehr Indien als dem grĂ¶ĂŸtenteils schon recht modernen SĂŒdostasien.

Junge Mönche mit den roten Schirmen

Kindermönche mit roten Schirmen verlassen einen Tempel in Myanmar.

Jedes wahre Kunstwerk offenbart ein StĂŒck der Seele seines Schöpfers.

Ob Holzschnitzarbeiten, Papierschirme, Web-, Lack-, Kupfer-, Bronze- und Messingarbeiten, Gold- und Silberschmuck, Stickereien, WandbehĂ€nge, GemĂ€lde, Marionetten oder Zigarren – Myanmars Handwerkskunst ist ebenso vielfĂ€ltig wie edel. Sie wird in WerkstĂ€tten, auf MĂ€rkten und an StĂ€nden in Tempeln und Pagoden verkauft. Die Menschen verdienen mit dieser Arbeit nicht viel, weshalb hochwertige Handwerkskunst in Myanmar meist Ă€ußerst gĂŒnstig zu erwerben ist. Dennoch kann man sich sicher sein, dass die Kunstwerke mit der Hand hergestellt wurden; zudem gibt es eine große Auswahl der schönsten Dinge und die Myanmaren freuen sich, wenn man ihre KĂŒnste zu wĂŒrdigen weiß.

Wenn Gold redet, schweigt alle Welt.

Obwohl das Land zu den Ă€rmsten der Welt gehört, dominiert die Farbe Gold Myanmars Landschaftsbild. Pagoden, Stupas und Buddhas werden großzĂŒgig damit verziert, manchmal so großzĂŒgig, dass das jahrelange Auftragen des Goldes einige Buddha-Statuen schon völlig entfremdet hat. Ganz gleich ob einfacher Landarbeiter oder wohlhabender Unternehmer – die Myanmaren selbst tragen hauptsĂ€chlich zum goldenen Antlitz ihres Landes bei, denn nach buddhistischem Glauben werden noble Spenden im jetzigen Dasein mit einem besseren Leben nach der Wiedergeburt belohnt. So werden selbst heilige Felsen mit Blattgold verziert. Doch nicht nur Architektur wird im ehemaligen Birma vergoldet. In einem Kloster in Yangon ist der Körper eines Mönches aufgebahrt, der sich nach seinem Tod hat vergolden lassen. Diese fĂŒr uns eigenwillig anmutende Methode der Konservierung hat den Mönch zu einem Heiligen gemacht, als der er heute verehrt wird.

Myanmar Fototreise - 12 Tage Rundreise

In-Dein-Pagodenwald am Inle-See in Myanmar

An hundert Stellen ist noch Ursprung.

Myanmar ist im Vergleich zu vielen anderen asiatischen LĂ€ndern noch weitestgehend unberĂŒhrt. Seine zögerliche Öffnung fĂŒr den Tourismus ist an vielen Stellen zu spĂŒren, insbesondere bezogen auf touristisch weniger entwickelte Gebiete. Vergleiche mit dem Thailand von vor 50 Jahren, die auf die UrsprĂŒnglichkeit und AuthentizitĂ€t des Landes anspielen, sind durchaus angebracht. In welchem Land sonst erlebt man es heutzutage noch, dass Pferdekutschen als Taxi hĂ€ufiger zu sehen sind als Autos, dass Frauen am Fluss ihre WĂ€sche waschen, wĂ€hrend ihre Kinder im Wasser plantschen, dass Felder noch per Hand und Ochsenkarren bestellt werden oder dass sich HĂŒhner, Schweine, KĂŒhe und Ziegen frei in den Dörfern bewegen?

Namenskontroversen

Birma und Myanmar sind zwei Varianten derselben Bezeichnung. Bama und Myanma sind seit jeher die einheimischen Bezeichnungen der Bamar, der grĂ¶ĂŸten Bevölkerungsgruppe des Landes. Der Name ist in bereits im 12. Jahrhundert erfassten Inschriften zu finden. Schon in den 1920er Jahren wollte man einen einheitlichen Begriff fĂŒr alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen finden. Der Begriff Bama wurde infolgedessen wiederkehrend durch Myanma ersetzt und umgekehrt. Durch das MilitĂ€r erfolgte am 18. Juni 1989 die Umbenennung des Landes in „Republik der Union Myanmar“. Die Armee wollte damit das Land als selbstbewussten Staat prĂ€sentieren, der die Kolonialzeit endgĂŒltig ĂŒberwunden hat. Nur wenige Tage spĂ€ter ĂŒbernahm die UNO den neuen Namen. Die USA, Australien, weitere Staaten, einige nichtstaatliche Organisationen sowie die FriedensnobelpreistrĂ€gerin Aung San Suu Kyi halten als Zeichen ihrer Missbilligung des MilitĂ€rregimes jedoch bis heute am alten Namen fest. Einerseits aufgrund der fehlenden Mitwirkung des Volkes an der Umbenennung und andererseits, weil der Begriff Myanmar nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.

Da Myanmar der mittlerweile allgemein gebrĂ€uchliche Name des Landes ist, haben wir uns dafĂŒr entschieden, ihn zu verwenden. Dies geschieht allerdings ohne politische Stellungnahme unsererseits. FĂŒr uns machen offene, herzliche und gastfreundliche Menschen sowie deren vielfĂ€ltige Kultur ein Land aus und nicht die Politik. Wir setzen uns fĂŒr einen kulturellen Austausch, frei von Vorurteilen, ein.

Ein authentisches Erlebnis

Kommt mit uns auf Entdeckungsreise in das wohl ursprĂŒnglichste Land Asiens und genießt mit uns abwechslungsreiche Landschaften, atemberaubende SonnenuntergĂ€nge, bunte Feste und den Zauber des Landes der Herzlichkeit. In einer kleinen Gruppe von Abenteurern und Entdeckern begebt ihr euch auf eine unvergessliche Expedition. Wenn ihr Myanmar mit eigenen Augen sehen wollt, findet ihr auf unserer Seite Myanmar Fotoreise alle Informationen, die ihr fĂŒr eure individuelle Fotoreise mit Urbexplorer benötigt.

 

Zitatverfasser oder -herkunft

„Der kreativste KĂŒnstler ist die Natur.“ – Andreas Tenzer
„Wer zu Hause keine Besucher empfĂ€ngt, wird in der Fremde keinen Wirt haben.“ – aus China
„Ein einzelner Sonnenstrahl reicht aus, um viele Schatten zu vertreiben.“ – Franz von Assisi
„Wer isst, ist.“ – Georg-Wilhelm Exler
„Das Schöne wirkt wie ein Magnet.“ – aus Myanmar
„Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr.“ – Demokrit
„Ein tiefer Sinn wohnt in den alten BrĂ€uchen.“ – Friedrich Schiller
„Jedes wahre Kunstwerk offenbart ein StĂŒck der Seele seines Schöpfers.“ – Erich Limpach
„Wenn Gold redet, schweigt alle Welt.“ – aus Deutschland
„An hundert Stellen ist noch Ursprung.“ – Ralph Waldo Emerson

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