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Fotomotive und Hintergründe

Die Stadt Prypjat

Die Stadt wurde 1970 gegründet und zählte 1986 knapp 50.000 Einwhner, davon ca. 15.000 Kinder.
Auf unserer Tour werden wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen.
Dazu zählen der Rummelplatz der 4 Tage vor der Eröffnung für immer geschlossen wurde, der Kulturpalast „Energetik“, Das Kaufhaus, Hotel „Polissja“ und weitere staatliche Einrichtungen.

Schulen und Kindergärten

Da Prypjat durch die vielen Kinder eine sehr junge Stadt war gibt es eine große Zahl an Schulen und Kindergärten. Hier und da ist schon ein Marx oder Engels gefallen, oder auch eine komplette Klassenzimmerwand. Man findet noch viele Lehrbücher, Klassenarbeiten und Bastelarbeiten. Ebenso die zahllosen Gasmasken. Aber das ist eine andere Geschichte und hat mit dem Atomunfall nichts zu tun.

Krankenhaus

Alte Instrumente, Medikamente und Behandlungsräume fesseln die Augen und jagen auch den ein oder anderen Schauer über den Rücken. Durch viele originale Schautafeln kann man sich ein gutes Bild machen was hier vor über 30 Jahren vor sich ging.

Kleinigkeiten und ganz große Sachen

Die Zone ist eine Schatzgrube an Zeugen der Vergangenheit. Kleinigkeiten oder auch hier und da mal eine Installation?
Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis die Eindrücke fotografisch einzufangen, oder auch einfach nur die großen Bauwerke auf sich wirken zu lassen.

Man sieht sich? … jetzt buchen … bis bald … .. .


Wer in der georgischen Bergarbeiterstadt Chiatura zum Einkaufen oder Arbeit fahren möchte, braucht sehr viel Mut. Der einige öffentliche Nahverkehr wird durch ein Netz von Seilbahnen gewährleistet, das die Stadt im Tal sichtbar durchzieht. Ohne dieses Verkehrssystem würde das öffentliche Leben völlig zum Erliegen kommen.

Vor etwa 140 Jahren wurde hier Manganerz entdeckt. Dieser Rohstoff ist der wichtigste Bestandteil zur Veredelung von Eisen. Auf der Suche nach Arbeit, Wohlstand und Glück strömten unzählige Bergarbeiter nach Chiatura um in den Minen zu arbeiten. Doch der Weg zur Arbeit war anfangs sehr lang, kräftezehrend und beschwerlich denn es ging zu Fuß über Berge, Felsen und Schluchten. In den 1950 ger Jahren hat Josef Stalin den Bau des Seilbahnnetzes abgeordnet, zum einen um die Arbeiter schnell und bequem von Ihren Wohnungen im Tal zu den Manganminen in den Bergen zu bringen und zum anderen um den Bewohnern der benachbarten Dörfer in den Bergen einen zügigen weg in die Stadt im Tal zu ermöglichen. Aber auch für den Abtransport von Manganerz werden die Seilbahnen eingestzt.

Chiatura war zu Zeiten der Sowjetunion eine blühende Industriestadt, es herrschte nahezu Vollbeschäftigung zu dieser Zeit lebten hier etwa 30.000 Menschen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion dem Bürgerkrieg und der Unabhängigkeit Georgiens meldete das staatliche Bergbauunternehmen Konkurs an, gleichzeitig brach in dem Ort die Strom und Wasserversorgung völlig zusammen. Zu dieser Zeit verließen etwa 60 % der Einwohner die Stadt. Alle die geblieben sind beheizten ihre Wohnungen mit Holz und versorgten sich mit Wasser aus dem Brunnen. Heute ist die Strom und Wasserversorgung zwar gesichert und die Minen fördern wieder Mangan, trotzdem leben in Chiatura aktuell nur etwa 16.000 Menschen.

Von den damals etwa 26 Seilbahnen für den Personenverkehr und 50 Seilbahnen für den Güterverkehr, wurde der größte Teil mittlerweile stillgelegt. Eine Handvoll dieser Linien funktioniert aber noch bis heute. Obwohl es bis heute zu keinen tragischen Zwischenfall gekommen ist, werden die Seilbahnen im Volksmund „Stalins schwebende Särge“ bezeichnet. Das diese nach über 60 Jahren immer noch funktionieren ist dem Improvisationstalent des Personals zu verdanken. Die Gondeln werden bis heute immer noch per Hand gesteuert.

Erkunde mit uns die Bergarbeiterstadt Chiatura und die verrosteten Seilbahnen auf unserer Georgien & Kaukasus Expedition.


„Georgien ist nicht nur ein europäisches Land, sondern eines der ältesten europäischen Länder“ das sagte einstmals Mikheil Saakaschwili, der ehemalige Präsident von Georgien. Das Land hat etwa 4,6 Millionen Einwohner, der Name Georgien wird meist nur von Besuchern und Ausländern benutzt und wurde vom Landespatron dem heiligen Georg übernommen. Die Bewohnen nennen ihr Land schon immer „Sakartvelo“.

Hier an der Grenze zwischen Europa und Asien warten auf Euch jede Menge spannende Geschichten. In Georgien entdeckten Archäologen die ältesten menschlichen Überreste außerhalb Afrikas, hier kann man auf den Spuren von Jasons Argonauten wandeln. Die Argonautensage ist ein Bestandteil der griechischen Mythologie und handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub. Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt.

Zweifellos ist Georgiens bekanntester Vertreter der Schustersohn und ehemalige Priesteranwärter Josseb Dschughaschwili, besser Bekannt als Josef Stalin. Nach seinem Tod im Jahre 1953 fielen seine Beliebtheitswerte zwar ins Bodenlose, trotzdem hielten in seiner Heimatstadt Gori die Anhänger die Erinnerung an ihn lebendig. Hier entstand ein Museum, vollgestopft mit Devotionalien und Kitsch. Dieses sehr skurrile und vor Propaganda strotzende Stalin-Museum werden wir im Rahmen unserer Fotoreise Georgien & Kaukasus besuchen. Ein wichtiger Programmpunkt sind auch die unzähligen katholischen Kirchen und Klöster die wir besichtigen werden, denn Georgien ist eins der religiösesten Länder der ehemaligen Sowjetunion.

In den Regionen Svaneti oder Kasbegi, beide Teil des Kaukasus südlich der russischen Grenze, werden wir viel wandern und grandiose Landschaftsaufnahmen der majestätischen Berge machen. Mit Geländewagen brechen wir zu einer Tagestour nach Ushguli auf, der am höchsten gelegenen Siedlung im Kaukasus .

Die georgische Küche ist zwar in Hinsicht der Kalorienzahl nicht unbedingt leicht, aber köstlich. Wir werden alle Gaumenfreuden probieren wie zum Beispiel Chatschapuri, mit Käse gefüllte Teigfladen. Wir probieren schwierig zu essende Riesenknödel „Chinkali“ und dazu eine große Auswahl an verschiedenen Sorten lokalem Bier und Wein.

Als Nachtisch probieren wir die beliebte georgische Süßigkeit „Tschurtschchela“. Hergestellt wird der traditionelle süße Snack indem man Haselnuss- oder Walnusskerne auf eine Leine bindet und diese so lange in Traubensaft taucht bis der mit Mais- und Weizenmehl angedickt ist und sich eine dünne Schicht über die Nüsse gelegt hat.

Zum Schluss gibt’s einen oder mehrere Tschatscha – dies ist ein privat gebrannter Traubenschnaps.

Auch der Wein soll ungefähr 8000 v. u. Z. in Georgien erfunden worden sein, was den Georgiern genügend Zeit gab, die übertriebenste Trinkspruchtradition der Welt zu perfektionieren.

 


Keine andere Region die ich bisher bereist habe, hat mich so fasziniert wie Georgien und der Kaukasus. Vielleicht liegt es an der wechselvollen Geschichte und den imposanten Bergen oder den herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Auf meiner letzten Urbexplorer Fotoreise durch Georgien fuhr ich am frühen Morgen von Tbilisi auf der großen Heeresstraße die Georgien mit Russland verbindet in Richtung Stephanzminda und dem großen Kazbeg. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden bei normaler Verkehrslage. Stephanzminda oder unter dem früheren Namen Kazbegi bekannt,  liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze zur russischen Föderation und am Fuß des mächtigen Mount Kazbeg. Dies ist der dritthöchste Berg Georgiens und der achthöchste Berg des Kaukasus, er erhebt sich auf etwa 5.047 Metern. Der Berg gehört zur Khokh-Kette, einem nördlichen Vorgebirge des Großen Kaukasus.

Unterhalb des Gipfels steht auf etwa 2.170 Metern die „Zminda Sameba“ (deutsch Dreifaltigkeitskirche), sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und beherbergte über Jahrhunderte den georgischen Kronschatz und das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino.

Ich machte mich auf zur etwa einstündigen Wanderung hinauf zur „Zminda Sameba“. An diesem Tag war der Wettergott nicht allzu Gnädig zu mir und schickte ein paar Regenschauer und Schneeflocken vom Himmel. Trotzdem ließ ich mich von meinem Plan die 2.170 Meter bis zur Dreifaltigkeitskirche zu besteigen nicht abhalten. Meine Wanderroute führte durch die Gassen der Stadt. Danach ging es auf Feldwegen und Trampelpfaden, entlang an einem zu dieser Jahreszeit reissendem Fluss, zur Ruine eines alten Wachturmes aus Schieferstein. Ein Regenschauer zog auf und der Wind wehte ins mir Gesicht. Da der Himmel immer dunkler wurde, dachte ich schon kurzzeitig ans umkehren und an einen heissen Tee, da sah ich vor mir ein kräftiges grünes Weidetal mit unzähligen Kühen die gemächlich auf dem Gras rum kauten. Ich konnte meine letzten Kräfte mobilisieren und marschierte weiter den steilen Berg hinauf. Je näher ich der Dreifaltigkeitskirche kam umso besser wurde das Wetter. Ganz unschuldig trohnte die märchenhafte „Zminda Sameba“ zwischen den imposanten Bergen auf einem grünen Hügel.

Der Himmel wurde Blau, die Sonne strahlte und die Hauptattraktion, der Kazbeg eingerahmt im Blau des Himmels umgeben von Wolken. Vergessen sind die Strapazen des Aufstiegs, erinnert wurden sie nur durch die nassen Klamotten. Diesen Augenblick hier zu stehen und diese atemberaubende Aussicht zu geniessen würde ich am liebsten für immer festhalten.


In der heutigen Zeit sind die Menschen nicht mehr an einen Ort gebunden wie es noch im vorherigen Jahrhundert noch so üblich war. Die sogenannte Globalisierung verlangt von uns das wir „Mobil“ sind. Diese Tatsache und das Gefühl das die gesamte Welt minutiös erforscht und zunehmend überwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir förmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns überraschen.

Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind für uns außergewöhnlich und zugleich völlig real. Auf einer dieser spannenden Fotoexpedition entdeckte ich durch Zufall das Anwesen von Michael Fröhlich und seiner Frau. Michael Fröhlich dessen Leben schon immer Autos dominiert haben, hat sich dort einen außergewöhnlichen Traum erfüllt.

Über 25 Jahre sammelte er diverse historische Fahrzeuge und weitere Exponate, die wie er selbst „Baujahr“ Jahr 1950 sind. Jahr 2000 zu seinem runden fünfzigsten Geburtstag verteilte er diese Oldtimer dann als bizarre Autoskulpturen in seinen großzügigen Garten und feierte dann eine rauschende Geburtstagsparty. Wie kommt man eigentlich dazu, sich Oldtimer in den Garten des eigenen Anwesens zu stellen und ein privates Museum aufzumachen? Und dazu noch diese Schätze verrotten zu lassen?

In Mettmann restauriert Michael Fröhlich diverse Oldtimer – als Künstler und Konstrukteur. Dies ist seine Leidenschaft und somit ist der Fuhrpark auf seinem Privatgrundstück über die Jahre gewachsen. Alle Oldtimer bringen ihre eigene Geschichte mit und sind teilweise kunstvoll in die Gartenlandschaft drapiert.

Man findet dort ein Stück Berliner Mauer und daneben ein passendes Automobil aus DDR Zeiten. Auf einem Hügel steht ein 11 CV, eine ehemalige „Gangsterlimosine“, die einem französischen Polizeichef gehört haben soll, so erzählt es mir Michael Fröhlich.

Mittlerweile scheinen die Oldtimer mit so klangvollen Namen wie Porsche, Jaguar und Rolls-Royce sich mit der Natur zu vereinen. Verwelkte Blätter liegen auf der Motorhaube, Spinnweben im Handschuhfach und Vögel haben im halboffenen Kofferraum ein Nest gebastelt. Überall wuchert der Efeu und wächst der Moos. Begleitet wird das alles  von der allgegenwärtigen Korrosion und den einzelnen Hobbyfotografen zwischen den Autos schleichen.

Das ist Kunst! Die Natur holt sich alles zurück! Mich hat dieser langsame Verfall der einst so stolzen Fahrzeuge sehr fasziniert.

 


Auf meiner Fotoreise nach Georgien und den Kaukasus wurde ich von einem netten georgischen Mädel auf die Bergarbeiterstadt Tschiatura in Imeretien aufmerksam gemacht. Düstere Industrieruinen und Bergarbeitersiedlungen sowie sowjetische Architektur aus der Stalinzeit sollten einen Fotografen und Entdecker wie mich begeistern, sagte Sie mit einem Lächeln.

Von nun an war es  unbedingt mein Ziel einmal in die sagenumwobene Stadt Tschiatura zu fahren, natürlich habe ich das süße georgische Mädel mit auf diese Fototour mitgenommen. Schließlich war Sie selbst noch nie dort, das musste ich ändern.

Früh morgens ging es dann mit einem Jeep von Kutaisi die etwa zweistündige Fahrt durch die Berge in die Industriestadt. Sofort war klar, hier werde ich sehr viele Lost Places Fotomotive finden. Die Kleinstadt liegt abseits der georgischen Verkehrswege von Ost nach West. Von Kutaisi braucht man gut zwei Stunden, ehe man den im Kwirila-Tal gelegenen Ort erreicht. Tschiatura hat eine ungewöhnliche Lage denn die Stadt ist eingepfercht im Tal, die Manganerzminen befinden sich auf den umliegenden Bergen, ist das dortige Haupttransportmittel die Seilbahn.

Hier wird schon seit 1880 Manganerz abgebaut. Auch für die Sowjets, die Anfang der 1920er Jahre das Land annektierten, war das Metall, das vor allem bei der Stahlproduktion Verwendung findet, mehr als interessant. Über Jahrzehnte wurde in die kleine, gebirgige Stadt investiert. In den 50er Jahren errichteten sie ein ganzes Netz an Gondelbahnen, die teilweise noch heute in Betrieb sind. Insgesamt mehrere Dutzend gab es mal, etliche davon fahren nach wie vor – im unveränderten Originalzustand. Ein Teil davon bringt die Minenarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen. Auch für den Abtransport des Erzes werden Seilbahnen verwendet, zur Blütezeit der Stadt sollen mehr als 100 Transportgondelbahnen verwendet worden sein.

Liebe Fotofreunde und Explorer wir laden euch zu unserer Georgien & Kaukasus Fotoexpedition 2017 ein! Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, entlegene Bergdörfer, quirlige Städte, prächtige Kirchen, Klöster & Burgen das alles mit einer Prise Lost Places und Industriecharme. Fahre mit uns in das höchstgelegene Dorf in Europa und mach mit uns einen Ausritt auf dem Pferd im Bordjomi Nationalpark. Erkunde mit uns die Bergarbeiterstadt Tschiatura mit Ihren Seilbahnen.  Wir zeigen dir geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven. Wir brechen auf in unbekanntes Terrain, an Orte, die sich auf Karten nur selten oder gar nicht finden lassen. Diese Orte sind außergewöhnlich und zugleich völlig Real. Wann brichst du mit uns auf in die Fußstapfen der großen Entdecker?

 


Bei unseren Lost Places Fototouren und Reisen können alle Fotofreunde, Urban Explorer und Motivjäger für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen und in die Aura der geheimen Orte eintauchen. Bei meiner letzten Erkundungstour entdeckte ich dieses prachtvolle Kloster. Die Größe und Erhabenheit der Mauern ist schier unermesslich. Es ist eine der Größten Klöster in Europa.

Der Initiator der Klosterstiftung war im Jahre 1175 Herzog Boleslaw Wysoki . Er ließ die grauen Mönche aus Pforte a/d Saale herbeiführen und wollte mit ihrer Hilfe die Ideologie und politische Position der Kirche stärken. Die Zisterzienser siedelten sich hier an und wurden die Nachfolger der dort bis dahin lebenden Benediktiner. Herzog Boleslaus starb im Jahre 1201 und wurde in der Klosterkirche begraben. Seither wurde die Kirche zum Mausoleum der schlesischen Piasten. Aus finanziellen Gründen war es dem Kloster nicht möglich alle Güter zu behalten, da die Situation im benachbarten Großpolen instabil war, es kam auch zu Tatareneinfällen. Der Einfall der Mongolen – und die von Heinrich dem Frommen verlorene Schlacht bei Liegnitz (1241) wirkten sich auch für das Kloster äußerst negativ aus. Viele Dörfer waren abgebrannt.

Die angrenzenden Feudalherren stellten erhebliche  Rückforderungen. Trotzdem besaßen die Zisterzienser die meisten Güter aller Klöster in Mittel und Osteuropa. Sie beschäftigten sich mit Gartenbau, Obstanbau, Bienenzucht, Weinanbau und Fischfang. Sie besaßen eigene Mühlen, Fleichbänke und Brotbuden. Außerdem handelten sie mit Salz und Heringen, welche sie zollfrei aus Pommern einführten. Die weitere Aufteilung Schlesiens in viele Herzogtümer brachte es mit sich, dass viele Klöster im Herrschaftsgebiet verschiedener Herzöge lagen. Als das Kloster im XV Jh. seine Blütezeit hatte, begannen die Hussitenkriege und damit verbunden der wirtschaftliche Ruin.

Es kam aber auch zu einer Lockerung der klösterlichen Disziplin. Abt Andreas Hoffmann (1498-1534) gelang es, die Disziplin wieder zu erneuern, das Kloster aus den Schulden zu bringen und die Klostergebäude wieder aufzubauen. Papst Alexander VI zeichnete ihn für seine Verdienste im Jahre 1498 mit den Pontifikalien aus. Während der Reformation kam es zu vielen Austritten der Mönche aus dem Kloster. Im Jahre 1523 wurde Friedrich II Herzog von Liegnitz und wollte 1544 das Kloster säkularisieren. Die Mönche stellten sich erfolgreich dagegen. Sie erhoben jedoch keinen Einspruch zum Übertritt ihrer Untertanen zum Protestantismus. Der Generalabt des Ordens schloß im Jahre 1577 das Kloster an die tschechische Provinz an.

Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges begann die Zeit der größten Blüte. Dem Aufbau des Klosterkompexes und der wachsenden strategischen Bedeutung des Klosters waren hier die Gründe. In dieser Zeit wurde das Kloster umfassend ausgebaut und es entstand eine der größten Klosterbauten in Europa. Im Jahre 1740 kam Schlesien unter die Herrschaft Preußens. Friedrich II verordnete der Abtei eine Kontributszahlung. Zur weiteren Verschlechterung führte auch der siebenjährige Krieg mit der Stationierung österreichischer und preußischer Truppen. Im Jahre 1767 wurde das Kloster gezwungen, die merkantile Wirtschaftspolitik Friedrichs II einzuführen. Für die Abtei bedeutete das einen Anstieg der Verschuldung.

Die Wirtschaftsgebäude dienten nach 1817 verschiedenen Zwecken. In den Jahren von 1940-1945 wurden sie zur Munitionsfabrik, von 1945-1948 ein Lazarett für Soldaten der Roten Armee, von 1972/74 zur Ausstellungshalle. In der Zeit von 1975-1995 erfolgte die Instandsetzung des herzöglichen Saales. Seit 1989 obliegt die Betreuung der Klosterobjekte einer Stiftung.