Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Mit unserer Bajkonur & Aral See Fotoexpedition begebt Ihr euch auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Mit uns entdeckst Du Reiseziele die Abseits der touristischen Pfaden liegen. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime Länder und Orte die uns überraschen. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Foto & Expeditionsreise nach Bajkonur und dem Aralsee

Wir brechen auf zu einer Expedition nach Kasachstan und erkunden gemeinsam einen ehemaligen Truppenübungsplatz der sowjetischen Armee, die verrosteten Schiffe und die aufgegebenen Fischerdörfer am Aral-See und als Highlight erkunden wir gemeinsam an zwei Tagen den Weltraumbahnhof Bajkonur und dürfen sogar einen Raketenstart miterleben. Aber auch atemberaubende Landschaften, Seen und Schluchten warten darauf fotografisch festgehalten zu werden. Auch diese Fotoexpedition findet im bewährten Urbexplorer Style statt, locker und entspannt mit einer kleinen Gruppe von Entdeckern. Mach Dir selbst ein Bild!

Der Wasserspiegel des Aralsees war schon immer großen Schwankungen ausgesetzt. Ein wichtiger Grund dieser Schwankungen liegt darin, dass die beiden Zuflüsse über flaches Schwemmland flossen, so dass bereits geringe Veränderungen des Flussbettes große Wassermassen umlenken konnten. Große Teile des Aralsees waren sehr flach, folglich reduzierte auch ein verhältnismäßig geringer Rückgang des Wasservolumens schnell seine Oberfläche. Auch bewirkten die heißen Sommer eine große Verdunstung des Oberflächenwassers. Daher führte ein Ausbleiben der Zuflüsse sehr rasch zu einem starken Rückgang der Wassermenge.

Das Zarenreich entdeckte schon sehr früh diese Gegend als Rohstoffquelle, man erkannte das Potenzial im Baumwollanbau und nutzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts schon große Flächen dafür. Der Fischfang im Aralsee hatte bislang kaum eine überregionale Rolle gespielt. Er wurde seit den zwanziger Jahren ausgeweitet. Ende der zwanziger Jahre wurden noch etwa 5.000 Tonnen Fisch im Jahr gefangen, diese Zahl stieg bis in die 50er Jahre auf 44.000 Tonnen. Der Fischfang ernährte etwa 60.000 Fischer mit ihren Familien.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Fotoreise nach Balkonur & Aral See

Der Reisanbau wurde nach 1960 vorangetrieben: die Anbaufläche stieg von 46.000 auf über 300.000 Hektar. Um diese Flächen bewässern zu können, wurden Tausende Kilometer Kanäle in den Sand gegraben. Der größte ist der Karakumkanal (heute Turkmenbaschi-Kanal). Mit seinem Bau wurde 1950 begonnen. Er zweigt bei Kerki aus dem Amu-Darja, durchzieht Turkmenistan in Richtung Westen auf einer Länge von ca. 1.500 km und bewässert vor allem das Land am Fuße des Kopet-Dagh-Gebirges. Der Kanal allein verursacht etwa 40 % des Wasserverlustes des Aralsees. Insgesamt verdunsten etwa 40 – 60 % der den Zuflüssen entnommenen Wassermenge aus diesen Kanälen oder versickern im Sand.

Die Austrocknung des Sees hat gravierende Folgen. Durch die anhaltende Verdunstung entsteht über dem See eine Dunstglocke. Das wetterabhängige Verschwinden dieser Dunstglocke bewirkt eine Verschärfung des kontinentalen Klimas. Daraus resultiert das die Sommer heißer werden und die Winter kälter. Vom ausgetrockneten Seeboden werden jedes Jahr bis zu 100 Mio. t salzhaltiger Staub aufgewirbelt und durch Staubstürme in der Region verteilt. Der Staub enthält auch die Rückstände von Pestiziden und Herbiziden aus den bewässerten Gebieten. 1992 musste der Fischfang im Aralsee eingestellt werden. In den Deltagebieten und an den Unterläufen der Flüsse gingen etwa 550.000 ha Nutzfläche verloren, vor allem Felder, Schilfwiesen, Schilfwälder. Das größte Problem der gesamten Region ist die Versalzung. Die meisten Böden der Region haben einen natürlich hohen Salzgehalt in den tieferen Bodenschichten. Die intensive Bewässerung führt dazu, dass dieses Salz an die Oberfläche gelangt. Die Folge ist die Versalzung großer Flächen.

Diverse nationale und internationale Projekte versuchen derzeit, die Probleme der Aralseeregion in den Griff zu bekommen. Der nördliche Teil des Aralsees scheint sich zu stabilisieren. Nachdem im Jahre 1997 von der kasachischen Regierung ein erster Deich zwischen den beiden Seen aufgeschüttet wurde, um ein Eindringen des Salzwassers in den nördlichen Teil zu verhindern, stieg der Wasserspiegel wieder an. Gleichzeitig sank der Salzgehalt des nördlichen Sees. Da der ursprüngliche Damm jedoch bauliche Mängel hatte, konnte er dem Wasserdruck nicht standhalten und brach nach relativ kurzer Zeit wieder ein. Im Jahre 2003 griff man die Idee mit dem Bau eines weiteren Damms jedoch wieder auf, der im Jahr 2005 fertiggestellt wurde. Satellitenaufnahmen aus den Jahren 2005 und 2007 belegen eine deutliche Erholung des nördlichen Aralsees. Nach aktuellen Presseberichten (2012) liegt das Volumen des nördlichen Aralsees mittlerweile bei 27 km³. So stieg auch der Fischereiertrag von 52 t in 2004 auf 2.000 t Süßwasserfische in 2007 an. Gleichzeitig wird versucht, das Bewässerungssystem des Syr-Darja effektiver zu gestalten, um wieder einen größeren Zufluss sicherzustellen.
Der südliche Teil des Aralsees jedoch scheint dem Untergang geweiht. Die Bewässerungsflächen des Amu-Darja lassen so gut wie kein Wasser mehr zum See vordringen, dieser ist durch die Belastung von ca. 50 Gramm Salz pro Liter Wasser und diversen Chemikalien biologisch tot. Seine Wasserfläche nimmt derzeit immer noch ab.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Foto & Expeditionsreise nach Bajkonur und dem Aralsee

Weiterführende Infos zu diesem Thema findet Ihr unter diesem Link

Quelle: Geographie Infothek/Klett Verlag 2003, Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock


Auf unserer spannenden Radioactive Nightcore Fotoexpedition erkunden wir an drei Tagen die Sperrzone von Tschernobyl bevor wir in die Nähe von Perwomajsk fahren wo bis in die 1990 ger Jahre an einem als Wetterstation getarnten Ort und mit einem 3000 Volt gesicherten, dreifachen Elektrozaun die sowjetischen Atomraketen stationiert waren. Diese Raketenbasis bestand aus mehreren Kommandoplätzen in deren Silos jeweils 9 Atomraketen standen umgeben von einem 40 Meter tiefen Silo mit der Kommandobrücke. Wir fahren bis zu 40 Meter tief in die Erde hinab um die ehemalige Steuerungszentrale zu erkunden die den Eindruck erweckt als ob man sich in einem Raumschiff befindet. Auf dieser ehemaligen Atomwaffenbasis finden wir auch die berühmte SS-18 die im NATO Code „Satan“ genannt wurde. Diese Rakete hat eine Länge von über 34 Meter und eine Breite von 3 Metern. Die durchschnittliche Reichweite beträgt 16.000 Kilometer.

Die geheime Atomwaffenbasis liegt in einem sehr dünn besiedelten gebiet in der südöstlichen Ukraine. Man erreicht die Basis nur über eine rumpelige Schotterpiste und die nächste Stadt Kirowograd ist etwa 60 Kilometer entfernt. Diese lage war aber so gewollt, denn im Kriegsfall wären die Basen selbst Ziel eines atomaren Angriffs und mussten deshalb fernab der Städte gebaut werden. Außerdem musste das Grundwasser sehr niedrig sein damit die etwa 40 Meter tiefen Silos gebaut werden konnten. Wo die sowjetischen Basen lagen, war ein streng gehütetes Geheimnis. Insgesamt sechs feste Basen und somit neunzig Silos samt Befehlsständen waren über das ganze Land verteilt, außerdem gab es drei mobile Basen die im Gebiet der nördlichen Ukraine und Weissrussland aufgebaut werden konnten.

Am 17. Dezember 1959 gründete die Sowjetunion die Strategischen Raketentruppen und rüstete sich zur Atommacht auf. Die ersten Raketen in Perwomaisk waren vom Typ R-12 und hatten eine Reichweite von 2080 Kilometern. 1962 ließ Nikita Chruschtschow dieselben Raketen auf Kuba stationieren und löste damit die sogenannte Kuba-Krise aus. Von Kuba aus hätten die Raketen in wenigen Minuten Washington erreicht. Die Zielgenauigkeit der R-12 hatte die Armee zuvor geprüft. Der Test trug den Namen „Operation Rose“. Man rüstete die Raketen mit einem leichten Atomsprengkopf aus und brachte sie nach Workuta in Sibirien um spezielle Tauglichkeitstests durchzuführen. Die Raketen waren bis auf 40 Meter zielgenau, was zu dieser Zeit ein großer Erfolg war. Aber die R-12 hatte einen Nachteil. Sie musste vor jedem Start aufgetankt werden, was etwa zweieinhalb Stunden dauert und im Ernstfall verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen würde . Deshalb wurde die R-12 Mitte der sechziger Jahre von der UR-100 abgelöst. Diese war innerhalb von Minuten einsatzbereit.

Auf unserer weiteren Erkundung betreten wir ein unscheinbares Betonhäuschen. Hier befindet sich der Eingang zur unterirdischen Schaltzentrale, wo die Atomraketen abgefeuert worden wären. Beim Betreten der unterirdischen Schaltzentrale fühlt man sich wie in einem James-Bond Krimi. In diesem haus wurde auch eine ausgeklügelte Belüftungsanlage eingebaut. Auf der linken Seite steigen wir eine zwei Meter lange Leiter hinab. Sie führt zu einem schmalen Tunnel. Nach etwa 100 Metern endet der Tunnel an einer Schleuse, die mit zwei dicken Stahltüren gesichert ist, diese konnten damals nur mit einem speziellen Zugangscode geöffnet werden. Hinter der Schleuse wartet ein winziger Fahrstuhl, in den gerade drei Leute hineinpassen. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung und wir fahren 45 Meter abwärts vorbei an verschiedenen Etagen des Kommandosilos. Nach einer Weile sind wir mit dem Fahrstuhl auf der Ebene der Kommandozentrale angekommen. Die ist vollgestopft mit Technik und erinnert stark an ein Raumschiffcockpit. Direkt unter der Schaltzentrale, zu erreichen mit einer Metalleiter, befindet sich ein zweiter Raum mit Schlafkojen. In einem Kommandosilo waren immer 3 Offiziere stationiert, die den Raketenpult haben bedienen müssen.

Den geheimnisvollen roten Knopf gab es hier nicht. Im Kriegsfall würde der Abschussbefehl vom Oberkommando der Sowjetarmee aus Moskau kommen. Am Kontrollpult hätte ein Lämpchen aufgeleuchtet und ein Summen wäre ertönt. Auf einem Monitor wäre das Wort „Pusk“ (russisch: Start) erschienen. Der befehlshabende Offizier hätte einen Tresor geöffnet, in dem sich zwei Schachteln mit jeweils zwei Schlüsseln befanden. Ein Schlüssel war für den Befehlshaber, der andere für den Co-Offizier bestimmt. Die beiden hätten die Schlüssel gleichzeitig in die Zündvorrichtung einsetzen müssen.

Danach wäre auf einem anderen Monitor ein sechsstelliger Code erschienen. Dann hätte der Befehlshaber aus dem Oberteil des Tresors eine dritte Schachtel herausgeholt. Darin befand sich ein versiegelter Briefumschlag mit einer weiteren sechsstelligen Zahlenfolge. Wenn deren letzte Ziffer mit dem letzten Zeichen des Codes auf dem Monitor übereingestimmt hätte, wären die Offiziere zum Abschuss der Raketen berechtigt gewesen.

Nur beide Offiziere gleichzeitig hätten die Raketen zünden können. Dazu hätten sie mit der linken Hand den Startknopf gedrückt gehalten. Mit der rechten Hand hätten sie die Zündschlüssel gegen den Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen müssen. Diese Prozedur musste zwei Mal erfolgen, nur dann wären die Raketen gestartet. Dieser Ablauf wurde jahrelang geübt. Dem Angriff der Gegner hätte der Bunker leicht standgehalten denn er war ummantelt mit einer dicken Betonschicht und die Kapsel der Kommandobrücke war auf Stoßdämpfern gebaut. Vierzig Tage hätten die Offiziere in totaler Isolation überleben können. Es standen Notrationen bereit, sogar eine Mikrowelle gab es im Bunker. Nach Verbrauch der Vorräte wären die Soldaten in ein Rohr gekrochen und in einer Luftdruckkapsel nach oben geschossen worden. Der Fahrstuhl würde dann wohl nicht mehr funktionieren. Oben hätten sie sich Schutzanzüge übergezogen und wären in die verstrahlte Gegend hinausgegangen. Und was dann? Zum Glück ist es nicht so weit gekommen.


Sieben hartgesottene Fotografen, ein Urbexplorer Expeditionsbus, acht Tage am nördlichen Polarkreis dem unberechenbaren Wetterverhältnissen ausgeliefert. Jedes Jahr sind wir mit einer kleinen Gruppe Abenteurern auf der Jagd nach spektakulären Lanschaftsaufnahmen, Streetart und magischen Polarlichtern. Im Februar und März 2018 geht es mit unserer weiteren Lofoten Fotoreise zur Polarlichtzeit in den nördlichen Teil von Norwegen. In dieser Zeit ist die Landschaft in wunderbar weiches Licht getaucht und die Nordlichter werden Nachts bei klarem Himmel schon früher und somit auch länger zu sehen sein. Es erwartet euch bei unserer Fotoreise ein abwechslungsreiches Programm. In hoffentlich klaren Nächten und einer langen Dämmerungszeit am Tage fotografieren wir die spektakulären Polarlichter.

Zu den spektakulärsten Auftritten des Nordlichts gehört in zahlreichen Farben tanzendes Licht, das in hoher Geschwindigkeit über den Nachthimmel wirbelt.

Polarlichter kommen in nördlichen Breiten als auch auf der Südhalbkugel vor. Hier im Norden heißen sie dann Nordlichter oder Aurora borealis und am Südpol nennt man sie Südlichter oder Aurora australis. Um sich vorzustellen, wie Polarlichter entstehen, ist es am einfachsten an einen Luftkuss zu denken dem man etwa seiner Freundin oder Freund zuwirft. Die Sonne sendet praktisch einen Luftkuss an die Erde, der in Form von bunten Lichtern am Himmel sichtbar wird.

Denn physikalisch passiert etwas sehr interessantes: Die Sonne stößt einen sogenannten Solar-Sturm voller energiegeladenen Teilchen aus. Dieser benötigt rund 18 Stunden, bis er das Magnetfeld der Erde erreicht. Wenn sich die energiegeladener Teilchen dann mit den erdeignen Atomen verbinden, entstehen die Nordlichter. Das ganze passiert etwa in 100 Kilometern Höhe statt. Über den Lofoten sind die Polarlichter meistens Grün, diese Farbe entsteht beispielsweise in Verbindung mit Sauerstoff. Damit wir das einzigartige Naturschauspiel gut sehen können, benötigen wir außerdem einen dunklen und klaren Himmel.

Vielen fragen sich warum man so weit in Richtung Norden oder Süden reisen muss um das Naturschauspiel sehen zu können? Das Magnetfeld der Erde ist nicht kreisrund wie bei einem Ball, sondern es sieht eher aus wie ein Apfel, mit Öffnungen oben und unten. Das Magnetfeld ist durchzogen von Magnetfeldlinien. Die Elektronen werden aufgrund ihrer magnetischen Ladung besonders von diesen Öffnungen angezogen und von den Magnetfeldlinien zu den Polen gelenkt. Dort kollidieren sie dann mit den erdeignen Atomen. Die Polarlichter sind an beiden Enden der Welt zur gleichen Zeit sichtbar. Wenn wir hier in Norwegen Nordlichter sehen, dann können wir uns sicher sein, dass sich der Himmel über dem Südpol gleichzeitig verfärbt.


Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Das Gefühl in uns, das der gesamte Planet bis in den letzten Winkel erforscht und überwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime Orte die uns überraschen.

Begleitet uns auf eine spannende Fotoreise nach Transnistrien & Moldawien. Die Republik Moldau ist ein kleines Land am Rande Europas, zwischen Rumänien und der Ukraine. Das Land beherbergt die nicht anerkannte Republik „Transnistrien“ Die Republik ist kein offiziell anerkannter Staat, aber es ist eine unabhängige Transnistrische Moldaiusche Republik mit eigener Währung, eigener Regierung und sowjetischer Ideologie.

Wir besuchen die Haupstadt Tiraspol zum Tag der Unabhängigkeit und nehmen an den Festlichkeiten und Militärparaden teil. In Tiraspol kann man bis heute kommunistische Symbolik aus den Sowjetzeiten finden, es ist wie ein „sozialistisches Freilichtmuseum“. Wir fahren zum autonomen Gebiet Gagauzery, wo türkischsprachige aber orthodoxe Bevölkerung lebt. Wir besuchen eine „Kolchose“ und prächtige Weingüter und Keller sowie eine Störfarm und probieren hier den besten Kaviar der Region. Unterwegs probieren wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Region. Diese Fotoexpedition wird auch von grandiosen Landschaften, verwunschenen Schlössern, Kirchen, Klöstern, einer Synagoge sowie Architektur und Straßenfotografie untermalt. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Transnistrien ist ein kleines Land, etwa 200 Kilometer lang und an nur wenigen Stellen breiter als zwanzig Kilometer, im Rücken die Ukraine und im Westen, am gegenüberliegenden Ufer des Dnjepr, die Republik Moldawien, oder unter der früheren Bezeichnung „Bessarabien“. Josef Stalin hatte Transnistrien im Jahr 1940 von der Ukraine getrennt und der damaligen Moldauischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Nach dem Untergang der UdSSR fürchtete man in Transnistrien wo überwiegend die russischsprachige Minderheit lebt, das die Rumänisch sprechende Mehrheit Moldaus eine Vereinigung mit Rumänien anstreben, auf Kosten Transnistriens.

Russische und ukrainische Soldaten überwachen die Grenze zwischen der Republik Moldau und ihrer abtrünnigen Teilrepublik. Eine Grenze, die für Moldau nicht existent ist, weshalb die Polizisten Moldaus auch keine Kontrollen vor dem Schlagbaum vornehmen. Die nicht anerkannte Hauptstadt Tiraspol liegt kaum zehn Minuten hinter der Waffenstillstandslinie von 1992. Etwa 180 000 der rund 600 000 Einwohner Transnistriens leben in Tiraspol, einer Hauptstadt, die den Charme von „Ostberlin 1989“ hat. Überall entdeckt man sowjetische Symbolik und Relikte aus längst vergangenen Zeiten, die meisten Straßen von sozialistischer Architektur und Plattenbauten umgeben.

Im Zentrum der Stadt steht auf einem Betonsockel ein Panzer. „Das ist ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des Unabhängigkeitskrieges“. Knapp 1000 Menschen starben als 1992 moldawische Soldaten in Transnistrien einrückten. Die Transnistrier wollten um keinen Preis zu Rumänien gehören, wie damals die moldawische Regierung forderte. Transnistrien blieb seitdem autonom, aber es gehört offiziell immer noch zu Moldawien. Es gibt die lokale Währung, den transnistrischen Rubel. Man kann aber auch überall mit Dollar und sogar Euro bezahlen.

Alle Informationen und Stationen unserer spannenden Fotoexpedition Transnistrien & Moldawien findet Ihr unter diesem Link: http://urbexplorer.com/shop/transnistrien-moldawien/

 


Seit etwa 4 Wochen sind wir alle wieder von unserer Pripjat Silvester 1985 Tour nach Hause zurückgekehrt! Wir begaben uns in das Jahr 1985 um auf eine außergewöhnliche „Silvester“ Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripjat. An zwei Tagern erkundeten wir die zu dieser Jahreszeit menschenleere Sperrzone.

Da es ein wenig geschneit hat herrschte auf unserer Erkundungsroute durch die Zone eine stimmungsvolle winterliche Aura! Dies war eine außergewöhnliche und einzigartige Fotoexpedition in die Sperrzone denn die Lichtverhältnisse in dieser Jahreszeit sind schon eine Herausforderung.

Andererseits haben wir völlig neue Eindrücke aus einer winterlichen und verschneiten Zone mitgenommen. Ich persönlich habe meinen ersten Wolf in meinem Leben gesehen. Die Bilder wurden mir von Nils Konheiser zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Besucht seine Seite unter: Facebook NK Fotografie 

Eine kleine Statistik: Aus welchen Ländern kamen eigentlich die meisten Besucher in die Sperrzone?

Platz 1. Ukraine mit 33,2 %
Platz 2. Polen mit 16,8 %
Platz 3. Großbritannien mit 12,3 %
Platz 4. USA mit 8,8 %
Platz 5. Deutschland mit 7,5 %

Fotogalerie Pripjat Silvester 1985 Tour

VideoClip "Pripjat Silvester 1985 Tour"

Pripjat Silvester 1985 Tour

Mach Dir selbst ein Bild!


Zwei wagemutige Urban Explorer haben sich auf den gefährlichen Weg gemacht, heimlich das Gelände des Bajkonur Kosmodroms zu erkunden. Das Hauptziel der beiden war der geheimnisvolle „Buran“ Hangar. Die Reisevorbereitungen dauerten etwa ein halbes Jahr. Die beiden bereiteten sich gründlich vor und haben viele Informationen über das Gelände gesammelt die für diese anspruchsvolle Reise wichtig sind. Mit großen Rucksäcken und bei Vollmond überquerten die beiden die Wüste in Kasachstan. Ein Paar mal standen Sie kurz davor entdeckt zu werden bis Sie endlich am riesigen Hangar angekommen sind.

In diesem verlassenen Hangar des größten Raketenstartplatzes der Welt, dem Kosmodrom Baikonur, stehen die verrottenden Überreste des ehemaligen russischen Raumfahrtprogramms Buran.

Das Gelände gehört seit dem Zerfall der Sowjetunion zu Kasachstan, wird aber von Russland bis 2025 gepachtet. In Bajkonur werden noch immer etwa 70 Prozent der russischen Raketenstarts abgewickelt, aber gleichzeitig ist es auch ein Synonym für den gescheiterten russischen Traum eine weltweite Vormachtstellung in der Raumfahrt zu erlangen. Im Jahr 1993 wurde die Mission „Buran“ endgültig eingestellt. Das große Ziel, die Dominanz gegenüber den USA im Weltraum, musste aus finanzieller Hinsicht begraben werden.

Checkt deren Facebookprofil: https://www.facebook.com/balans.kaunas?fref=ts

Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Mit unserer Bajkonur & Aral See Fotoexpedition begebt Ihr euch auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Mit uns entdeckst Du Reiseziele die Abseits der touristischen Pfaden liegen. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime Länder und Orte die uns überraschen. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Wir brechen auf zu einer Expedition nach Kasachstan und erkunden gemeinsam einen ehemaligen Truppenübungsplatz der sowjetischen Armee, die verrosteten Schiffe und die aufgegebenen Fischerdörfer am Aral-See und als Highlight erkunden wir gemeinsam an zwei Tagen den Weltraumbahnhof Bajkonur und dürfen sogar einen Raketenstart miterleben. Aber auch atemberaubende Landschaften, Seen und Schluchten warten darauf fotografisch festgehalten zu werden. Auch diese Fotoexpedition findet im bewährten Urbexplorer Style statt, locker und entspannt mit einer kleinen Gruppe von Entdeckern. Mach Dir selbst ein Bild!

The Ghost of Bajkonur


Mit unserer Urbexplorer Städtereise nach Sankt Petersburg vom 1 bis 6 Juli begibst Du dich zurück und erlebst mit uns die verschiedenen Epochen der Zaren hautnah. Am dritten Tag hast Du die Möglichkeit, an einem sechsstündiges Fashionshooting unter der Begleitung des deutschen Modefotografen und Fototrainers Felix R. Krull in einem traumhaften leerstehenden Palastgebäude aus dem 18. Jhd teilzunehmen. Das legendenumwobene Gebäude selbst liegt versteckt in einem heruntergekommenen Industriegelände an der Neva, weitab der Saint Petersburger Metrostationen. Das Haus ist seit jahren verschlossen und leerstehend. Eine passende geheimnisvolle Atmosphäre wird durch einen stuckverzierten weissen Zeremoniensaal und einem riesigen Wintergarten erzeugt. Dieser Ort gleicht einer Geistergeschichte zwischen abgenutzter Eichenholztäfelung, gesprungenem Mamor, halbblinden Spiegeln und zerissenen Wandverkleidungen aus goldenem oder blutrotem Samt.

In diesem einzigartigen Ambiente arbeiten wir mit zwei wunderbaren international tätigen Topmodels sowie zwei hochprofessionellen Make-Up Artists und einer Stylistin. Felix wird euch verschiedene Sets bieten und euch im Umgang mit den Models, dem Posing, dem Licht, der Technik und dem Styling begleiten.


„Bonehaus“ – das Bonehaus ist ohne Bone nur Haus

Görlitz gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Unzählige Bauten aus Romanik, Barock, Renaissance und Gründerzeit zieren das Stadtbild und bilden zusammen ein beeindruckendes Ensemble. Anfang 2016 begab ich mich nach der Urbexplorer Fototour zum Hotel Vier Jahreszeiten und dem Freisebad, auf Erkundungstour durch die Altstadt von Görlitz. Von einem Freund bekam ich den Tip das legendäre „Bone Haus“ am Obermarkt 26 gleich neben der berühmten Verrätergasse zu besuchen. Der Künstler Steeven Fabian Bonig – bei den Einheimischen schlicht „Bone“ genannt – ist Mieter des Hauses Obermarkt 26 und machte die Innenräume durch seine Kunstinstallationen zu einem mystischen und inspirierenden Ort was aus der Zeit gefallen scheint. Es ist mehr als ein Haus, es ist ein lebendiges Kunstwerk, geschaffen von einem kreativen Geist und nicht leicht zu erfassen, weil man ein Bestandteil der Installation wird, wenn man es betritt. Bei einem kurzen Gespräch mit „Bone“ erfuhr ich zudem das seine Kunst eine Art kreativer Schöpfungsprozess ist, der sich ständig verändert, wächst, zerfällt und neu entsteht. Die Zutaten bestehen teils aus Holz, Porzellan, Eisen, Plastik oder Papier, teils aus Träumen, Sehnsüchten und Gedanken.

Leider verließ Steeven Fabian Bonig das sogenannte „Bonehaus“ Ende 2016, nachdem er seine mit dem Eigentümer geschlossenen Verträge, so auch den Mietvertrag, gekündigt hat. In der Zwischenzeit hat „Bone“ gemeinsam mit Freunden das Haus ausgeräumt und alle Raritäten den Leuten in der Stadt zurückgegeben die sich an seinen aufwändigen Installationen beteiligt haben.

Das „Bone Haus“ bleibt aber als eine Görlitzer Legende und als ein Denkmal sowie ein Ort der Inspiration in Erinnerung.

Was ist das hier? (Ein Gedicht von „Bone“)

So im Vorbeischleichen an den Fassaden – von einem historischen „Vorsicht frisch gestrichen“ zum nächsten schreckt plötzlich eine zerfressene Sockelkante in die längst langweilig gewordene Tünche der Sanierung. Hier soll sich noch beweisen, was ein Denkmal ist und was nicht.

Eine Tür steht offen. Manchmal auch zwei oder drei, weil so viele Türen hat die Halle dieses jüngsten Hallenhaus der Stadt. Man tritt ein, nicht weit und fragt sich -was ist das hier- , wenig ahnend, dass das zuvor schon in den acht Jahren mehr als Hundert tausend Menschen ebenso fragten und ebenso keine Antwort fanden. Das soll es auch nicht,
denn was es in Absicht einzig zu sagen gibt steht auf einem Zettel im zweiten Stock; der Rest in Bildersprache.

Der ist viel, dieser Rest, aber auf den Betrachter wirkt zunächst nur die Wucht der Fülle. Auch das Detail scheint sich einer Antwort zu entziehen, weil der heutige Mensch
vom Konsum seiner Bildschirmmedien und Tonfilmprodukte gewöhnt ist, dass das, was er anschaut auch mit ihm spricht. Wer dennoch selbst ein Detail deutet, wird sofort ein nächstes finden, das seine letzte Deutung fehl führt. Hier wirkt, was Goethe im Vorspiel des Faust den Theaterdirektor zum Dichter sagen lässt: …suchet nur sie zu verwirren; / sie zu befriedigen ist schwer.

Wer die Ordnung zwischen den Details erkennt beginnt sein warmes Aufgehobensein zu genießen, den Abpfiff des Zeitgefühls und die Sprache der Stille zu hören. Erst spät, wenn überhaupt, wird der Geist merken, dass das, was hier wohltuend wirkt das Fehlen des Weltgegröhls ist, dass der Ort hier gegen diese Welt ein kostbares Nichts ist, dass auch den Menschen nicht zwingt etwas zu sein. Kein Geschäft, dass den Mensch zwingt Kunde zu sein. Ein Nichts, dass den Menschen einfach nur da sein lässt und allein dafür willkommen heißt. Keine Werbung raubt die kostbare Aufmerksamkeit, nichts schreit sein aufdringliches eitles -ich ich ich-, wie die Küken im Vogelnest. Nichts hier soll was sagen, obwohl man ahnt, dass es das könnte. Niemand will Geld, nichts soll verkauft, nichts gepriesen werden. Niemand will sagen was es ist. Es ist Nichts und soll es auch sein. Ein Kunstwerk; ein angebliches Vielsein, dass aber nichts ist, wie die wortlose Behauptung eines Theaterzauberers, nämlich dass weiße Kaninchen in schwarzen Zylindern wohnen…Und wo sich alle deswegen freuen, weil es eben perfekt so aussieht, aber unmöglich so sein kann.

Und doch ist es was. Es muss! was sein…

Wer fern allen Hochmuts und unbeleidigt über dieses Nichtbeantwortetsein ist, nicht einen Ort braucht, um selbst etwas zu sein, und überhaupt in aller Uneile die Zeit dazu hat wird irgendwann den Weg in den ersten Stock finden. Eine breite großzügig einladende Treppe, die zunächst auf ein feurig leuchtendes Ölgemälde zuschreiten lässt, das einen liebesfreudigen Geist an die Lust zur Leidenschaft erinnert.

Dann biegt die Treppe scharf ab und führt den Blick aufwärts in den Abgrund. Drei vergammelte Restbalken lassen sofort die Phantasie jene nicht mehr vorhandene Decke konstruieren, schreien dem Baulaien ein erstes Auweia in den Sinn, und wirken das Gefühl, gegen das sich die Frechheit des Herzens wehren würde, wenn es auf einem Warnschild befohlen wäre: Vorsicht einsturzgefährdet!!!

Aber was fehlt kann nicht gezählt werden, schreibt Lao Tse im Tao te King und eine nicht vorhandene Decke kann auch nicht einstürzen. Und wenn, dann eben nur da, wo sie gerade ist: in der Phantasie. (eventuell auch in den Gutachten verlogener Sachverständiger…)

Dann öffnet sich der Blick bis zum Dach und füttert die Phantasie weiter mit einem Gewirr von angefaulten Gammelbalken. Die sind, wo sie sich selbst nicht mehr zu halten drohen in verrostete Eisenketten gehangen, verrostete dunkle, damit man nicht sogleich sehen kann, dass das Gebälk eigentlich gegen das, was dieser Anblick vermuten lässt gesichert ist. Sie sind auch gereinigt mit einem Wasserstrahl von fünfzehn Atmosphären Druck, der wirklich nur die von Pilz und Fäulnis unbeschädigte Substanz übrig lässt.
Aber Dreck, der weg ist sieht man nicht, noch weniger, wenn man sowieso ein Mikroskop bräuchte für gefräßige Bakterien, Sporen und Mycelien. Darum sieht die Phantasie immer und immer weiter herabstürzen, was längst herabgestürzt und weggeräumt ist. Und was staubgesaugt ist und abgewaschen und mit Antimykotikum für die Ewigkeit bereitet…

Sucht das Auge weiter wird es fündig an talergroßen Verstecktheiten, die letztlich dem Laien oder all zu eiligen Fachmann nichts als die Große Gefahr übrig lassen, nämlich die Gefahr, dass in allen schwarzen Zylindern weisse Kanikel wohnen …

Tatsächlich aber schwebt dieses Gewirr der Gammelei als banale Dekoration in diesem Raum, gleich wie in aller Welt auch Blumenampeln, Discokugeln und Lampen an der Decke hängen. und wirken in jedem Fall eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. Die soll sein wegen dem Zettel im zweiten Stock.

Man betritt den Aufgang nach weiter hoch. Zwei große alte schwarz-weiß-Fotographien von Alt-Görlitz hängen an der Wand, eine dritte steht am Boden, eine kleine Steigeleiter davor, ein Hammer und eine Büchse Nägel. Es sieht aus wie mitten drin abgebrochen, als ob jemand gerade von der Arbeit weggelaufen ist. Kommt man ein Jahr später wird es immer noch so aussehen, und dieser jemand wird sich als Imagination entpuppen, als das v i r im Wort environment. Virus- der Lebende. Mindestens Hundert solche sind im Haus zu finden.

Dann biegt die Treppe scharf ab und dann noch mal. Dann tritt man auf einen kleinen Balkon, die Decke darüber sind zwanzig Quadratmeter komplett flächendeckendes Gammeldekor. Ein Balken, auf einer Seite abgefault und herunter gebrochen schwebt schräg im Raum, wie als ob er gerade noch fliegt. Eine Eisenkette sichert ihn, doch die wäre nicht nötig gewesen, denn der Balken hing noch von allein so. Aber hier fand auch der Baumeister die Angst an die Grenze getrieben. Und da an diesem Balken hängt er nun, der Zettel, der noch beweisen wird, dass Kunst überhaupt nicht Gesschmackssache ist. Kunst ist sehr wohl erklärbar und Geschmack auch, lediglich nicht für jeden.Man muss es auch nicht. Man kann auch Speise einfach genießen ohne zu wissen wie sie gekocht wird. Oder eben in Gefahr schweben, die gar keine ist, und danach das Glück fühlen, das man die ganze Zeit schon hatte. Oder die wirkliche Schönheit erkennen, die man draussen an all den paar tausend strahlenden Hausfassaden längst gesehen zu haben meint.

Was Du da gesehen hast, höre Mensch, es ist Deine Schönheit !!! Zumindest die Hälfte etwa, denn ohne diese Beigabe aus dem Steuersäckel wären diese Häuser nie gerettet und nie so schön geworden wie sie heute sind. Sie waren fast alle, wie es diese Gammelei verkündet, und sie waren es wirklich, was diese Gammelei nicht wirklich ist. Görlitz hat nicht nur diesen einen anonymen Spender, der jedes Jahr diese Altstadtmillion spendiert. Es hat auch achtzig Millionen anonyme Steuerzahler und Hunderte Millionen verbaut! Und einen Solidaritätszuschlag, eine Zahl, den meisten Gästen nur vom Steuerbescheid bekannt, in Görlitz aber nun in einer solch robusten Schönheit sichtbar geworden, wie in keiner anderen Stadt; und ja;- wer sowas nie bezahlt hat, oder nur Erwerb und Bereicherung darinnen fand, der wird auch nur wenig gerührt sein von einem Dankeschön.

Das ist Erklärung und keine Geschmackssache. Es gab ja auch feuchte Augen, sehr und nicht selten, vor Freude über ein Kunstwerk aus zweitausend Arbeitsstunden, die bauingineurlich genau so nutzlos sind, wie die fliegenden Bällchen beim Jongeleur, oder wie die Kriminalität im Kriminalfilm,- -ach es gibt ja genug echte im wirklichen Leben, und die ist doch auch nicht Geschmackssache, weil sie nicht so clever aufgeklärt wird, wie die im Film. Wozu putzen, wozu die Mühe, die ganze Arbeit an etwas, das nicht mehr ist, was es mal war, nicht mehr tut, was es mal tat und nie mehr kann, was es mal sollte ??? Steht man nicht immer vor der Sinnlosigkeit eines sinnlosen Kunstwerkes und fragt „was will uns der Künstler damit sagen ??? …steht doch auf dem Zettel: Danke !!!

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„Georgien ist nicht nur ein europäisches Land, sondern eines der ältesten europäischen Länder“ das sagte einstmals Mikheil Saakaschwili, der ehemalige Präsident von Georgien. Das Land hat etwa 4,6 Millionen Einwohner, der Name Georgien wird meist nur von Besuchern und Ausländern benutzt und wurde vom Landespatron dem heiligen Georg übernommen. Die Bewohnen nennen ihr Land schon immer „Sakartvelo“.

Hier an der Grenze zwischen Europa und Asien warten auf Euch jede Menge spannende Geschichten. In Georgien entdeckten Archäologen die ältesten menschlichen Überreste außerhalb Afrikas, hier kann man auf den Spuren von Jasons Argonauten wandeln. Die Argonautensage ist ein Bestandteil der griechischen Mythologie und handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub. Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt.

Zweifellos ist Georgiens bekanntester Vertreter der Schustersohn und ehemalige Priesteranwärter Josseb Dschughaschwili, besser Bekannt als Josef Stalin. Nach seinem Tod im Jahre 1953 fielen seine Beliebtheitswerte zwar ins Bodenlose, trotzdem hielten in seiner Heimatstadt Gori die Anhänger die Erinnerung an ihn lebendig. Hier entstand ein Museum, vollgestopft mit Devotionalien und Kitsch. Dieses sehr skurrile und vor Propaganda strotzende Stalin-Museum werden wir im Rahmen unserer Fotoreise Georgien & Kaukasus besuchen. Ein wichtiger Programmpunkt sind auch die unzähligen katholischen Kirchen und Klöster die wir besichtigen werden, denn Georgien ist eins der religiösesten Länder der ehemaligen Sowjetunion.

In den Regionen Svaneti oder Kasbegi, beide Teil des Kaukasus südlich der russischen Grenze, werden wir viel wandern und grandiose Landschaftsaufnahmen der majestätischen Berge machen. Mit Geländewagen brechen wir zu einer Tagestour nach Ushguli auf, der am höchsten gelegenen Siedlung im Kaukasus .

Die georgische Küche ist zwar in Hinsicht der Kalorienzahl nicht unbedingt leicht, aber köstlich. Wir werden alle Gaumenfreuden probieren wie zum Beispiel Chatschapuri, mit Käse gefüllte Teigfladen. Wir probieren schwierig zu essende Riesenknödel „Chinkali“ und dazu eine große Auswahl an verschiedenen Sorten lokalem Bier und Wein.

Als Nachtisch probieren wir die beliebte georgische Süßigkeit „Tschurtschchela“. Hergestellt wird der traditionelle süße Snack indem man Haselnuss- oder Walnusskerne auf eine Leine bindet und diese so lange in Traubensaft taucht bis der mit Mais- und Weizenmehl angedickt ist und sich eine dünne Schicht über die Nüsse gelegt hat.

Zum Schluss gibt’s einen oder mehrere Tschatscha – dies ist ein privat gebrannter Traubenschnaps.

Auch der Wein soll ungefähr 8000 v. u. Z. in Georgien erfunden worden sein, was den Georgiern genügend Zeit gab, die übertriebenste Trinkspruchtradition der Welt zu perfektionieren.